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Conoderma

Moorbachwanderung ausserhalb unseres Naturschutzgebietes

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Ronny K.

Hallo,

Stickstoffzeiger ist vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Insgesamt würde ich den Standort als mäßig nährstoffarm bezeichnen. Auch aufgrund der Höhe und Dichte der Vegetation. Außerdem sind Drosera und Dactylorrhiza Arten, deren Samen durch den Wind über weite Strecken transportiert werden. Sie wären also vermutlich schon längst da, wäre es ein geeigneter Standort.

Was auch ein großes Problem ist, ist die Ausbreitung von Calamagrostis epigejos. Innerhalb der Bestände wächst oft gar nichts anderes mehr.

Aber wo siehst du da Schilf?

 

Grüße

Ronny

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partisanengärtner

Nachdem Du mit den Stickstoffzeigern so lässig umgegangen bist habe ich das Gras das möglicherweise Calamgrostis epigejos ist auch Waldschilf genannt wird  einfach Schilf genannt. Ob es die Art ist kann ich nicht sicher sagen. In Dänemark war es auf jeden Fall auch eins der Gräser zwischen denen Sonnentau wuchs.

Muß nicht unbedingt so dominant vorkommen. Auch auf den Fotos sehe ich keine Reinbestände.

 

Das Dactylorrhiza Arten oder Sonnentau da schon längst wären ist eine Annahme die ich aus eigener Erfahrung mal anzweifle. Das wäre nur richtig wenn außenrum größere Bestände wären und Brückenfunktionen vorhanden sind. Schon ein Waldstück kann das erfolgreich lange Zeit verzögern.

 

Da kann es Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern bis mal ausreichend Samen dort ankommen. Wenn das mal passiert sind im Optimalfall sehr schnell große Bestände dort.

Das habe ich auch in einer Sandgrube hier in der Nähe in den letzten Jahrzehnten beobachtet. Bis zur Erstbesiedlung mehr als 30 Jahre, Etwa 5 Jahre nach der ersten blühenden Pflanze waren es schon über hundert Pflänzchen.

Drosera ist dort in mittleren bis flächigen Beständen vorhanden je nach Nässe und Eingriffen der Menschen.

Ohne die Eingriffe ist Drosera rotundifolia ziemlich selten dort zu finden. Immer wenn die Fläche wieder abgeschoben wird und Rohboden ansteht gibt es in den darauffolgenden Jahren flächige Bestände. Also da ist die Art eher ein Pionier.

 

Wie die einzelnen Vektoren wirken lässt sich nicht voraussagen. Ich kenne einige aus nahebei vorkommenden Ursprüngen angesalbte Bestände von Knabenkräutern  die alle den Vektor Mensch als Ursache haben. Denen fehlten die Trittsteine um bis dahin zu kommen wo die Bedingungen wieder mal passten.

Leider sind auch ein großer Teil der üppigen Bestände hier durch landwirtschaftliche Eingriffe verschwunden. Bestraft wurde keiner meines Wissens.

Umpflügen und Düngen reichte jeweils aus.

 

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Ronny K.

Hallo,

bevor eine Pflanze vom Samen zur Blüte kommen kann, muss sie erst einige abiotische und biotische Filter durchlaufen. Wenn ich diese Filter ausschalte, indem ich ausgewachsene Pflanzen ansalbe, heißt dies also noch nicht, dass die Art damit dort etabliert wäre. Erst muss die Art sich dort selbstständig fortpflanzen. Es kann also gut sein, dass sich dort eine angesalbte Drosera hält, aber sie muss sich nicht unbedingt fortpflanzen, womit sie mit der Zeit dann wieder verschwinden würde.

Wer sagt denn, dass die ersten 30 Jahre der Lebensraum für Drosera geeignet gewesen ist?

 

Grüße

Ronny

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partisanengärtner

Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. In der Sandgrube gibt es seit ich und mein Freund  sie kenne große Droserabestände. (nur rotundifolia)

Die Knabenkräuter sind dort neu und immer noch keine Massenbestände. Auch die Sumpfragwurz ist da erst kürzlich aufgetaucht, da kenn ich in der Gegend sonst keine, sie passen ja auch nicht unbedingt an so einen sauren Standort. Aus Einzelexemplaren sind ein paar hundert qm geworden, Sicher mehrere Hundert blühende Exemplare und ein vielfaches an Nichtblühern. Die ersten sind mir aber erst aufgefallen als sie blühten. Vom Bild her nicht gepflanzt sondern als Samen hingekommen. Alles aber in einem relativ kleinen Bereich der Sandgrube. Vielleicht ein paar hundert qm.

Da das in einem Waldstandort gelegen ist wird es wohl durch menschlichen Einfluß hingekommen sein. Ob durch die Maschinen oder an Schuhen oder gar durch einen Liebhaber wird sich nicht mehr feststellen lassen.

 

Es gab um einen Weiher in der Nähe wohl mal gute Bestände, die aber wohl  schon verschwunden sind.

 

An einer anderen Stelle nicht mal 50 Meter weg mit dem gleichen Feuchtigkeitsgehalt und anscheinend sehr ähnlichen Bedingungen ist weder Sphagnum noch irgendwelche Orchideen noch Sonnentau. Seit ich sie kenne.

 

Das Gelände sollte eigentlich bald wieder mal abgeschoben werden. Der Sonnentau wird schon wieder spärlicher. Wie das die Orchideen vertragen wird sich zeigen.

 

Im Botanischen Garten hat sich aus einem Samenstand von dort auf Torfziegeln eine große Population entwickelt die sich in wenigen Jahren flächig ausbreitete

.

 

Das mal jemand ein Knabenkraut gekauft hat und es sich dann im Garten ausgebreitet hat ist da schon eher normal.

Von Ansalbungen würde ich erst sprechen wenn es sich selbst regenerierende Bestände gibt. Ich kenn das aus alten Gärten.

Bei mir wenn ich so einen Garten hätte würde ich das nur mit Samen machen, da ja auch an der Stelle ein entsprechender Pilz sein muss um eine Keimung zu gewährleisten.

 

 

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