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Ist es möglich reinerbige Kultivare zu züchten ?


Kai Becker

Empfohlene Beiträge

Hallo,

wenn man Dionaea Kultivare mit sich selbst bestäubt kommen ja meist die unterschiedlichsten Formen raus was wohl daran liegt das es alles F1 Kreuzungen sind. Was mich nun mal interessieren würde ist wie man am besten reinerbige Kultivare züchten kann die sich auch über Samen Vermehren und die selben Merkmale wie die Mutterpflanze haben ? Gelten da die Mendelschen Regeln und wie viele Generationen Selbstbestäubung und Selektion währen nötig um reinerbige Pflanzen zu erhalten ?

MFG

  Kai

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partisanengärtner

Es lässt sich auf jeden Fall machen.Du musst nur wenigstens 3 Generationen alle die nicht Deinem Zuchtziel entsprechen verwerfen. Sprich am Blühen hindern.

Sollte bis dahin kaum noch was abweichendes auftreten, hast Du Dir dominante Eigenschaften ausgesucht. Vermutlich werden es aber schon 10 oder mehr Generationen sein das Du von einer samenfesten Sorte sprechen kannst.

Es hängt ja auch von der Anzahl der Eigenschaften ab die vom "normalen" abweichen. Je mehr um so länger.. Also eine einfache Sägzahnmutante die noch nicht mit zahlreichen anderen Krüppeln in Ihrer Ahnenreihe gesegnet ist wird sehr schnell gehen oder die einfachen roten.

 

Sorten wie Holland Red  aka Akai Ryu wird sich auch vermutlich ganz schnell stabilisieren lassen. Falls Du natürlich multivariable Mixturen selektieren willst kannst Du Dich auf ein sehr langes Programm einstellen. Bei den heutigen Kultivaren haben sich ja in der Regel zahlreiche Mutationen angesammelt die vom Normalbild abweichen. Im Phänotyp zeigen sich in der Regel nur ein Teil der Eigenschaften. Heutzutage ist es ja schon schwierig eine normale Dionaea zu erhalten deren Absaaten in der Mehrheit normal sind. Das sind vermutlich gar nicht so oft neue Mutanten sondern Ergebnis der angesammelten Mutationen der Ahnen.

Aus einem Mops kann man auch keinen Wolf mehr züchten. Aus einer Promenadenmischung auch nicht.

 

Mit der Vererbungsregel kommst Du nur bei Einzeleigenschaften weiter. Rosa Blüte oder weiße Blüte lässt sich gut berechnen. Bei dem Sammelsurium an Eigenschaften die Kultivare öfter haben wirst Du schon ganz schön verzweifeln bis Du da so weit bist.

Bearbeitet von partisanengärtner
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partisanengärtner

"Die Antworten hier möchte ich hier nicht weiter dokumentieren, jedoch könnte das hier einiges schon mal klären, auch wenn ich hier so weit ausholen könnte, dass ich ein Buch drüber schreiben könnte:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Inzuchtlinie

 

Thomas"

 

Ich nehme an Thomas das Du meintest Du möchtest meine Antwort nicht kommentieren?

Abgesehen davon das Inzuchtlinien nichts mit samenfester Sortenzucht zu tun haben entspricht das der Wirklichkeit. Inzuchtlinien sind notwendig um erstens den Nachbau durch selbst geerntetes Saatgut zu verhindern da man dazu die beiden Inzuchtlinien haben müsste und zweitens hat man noch den Heterosiseffekt der eben in der F1 Generation der beiden Inzuchtlinien auftritt und besonders vitale Pflanzen ergibt. Die lange Inzucht bewirkt auch noch das in F1 auch noch sehr gleichförmige Kreuzungen rauskommen. Also Ideal für einen Saatgutzüchter. 

Saatgutfeste Sorten sind heutzutage hauptsächlich von Liebhabern vermehrt, für die Saatgutkonzerne ist das kein Geschäftsmodell mehr. Die auf die alte Art gezüchteten Sorten versucht man vom Markt zu verdrängen. Besonders wo solche Sorten eine Tradition haben werden die natürlich gesammelt um damit zu arbeiten, aber dann möglichst aus dem Verkehr gezogen. Teure Sortengenehmigungen etc.

 

Ich weiss nicht ob das  bei der obigen Frage beabsichtigt ist. Da ist wohl in vitro Vermehrung von sehr wüchsigen Klonen sinnvoller zumal die Dionaea sowieso langlebig sind. Inzuchtlinien machen besonders bei einjährigen Pflanzen Sinn.

 

Hier kann man das in der Langform lesen

https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenzüchtung

 

Bearbeitet von partisanengärtner
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Hallo,

vielen Dank für eure Antworten, besonders der Wikipedia Link zur Pflanzenzüchtung ist sehr hilfreich. Hätte gedacht das man vielleicht 2-3 Generationen Selektion bräuchte um die reinerbig hin zu bekommen aber das es nun doch mehr sind macht das ganze ja fast zu einer Lebensaufgabe wenn man ca. 3 Jahre für einen Generationsdurchlauf braucht.

Grüße

  Kai

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