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Ronny K.

Hummelnest

Empfohlene Beiträge

Ronny K.

Hallo,

mir ist es gelungen, in meinem Garten ein Hummelvolk anzusiedeln. Dazu habe ich einen großen Tontopf etwas schräg in der Erde vergraben und mit Moos gefüllt. Erst heute habe ich drei Arbeiterinnen mit Pollen in das Nest fliegen sehen. Jetzt frage ich mich aber, was ich damit im Herbst machen soll. Werden alte Hummelnester wieder verwendet oder sollte ich den Topf im Herbst ausgraben und das Nest entfernen?

 

Grüße

Ronny

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ChristianCB

Kannst du Mal ein Bild machen? Ich habe auch noch altes Moos übrig und ne Menge Platz wo sie Ruhe haben.

 

Dieses Jahr wird es sicher nichts mehr, aber ein Versuch wäre es wert.

 

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Ronny K.

Naja...mehr als das Einflugloch sieht man nicht. Ich habe den Topf fast waagerecht vergraben. Die offene Seite habe ich mit einer Steinplatte verschlossen und in das Abflussloch habe ich einen Stock gesteckt. Das ganze hatte  ich im Herbst so vergraben, dass der Stock aus dem Boden ragte. Nachdem sich die Erde im Winter wieder gefestigt hat, habe ich den Stock im zeitigen Frühjahr gezogen. Damit hatte ich eine Röhre zum Tontopf.

 

Grüße

Ronny

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Manu T.
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Ronny,

 

soweit ich weis überwintert nur die Hummelkönigin, der Rest des Volkes stirbt. Sie überwintert nicht im Nest selber, sondern gräbt sich in der Nähe des Nestes in die Erde ein. Wenn ich richtig informiert bin, werden Nester nur 1x gebraucht.

 

Ich finde Hummeln sehr interessant und beobachte sie gerne. Wir haben ein paar Völker im Garten die natürlich irgendwo Unterschlupf fanden. Deshalb kann ich Dir keinen Rat geben was im Herbst zu machen ist. Aber vielleicht hilft Dir die Seite Aktion Hummelschutz weiter.

 

Viele Grüße, 

Manu

bearbeitet von Manu T.

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Andreas Fleischmann
vor 7 Stunden schrieb Ronny K.:

Jetzt frage ich mich aber, was ich damit im Herbst machen soll. Werden alte Hummelnester wieder verwendet oder sollte ich den Topf im Herbst ausgraben und das Nest entfernen?

Hallo Ronny,

 

Schön, dass es mit der Spontanbesiedlung deines Kunstnestes geklappt hat! Wenn Du ein Foto einer Arbeiterin hier reinstellst, könnte ich Dir sogar die Hummelart bestimmen 😉

 

Die Nester werden nicht wieder besiedelt, das Volk stirbt im Herbst ab (je nach Art auch schon früher), und die alten Waben verschimmeln dann recht schnell, bzw. werden von anderen Insekten abgebaut. Nur bei absolut trockener Lagerung bleiben die Waben über den Winter erhalten. Manchmal kehren überwinterte Jungköniginnen in ihr Geburtsnest zurück, und besiedelnt es wieder - dann werden aber trotzdem neue Waben errichtet, die alten werden nicht beachtet und auch nicht wiederverwendet. Du kannst das Nest also im Herbst reinigen und im Frühjahr mit frischem Nistmaterial wieder füllen.

 

Schöne Grüße,

 

Andreas

(habe jedes Jahr ein paar Hummelnester im Garten, einige Naturnester und einige besiedelte Nisthilfen)

 

 

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ChristianCB

Ich würde mich über ein paar Fotos freuen. Auch wenn nicht viel zu sehen ist, als denkanstoß wird es reichen

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Ronny K.

Hallo,

es handelt sich um Bombus terrestris, die Dunkle Erdhummel.

Ein wenig Sorgen macht mir das Ausgraben schon, da in unmittelbarer Nähe Wildbienennester sind. Das wird dann also Präzisionsarbeit.

Ich werde im Herbst noch zwei oder drei Töpfe vergraben und kann dann gerne eine paar Fotos davon machen. Vielleicht baue ich dann auch endlich mal einen Hummelnistkasten. Das habe ich schon ewig vor.

 

Grüße

Ronny

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Manni

Hallo Ronny,

Ich würde dir eher empfehlen einen Hummelkasten zu bauen. Die Tontöpfe sind in der Regel nicht geeignet, denn diese können bei starken Regen mit Wasser volllaufen.

Das Foto zeigt meinen Hummelstand. Zurzeit sind 9 der Kästen belegt (2 Acker-, 3 Wiesen-, 3 Stein-, und 1 dunkles Erdhummelnest). Für weiter Informationen kann ich die Internetseite bombus.de empfehlen.

 

Gruß Manni

WIN_20180520_16_31_34_Pro.jpg

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partisanengärtner
Geschrieben (bearbeitet)

Was macht man eigentlich bei dieser Massierung von Nestern gegen die Wachsmotten?

In der Natur ist ja der Abstand der Völker das beste Mittel um den Druck zu mindern.

 

Bei der Honigbiene ist die massierte Haltung ja mit einer der Gründe warum sich da Krankheiten so breit machen.

Wenn da der Imker nicht gegensteuert sind schnell alle Völker weg.

Für die Wildbienen sind die Honigbienen zum Teil auch problematisch. Die können die Arten un Individuenzahl deutlich senken in der Umgebung von volkreichen Bienenständen. Das hat man auch erst kürzlich bemerkt.

bearbeitet von partisanengärtner

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Manni

Alle meine Nistkästen sind mit einer Hummelklappe versehen. Das hilft nicht nur gegen Wachsmotten sondern auch gegen Kuckuckshummeln.

Ebenfalls könnte man auch ein Spritzmittel (Neudorff Raupenfrei Xentari, Wirkstoff: Bacillus thuringiensis) verwenden. Einfach Brutnest offenlegen und auf die Waben sprühen.

Das selbe gibt es auch für Bienen unter anderem Namen aber teurer, obwohl es den selben Wirkstoff besitzt. Das Mittel habe ich schon selber erfolgreich getestet, aber ich habe bedenken, dass es den Schmetterlingsraupen schaden könnte, da die Hummeln den Wirkstoff durch ihren Blütenbesuch verbreiten könnten.

Deshalb sollte man beim bauen besser eine Hummelklappe verwenden. Dies schützt zwar nicht 100 prozentig, aber trotzdem sehr effektiv.

 

Gruß Manni

VID-20170620-WA0063.gif

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Mathias Maier

Sarrscenia Blüten besitzen auch eine Hummelklappe 😉

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Ronny K.
vor 5 Stunden schrieb Manni:

Die Tontöpfe sind in der Regel nicht geeignet, denn diese können bei starken Regen mit Wasser volllaufen.

 

Hallo,

das kann bei Naturnestern allerdings auch passieren. Vom Mikroklima her scheint mir ein vergrabener Tontopf aber besser geeignet zu sein.

 

Grüße

Ronny

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Ronny K.

Hallo,

ich habe gestern etwas seltsames beobachtet. Eine recht große Hummel, ich nehme an die Königin, hat eine Larve aus dem Nest geschmissen. Weiß jemand warum sie das tut? Hier ein Bild der Larve.

 

Grüße

Ronny

 

20180526_171248.jpg

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PeSiAl
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Ronny,

 habe gestern zufaellig auf irgendeinem TV-Sender beim zappen eine echt interessante Tierdoku aufgeschnappt und mir auch gleich angesehen. In einem Beitrag der aus England war, ging es um Hummeln. Ich war total buff als ich das gesehen habe, da ich davon auch vorher noch nie was gehoert hatte. Na jedenfalls wenn die Larve eine Hummellarve sein sollte, koennte das passiert sein.....

Lt. der Doku legt die Hummel wie wohl alle Koeniginnen ohne Ende Eier damit das Volk waechst. Es werden dafuer ja jede Menge Arbeiterinnen benoetigt und auch nur diese von der Hummelqueen gelegt. Sie benutzt so eine Art von Pheromon, dass dafuer sorgt das die schluepfenden Hummeln halt Hummeln werden ohne Fortpflanzungstrieb, so das diese auf jeden Fall keine Eier legen koennen. Sollte aus irgendeinem Grund dieser Schutzmechanismus mal nicht funktionieren oder die Queen spaeter gewollt Eier fuer neue Koeniginnen legen und die daraus schluepfenden neuen Jungen dann in dem Bau der alten Queen Eier legen, wird diese zum absoluten Killer. Die beisst alle Wabenzellen mit dieser "fremden" Brut auf und toetet dann die Larven darin. Moeglicherweise hat Deine Koenigin eine aus dem Bau geschmissen, ist ja auch ein Todesurteil. 

 Gruss,

 Peter

 

PS: habe mal nachgesehen, das war "Tierische Instinkte-Grosse Machtkaempfe" (das mit den Hummeln ist das 2. Kapitel)

 

https://www.tvnow.de/ntv/national-geographic/tierische-instinkte-grosse-machtkaempfe/player

 

2.PS: neee, Deine Larve sieht doch nicht so richtig nach Hummel aus, (eine erwischte Wachsmotte? 🙂)

...der Bericht ist aber trotzdem ganz interessant

bearbeitet von PeSiAl

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Ronny K.

Hallo Peter,

es ist definitiv eine Hummellarve. Das es der Nachwuchs von einer Arbeiterin ist, wäre eine Erklärung. Dann wäre das übrigens eine Drohne, da Arbeiterinnen nur unbefruchtete Eier legen können. Eine andere Möglichkeit wäre eventuell, dass es die Larve einer Kuckkuckshummel ist.

 

Grüße

Ronny

 

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PeSiAl

Hallo,

 sag mal womit hast Du das Photo der Larve gemacht? Frage nur weil die Larve so gross und das Bild selber trotzdem auch noch so scharf ist. Sowas bekomme ich mit meinem Samsung S6 leider nicht hin 😪. Von daher dachte ich das die Larve doch keine so kleine niedliche Hummellarve sein kann.

Denke mal dann wirst Du wohl mit der Kuckuckshummellarve recht haben.

 

Schoenes Wochenende und Gruss aus dem "Hitzehamburg" (brauchen dringend mal Regen)

 Peter 

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Jashi

Mir ist im Garten gerade diese Exemplar vor die Kamera gehüpft. Eine kleine Erdhummel schätze ich, auch wenn ihr ein wenig Farbe fehlt. 

1230739472_dunkleErdhummel_klein.jpg.5e3b3a1ef6bec153c5d548c16a07adb8.jpg

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Piesl

Schönes Foto Jashi,

aber um welche Hummelart es sich handelt wäre so aus dem Stehgreif nicht zu sagen. Alleine in Deutschland leben ca. 570 verschiedene Solitär- und Staatenbienen plus die bekannte Honigbiene. Hummeln gehören auch zu den Wildbienen, aber "kleine" Erdhummeln gibt es in diesem Sinne nicht. Bei allen Insekten sind die lieben Kleinen in verschiedenster Form immer Larven. Bei Bienenarten sind das echte Larven wie oben gezeigt, die in Waben bis zur Häutung zum Imago leben. Danach sind sie ausgewachsen, flugfähig und in ihrer endgültigen Größe. Weiter wachsen ist nicht und nach ein paar Wochen ist's schon wieder vorbei für sie.

 

Gruß Piesl

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Jashi

naja, das "klein" war eher eine rein subjektive Aussage. Nicht auf das Entwicklungsstadium bezogen, sondern auf die tatsächliche Größe 😄 und dass es sich um eine Erdhummel handeln könnte, habe ich aus der Tatsache geschlossen, dass ganz in der Nähe ein Nest von denen ist. 

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Ronny K.

Hallo,

das ist eine Acker- oder Baumhummel. Da sie schon recht abgeflogen ist, ist es schwer, sie genauer zu bestimmen.

 

Grüße

Ronny

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