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Leo H.

Hallo an alle,

 

Da es ja jetzt nicht mehr so ewig lang dauert, bis die heimischen Droseras ihr Hibernakel ausbilden und Winterruhe machen, hätte ich eine Frage: Ich habe schon mehrmals gelesen, dass das feuchthalten für ein überleben essentiell ist.

Nun ist meine Moorwanne seit dem letzten Winter vermutlich ein wenig undicht, da man, egal wie viel Wasser man nimmt nicht über eine Füllhöhe 15cm unter dem Substrat hinauskommt. Deshalb wird die oberste Schicht im winter trocken und hart wie Beton (ich habe zur Probe mal im Februar  ein Stück Torf nach drinnen gebracht und als es Zimmertemperatur hatte, war es nicht mal Klamm).

Ich möchte jetzt aber nicht meine einzige rotundifolia, die sich auch gut ausgesäht hat, verlieren. Also dachte ich mir: ich sammle das Hibernakel ab oder buddle es aus und bringe es in das deutlich wärmere Gewächshaus (allerhöchstents  runter auf -5°C) und lege es in eine unten mit Torf gefüllte Box, die ich dann 1-2cm konstant flute.

Glaubt ihr das könnte klappen? Im Frühling geht es dann vor dem Austrieb wieder ins Beet, dass ich irgendwann im Winter mal in eine zweite, dichte Wanne stellen werde. Da den letzten Winter nur eine Sarracenia die Kälte überlebt hat, würde ich mitder drosera filiformis gerne ähnlich verfahren, aber deutlich trockerner und wärmer (gerade frostfrei) auf dem Dachboden. Die rotundifolia will ich nicht so "weich" überwintern, damit sie ihre gewisse frosthärte behält.

Vielleicht ist das alles ja auch nur Schwachsinn, dann würde ich mich sehr über Aufklärung freuen.

 

Danke im Vorraus

Leo

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Jens Neumann

Hallo Leo,

 

ich muss sagen, dass klingt alles etwas merkwürdig. Wenn deine Moorwanne undicht ist, hast du keine andere Möglichkeit und solltest dich um einen entsprechenden Ersatz kümmern. Da mit einer leckgeschlagenen Wanne die Wasserversorgung deiner Pflanzen nicht mehr gewährleistet ist und in Hinblick auf die immer wärmeren und trockeneren Sommer, kannst du bei der Wasserversorgung dann ernsthafte Probleme bekommen. Daher wäre es hilfreich, wenn du kurz darstellen könntest wie deine derzeitige Moorwanne aufgebaut ist.

 

Du hast geschrieben, dass dir viele Pflanzen im Winter eingegangen sind. Wie überwinterst du deine Moorwanne? Ich lege ein Flies, welches normalerweise für Gemüsekulturen verwendet wird als Schutz im Winter über meine Beete, ich hatte früher auch mit Folien gearbeitet, hatte aber oft Probleme mit Kondenswasser und Schimmelbildung.

 

Ich persönlich halte nicht viel davon die Pflanzen im Winter aus dem Beet/Wanne zu nehmen, über den Winter dann umzutopfen, nur um sie dann wieder einzutopfen. Im Regelfall sollten die Pflanzen das von sich aus überleben. Ist es zu Kalt kannst du Flies als Schutz einsetzten, was ich an deiner Stelle eh machen würde.

 

Beste Grüße, Jens

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Jashi

wie jetzt?! Du hast eine ganze Moorwanne nur für D. rotundifolia? Und wie machst Du das jetzt bei den Temperaturen mit 'ner undichten Wanne?  Da kannst Du dann ja den 

ganzen Tag daneben stehen und Wasser nachkippen? 😯 Und was spricht dagegen, die Wanne einfach jetzt in eine andere, heile Wanne zu setzen anstatt das "irgendwann" mal zu tun ?

 

 

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Leo H.
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo, 

 

@Jens Neumann

Bei der Wanne handelt es sich um einen eckigen 80l Kübel eingesenkt in den Boden weshalb er nie komplett durchfriert. Die oberen 10-15cm sind auch dauerhaft sehr nass, aber der Wasserspiegel liegt halt nicht 5cm unter der Oberfläche. Am Grund der "Bohrung" ist also erst ab ~15cm immer Wasser. Nimmt man aber eine Hand Boden aus der Oberfläche und drückt, läuft da trotzdem viel Wasser raus. Der Torf hat also eine gute Saugfähigkeit. Im Sommer flute ich, wenn das Moos, das aus diesem Grund aufgelegt habe, trockene Spitzen bekommt, der Torf aber noch komplett nass ist das Beet mit Regenwasser. Das versickert sofort und dann muss ich auch an den heißesten Tagen nicht mehr gießen. So geht das jetzt schon seit dem Winter gut und alles  wächst und gedeiht. Das mit der einen überlebenden Sarracenia hört sich zwar krass an, aber es waren auch nur drei im Beet. Das erste Jahr war ein Test und ich wollte schauen ob alles funktioniert. Dafür habe ich dann auch einfacher zu bekommende Baumarktpflanzen benutzt, denn im Fall der Fälle kommt man eine gleiche solche Pflanze schneller und besser als z.B. an einen speziellen Flava-Klon. Ich wollte dann die Testpflanzen im 2. Jahr ausbuddeln und in eigene, große Töpfe umpflanzen. Dann sind sie mir alle bis auf eine während der Kahlfrostperiode im Februar erfroren (ein bisschen dehydriert waren sie auch). Nur zum Ende des Winters hin wurde das Beet oben eben gefriergetrocknet und die eine Sarra hatte wohl ausreichend tiefe Wurzel um nicht zu sterben. In der ersten Saison war der Wasserspiegel immer nur 1-2cm unter Substrat. Ich habe vor im Herbst die Wanne in eine andere, neue stellen und wieder in die Grube abzusenken. Dann wäre sie dicht. Das mit dem Vlies probiere ich diesen Winter mal aus, vielen Dank für denTipp!

 

@Jashi Das Problem: Ich habe diese Wannengröße auf die Schnelle nicht mehr gefunden und bin aktuell im Urlaub und danach werde ich versuchen das ganze schnell umzusetzen. Wenn das slles vor dem Winter klappt ist diese Frage hier überflüssig. Wenn ich es nicht schaffe dann ist das Plan B. Wie gesagt, im Sommer habe ich aufgrund von insgesamt 20l Wasserspeichervolumem eben noch keine Probleme. im Winter geht das mit gießen dann nicht so einfach. Die Wanne ist nicht nur für drosera rotundifolia, sondern alles mögliche. 

 

Ich hoffe ich konnte alle Unklarheiten bereinigen.

Leo

 

 

 

bearbeitet von Leo H.

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sarrafan

Oder die leck gegangene Wanne in eine andere gleichartige hinein stellen. Ich mache das seit Jahren so. Jedes Schiff ist mindestens doppelwandig. Bei mir klappt das sehr gut. 

 

Gruß

sarrafan 

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Leo H.
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb sarrafan:

die leck gegangene Wanne in eine andere gleichartige hinein stellen.

Genau das hatte mir auch gedacht😁. Trotzdem ist meine Frage noch nicht endgültig geklärt: Wäre es möglich oder sterben die Pflanzen dabei?

 

bearbeitet von Leo H.

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Patrick Schweitzer

Die Drosera rotundifolia würde dann wohl im Eis einfrieren und so überwintern sie in der Natur ja auch.

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sarrafan
vor 4 Stunden schrieb Leo H.:

Genau das hatte mir auch gedacht😁. Trotzdem ist meine Frage noch nicht endgültig geklärt: Wäre es möglich oder sterben die Pflanzen dabei?

 

 

Nein, Drosera rotundifolia und intermedia erfrieren bei mir nicht, solange sie nicht trocken sind und damit gefriergetrocknet werden. Wie Patrick schon schreibt einfrieren lassen im Eis ist eine Methode, allerdings besteht die Gefahr dass die Gefässe reißen dann wohl doch, wenn man sie bis zum Rand mit Wasser füllt, besonders wenn die Wandungen senkrecht des oder oder Gefässe senkrecht sind. Dann kann das die Gefässe zerknallen.

 

Ich habe Behältnisse, die oben in der Öffnung breiter sind und nach unten zum Boden enger werden. Durch die schrägen Wände wird der Eisblock nach oben gedrückt und kommt dann paar Zentimeter raus, aber das Behältniss wird nicht auseinander gedrückt.

 

Eine nicht gerade sehr professionelle Zeichnung soll das mal verdeutlichen. Solange ich Balkonkästen hatte, wie der Linke im Querschnitt hatte ich fast immer Frostbrücke, nachdem ich auf Kästen wie den Rechten gestoßen war, wurde dort der Eisblock paar Zentimeter nach oben rausgedrückt, nicht aber der Kasten zerstört. Ich habe aber trotzdem zwei solche Kästen immer ineinander, so eine Art Selbstberuhigung, weil dann die Wandungen doppelt sind.

 

Grüße

sarrafan

 

 

Kuebelwandungen.png

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