Jump to content

Substratzusätze für Moorbeet/Moorkübel?


Recommended Posts

Auf die Gefahr hin, dass ich der einzige bin der sich diese Frage stellt:

 

Benutzt ihr für Moorbeete/Moorkübel reinen Torf? Oder mischt ihr da auch Sand/Perlite (oder sonst was) drunter?

 

In der Anleitung von Thomas Carow wird von reinem Torf gesprochen. Aber müsste nicht gerade bei einem Substrat, das wohl 5+ Jahre im Behälter verbleibt (bzw. im größeren Moorbeet noch wesentlich länger) Zusätze die die Struktur verbessern, und damit das Substrat länger "haltbar" machen, nicht noch wichtiger sein als bei der Topfkultur wo man mal ohnehin eher das Substrat wechselt?

 

-Ralf

Link to post
Share on other sites

Hallo Ralf,

für mich hat sich die Frage nie gestellt als ich mein Beet geplant habe. Im Botanischen Garten Adorf gibt es beispielsweise Moobeete die nach demselben Prinzip mit reinem Torf angelegt wurden. Die funktionieren schon seit ca. 20 Jahren.

Da wird Thomas schon recht haben.

Viele Grüße 

Ralf

Link to post
Share on other sites

Reiner Torf im Beet. Im Gegenteil, je größer das Volumen ist desto mehr nähern wir uns der Natur; meiner Meinung nach. In einem realen Moor wächst die Torfschicht kontinuierlich, wenn auch nur im Schnitt 1 mm pro Jahr. Auf der Oberfläche steht eine geschlossene Vegetationsschicht für die Erneuerung und Stabilisierung. Einziger Nachteil ist, wie in der Natur auch, dass die darunterliegenden Schichten ebenso konsquent verdichtet werden. Und das nicht wenig wenn ich mein Beet so beobachte. Schade nur, dass ich bei der Neuanlage die Höhenverhältnisse nicht gemessen hatte. Aber es ist deutlich eingesackt, dennoch stabil und alles wächst seit nun 9 Jahren super gut.

 

Gruß Piesl

Link to post
Share on other sites
Beautytube

Sorry sehe ich nicht ganz so:

Neutrale Zusätze ( z.B. Perlite) würde die Menge an verbrauchtem Torf reduzieren und das sind wir unseren Lieblingen am Naturstandort schuldig.

Der Torf in der Natur entsteht nur dadurch in reiner Form, da dort keiner was zumischt.

Wir wissen aber aus der Kultur unserer Pflanzen, dass wir da ohne Weiteres 1:1 mit Perlite mischen können.

 

Daher bin ich dazu übergegangen den Torf im Beet auch aufzumischen. Sieht nicht schön aus, aber ich decke ja ohnehin jede freie Fläche mit Sphagnum ab.

Sphagnum sorgt für die "richtige" Bodenchemie und zeigt an, ob diese noch stimmt (anderenfalls würde das Sphagnum nicht mehr gesund aussehen).

 

Also: Man kann ohne Gefahr für die Pflanzen aufmischen.

 

Peter.

  • Gefällt mir 2
Link to post
Share on other sites

Hallo Peter,

 

deine Einwände stimmen natürlich so. Schaden tut den Pflanzen / Kübeln aber beides nicht. Leider dürfte jedoch der Torfverbrauch durch die unzähligen Töpfe, die in den Baumarktketten direkt in den Container wandern unverhältnismäßig größer sein. Da wäre echtes Sparpotenzial. Aber welcher Markt lässt schon Torfcontainern zu. :'(

 

Piesl

Link to post
Share on other sites
Beautytube

Wenn ich was machen kann, um den Verbrauch zu senken, dann mache ich das. Egal ob es viel bringt oder wenig. :)

Mir wird einfach übel bei dem Gedanken, dass meine 150 l Torf nun 20 Drosera, Kreuzottern, Moorhühner, Orchideen oder sonst was geschlachtet haben (übertrieben formuliert).

 

Bin vielleicht zu idealistisch, aber fange wenn möglich auch bei mir an. :) 

 

Ich kaufe auch fast keine Wegwerfblumen mehr, nur noch wenn mich die Gesellschaft zwingt (Muttertag,...).

 

Übrigens: die einzige Gesellschaft die mich zum Pflanzenkauf zwingen kann ist die GFP (würde das in die Statuten aufnehmen: Jedes Mitglied MUSS im Jahr mindestens 10 Pflanzen nachweislich kaufen und an mindestens 2 Treffen teilgenommen haben :) )

Bitte ändert die Statuten!!! Dann hätten wir bessere Argumente unseren besseren Hälften gegenüber.

 

Sorry für den kleinen kabarettistischen Ausrutscher.

 

Peter.

  • Gefällt mir 1
Link to post
Share on other sites

Hallo,

 

also nur mal so eine Idee:

 

Laß die Pflanzen in den Töpfen (mach aber seitlich jede Menge Löcher rein), oder tausche diese gegen Teichgefäße. Befülle Deinen Kübel mit Sand und Grabe die Gefäße dort ein. Damit das ganze etwas schöner aussieht, lege eine kleine Schicht Holzspäne oder Lavagesestein darüber.

Sand transportiert die Feuchtigkeit sehr gut, somit bliebe das Substrat in den Töpfen immer feucht und Du hast jede Menge Torf gespart.

Habe es selbst nie ausprobiert. Also vorsicht. :dance:

 

Gruß

Viktor

Link to post
Share on other sites
Beautytube

Viktor,

 

das ist ne gute Idee!

Was ich oft mache ist, die Pflanze in Teichpflanzkörbe und die stelle ich in den mit Wasser gefüllten Kübel.

Das spart ein Maximum an Substrat.

Außerdem, kann man den "Besatz" des Kübels über das Jahr ändern.

Es stehen dann immer nur die "Kracher" bei mir an der Terasse.

 

Man kann die Teichpflanzkörbe durch Moos gut kaschieren.

Im Wasserteil passen dann auch noch aquatische Utris rein.

 

Um die Höhe der Pflanzgefäße an die Höhe der Kübel anzupassen, verwende ich umgedrehte Blumentöpfe.

 

Peter.

 

Link to post
Share on other sites

Ok, danke für die Beiträge. Primär meinte ich ja ob Zumischung von Sand/Perlit in Sachen Substratqualität/-eigenschaften Sinn machen würde. Dass man damit wertvollen Torf spart, ist natürlich auch ein wichtiger Punkt.
 

"je größer das Volumen ist desto mehr nähern wir uns der Natur", das mag schon stimmen, sofern man ordentlich Sphagnum drauf hat, ansonsten glaub ich, dass die wenigsten künstlichen Moorbeete im Garten auch nur annähernd an richtige Moore kommen, was die Eigenschaften angeht. Bin da allerdings auch kein Fachmann.

 

@PeterZeller
Kannst du davon mal ein Foto machen? Ich bin mir nicht sicher ob ich verstehe wie du das meinst ;-) Benutzt du dabei kein Substrat?

 

Link to post
Share on other sites

Hi,

 

dem Moorkübel und den allermeisten Hochmoorpflanzen ist es recht egal was tiefer als 10cm für ein Substrat ist, solange es keine Salze abgibt. Am besten ein möglichst großes Wasserreservoir einplanen, dann kann man auch sorglos verreisen. Auf die Spitze getrieben, kann man in der Mörtelwanne auch Moorinseln schwimmen lassen. Das hat den Vorteil, das der Wasserstand für die Pflanzen immer gleich ist und man hebt sich keinen Bruch, wenn man den Kübel mal woanders hinstellen will. Wenn man Töpfe unterstellt, braucht man keine Auftriebskörper und verliert den Vorteil des gleichbleibenden Wasserniveaus, dafür saufen die Inseln auch nicht irgendwann ab.

Wenn man dem Substrat Perlite beimischt, sollte man die oberen 2cm und die Hügel mit Torf oder Torf/Quarzsand abdecken, sonst schwimmt das Perlite beim nächsten Sommergewitter auf und veralgt und das ist dann gar nicht mehr schön. Manche Pflanzen wachsen besser auf reinem Torf (Drosera), manche wurzeln besser in lockerem Substrat mit Perlitebeimischung (Sarracenia), andere mögen mehr Sand (viele Begleitpflanzen wie Lycopodiella, Farne, Wahlenbergia, ...). Man nimmt also letztlich das Substrat, das sich für die Pflanzen bewährt hat. Lava, Holzspäne etc. würde ich nicht verwenden, aber das ist Geschmackssache. Da die Wurzeln aus den Töpfen rauswachsen, kann man die sich auch sparen. Das sieht besser aus und die Pflanzen können wachsen, wie sie wollen. Wurzelsperren für manche Pflanzen die Ausläufer treiben (viele Wollgrasarten) sind hingegen sehr sinnvoll.

 

Viele Grüße

 

Eric

 

  • Gefällt mir 1
Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.