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Martin Waizmann

Drosera capensis winterhart???

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Martin Waizmann

Hallo!

ich bekam vor kurzem eine D.capensis von meinem Bruder geschenkt, hat er mir vom "Dehner" mitgebracht.

Aktuell wuchert die Pflanze ganz schön auf dem Fensterbrett. 

Da ich mir ja zwei Moorkübel angelegt habe, frage ich mich jetzt, ob die capensis auch winterhart ist. Habe hierzu in meiner Literatur unterschiedliche Aussagen gefunden.

Im Buch von Jean-Jaques Labat ist von -5/-10 Grad im Moorbeet die Rede, im Buch von Carow steht sie bei den winterharten Empfehlungen nicht dabei. Auch auf diversen Händlerseiten wird sie als nicht/bedingt winterhart beschrieben. 

Was ist hier jetzt eher richtig? Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

 

Gruss 

Martin

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Andreas Wistuba

Hallo Martin,

solange die Wurzeln nicht völlig gefriergetrocknet werden, kommt D. capensis wieder aus den Wurzeln. Auch D. binata ist da extrem hart im Nehmen.

Grüße

Andreas

 

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Nicky Westphal

Hallo Martin,

 

wie Andreas geschrieben hat überleben ggf. die Wurzeln aus denen D. capensis wieder austreibt. Das hat m.E. aber nichts mit "winterhart" zu tun. Ganz sicher, es gibt D. capensis auch in div. Höhelagen wo es auch mal länger Frost hat, aber das ist wohl eher nicht die Form, die im Baumarkt zu finden ist.  Winterharte Pflanzen stellen sich in ihrem Lebensrhythmus durch Wuchsveränderungen auf den Winter ein. D. capesis tut das bis auf eine Form nicht.

 

Grüße Nicky

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Leo H.

Also bei mir sahen die Wurzeln auch nach 3 Wochen durchgehend Frost im Februar noch schön aus. Mit weißen Spitzen und noch immer fest. Die teilweise -10° tiefe Bodentemperatur (für meinen Wohnort schon sehr kalt) scheinen rein gar keine Schäden hinterlassen zu haben. Die Wurzeln waren auch nicht matschig oder so. Ich kann natürlich noch nichts versprechen nach dem ersten Winter, aber wenn du wie ich in USDA-Zone 8a lebst, könnte das funktionieren. Sonst wäre ein leichter Frostschutz zur Sicherheit auch nicht schlecht.  Ich würde auch die Angaben aus Labat's Buch vorziehen.

Gruß Leonard 

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partisanengärtner

Bei mir in 6b haben sie ein paar Jahre draußen ausgehalten. Er ist halt nach den milden Wintern wieder aus dem Boden gekommen und auch immer wieder geblüht.

Letztes Jahr ist er aber nicht mehr wieder gekommen. War der erste normale Winter. Ich schätze in 7b oder 8a wird es wohl klappen.

 

 

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Martin Waizmann

Hallo und danke für die Infos.

Ich komme aus einem Grenzgebiet zwischen 8a und 7b laut dieser Karte: http://www.plantmaps.com/interactive-germany-plant-hardiness-zone-map-celsius.php

 

Werde die Pflanzen aus dem Dehner im Mai dann in meine Moorkübel mit nach draußen setzen und dann mal schauen was so passiert. Die Dionaea die ich auch bekommen habe treibt gerade Blüten. Die jetzt schon mit raus zu setzen wäre wohl fatal. 

Meine Pflanzen im Moorkübel schauen soweit noch sehr gut aus, nach den letzten frostigen Nächten. 

 

Gruss Martin

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Chris H.

Noch zwei (möglicherweise kontroverse) Anmerkungen:

 

1. Selbst wenn Deine D. capensis die frostigen Winter überlegt, passt sie nach meinem Empfinden nicht in einen Moorkübel. Ich würde da einfach keine tropischen oder subtropischen Pflanzen erwarten. Es gibt doch eine Reihe von winterhaten Droseras, warum nicht einfach diese verwenden?

 

2. D. capensis vermehrt sich durch Samen wie Unkraut. Falls Du Dich doch entscheidest, sie dort einzupflanzen würde ich Dir unbedingt empfehlen, die Blüten abzuschneiden, sonst hast Du bald nichts anderes dort wachsen.

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partisanengärtner

Nach den Winterfrösten kommen die  Blüten so spät,  das eventuelle Sämlinge sicher erfrieren.

Bei mir wo es kälter ist, ist es mir noch nicht gelungen die aus Samen so kräftig zu bekommen das sie den darauffolgenden Winter überlebt hätten.

Allerdings soll D. capensis es geschafft haben sich in Nordamerika in den Darlingtoniagebieten stellenweise etabliert zu haben. Womöglich wird eine weiter Art irgendwann einmal die volle Winterhärte erreichen.

Wenn ich es ganz genau nehme würde ich hier auch keine Sarracenie oder Dionaea erwarten da die ja nur in Nordamerika vorkommen. Auch Pinguicula grandiflora ist hier nicht zu erwarten.

Solche Einstellungen würden irgendwann dazu führen das die nacheiszeitliche Florenveränderung wieder rückgängig gemacht wird. Mir sind die hiesigen Gärten schon lange suspekt mit all den nicht hierhergehörenden Gewächsen. Da ist ein Florenverfälschung ja vorprogrammiert. Sowas wie Gladiolen und Männertreu  sollte man einfach nicht im Freiland verwenden, die stammen ja auch aus Südafrika.

 

Es soll ja ganz Verrückte geben die Palmen,  Bananen und Feigen in Ihren Gärten haben. Das ist wirklich schwer zu verdauen. Auch wenn die oft nur geringen Winterschutz brauchen.

Edited by partisanengärtner
Rechtschreibung
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Beautytube
Am ‎22‎.‎03‎.‎2018 um 08:25 schrieb partisanengärtner:

Es soll ja ganz Verrückte geben die Palmen,  Bananen und Feigen in Ihren Gärten haben

Nanana Contenance!

Bin so ein depperter (=Verrückter auf Wienerisch). :) 

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romero

Hallo,

Drosera capensis wächst bei mir schon einige Jahre im Moorbeet (testweise) und blüht auch unregelmäßig, wie schon angemerkt hat das mit winterhart aber relativ wenig zu tun. Eine signifikante Zunahme an Biomasse passiert hier nicht - im Gegenteil. Nach einem Winter wie diesem wird sie frühestens im Juni wieder kommen und eine richtig kräftige Pflanze erhält man dabei nicht und erfolgreich vermehrt hat sie sich im Beet auch noch nicht. Trotzdem interessant: Mit D. alicia habe ich das auch regelmäßig versucht, es ist mir aber unabhängig von der Strenge des Winters nie gelungen, sie durch den Winter zu bringen. Ganz im Gegensatz zu D. binata (vermehrt sich auch durch Samen/Ausläufer! im ganzen Beet) und vor allem meinem heimlichen Liebling im Beet: Drosera peltata - nun schon erfolgreich seit 5 Jahren im Beet und sie blüht regelmäßig und wächst kräftig, bevor sie sich dann im Spätsommer wieder in die Knolle verzieht.

Gruß Romero

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partisanengärtner
vor 2 Stunden schrieb Beautytube:

Nanana Contenance!

Bin so ein depperter (=Verrückter auf Wienerisch). :) 

Auch Nichtösterreicher können ironisch sein.

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Beautytube

Drosera binata und peltata habe ich rund um Canberra gesehen. Nachdem ich schon mal das Vergnügen hatte dort zur Winterzeit zu sein, weiß ich auch wie kalt es dort wird.

Es kann frieren und es gibt auch nach Berichten von Kollegen dort eine länger (ein paar Tage) liegende Schneedecke (zumindest in den Regionen wo ich die Pflanzen gesehen habe).

Daher wundert es mich nicht, wenn die beiden Arten überleben. Ist ein guter Hinweis, ich muss das mal probieren.

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Martin Waizmann

Hier mal ein Bild von dem angesprochenen Sonnentau.

Es sind 5 „Stämmchen“ ausgebildet. Hierzu jetzt die Frage, kann man die jetzt noch aufteilen, oder ist das nur in der Ruhephase der Pflanze im Winter möglich? 

Danke schonmal für eure Ratschläge!

 

Gruss Martin

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Beautytube

Man kann sie jetzt teilen.

Frühjahr ist der beste Zeitpunkt.

Sie sind dann ein paar Tage beleidigt, aber das macht denen nichts

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