Jump to content
PeterZeller

Insektensterben, uns geht das Futter aus, :(

Empfohlene Beiträge

PeterZeller

Liebe Naturfreunde,

 

irgendwie hatte man immer das Gefühl, dass Insekten niemals auszurotten sind. Sogar vom Überleben (als Einzige) eines Atomkrieges war da die Rede.

Und nun das: http://www.orf.at/#/stories/2399489/

Ein Rückgang um bis zu 80%!!!!

Schwebfliegen sterben aus!

 

Letztes Jahr war das Jahr der wenigsten Insekten.

 

Es muss wieder mehr Blumenwiesen geben (mein Nachbar ist Imker und hat mittlerweile ein riesen Problem mit der Sommerdepression, wo nix mehr blüht!)

Die permanente Mahd mit Kreiselmähern, verwandelt die gesamte Wiese in Gulasch (auch die Reptilien gehen dabei drauf)

Rasenmäher Roboter halten unsere Gartenanlagen auf 3 cm Grün, und das mittlerweile einige 1000 m² weit (bei uns werden ungenutzte Wiesen um das Haus so behandelt)

Es gibt keine Grünstreifen zwischen den Feldern mehr, statt dessen wird bis zur Straße geackert, wobei sogar der Straßenunterbau zerstört wird (die Straße bricht dann ca. 1m vom Rand her ab, das muss dann der Steuerzahler alle 2 Jahre reparieren lassen)

Das Land wird unter Beton versiegelt, wir brauchen einfach mehr Logistikzentren, Einkaufszentren, Betriebsansiedlungen, das kann alles nicht auf alten Flächen erfolgen

Auf den Feldern wird im Zweiwochentakt gespritzt.

 

Das kann nicht gut ausgehen.

 

Ich denke es ist auch eine Aufgabe von Vereinen, die sich mit der Natur beschäftigen, da aufzuklären und unseren Kindern die Natur wieder zu erklären.

In der Schule wird das ja nicht mehr gemacht, da werden DNA Strukturen auswendig gelernt.

 

Damit beende ich das Wort zum Sonntag...

... und gucke mal nach, was es in Tschechien für Aldrovandas gibt: Besuche heute einen Aldrovanda Spezialisten um mir tropische / rote Formen anzuschaffen.

 

Damit wurde der Artikel mit etwas Positivem abgeschlossen.

 

Peter.

 

 

 

  • Gefällt mir 10

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Christian Ritter

Hallo Peter,

 

ich kann nur bestätigen, dass es immer weniger Insekten gibt, sowie deine Feststellung der krankhaften Mäherei aller noch so kleiner Grünflächen.... diese Entwicklung ist sehr problematisch und ich habe mir vorgenommen, zum Ärger meiner Nachbarn, meine Rasenfläche nicht mehr ständig auf ein paar cm zu halten. Mittlerweile ist die Fläche mit Wildblumen übersäht und ich kann die fleißigen Insekten bei Ihrer Arbeit beobachten... was ja auch viel schöner ist, als so eine sterile Rasenfläche.

 

Viele Grüße

Christian

bearbeitet von Christian Ritter
  • Gefällt mir 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

schwieriges Thema, wie alles was mit Naturschutz zu tun hat. Leider ist es zwar so, das Umweltvergehen, Insektensterben usw. auch in den Medien auftauchen. Leider ist das den meisten Leuten aber ziemlich egal solange der Kühlschrank voll ist, das Auto betankt, der Fernseher viel "Interessanteres" bringt. Die Informationen werden zwar aufgenommen und vielleicht sogar diskutiert, wie "schlimm" alles ist, ohne sich über die Zusammenhänge eine Rübe zu machen. Meist werden die Themen doch erst ernstgenommen, wenn sie an der eigenen Wohlfühlzone kratzen. Diese besteht leider häufig nur aus Beton und Asphalt.  

Was Landwirtschaft und Ressourcennutzung betrifft, so geht es halt auch nur darum konkurrenzfähig zu bleiben und damit Geld zu verdienen. Die Auflagen für die Bauern seitens EU und Co sind dabei auch nicht ganz außer Acht zu lassen.

 

@Christian Ritter sehr vorbildlich! :icon13:.

 

Grüße Nicky

  • Gefällt mir 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Julius B.

Leider ist alles, was hier bisher erwähnt wurde, sehr wahr.

Und ein weiterer Punkt, der den Insekten (und auch anderen Tieren) wesentlich zu schaffen macht: Monokulturen in der Landwirtschaft.

Für Viehfutter und Nahrungsprodukte werden immer mehr Felder monokultiviert. Statt einer abwechslungsreichen Anbauwirtschaft sieht man nun auf dem Land nur noch Mais, Getreide und Raps - übrigens mit staatlichen Bonus-Subventionen für "Bio-Diesel". Ich selbst komme vom Bodensee, einer traditionellen Obstregion, und muss selbst immer wieder bemerken, wie Wildblumen- und Streuobstwiesen durch Monokulturen ersetzt werden.

Eine Katastrophe für Insekten, die von einem reichen Blütenangebot abhängig sind. Und damit auch beispielsweise für die Imker, die ihre Bienenvölker entweder meilenweit durchs Land karren müssen, um sie zu einem Rapsfeld zu befördern, oder die Blumen- und Ziergärten von Otto Normalverbraucher nutzen müssen. Es gibt mittlerweile mehr Bienen in Stadtgebieten als auf dem Land. Denn auf Balkonen und in Stadtparks finden sich mehr Blüten als in den mit Mais zugepflasterten ländlichen Regionen.

Aber unsere konsum- und sparorientierte Gesellschaft verlangt wohl nun mal nach billigem "Bio-Diesel" (Ein Verweis auf den Palmölanbau jenseits unseres Kontinents scheint an dieser Stelle überflüssig), billigem Fleisch und immer mehr von allem.

Und während der E10-betankte Luxuswagen über die vierspurige Autobahn brettert, klatscht ein bedrohtes Insekt nach dem andern gegen die Windschutzscheibe. Gute Fahrt...

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Conoderma

Hallo Peter,

habe heute mal den angelegten Teich in unseren Moorwiesen besucht. Hier gibt es Urtis und im Umkreis des Teiche auf den vorhandenen Moorwiesen wachsen noch wunderschöne Wiesenblumen und es gibt Schmetterlinge . Habe alles in meiner Kamera . Wenn ich mit der Bildbearbeitung fertig bin , werde iches ins ins Forum stellen. Es ist ein schönes, unberührtes Fleckchen Natur.

 

Bis dann Manfred      PS; Hallo Carsten ich grüsse dich, lange nichts von dir gehört.

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
PeterZeller

Hallo zusammen,

 

Fruchtwechselwirtschaft in Österreich geht so:

1. Jahr Mais

2. Jahr Kukuruz

3. Jahr Türkischer Weizen (in Kärnten als Tirken bezeichnet).

 

... die Bedeutung der Getreidearten müsst Ihr googlen. Dann versteht Ihr den Witz.

 

Ich würde es für sinnvoll halten, da mal ernsthaft drüber nachzudenken, wie man dem Rasenmähwahnsinn, dem Garten vergiften, ... entgegenwirken kann.

Naturwiese statt Rasenmonokultur (ähnlich wie das Palmöl statt Urwald) Projekt.

 

Es könnte z.B. jeder der Lust und Laune hat, einen Naturgarten (zumindest einen Teil) anlegen und über das Ganze berichten.

Ich werde zumindest heuer im August an meinem Naturgarten weiterarbeiten.

Altholz auslegen, Steinhaufen anlegen, die Wiese die ich stehen gelassen habe mit der Sense mähen und ein Heumanderl machen.

Wenn ein NG mal installiert ist, macht er außer ein / zwei mal im Jahr mit der Sense drüber gehen keine Arbeit mehr.

 

Im Winter werde ich dann ca. 10 Nistkästen bauen.

Fledermaus, Höhlenbrüter,.. für jeden etwas.

 

Einen alten Teich, der bei mir am Grundstück war, habe ich so belassen wie er war. Da finden sich der Teichmolch und der Alpenmolch drinnen.

Der bleibt auch so und wird nicht als Fleischi Biotop herhalten müssen.

 

Alte Bäume haben bei mir auch tote Äste drauf (sofern sie nicht ein Haus gefährden).

Ein Kirschbaum ist innen ganz hohl. Da leben ziemlich viele Käfer drinnen.

 

Ist zwar nicht viel, aber doch etwas.

 

Peter.

  • Gefällt mir 4

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Julius B.

@Guenther

Als Ergänzung: Der Satz “Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben” wird dem guten Einstein zwar zugeschrieben, tatsächlich gibt es keinerlei Belege, dass 's Albertle (ebenfalls Schwabe ;) ) diesen Satz jemals gesagt hat.

Aber - hin oder her - von wem der Ausspruch stammt, spielt ja eigentlich keine Rolle.

Leider stimmt der Satz auch nicht: Das Gegenteil ist der Fall! 

Varroamilben, schnell mutierende Viren, die zunehmenden Wärmeperioden im Winter; Die Bienen und Hummeln sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt und Imker und Insektenschützer tun ihr Bestmögliches, diese Arten zu schützen. Ohne sie wären die Bienen längst verschwunden.

Also sollte der Satz eher lauten "Wenn der Mensch verschwindet, hat die Biene keine vier Jahre mehr zu leben."

Jedenfalls so oder so ähnlich.

 

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
David M.

Hallo,

mir fällt auch schon seit Längerem auf, dass wir kaum noch Insekten haben. Im Vergleich zu meiner Kindheit/Jugend wirkt der Himmel heute fast vollkommen Insektenfrei. Es ist schon erschreckend.

 

Gruß

David

bearbeitet von David M.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Siroj

Noch vor mehreren Jahren fand man ua. Maulwurfsgrillen und Hirschkäfer beinahe täglich im Garten. Obwohl zumindest Hirschkäfer periodisch auftreten scheint es mir deutlich weniger geworden zu sein. Beides habe ich seid mehr als 14 Monaten nicht mehr lebend gesichtet.
Es scheinen mehr Mantiden geworden zu sein, jedoch deutlich weniger Insekten generell.
Schade drum....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
partisanengärtner
vor 11 Stunden schrieb Schwabe:

@Guenther

Als Ergänzung: Der Satz “Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben” wird dem guten Einstein zwar zugeschrieben, tatsächlich gibt es keinerlei Belege, dass 's Albertle (ebenfalls Schwabe ;) ) diesen Satz jemals gesagt hat.

Aber - hin oder her - von wem der Ausspruch stammt, spielt ja eigentlich keine Rolle.

Leider stimmt der Satz auch nicht: Das Gegenteil ist der Fall! 

Varroamilben, schnell mutierende Viren, die zunehmenden Wärmeperioden im Winter; Die Bienen und Hummeln sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt und Imker und Insektenschützer tun ihr Bestmögliches, diese Arten zu schützen. Ohne sie wären die Bienen längst verschwunden.

Also sollte der Satz eher lauten "Wenn der Mensch verschwindet, hat die Biene keine vier Jahre mehr zu leben."

Jedenfalls so oder so ähnlich.

 

Da liegt ein Denkfehler vor.

Die Imker selektieren die Varroamilben auf höhere Vermehrungsraten. Vermutlich wären die asiatischen Honigbienen unseren Hochleistungsmilben gar nicht mehr gewachsen obwohl sie schon sehr lange mit Varroa zusammen lebt.

 

In Nordamerika wo die Honigbiene vom Menschen eingeführt wurde konnte man das erstaunliche Phänomen beobachten, das scheinbar immune verwilderte Völker eingefangen unter Imkerlicher Obhut genauso dahingerafft wurden wie die Hochzuchtlinien. Irgenwas machen wir Imker auf jeden Fall falsch.

Das waren auch keine professionellen Wanderimker die die Bienen zu den Monokulturen karren.

Wenn man der Varroa einfach den Lauf gelassen hätte wären die professionellen Imker ausgestorben und die Bienen schon längst wieder so zahlreich wie vor der Einschleppung.

Sobald die Bienenvölker so ausgedünnte sind das die Varroa kaum neue Völker erreichen kann, überleben nur Milben die mit ihren Bienen koexistieren können.

 

Die Einschleppung wurde übrigens von den Imkern verschuldet wurde weil sie den Ertrag hiesiger Bienen verbessern wollten. Das was konventionelle Imker mit ihren Bienen machen ist wohl genauso wenig zum Wohl der Tiere wie die Landwirtschaft mit ihren pervertierten Haltungsformen. Da geht es um den Ertrag.

  • Gefällt mir 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Christoph Hübner

Hallo,

 

zu dem Thema Varroamilben und Bienen dachte ich eigentlich, dass man mittlerweile auf dem Stand ist, dass die Milben nicht am Anfang der Ursache-Wirkungskette stehen.

Die Bienen werden durch Stoffe in Pflanzenschutzmitteln der Agrarindustrie und zunehmende Monokulturen geschwächt, wodurch die Milben leichtes Spiel haben. Sobald der Stock dann erst einmal befallen ist, sind es dann natürlich die Milben die für das Absterben sorgen, der Mensch ist es aber, der ursächlich Schuld trägt.

 

Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

 

 

Viele Grüße

Christoph

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Ronny K.

Hallo, 

die Honigbiene ist nicht der Hauptbestäuber, vorallem im Frühjahr sind es Hummel und Mauerbienen. Honigbienen fliegen nicht bei Temperaturen unter 12°C. Hummeln und Mauerbienen aber schon bei knapp über 0°C. Außerdem besitzen Wildbienen einen dichteren Pelz, damit transportieren sie mehr Pollen als die Honigbiene. Manche Pflanzenarten können auch gar nicht von der Honigbiene bestäubt werden.

Aber dieser Satz stimmt tatsächlich nicht. Es gibt auch noch viele andere Blütenbesucher, die als Bestäuber fungieren. Allerdings würde die Erntemenge deutlich geringer ausfallen. Außerdem gäbe es noch Getreide und Kartoffeln, die brauchen keine Bienen.

 

Grüße

Ronny

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
partisanengärtner

Das Henne und Eiproblem lässt sich nicht so leicht aufdröseln. Es gibt da keine abschließende Meinung.

Wie ich schon oben andeutete, ist die Honigbiene nicht gar so wichtig (Nordamerika hat die Honigbiene auch erst seit etwa 200 Jahren). Geht es ihr aber schlecht sind auch in der Regel die anderen Bestäuber betroffen. Sie sind unser "Rauchmelder" für das Grundproblem.

 

Das ist eben die saubere Monokultur die sich in unserer Landwirtschaft breit gemacht hat. Da sind dann die Pestizidmengen entsprechend hoch.

Das die Biolandschaft irgendwann mal bei uns die Oberhand bekommt ist vermutlich nicht so schnell der Fall. Auch wenn schon 6,5 % der Fläche so bearbeitet wird.

 

Das der Ertrag niedriger sein muß ist nur bei Monokultur der Fall. Die Äcker z.B. die in Mexiko in Maismischkultur von Kleinbauern berarbeitet werden sind absolut ertragreicher. Allerdings ist mehr menschliche Arbeitskraft erforderlich um Kürbis und Bohnen zu pflegen und von Hand zu ernten. Das ist aber in diesen Ländern wo sowas schon länger gemacht wird eh nicht das Problem.

Da werden eher diese Traditionen von der Industriellen Landwirtschaft von den guten Böden verdrängt. So geht dieses Wissen verloren. Einige wenige machen eine Zeit lang guten Profit. Die langfristigen Schäden an Tradition, Wissen,  Boden und Wasserhaushalt trägt dann wieder die dortige Bevölkerung.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
partisanengärtner

Wie die Honigbiene in Nordamerika genutzt wird  ist dadurch die totale Monokultur teilweise erst möglich. Solche Flächen wie da von Einzelkulturen sauber gehalten werden lassen natürlichen Bestäubern keine Überlebenschance. Die Honigbiene ist nur mithilfe von Riesentrucks in der Lage das zu leisten.

Mit entsprechenden Völkerverlusten. Das, dass wohl auf Dauer nicht funktioniert zeichnet sich schon ab.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×