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Cassian

Terrarium Abwasser mit Sphagnum aufsaugen?

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Cassian

Hallo zusammen,

 

wie einige vielleicht wissen, halte ich meine Nepenthes und Heliamphora in einem Regal mit mehreren Terrarien. Die Pflanzen stehen auf einem Gitter, damit das Wasser ablaufen kann. Obwohl ich nur per Hand sprühe, sammelt sich mit der Zeit aber unten das Wasser an und wird teilweise auch etwas algig vom Licht. Das habe ich bisher immer abgesaugt. Verdunsten tut es leider langsamer als ich sprühe... Jetzt überlege ich unten ein Loch als Abfluss reinzubohren. Das funktioniert jedoch beim untersten Terrarium, das knapp über dem Boden ist, auf Grund der Schwerkraft nicht.

 

IMG_3554.thumb.jpg.3f0f67350dd8c9a66da39242ac63efb9.jpg

 

Jetzt habe ich überlegt einen Teil vom Gitter wegzumachen, und ein, zwei Töpfe direkt auf den Boden in das "Abwasser" zu stellen. In die Töpfe würde ich dann vielleicht halb-aquatische Utricularia wie U. humboldtii oder Töpfe nur mit lebendem Sphagnum machen.

Würden die quasi das stehende Wasser genug "aufsaugen", sodass der Wasserspiegel nicht über das Gitter steigt? Was meint ihr? 

Einige Leute haben auch direkt im Wasser unten lebendes Sphagnum drin, aber ich denke, das würde bei eng gestellten Töpfen nur faulen, weil kein Licht dran käme. Ich würde also wahrscheinlich Töpfe nehmen.

 

Was macht ihr mit eurem "Abwasser"? Da ich lebendes Sphagnum auf den Nepenthestöpfen habe, muss ich viel sprühen, damit es frisch bleibt.

 

Grüße, Cassian

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D.Kevin

Hey,

 

Also ich habe auch einen Ablauf eingebracht in mein Terrarium und will ihn nicht mehr missen, aber wie wärs wenn Du versuchst im unteresten Terrarium den Ablauf seitlich anzubringen und das Terrarium in eine "leichte" Schräge zu stellen damit das Wasser seitig zum Ablauf läuft ?

 

Gruß Bombo

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Sebastian Schüler

Halli Hallo ich hab zuerst auf den Boden Ton Granulat liegen und darauf das sphagnum moss gelegt. Das funktioniert bestens. Nur so ne Idee. 

LG der Basti 😁 

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Cassian

Hallo, 

 

vor 22 Minuten schrieb Bombo:

Also ich habe auch einen Ablauf eingebracht in mein Terrarium und will ihn nicht mehr missen, aber wie wärs wenn Du versuchst im unteresten Terrarium den Ablauf seitlich anzubringen und das Terrarium in eine "leichte" Schräge zu stellen damit das Wasser seitig zum Ablauf läuft ?

danke für eure Antworten. Das mit dem seitlichen Abfluss wäre eine Überlegung wert. Leider bräuchte ich dann ein ganz flaches Gefäß wo das Wasser reinläuft. Ein hoher Wasserkanister wäre dann immer nur so voll, bis es die Höhe des Wassers im Terrarium erreicht. Oder gibt es eine Art System, dass das Wasser nur in eine Richtung in einen Kanister läuft, aber nicht in die andere, sodass der Kanister ganz voll wird?

 

vor 21 Minuten schrieb Sebastian Schüler:

Halli Hallo ich hab zuerst auf den Boden Ton Granulat liegen und darauf das sphagnum moss gelegt. Das funktioniert bestens. Nur so ne Idee. 

LG der Basti 😁 

Stehen dann die Töpfe auf dem Tongranulat und ringsherum das Sphagnum? Kannst ja mal ein Bild posten.

 

Technisch ließe sich da bestimmt irgendwas basteln. Ich kann es wie gesagt auch einfach absaugen. Das mache ich mit einer Bohrmaschinenpumpe. Mich würde aber auch interessieren, ob es mit den Töpfen, die direkt im Wasser stehen funktionieren könnte? Vielleicht muss ich es einfach mal ausprobieren. 😅

 

Grüße, Cassian

 

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Ed Wardsiana

Hallo Cassian,

sehr interessantes Thema, das Du da anschneidest, dafür schon einmal ein dickes Dankeschön!

Ich habe mit meinen Vitrinen ein ähnliches "Abwasserproblem". Bei mir fällt inzwischen soviel überschüssiges Wasser an, daß ich dazu übergegangen bin, es über Ablaufleitungen in Kanistern zu sammeln, per Kaffeefilter von groben Schmutzpartikeln zu reinigen und dann wieder zu verwenden. Meine Nepenthes "verzeihen" mir dieses Recyclingwasser problemlos 3-4 mal - danach verwende ich es für gewöhnliche Zimmer- oder Gartenpflanzen. Experimente mit Utricularien oder Sphagnumzucht sind bei mir leider in der Vergangenheit vollkommen schief gelaufen, weil die Verdunstungsrate einfach zu gering ist und meine Versuchskaninchen zu ersaufen drohten.

Aber auf alle Fälle ein sehr interessanter Threat - und, wer weiß, vielleicht gibt es ja hier im Forum eine echt genial Lösung 😎 (Ähnlich wie die mit Deinen Taubengittern, die ich gerne kopiert habe)

Viele Grüße,

Uwe

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Chriss-82

Hallo und Guten Abend ,

 

ich habe das selbe Problem und nehme alle 2 Wochen eine große Spritze um übrig gebliebenen Wasser abzusaugen.....

 

Mich würde interessieren wie das gemeint ist , mit dem seitlichen Abfluss..... darüber habe ich auch schon nachgedacht aber In Glas kann man doch nicht rein bohren ? Oder geht das doch irgendwie ? 

 

Vielleicht kann jemand , der einen solchen Abfluss gebaut hat,  ihn mal abphotographieren ? 

 

Lg christoph 

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Christian Voss

Hi Cassian,

 

hab' das Problem mit den untersten Terrarien auch gehabt und damals schon in die Runde gefragt.

Meine Lösung lautet seitdem 'Bohrmaschinenpumpe' (ich glaub' die Idee kam damals von Andreas). Allerdings hab' ich ja ca. 5cm Platz unter den Töpfen, so dass ich nur etwa einmal im Monat  da ran muss.

Ist aber tatsächlich die einzige praktikable Lösung dafür, die mir bisher untergekommen ist.

 

 

Viele Grüße,

Christian

  • Thanks 1

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Cassian

Hallo zusammen,

 

danke für die vielen Beiträge. Ich denke, ich werde mal ausprobieren, ein paar Utricularia oder Sphagnumtöpfe reinzustellen, bezweifle aber, dass das etwas bringt. Im Endeffekt muss alles Wasser was reingeht auch wieder raus, sei es durch Verdunstung oder durch einen Abfluss. So viel aufnehmen tun die Pflanzen ja auch nicht.

 

vor 3 Minuten schrieb Christian Voss:

Meine Lösung lautet seitdem 'Bohrmaschinenpumpe' (ich glaub' die Idee kam damals von Andreas). Allerdings hab' ich ja ca. 5cm Platz unter den Töpfen, so dass ich nur etwa einmal im Monat  da ran muss.

Ist aber tatsächlich die einzige praktikable Lösung dafür, die mir bisher untergekommen ist.

 

Genauso mache ich es auch im Moment! Habe den Hinweis vom Andreas damals gelesen und umgesetzt. Das einzig doofe bei dem Wasser unten ist, dass es mehr verdunstet und so die Scheiben oft beschlagen. Also muss ich immer einen Spalt offen lassen. 

Vielleicht fällt mir noch eine bessere Lösung irgendwann ein.

 

 Grüße, Cassian

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D.Kevin

Hey nochmal,

 

Hab gerade den Thread durchgelesen von Christian Voss, und da hat einer was geschrieben mit einer Pumpe.

Meine Theorie man könnte unten eine kleine 12V Wasserpumpe anbringen (entweder direkt ins wasser setzen oder über einen schlauch mit dem Wasser verbinden).

Und den "Ablassschlauch" in den Kanister mit legen. Durch eine Digitale Zeitschaltuhr oder Ein / Aus schalter könnte man einfach & schnell das Wasser absaugen, wie gesagt nur Theorie.

 

Gruß Bombo

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Chriss-82

Guten Abend , 

das würde bestimmt funktionieren , allerdings stehen da Kosten / Nutzen Gegenüber und eine weitere Verkabelung 😞

Bei mir , ähnlich wie bei anderen Karnivoren Freunden , häuft sich das Wasser durch das häufige Bewässern des Spahgnum - Mooses. 

Auf den einzelnen Tag gesehen , ist die ML Anzahl des gesammelten Wassers recht gering auf ein Meter Länge verteilt.

 

Noch befeuchte ich mit einem Ultraschall - Vernebler, überlege aber wegen der Unverträglichkeit der Lüfter (mögen nicht ständig Feuchtigkeit ) auf eine kleine Beriselungs Anlage umzusteigen.....

 

Dann wäre es so , das sich wesentlich mehr Wasser in kurzer Zeit ansammelt.....

 

Trotzdem eine gute Idee , für den einen oder anderen sicher eine brauchbare Anregung.

 

 

Lg christoph 

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sarrafan

Zwischengefragt: Da man sich ja das Terrarium in der Regel selbst klebt - zumindest war das bei mir mit den Aquarien so - kann man denn da nicht die Bodenscheibe ganz leicht schräg einkleben und an der tiefsten Stelle einen Ablass ingestalt eines Hahnes einkleben, den man von außen auf- oder zudrehen kann ? Ich habe so etwas ab und an mal bei Aquarienfisch-Züchtern gesehen, die auf diese Art und Weise den ganzen Mulm in den Zuchtbecken an der tiefsten Stelle sammelten und ihn dann einfach durch kurzes Aufdrehen des Verschlusses in einen Eimer oder in ein Rohr ablaufen ließen um dann den Verschluss wieder zu schließen ? Ich habe da schon tolle Sachen gesehen, wie eingeklebte Messinghähnchen (Gashähne) u.a. Selbst Aquarien, die etwa 10cm über dem Boden standen, wurden auf diese Art entleert.

Heutzutage kann man das alles automatisieren und von fern mit dem Smartphone steuern oder man schickt Alexa in die Spur (nicht ganz ernst gemeint) 😄

Dazu gibt es auch einige sehr wenige Bücher, leider antiquarisch. Der Autor hatte da raffinierte Lösungen entwickelt, um sich das Leben etwas leichter zu machen.

https://www.amazon.de/100-Tips-für-den-Aquarienbastler/dp/B002MWC9S0

Ob man dann genau das Material nimmt, was wir in der DDR zur Verfügung hatten oder sich besseres moderneres nimmt, sei dahin gestellt - es geht mehr um die Idee. Die Klebetechnik der Behälter ermöglicht da vieles, wenn man vorher vorausschauend plant.

 

Gruß

sarrafan

Edited by sarrafan

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sarrafan
Am 5.10.2018 um 20:51 schrieb Chriss-82:

Hallo und Guten Abend ,

Mich würde interessieren wie das gemeint ist , mit dem seitlichen Abfluss..... darüber habe ich auch schon nachgedacht aber In Glas kann man doch nicht rein bohren ? Oder geht das doch irgendwie ? 

Lg christoph 

 

Hallo christoph,

man kann Glas bohren. Ich nicht, aber ich habe da mal zugesehen, wie das einer gemacht hat. Da wurde genau so ein Abflussloch gebohrt, in eine 6mm dicke Scheibe. Zuerst hat der Betreffende einen etwa 10 cm großen Gummiring (ein Gummireif vom Kinderspielzeug) so auf das Glas gelegt, dass der Punkt, an dem das Loch gebohrt werden sollte, genau in der Mitte lag. Dann wurde dort hinein feinster Schleifsand gestreut und dann begann er mit einem Bohrer (Bohrständer ist wichtig für den festen Stand und gegen das Verrutschen) an dem sich vorn ein etwa 1,5 bis 1,8 breites Eisenrohr befand in dem Sand zu bohren - oder besser gesagt, zu schleifen. Schön mit Ruhe und ohne Kraft. Mit Geduld. Kurz vor dem Ende hat er dann den Glasstöpsel mit einem Holzstift vorsichtig rausgeklopft und fertig war ein kreisrundes Loch, in das er dann einen Messinghahn (Gashahn) eingeklebt hat.

Ich gebe zu, ich habe das noch nicht selbst probiert, wenn ich doch mal ein Loch in einer Scheibe haben wollte, habe ich das den Glaser machen lassen.

 

Ich hoffe ich habe das mit meinen dürftigen technischen Kenntnissen verständlich erklärt.

 

Gruss

sarrafan

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Sonja Schweitzer

Warum nehmt Ihr nicht einen Nass-Trockensauger,z.B.von Kärcher? Funktioniert super und man kann ihn auch noch für andere Zwecke verwenden.

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Hannes
vor 2 Stunden schrieb sarrafan:

 

Hallo christoph,

man kann Glas bohren. Ich nicht, aber ich habe da mal zugesehen, wie das einer gemacht hat. Da wurde genau so ein Abflussloch gebohrt, in eine 6mm dicke Scheibe. Zuerst hat der Betreffende einen etwa 10 cm großen Gummiring (ein Gummireif vom Kinderspielzeug) so auf das Glas gelegt, dass der Punkt, an dem das Loch gebohrt werden sollte, genau in der Mitte lag. Dann wurde dort hinein feinster Schleifsand gestreut und dann begann er mit einem Bohrer (Bohrständer ist wichtig für den festen Stand und gegen das Verrutschen) an dem sich vorn ein etwa 1,5 bis 1,8 breites Eisenrohr befand in dem Sand zu bohren - oder besser gesagt, zu schleifen. Schön mit Ruhe und ohne Kraft. Mit Geduld. Kurz vor dem Ende hat er dann den Glasstöpsel mit einem Holzstift vorsichtig rausgeklopft und fertig war ein kreisrundes Loch, in das er dann einen Messinghahn (Gashahn) eingeklebt hat.

Ich gebe zu, ich habe das noch nicht selbst probiert, wenn ich doch mal ein Loch in einer Scheibe haben wollte, habe ich das den Glaser machen lassen.

 

Ich hoffe ich habe das mit meinen dürftigen technischen Kenntnissen verständlich erklärt.

 

Gruss

sarrafan

ich würde es lieber mit einem Diamantbohrer Probieren (der schleift sich ja auch langsam durch das glas)

 

(also bei mir hat es geklappt)

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Tina

Es gibt beim Profi Glasbohrer ( Glaser, Schreiner, Aquarienbauer )

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Chriss-82

Hallo und Danke für die Erklärung, sie ist nachvollziehbar 🙂

Das klingt für ein dünnes Terra Becken recht Risikoreich , zumindest dann wenn man es noch nie gemacht hat. Zwar habe ich eine kleine Standbohrmaschiene , aber den eingeklebten Boden kann man ja schlecht damit im Nachhinnein bohren.   

 

So bleibt mir wohl nur , das Wasser weiter selbst von Hand abzusaugen. Aber was soll’s 🙂

 

Trotzdem Danke für alle Erklärungen 

 

lg christoph 

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Tina
vor 11 Stunden schrieb Chriss-82:

Hallo und Danke für die Erklärung, sie ist nachvollziehbar 🙂

Das klingt für ein dünnes Terra Becken recht Risikoreich , zumindest dann wenn man es noch nie gemacht hat. Zwar habe ich eine kleine Standbohrmaschiene , aber den eingeklebten Boden kann man ja schlecht damit im Nachhinnein bohren.    

 

So bleibt mir wohl nur , das Wasser weiter selbst von Hand abzusaugen. Aber was soll’s 🙂

 

Trotzdem Danke für alle Erklärungen 

 

lg christoph 

Christoph

selbstverständlich kannst du mit so nem Bohrer jederzeit und überall im Glas bohren. Wie bei anderen Materialien auch. Gut Vorsicht ist auf jeden Fall geboten.!

Lohnt sich aber. Habe mir mal auf die Art ein großes Aquarium ( Glasstärke 12mm) selbst gebohrt. Kannst bestimmt wegen dem einen Loch einen Bohrer ausleihen.

Der Fachmann gibt dir auch Ratschläge.:-)
 

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sarrafan
Am 16.10.2018 um 18:37 schrieb Hannes:

ich würde es lieber mit einem Diamantbohrer Probieren (der schleift sich ja auch langsam durch das glas)

 

(also bei mir hat es geklappt)

 

zu den Zeiten und vor allem in der der damaligen DDR , wo ich den Bohrvorgang bei einem Aquarienfreund beobachten konnte (1980) gab es so etwas nicht. Selbst Glasschneider mit dem Diamantsplitterchen vorn drin, waren so gut wie nicht zu bekommen. 😄

Ok, mit heutiger Technik aus dem gut sortierten Baumarkt geht das wohl sicher ganz anders, besser und vor allem viel schneller

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