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Wie schwer ist die Pflege von Darlingtonia californica


Tomatenfreund

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Tomatenfreund

Hallo :D,

ich überlege mir seid längerem eine Kobralilie anzuschaffen. Allerdings findet man im Internet verschiedene Meinungen zum Thema: wie schwer die Pflege der Pflanze ist. Deshalb wollte ich mal in die Runde fragen was eure Erfahrungen mit der Kobralilie sind und ob sich die Pflanze für Amateure lohnt. Würde mich über Antworten freuen. 

 

LG Tomatenfreund

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Martin Waizmann

Hallo!

Ich habe mir auch erst vor einigen Wochen eine Darlingtonia zugelegt, bzw. 3 Sämlinge. Die stehen bei mir draußen unter freiem Himmel in zwei ineinandergestellten großen Tontöpfen. Substrat ist Torf mit Perlite und Quarzsand  mit einem sehr hohen Perliteanteil. Darauf eine dicke Schicht lebendes Sphagnum. Ich gieße die Pflanzen täglich, alle 10 Tage ungefähr kommt ein bisschen Volldünger (flüssig 1/20 der normalen Menge) in das Regenwasser. Bislang scheint es den Pflänzchen sehr gut zu gehen.

Mal schauen wie das weitergeht...

Gruss Martin

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Keine Anfängerpflanze, aber (and that's the good News), es gibt robuste Klone, wie den von Rüdi Fürst.

Ich habe für meine Pflanzen den richtigen Standort im Moorbeet gefunden und die Teile werden von Jahr zu Jahr größer und vermehren sich.

Ist aber trotzdem eine Pflanze die keinen Fehler verzeiht.

BT

 

 

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Tomatenfreund

@Beautytube ok wer ist Rüdi Fürst (bin noch nicht so lange hier auf dem Forum )? Aber schöne Pflanzen hast du muss man schon sagen. ?

 

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vor 17 Minuten schrieb Tomatenfreund:

@Beautytube ok wer ist Rüdi Fürst (bin noch nicht so lange hier auf dem Forum )? Aber schöne Pflanzen hast du muss man schon sagen. ?

Er ist ein Schweizer Experte, den jeder alte Hase hier kennt.

Er hat super robuste und teilfreudige Darlingtonien.

Sie sind soweit ich weiß auch unter seinem Namen im Umlauf.

Wenn Du also nach derartigen Klonen suchst, solltest Du welche bekommen.

Ich habe welche, aber setze und teile erst im Frühjahr, da ich meine Darlingtonien jetzt nicht mehr stresse.

Im Moment haben sie den Hitzestress. Wenn der vorbei ist geht es schon Richtung Rückzug in die Winterruhe.

Kurz vor dem Austrieb im Frühjahr ist der beste Zeitpunkt zum Teilen, da gibt es die geringsten Verluste.

 

BT

 

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DorianGray1980

Stimmt, definitiv keine Anfängerpflanze. Aber allzu kompliziert nun auch wieder nicht.

Ich halte meine alle zusammen mit meinen Sarracenias, nur stelle ich sie dahinter, so dass sie keine volle Sonne abbekommen.

Das funktioniert eigentlich bis jetzt ganz gut. Das Überwintern klappt bisher bei um die 0 Grad auch ohne Probleme.

Falls Du Interesse hast, ich hab noch einen Topf mit 3 Jungpflanzen, den ich dir schicken könnte.

Wenn ja, dann schreib mal PN, dann kannst du auch gern ein Bild haben.

 

Grüße Christian

 

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Hallo, habe auch erst seit einiger Zeit eine Darlingtonia. Diese steht wie meine Sarracenias im Gwh, habe sie im Anstau und volle Sonne den ganzen Tag stehen.

Bisher wächst sie sehr gut und bildet einen Schlauch nach den anderen.

 

Gruß Bombo

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Hi Tomatenfreund

 

Carnivorenfreund würde noch besser passen ?

Ich finde, das, die Kobralilie sehr schwer zu halten ist. Ich hatte die letzten Jahre 5 Stück,

die spätestens nach ein paar Monaten komplett schwarz wurden und eingegangen sind.

Wenn dir deine Kobralilie auch eingeht, würde ich dir den Zwergkrug empfehlen. Meiner wächst seit 4 Jahren sehr gut ?, seitdem ich meinen Zwergkrug nur noch in den Untersetzer und nicht von oben in das Substrat gieße.

 

Gruß Philipp

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partisanengärtner

Ob eine Pflanze als schwer oder einfach zu pflegen empfunden wird hängt wohl von vielen Faktoren ab. Nicht zuletzt wohl auch zuviel rummachen kann es einer Pflanze sehr schwierig machen. Bei Bienenhaltern gibt es die Erfahrung das viele erste Stöcke totgeguckt werden.  Mag ja auch auf Pflanzen zutreffen die mit dauernden Störungen schon mal Probleme bekommen können.

 

Nach meiner Beobachtung sind Heikelchen wie Darlingtonia, Drosophyllum und der Zwergkrug wohl auch besonders dadurch gefährdet das zu viele widersprüchliche Pflegeanweisungen als allein richtig im Umlauf sind.

 

Ob die Eiswürfel auf dem Substrat die zum Beispiel bei  Darlingtonia gerne empfohlen werden einen positiven Effekt haben kann ich nicht sagen.

 

So ziemlich alle Pflanzen die ich bisher gepflegt habe reagierten sehr empfindlich auf plötzliche heftige Abkühlung. In der Regel stellten sie erst mal das Wachstum für eine mehr oder wenig kurze Periode ein. Manche sterben auch gleich.

 

Darum auch die Empfehlung nur früh morgens zu gießen wenn man kein temperiertes Wasser hat. Da ist das Substrat relativ kühl und der Schock ist nicht so groß. Besser ist abgestandenes  Wasser immer.

Eine kühle Strömung im Boden wie es sie in den heimatlichen Vorkommen gelegentlich gibt ist gleichmäßig. Die Eiswürfelmethode hat in der Natur eher mit einem Hagelfall oder einem eiskalten Platzregen  ein Gegenstück. Das sind gottseidank seltene Ereignisse die nie besonders förderlich für Pflanzen sind.

 

Sowas sollte man sich schon klar machen wenn man solche Anleitungen verbreitet oder befolgt.

Ich habe bisher keine gravierenden Probleme mit oben genannten Gattungen. Halte mich aber an den gesunden Pflanzenverstand. Meine Erfahrungen beschränken sich nur auf ein paar Jahre mit diesen Gattungen. Vielleicht habe ich ja nur Glück oder einen grünen Daumen. Das ich schon viele Jahrzehnte mit Pflanzen zu tun habe mag einen Einfluß haben.

 

Edited by partisanengärtner
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@partisanengärtner Gratuliere zum letzten Beitrag. Kann leider kein "Herzerl" mehr vergeben, da dies offensichtlich limitiert wurde. Bekomme da eine Fehlermeldung.

 

Beobachten der Möglichkeiten zu Hause, der Bedingungen der einzelnen Standorte und dann dort die richtigen Pflanzen hinstellen.

Das ist m.E. sehr wichtig und dann bekommt man "Selbstläuferpflanzen".

 

Das mit dem Gießen in der Früh ist m.E. einer der wichtigsten Faktoren!

Kalt abschrecken unter Tags scheint eher zu schaden.

 

BT

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partisanengärtner

Niemals gießen von oben ist ja bei einigen Pflanzen hier ein Pflegehinweis. Der Schluß ist falsch, die Beobachtung richtig: kaltes Wasser von oben auf warmes Substrat ist schädlich. Pflanzen (sind nun mal keine Sportler und finden auch Sauna nicht besonders hilfreich) mögen das kalt abschrecken eben nicht weil es in der Natur eher eine Katastrophe ist, als ein regelmäßiger Standortfaktor.  Wo das häufiger vorkommt sind eben manche besonders angepasste Pflanzen nicht mehr zu finden.

 

Wenn das Wasser eine ähnliche Temperatur  hat wie das Substrat ist das dagegen förderlich.  Regen fällt ja eine lange Strecke durch relativ warme Luft und kommt daher in der Regel relativ warm auf den Boden. Die Masse des Bodens dämpft auch den Temperaturverlauf. Ein kleiner Topf ist dagegen schon eher ein Extremstandort, die Temperaturveränderungen sind wesentlich schneller.

Vielleicht ist das ja einer der positiven Effekte der Doppeltöpfe mehr Masse wirkt dämpfend (abgesehen von vielen anderen Effekten die dadurch befördert werden... Nur so mal als Denkansatz.

 

Beim Gießen von unten dämpft das natürlich auch die Abkühlung. Allenfalls die untersten Wurzeln werden vielleicht geschockt. So entstehen solche Myten wie  gießen von oben ist schädlich.

Meine bekommen Wasser von allen Seiten und zicken nicht. Aber eben nie sehr kaltes oder heißes Wasser. ?

 

Es gibt zahlreiche Untersuchungen zu den physiologischen Effekten von heftiger Temperturabsenkung auf Pflanzenwurzeln und das Wachstum im allgemeinen. Die Ergebnisse reichen von Absterben bis zu vorrübergehenden Wachstumsstopp. Positive Effekte sind mir noch nicht untergekommen. Manche halten das halt besser aus als andere.

Das sind dann gewöhnlich eher Unkräuter.

 

Also wenn Ihr auf widersprüchliche Pflegeanweisungen stosst die alle erfolgreich sind, macht euch eigene Gedanken was die Ursache sein kann, oder fragt hier nach. Es gibt hier einige die wirklich Erfahrung und das Fachwissen haben um solche Mythen zu entzaubern. Natürlich sind nicht alle Pfleger so tief in der Materie drin, aber auch ihre Beobachtungen sind mit ein wenig Hirnschmalz gut für neue Erkenntnisse.

.

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ChristophBurdeska

Hallo Tomatenfreund,

 

ich würde die Sache anders angehen, wie willst du die den halten?

Meine seht im Terrarium und ist dort absolut Pflegeleicht und unkompliziert. Eigentlich behandle ich die nur wie meine Nepenthes auch.

 

Gruß

Christoph

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@Beautytube

Nein leider nicht. Das Bild habe ich vom Internet.

Die Schlauchpflanze darauf heißt Sarracenia Waccamaw.

 

Gruß Philipp

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  • 1 year later...
Totehose182

Hallo meine stehen auf dem Balkon in einem Moorekübel Seit dem 3.7.2020 bin mal gespannt ob es den dort gefallt . Stehen auch gut im halb Schatten und bekommen nur abends Etwas Sonne ab. Ist das erste mal das ich diese Pflanze habe. Bin noch Neuling da. Werde alles geben das es den gut geht.  

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partisanengärtner

Ich habe einen Topf Darlingtonia bekommen, der eine völlig braune Mutterpflanze enthielt. Das Zentrum war schimmelig, sah wie Botrytis aus. Nur ein paar weiße Auläufer im Topf und zwei grüne Schnittlauchstücke von wenigen Zentimeter ließen noch eine Chance erkennen.

Das Stück habe ich ausgetopft und gleich einen der weißen Ausläufer als Steckling unter das Sphagnum meiner schwimmenden Inseln gesteckt.

Vom ganzen Rest habe ich das meiste Substrat abgespült und das Teil zwischen Schwimmende Insel und Rand geklemmt. Die Wurzeln treiben frei im Wasser.

Das ist jetzt wenige Wochen her.

Der Schimmel verschwand nach wenigen Tagen. so sieht das Teil jetzt aus.

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Die sind scheinbar gar nicht so empfindlich wenn man einen Weg gefunden hat der Ihren Wurzeln erlaubt zu atmen.

Der Ausläufer hat angefangen stark zu wachsen. Ich nehme also an das er mittlerweile Wurzeln hat. Er liegt auf dem nassen Tuch und wird eben vom Sphagnum abgedeckt.

 

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Hallo!
 

Hab seit heuer eine im Moorbeet an mir geeignet erscheinender Stelle stehen. Was haltet ihr eigentlich von Eiswürfeln aufs Substrat an heißen Tagen? Ist das übertrieben, zumal sie ja im Sphagnum steht, oder kann das helfen den Hitzestress zu verringern?

 

Anbei ein Bild meiner Pflanze. Soll angeblich ein sehr wüchsiger Klon sein:

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Gruß, MM

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partisanengärtner

Wenige Beiträge weiter oben habe ich mich mal dazu geäußert. Eiswürfel werden wohl ähnlich wirken wie Hagelkörner, die auf dem Substrat liegen, das ertragen die wenigsten Pflanzen ohne zu leiden.

Es kommt vermutlich eher drauf an das sich keine Faulgase  (anaerobe Zonen) bilden können. Stetiger Durchfluß in mineralischem Substrat wird wohl am ehesten den Naturstandort nachahmen.

In meinem Ansatz ist das Wasser relativ kühl und darum auch Sauerstoffreicher. Faulgase gibts mangels entsprechendem Sustrat auch kaum. Schockabkühlungen kommen da auch nicht vor.

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partisanengärtner

Vermutlich leben sie so einige Jahre. Bei einem Freund ist in so einem Setting seit über 10 Jahren bei Klimazone 6a mit einem Klon bestückt. Er vermehrt sich mäßig und in harten Wintern sterben die älteren Pflanzen, aber die Ausläufer erhalten den Bestand.

Geblüht haben sie noch nie draußen. Ein Ableger davon kam indoor überwintert nach zwei Jahren zur Blüte.

Die Seite hat einiges sehr interessante zur Pflege zu sagen. Von wegen Kühlung und so.

https://www.growcarnivorousplants.com/Articles.asp?ID=261

 

Ich gehe aber nach den ersten Wochen mit meinem schwimmenden Setup und den obigen Hinweisen davon aus das man mit den hier schon gezeigten Gitterkörben auf solchen Inseln am besten Fahren wird. Dauerfeucht immer genug Luft an den Wurzeln und über den Winter leicht in ein frostarmes Winterquartier wie Gewächshaus oder Frühbeet zu überführen. Da auch am besten schwimmend, denn so stagniert nie was und lässt sich auch leicht spülen..

Da sie auch nicht so unbedingt auf weiches Wasser angewiesen sind wäre eine Übersommerung auf einem Teich wohl optimal.

Das Substrat wird gut gespült und man wird vermutlich bald Probleme bekommen die Ausläufer alle loszuwerden.

Edited by partisanengärtner
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Une chose à dire, ombrer la sphaigne et beaucoup d'eau

 

cobra10.jpg

Edited by Lucien
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Am 8.7.2020 um 16:40 schrieb partisanengärtner:

Die sind scheinbar gar nicht so empfindlich wenn man einen Weg gefunden hat der Ihren Wurzeln erlaubt zu atmen.

Axel, das liegt an Dir.

Du kannst auch einen Besenstiel eingraben und der wächst wieder. ?

 

BT

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Nicky Westphal

Naja, das kenne ich auch, das "tote" Pflanzen wieder austreiben. Ist aber abhängig davon wie das Wurzelwerk inkl. Ausläufer ausgeprägt ist. Häufig ist es ja die Welke die unsere Lieblinge in den Karnivorenhimmel befördert, aber die greift nicht unbedingt tieferliegende Wurzelteile an. Eine frühzeitige Entsorgung führt zu der Aussage das Darlingtonia so schwer sind. Ich lasse die Töpfe mit Pflanzen, die für viele abgeschrieben wären einfach stehen und zu 80% treiben diese wieder neu aus! Ich habe einen Topf, der ist mir im Winter 2018/19 "erfroren" und da war letztes Jahr nur noch Sphagnum zu sehen und im Frühjahr 2020 hat die Darlingtonia wieder ausgetrieben. Was die Aussage "nicht viel dranrumpfuschen" bestätigt. Dazu kommen ja verschiedene Kulturmethoden GWH, Moorbeet und Standortwahl wo es unterschiedliche Erfahrungswerte gibt. Ich vermeide bei meinen einfach einen vollsonnigen Standort. Bei mir gibt es nur Morgen- und/oder Abendsonne bei hohem Anstau im Sommer und das hat bei mir bisher bestens funktioniert. 

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal
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Ja, das kann ich auch bestätigen. Aber der Teil, der wieder frisch austrieb, ist nun auch wieder futsch ?

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