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Siggi_Hartmeyer

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Siggi_Hartmeyer

Selten in Kultur zu finden: Die kleine Drosera banksii. Sie fängt äußerst effektiv Springschwänze (Collembola): Gleich zwei davon sind auf der Falle rechts zu sehen.

Drosera_banksii_Collage-1.jpg

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Tobias Kulig

Servus Siggi,

 

was für Bedingungen hast Du denn? Ist sie bei Dir einjährig oder hast Du es schon länger geschafft?

 

Beste Grüße

Tobias

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Siggi_Hartmeyer

Hallo Tobias,

 

diese für eine aufrecht wachsende Art sehr kleine Drosera ist einjährig und bei uns erstmals in der Sammlung. Die ist richtig niedlich und hat mir mit ihrem sehr erfolgreichen Springschwanzfang viel Spaß gemacht ... und Fütterungszeit gespart. Zum Wachstum braucht sie - wie viele Einjährige - unbedingt Beute, egal ob Springschwänze oder Fischfutter (Lupenpinzette besorgen ) sowie tropische Bedingungen in voller Sonne. Derzeit blühen beide und setzt Samen an, schauen wir mal ...

Edited by Siggi_Hartmeyer
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Hallo,

welcher Sektion der Gattung gehört die Art denn an? Den Knollendrosera sieht sie ja schon ähnlich, aber Knollen scheint sie nicht zu bilden... Könnte mich vielleicht jemand aufklären?

lg Leo 

 

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Momentan gehört d. banksii noch zur ssp. Lasiocephala (Petiolaris-Komplex). Es gibt aber anscheinend gewisse Strömungen, die d. banksii gerne in eine eigene Gruppe zusammen mit d. subtilis (die momentan noch zu den Knollendrosera gehört) platzieren würden.

@Siggi_Hartmeyer weißt du da näheres?

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Siggi_Hartmeyer

Wir haben die nicht einfach zuzuordnende D. banksii jetzt mit Kollegen untersucht (die Fotos oben stammen aus unserer diesjährigen Versuchsreihe) und die Resultate stehen bereits kurz vor der Veröffentlichung, der ich hier aber nicht vorgreifen möchte. Nur soviel: Als Einjährige bildet Banks Sonnentau natürlich keine Knollen, da er die Trockenzeit als Samen überdauert. Derzeit wird er auch nicht den Knollendrosera, sondern  - wie Patrick schreibt - den "Behaarten Köpfen" (Sektion Lasiocephala) zugeordnet. Ob das so glücklich ist?? Wir werden sehen, ob es zukünftig genügend Anhaltspunkte für die Zuordnung in eine andere Sektion gibt, was dann wohl auch die ähnliche, ebenfalls einjährige und knollenlose D. subtilis betreffen dürfte, die jetzt aber noch (mit recht großem Fragezeichen) der Sektion der hochwachsenden Knollendrosera (Ergaleium) zugeordnet ist. Die Diskussion bleibt also spannend ?.

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Hi Siggi,

kann es nicht eine Knollendrosera sein, die die Knollenbildung - vielleicht wegen des ariden Standortes (?) ganz aufgegeben hat und konsequent auf Saatgut zur Überdauerung setzt? Ich kenne jetzt das Biotop nicht genau, vermutlich sollte es sehr trocken mit wenig Regen übers Jahr sein...Aber diese Verwandtschaft müsste genetisch ja zu zeigen sein; sie Ihr an sowas dran?

Viele Grüsse und: supi Fotos!!

Feldi

Edited by Feldenberg
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Hallo Feldenberg, 

 

Ganz so einfach ist das nicht. Einerseits ist die Bildung von Knollen bereits eine Anpassung an semi arride Gebiete, das diese Eigenschaft aufgegeben wird ist relativ unwahrscheinlich. Vielmehr ist es so das die einjährige Lebensweise meistens durch Änderung des Klimas hervorgerufen wird. Denn Pflanzen bleibt sozusagen nichts anderes über als möglichst rasch für Nachkommen zu sorgen bevor Hitze und Trockenheit dies nicht mehr zulassen. Die Samen überdauern dann bis wieder geeignete Bedingungen herrschen. Für mich persönlich ist die Stellung zu Lasiocephala gar nicht mal so unglücklich gewählt. Oder man fasst beide Arten in eine eigene Sektion, so auch wie die anderen einjährigen Drosera. 

 

D. granduligera in Sektion Coelophylla

D. Burmannii und die Nähe verwandte sessiflolia in Thelocalyx

 

Evtl ist eine Verwandtschaft auch zu diesen Sektionen zu prüfen. 

 

Gruß Roman 

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Siggi_Hartmeyer
Zitat

kann es nicht eine Knollendrosera sein, die die Knollenbildung - vielleicht wegen des ariden Standortes (?) ganz aufgegeben hat und konsequent auf Saatgut zur Überdauerung setzt?

Meiner Ansicht nach könnten die einjährigen D. banksii und D. subtilis eher älter sein als die modernen Knollenbildner. Auch die Pygmies und ihre großen tropischen - übrigens auch chemisch identischen - engen Verwandten in der Sektion Lasiocephala sind recht modern. Aber wie oben erwähnt, zu dem Thema folgen weitere Infos.

 

Zitat

D. granduligera in Sektion Coelophylla  - D. Burmannii und die Nähe verwandte sessiflolia in Thelocalyx -  

Evtl ist eine Verwandtschaft auch zu diesen Sektionen zu prüfen.  

 

Es ist sicher wichtig, diese Sektionen im Auge zu behalten. Ausgerechnet die oben von Roman genannte D. glanduligera, die mit den schnellsten Katapultfallen der Gattung am modernsten erscheint, ist jedenfalls einer der Methusalems unter den australischen Arten. Dessen Chemie (Naphtochinon = 7-Methyljuglon) stimmt sogar mit den beiden moderneren (moderaten Katapultfallen) D. burmannii & D. sessilifolia überein, wie wir bereits herausfanden und publizierten (Sundew chemistry and emergence updates) . Allerdings bestätigen die morphologischen Unterschiede, dass die Zuordnung dieser "Schnelltentakelspezialisten" in unterschiedliche Sektionen berechtigt ist.

Edited by Siggi_Hartmeyer
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