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partisanengärtner

Cuphea carthagenensis

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Die scheinen ja sehr fängig zu sein. Einige Arten der Gattung sind bekannte Zierpflanzen wie das Zigarettenblümchen Cuphea ignea oder das Fledermausgesicht Cuphea llavea.

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Peter

Hi, die kenn ich nicht, aber es gibt eine Reihe von Arten mit klebrigen Drüsenhaaren, die meist Terpenoide abgeben und wo manchmal massig Insekten hängen bleiben. Z.B.auch Sträucher wie die wohlschmeckende "Weinbeere", Rubus phoenicolasius, Pelargonien etc..

Ich glaube, die meisten sind wohl nicht karnivor, sondern schützen sich vor Insekten oder es handelt sich um eine "unbeabsichtigte" Nebenerscheinug. Sicher gibt's da noch Forschungsbedarf, aber bei Pflanzen, die auf gut nährstoffversorgtem Boden wachsen und nicht-wässrige Schleime wie diese Trpenoide abgeben, glaub ich eher nicht an Karnivorie.

lg, Peter

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partisanengärtner

Darum nennt man die auch Praekarnivoren. Ich habe eine Wildkartoffel die den Insekten die Mundwerkzeuge/Rüssel verklebt und sie auch noch lähmt. Solanum berthaultii.

Der Hauptunterschied ist wohl die Fähigkeit diese Insektenbeute zu verdauen, dann sind es echte Carnivoren. Da gibt es sicher mehrere Stadien dazwischen.

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Peter

Ja sicher, da gibt's viel interessantes! Ich meine nur, der Begriff "Praekarnivoren" ist vielleicht etwas optimistisch gewählt, denn er impliziert ja, dass aus solchen Pflanzen einmal "echte" Karnivoren werden. Das ist natürlich im Laufe der Evolution möglich, würde hier aber den Begriff Karnivorie eher weglassen...

Aber genug der i-Tüpferl-Reiterei, viel Freude mit den Pflanzen auf jeden Fall!

lg, Peter

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Andreas Fleischmann

Hallo zusammen,

 

Ich würde den unglücklich gewählten Begriff "Präkarnivoren" eher vermeiden, denn er impliziert ja durch die Vorsilbe "Prä-" eine evolutionäre Tendenz. Nämlich, dass aus diesen ganzen unbegabten, weil nicht richtig karnivoren klebrigen Pflanzen irgendwann mal "richtige" Karnivoren werden ;-)

Aber ob dem so ist, kann keiner sagen (Evolution ist NICHT vorhersagbar). Im englischsprachigen Raum gab es da schonmal Diskussionen zum Begriff, da wurden dann als Alternativen "Protokarnivore" (hat immernoch eine Wertung) oder noch neutraler "Parakarnivore" vorgeschlagen.

Es handelt sich dabei lediglich um Verteidigungsmechanismen, die Pflanze scheint von diesem "defensive killing" keinerlei Zusatznutzen zu haben (wenn man mal von den vielen opportunistischen Bewohnern klebriger Oberflächen absieht, die sowas natürlich gerne verwerten, und dann ggf. über Ausscheidungen, Kot etc. für eine Blattdüngung sorgen). Aber mit Karnivorie ("digestive mutualism" wie bei Roridula) hat das immer noch nichts zu tun, denn diese "Parakarnivoren" locken die Beute ja nicht gezielt an. Ganz im Gegensatz z.B. zu Roridula.

 

Aber um beim Thema zu bleiben: Ja, das ist Cuphea carthagenensis, die gilt in einigen tropischen Ländern als invasive Art auf Feuchtflächen. Die Samenkapseln dieser Art sind stark drüsig und bleiben überall hängen, so breitet sich die Pflanze schnell aus. Ich habe die schon mehrmals in Venezuela gesehen - wäre nichts für die Karnivorensammlung, die wächst zwar feucht aber eher nährstoffreich.

 

Schöne Grüße,

 

Andreas

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