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Tobias.Z

Nepenthes pollen entnehmen und Lagerung

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Tobias.Z

Hallo ich habe zur Zeit 2 Nephentes die Blüten haben es handelt sich bei beiden um männliche Pflanzen. Wie fangt ihr die Pollen auf oder geht ihr einfach jeden Tag unter denn Trieb und wackelt ?

Zusätzlich würde mich die Lagerung Interessieren da ich die Pollen für kurze Zeit einlagern möchte bis paar zusammen gekommen sind und ich sie hier anbieten kann. Da ich leider keine weitere blühfähige Nephentes habe.

Es handelt sich um

ventricosa x talangensis Bild 1&2

maxima Miniform Bild 3&4

Die Maxima habe ich jetzt erst Mittwoch erhalten. 

MfG Tobias 

 

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Jo_Schmidt

Habe das hier im Internet gesehen. Abschneiden, Ziplock Beutel und Gefrierschrank.

Hab leider noch keine Blüten, daher kann ich nicht sagen, ob die Methode funktioniert,

aber D. Gravine hat eine recht große Sammlung und kreuzt auch selber viel.

Grüße

 

 

 

 IMG_6965.thumb.PNG.03468269c567a20815f9518297cd18dc.PNG

bearbeitet von Jo_Schmidt

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ToBo

Achtung: mit "refrigerator" wird wohl der Kühlschrank gemeint sein und nicht der Gefrierschrank. Einfrieren wir m. E. die Pollen zerstören. Ich habe letztes Jahr meine Pollen in Eppis im Kühlschrank gelagert. Dabei ist mir nach einem Jahr von 6 Eppis eins verschimmelt. Mit den anderen habe ich gekreuzt, es haben sich gute Samenkapseln entwickelt, aber keiner der Samen ist bisher (nach 5 Monaten) gekeimt. Daher bin ich gespannt, was die anderen evtl. noch für Tipps haben.

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Jo_Schmidt

Ups, das macht Sinn. Ich ändere den Beitrag, danke für den Hinweis!

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Stefan Bergrath

Man kann den Pollen auch problemlos einfrieren klappt wunderbar.

 

Ich meine Klaus Keller macht es auch so und bei ihm scheint es auch zu funktionieren.

 

Viele Grüße Stefan 

 

 

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Tobias.Z

Ok vielen Dank. Ich werde es auch mal versuchen und hoffen das wer auch immer sie grade benötigt das Glück hat des da was geschieht.

MfG Tobias

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Thomas G

Hallo, 

einfrieren klappt, aber der Pollen muss vorher getrocknet werden und die Pollen müssen dann Luftdicht verpackt werden.. Lagerung bzw. einfrieren von noch grünen Blüten wird nicht funktionieren.

Es gab dazu mal einen interessanten Artikel im CPN; evtl. mal googlen ... die Keimrate nach Bestäubung mit nicht sachgemäß gelagerten/asservierten Pollen nahm drastisch ab bzw. war nicht mehr vorhanden. Im Kühlschrank ist der Pollen innerhalb weniger Tage hinüber. 

Ich selber habe auch mal einfach frische Pollen in Eppis eingefroren und hinterher zum bestäuben abgegeben. Da ging nix mehr. 

 

Stefan, hast du das schon mal ausprobiert? 

Zwischen "klappt wunderbar" und "ich meine" und "scheint zu funktionieren" ist ein größerer Unterschied... 

Gruß

Thomas. 

 

 

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Günter Seiter

Hallo zusammen,

 

Pollen können ohne Weiteres, sofern sie trocken sind, in Papier (zB Pergamentpapier) bei Raumtemperatur gelagert werden. Die Bestäubung funktioniert bei dieser Lagerung bis zu einem Jahr.

 

Wichtig ist, dass die Pollen niemals in Kunststofffolie oder Alufolie gelagert werden, da sie sonst, bei noch so geringer Restfeuchte, unweigerlich zu schimmeln beginnen und dann für eine Bestäubung unbrauchbar sind. Ich würde sogar abraten, Pollen in diesen Verpackungen zu verschicken. Meist reicht die kurze Zeit in dieser "nicht atmenden" Hülle aus, um für eine Bestäubung unbrauchbar zu sein.

 

Wenn man feuchte Pollen verschickt, ist es auch ratsam, Silica-Gel Päckchen beizulegen. Diese nehmen die Restfeuchte auf und der Pollen bleibt "einsatzfähig".

 

Die einfachste Möglichkeit Pollen vom Blütenstand zu sammeln, ist ein Blatt Papier (A4) zu nehmen, den Pollen drauf zu schütteln, trocknen lassen und dann in ein Papiersackerl, oder Papierkuvert füllen.

 

Herzliche Grüße

Günter

bearbeitet von Günter Seiter
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Stefan Bergrath

Hallo Zusammen,

 

ich habe letztes Jahr ca. 1/3 des Blütenstands von meiner lowii x fusca grün eingefroren für ca. 7 Monate.

Im Frühjahr habe ich damit Nepenthes flava bestäubt, hat funktioniert habe jede Menge Sämlinge.

 

Die Blüte wurde in einer Tupperdose luftdicht und bei minus 21grad eingefroren.

 

Viele Grüße Stefan 

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Klaus Keller

Da ich im Beitrag oben bereits mal erwähnt wurde, möchte ich das auch nochmals kurz bestätigen. Ich konnte vor einigen Jahren im Dezember Pollen von N. lowii einfrieren (-18 Grad), habe dann im darauf folgenden Juni eine weibliche N.macrophylla damit bestäubt - es hat geklappt!

 

Im Oktober 2017 habe ich Pollen von N.x Trusmadiensis, der seit 4-2015 eingefroren war auf meine weibliche lowii (Trusmadi) aufgebracht: Siehe nachfolgenden Beitrag (erste Seite, ganz unten) leider nur (teils verwackelte) Handy-Bilder  -

- sieht im Augenblick sehr gut aus, ich würde meinen, dass da Samen produziert werden. Ich werde berichten, wenn diese dann geerntet bzw. gekeimt sind.

 

Aus meiner Sicht ist wichtig, dass der Pollen reif geerntet und trocken gelagert wird! Ich klebe die einzelnen Blüten mit Tesa auf den Boden der Petri-Schale und klebe diese dann luftdicht mit Tesa am Rande zu (siehe Bild im oben genannten Beitrag).

 

Viele Grüße

Klaus

 

Ps. Die Petrischale mit dem überschüssigen Pollen meiner N.x Trusmadiensis habe ich später wieder mit Tesa verschlossen und erneut eingefroren, in ca. 2 Monaten wird mein Weibchen erneut eine Blüte öffnen, dann versuche ich es ein zweites mal auf diese Art...

 

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ChristophBurdeska

N. macrophylla x lowii? Hast du da was über?

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Lukas H.

Hallo zusammen,

 

Ein wirklich echt intressantes Thema! Können wir diesen Thread im Unterforum Nepenthes anpinnen? Ich denke mal dieser könnte für viele hier im Forum hilfreich sein welche das erste Mal eine blühendes Nepenthes Männchen haben.

 

@Klaus Keller

Wie trocknest du den Pollen samt Blüte vor dem einfrieren?

 

Viele Grüsse

Lukas

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Klaus Keller

Christoph: Die Samen der N.macrophylla x. lowii (also N. x Trusmadiensis) gingen damals an Andreas Wistuba. Andreas hat diese Hybride immer wieder im Angebot.

 

Lukas: Ich trockne die einzelnen Blüten nicht gesondert, habe aber über den Tag hinweg keine extrem hohe Luftfeuchtigkeit - falls da Bedarf wäre, würde ich die Blütenteile einfach ein par Stunden im Wohnzimmer liegen lassen, bevor die Petrischale geschlossen wird - das sollte reichen.

 

Viele Grüße

Klaus

 

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Mark Brandenburg -HB

Hallo zusammen,

hab mir hier mal alle Beiträge durchgelesen. so wie es aussieht gibt es mehrere erfolgreiche Methoden den Pollen zu lagern. 

Ich würde gerne noch auf einige Punkte vertiefend eingehen bzw. Fragen dazu in den Raum werfen. 

 

1. So wie es aussieht scheint der Hauptgrund für nicht mehr verwertbaren Pollen die zu hohe Luftfeuchtigkeit bei der Lagerung zu sein bzw. dass der Pollen anfängt zu gammeln. Interessant wäre hier mal eine Bilderreihe von Pollen unter dem Mikroskop. Z.B. frischer Pollen im Vergleich zu getrocknetem Pollen und evtl. verschimmelten Pollen (Schimmel mit normalem Auge nicht sichtbar)

 

2. so wie ich es hier raushöre scheint die Temperaturabsenkung keinen Nennenswerten Einfluss zu haben. Normalerweise bewirkt eine Temperatursenkung doch die Senkung von biochemischen Stoffumwandlungsprozessen (Zerfall). Kann der Pollen durch die Temperaturabsenkung selbst zerstört werden z.B. durch Kristallisationsprozesse im Pollen selbst Zerstörung von Zellmaterial?

 

Frage an Günter

Am 6.11.2017 um 17:41 schrieb Günter Seiter:

 

du räts ja von Alufolie und Kunststofftütchen ab, da sie zu Luftdicht sind. denkst du das Papier nimmt noch etwas Restfeuchtigkeit auf? was für Papiertütchen nimmst genau? wo zu kaufen?anderseits muss die Verpackung ja Luftdicht sein, damit keine neue Feuchtigkeit von außen kommt. Lagerst du all dein Pollen bei Raumtemperatur? hast du eher schlechte Erfahrung mit der Lagerung im Kühlschrank/Eisfach gemacht?

 

Frage an Klaus

Am 7.11.2017 um 20:25 schrieb Klaus Keller:

 

 

wenn du den Pollen in Petrischalen lagerst und den einfrierst, steigt dann durch die Temperatursenkung nicht das Risiko des auskondensieren? Was spricht für eine Temperaturabsenkung?

 

 

 

Frage an beide: 

 

Die Frage die doch im Raum steht ist: Ist der mir vorliegende Pollen noch brauchbar oder nicht? könnte man anhand von Mikroskopaufnahmen feststellen, ob Pollen noch gut ist oder nicht? hat da jm mal Bilder? Auf was müsste man achten? 

 

 

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Günter Seiter
vor 23 Stunden schrieb Mark Brandenburg -HB:

Frage an Günter

du räts ja von Alufolie und Kunststofftütchen ab, da sie zu Luftdicht sind. denkst du das Papier nimmt noch etwas Restfeuchtigkeit auf? was für Papiertütchen nimmst genau? wo zu kaufen?anderseits muss die Verpackung ja Luftdicht sein, damit keine neue Feuchtigkeit von außen kommt. Lagerst du all dein Pollen bei Raumtemperatur? hast du eher schlechte Erfahrung mit der Lagerung im Kühlschrank/Eisfach gemacht?

 

Hallo Mark,

 

ich habe einfach über Jahre die Erfahrung gemacht, dass Pollen in Papier (Pergamentpapier oder einfach nur "normales" Papier) bei trockener Lagerung (im Haus bei Raumtemperatur) recht gut bis über ein Jahr haltbar sind (eine Hybride von mir - N.spathulata x truncata - wurde mit 1 1/2 Jahre alten Pollen gemacht). Hierbei hilft natürlich, dass Papier noch Restfeuchte aufnehmen kann, diese aber recht gut und vor allem schnell an die Umgebung wieder abgibt. Die erneute Aufnahme von Feuchtigkeit ist bei der erwähnten trockenen Lagerung kein Thema.

 

Klar - wenn Du die Papiertüten im Gewächshaus oder aber auch im Kühlschrank lagerst, wird wieder Feuchtigkeit aufgenommen und die Pollen beginnen recht schnell zu verschimmeln.

 

Alu und Kunststoff Päckchen haben eben den großen  Nachteil, dass sie nicht "atmungsaktiv" sind. Das Verschimmeln der Pollen ist vorprogrammiert und ein Bestäuben der Pflanzen nicht mehr möglich.

 

Ach ja - die Pergamentsäckchen kaufe ich bei uns im Papierfachhandel. Die gibt es dort in verschiedenen Größen. Wenn Du aber keine Pergamentsäckchen bekommst, kannst Du auch normale Papiersäckchen nehmen, oder eben auch aus normalen Papier ein Kuvert zum Lagern falten.

 

Herzliche Grüße

Günter

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