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Hydnora-africana


jeff72

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@yashi und @Donnerkoettel : Die Pflanzen der Gattung Hydnora sind Wurzelparasiten aus SĂŒdafrika / Madagaskar. Das gezeigte Teil ist nur die BlĂŒte, der Rest ist rein unterirdisch. Zur Haltung braucht man eine Wirtspflanze, da sich der Parasit nicht alleine versorgen kann.

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Hallo,

die Pflanze bekannt ; keine Carnivore !!

hier der Wikipedia Eintrag

 

 

lg

 

 

Hydnora ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hydnoraceae innerhalb der Ordnung der Pfefferartigen (Piperales). Die Gattung umfasst sieben Arten, die als Wurzelparasiten leben und nur in Afrika, Madagaskar und SĂŒdarabien vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

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1Beschreibung

2Verbreitung

3Systematik

4Literatur

5Einzelnachweise

6Weblinks

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BlĂŒte von Hydnora triceps

Wurzel von Hydnora triceps

Alle Arten sind chlorophylllose Wurzelparasiten, die bis auf BlĂŒte und Frucht vollstĂ€ndig unterirdisch leben (bei Hydnora tricepswerden allerdings auch BlĂŒte und Frucht unterirdisch gebildet). Die Wurzeln sind bis zu 10 Zentimeter dicke, zylindrische bis abgeflachte, feste StrĂ€nge, die nur schwach verzweigt sind und sich seitlich von den Wirten her ausbreiten. Als einzige BedecktsamerÂ ĂŒberhaupt sind sie vollkommen blattlos.

Die LĂ€nge des BlĂŒtenstandes wird bedingt durch die Tiefe, in der die Wurzel liegt, der BlĂŒtenstiel misst zwischen 4 und 9 Zentimetern. Bis auf die madagassische Hydnora esculenta sind alle Arten zwittrig. Die im Durchmesser 5 bis 25 Zentimeter messenden EinzelblĂŒten sind drei- bis fĂŒnfzĂ€hlig (Hydnora). Die 6 bis 8 Zentimeter langen BlĂŒtenlappen liegen entweder weitgeöffnet auf der Erde auf oder sind nicht zurĂŒckgebogen und öffnen sich nur durch Trennung der einzelnen Lappen voneinander. Am Rand der Lappen finden sich bei einigen Arten leicht verdickte, weißliche AuswĂŒchse, die an Maden erinnern. Die BlĂŒten verströmen einen ĂŒbelriechenden Duft.

Die Fruchtknoten sind unterstĂ€ndig, mit zahlreichen, „eingefalteten“ Plazenten, die Narben sind gerillt. Die StaubblĂ€tter sind verwachsen, der Pollen ist monocolpat, hat also nur eine Keimöffnung. Die Pflanzen werden, soweit bekannt, von KĂ€fern, Ameisen oder Fliegen bestĂ€ubt, die Frucht ist fleischig. Im weißen Fruchtfleisch finden sich zahlreiche kleine Samen, die von Tieren mitgefressen und ĂŒber ihre Ausscheidungen verteilt werden.

Die Pflanzen sind wirtsspezifisch und sie parasitieren entweder auf Wolfsmilcharten (Euphorbia) oder Akazien (Acacia).

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hydnora africana, Illustration

Hydnora ist beheimatet im sĂŒdlichen und östlichen Afrika inklusive Madagaskar und strahlt vereinzelt aus auf die Arabische Halbinsel (Jemen, Saudi-Arabien, Oman). Dabei sind nur Hydnora abyssinica und Hydnora africana weiter verbreitet, die möglicherweise bereits ausgestorbene Hydnora esculenta ist endemisch in Madagaskar, Hydnora triceps im Grenzland von Namibia und SĂŒdafrika und die erst 2002 erstbeschriebene Hydnora sinandevu im kĂŒstennahen Grenzland von Kenia und Tansania [1].

Die Arten besiedeln HalbwĂŒsten und sind dort in ihrer Verbreitung an das Vorkommen der Wirte gebunden.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Arten sind bisher bekannt:

Hydnora abyssinica A.Br. (Syn.: Hydnora johannis Becc.): Sie kommt von Eritrea bis ins sĂŒdliche Afrika und auf der Arabischen Halbinsel vor.[2]

Hydnora africana Thunb. (Syn.: Hydnora longicollis Welw.): Sie kommt vom sĂŒdwestlichen Angola bis SĂŒdafrika vor.[2]

Hydnora esculenta Jum. & H.Perrier: Ihre Heimat ist das sĂŒdliche und sĂŒdwestliche Madagaskar.[2]

Hydnora longicollis (Welw.) Bolin: Sie kommt in Angola vor.[3]

Hydnora sinandevu Beentje & Q.Luke: Die erst 2002 neu beschriebene Art kommt in Kenia und im nordöstlichen Tansania vor.[2]

Hydnora triceps DrÚge & E.Mey.: Die Art kommt nur im Westkap vor.[2]

Hydnora visseri Bolin, E.Maass & Musselman: Die Art kommt von Namibia bis zum Westkap vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Informationen dieses Artikels entstammen den folgenden Quellen:

Lytton John Musselman: The Genus Hydnora (Hydnoraceae), In: J. K. Ransom, L. J. Musselman, A. D. Worsham and C. Parker (Hrsg.): Proceedings of the 5th International Symposium of Parasitic Weeds. The International Maize and Wheat Improvement Center (CIMMYT), Nairobi 1991, ISBN 978-968-6127-58-4, S. 247-25, (online).

Kushan U. Tennakoon, Jay F. Bolin, Lytton John Musselman: "Pilot Roots" of Hydnora triceps and H. africana (Hydnoraceae) are Stems.Poster, Proceedings of the Botanical Society of America (Austin, Texas), August, 2005:43 online (JPG).

Erika Maass & Lytton John Musselman: Hydnora triceps (Hydnoraceae) - First record in Namibia and first description of fruits. In: Dinteria - Contributions to the Flora and Vegetation of Namibia. 29/2004, online. (PDF; 1,29 MB), auf nbri.org.na, abgerufen am 4. November 2016.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochspringen ↑ Eintragung in der List of Targeted Plant Species, Subspecies, and Varieties in the Eastern Arc Mountains and Coastal Forests of Tanzania and Kenya (Zugriff am 5. Juli 2007)

↑ Hochspringen nach: a b c d e f RafaĂ«l Govaerts (Hrsg.): Hydnora - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 17. April 2015.

Hochspringen ↑ Hydnora longicollis (Welw.) Bolin bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hydnora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hydnora-Website der Old Dominion University, Virginia, USA

Kategorien: 

Pfefferartige

Pflanzenparasit

Piperales

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