Jump to content
Karnico

H2O2 zur Sterilisation von Nepenthes-Saatgut

Empfohlene Beiträge

Karnico

Hi zusammen,

 

ich habe mir letztens Nepenthes truncata Samen von einem Züchter aus Kanada bestellt, der mir geraten hat, die Samen noch mit H2O2 zu sterilisieren. Ist das ratsam? Und wenn ja, wie genau mache ich das? Ich möchte die Samen ja nicht schädigen. Hier im Forum gab es ja schon einige Meinungsverschiedenheiten, ob H2O2 wirklich sinnvoll ist. Hat da jemand Erfahrung?

 

LG Nico

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Stefan
Zitat

die Samen noch mit H2O2 zu sterilisieren. Ist das ratsam? Und wenn ja, wie genau mache ich das? Ich möchte die Samen ja nicht schädigen.

 

Sehr seltsame Fragen für jemanden, der als Beruf

Zitat

Dualer Student: Garten- und Landschaftsbau

 

angibt.

 

Viele Grüße

Stefan

  • Gefällt mir 1
  • Verwirrt 5

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Rene S

Hallo zusammen

Sag mal langsam finde ich langts ! Warum wird Karnico eigentlich immer so runtergemacht 😒

Erst weil er ein YouTube Kanal hat(te) und jetzt deswegen. 

Es gibt da so ein schönes Sprichwort "leben und leben lassen". Und es kann dir / euch  doch ziemlich egal sein , was er  privat  macht. 

Rene

bearbeitet von Rene S
  • Gefällt mir 1
  • Danke 6

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Cassian
vor 3 Stunden schrieb Stefan:

Sehr seltsame Fragen für jemanden, der als Beruf Dualer Student: Garten- und Landschaftsbau angibt.

 

Und wenn man Koch ist darf man sich nicht über Rezepte informieren? Als Imker darf man wahrscheinlich nicht über Bienen fragen?!

Sehr merkwürdige Reaktion zu einer völlig berechtigten Frage. Ich würde Garten- und Landschaftsbau jetzt auch nicht sofort mit H2O2 o.Ä. in Verbindung bringen? 

 

Die Antwort auf die Frage würde mich auch interessieren. Ich weiß, dass man Samen für IV Kultur sterilisieren muss, aber was soll der Nutzen fürs normale Aussäen sein?

 

Grüße, Cassian

  • Danke 5

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Michaela

Ich würde mich auch freuen, wenn es hier eine Antwort zur Frage gäbe. Es gibt viele Leute, die vielleicht Interesse haben und selbst wenn man die Fragen nicht mag, am besten einfach ignorieren 😉

Dumpf kann ich mich zwar erinnern, irgendwo Anleitungen zu IV-Behandlung von Samen gelesen zu haben - aber das ist schon eine Weile her. Da war auch die Gefahr von sterilisation durch zu viel des Guten ein Thema.

 

Zur Sinnhaftigkeit:

Grundsätzlich wird Sterilisation auch eher in dem IV-Zusammenhang erwähnt, wie Cassian schon erwähnt hat - dort ist ja jeder Keim eine Katastrophe, die sich fröhlich auf dem Nährmedium ausbreitet. Bei normalen Samen, besonders aus Kultur, dürfte das eher selten zur Anwendung kommen. Viel zu aufwändig und in der normalen Umgebungsluft fliegt genug an Sporen rum...ergo eher sinnlos in meinen Augen.

  • Gefällt mir 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Manuel Reimansteiner

Hallo Nico,

 

vor 2 Minuten schrieb Michaela:

Zur Sinnhaftigkeit:

Grundsätzlich wird Sterilisation auch eher in dem IV-Zusammenhang erwähnt, wie Cassian schon erwähnt hat - dort ist ja jeder Keim eine Katastrophe, die sich fröhlich auf dem Nährmedium ausbreitet. Bei normalen Samen, besonders aus Kultur, dürfte das eher selten zur Anwendung kommen. Viel zu aufwändig und in der normalen Umgebungsluft fliegt genug an Sporen rum...ergo eher sinnlos in meinen Augen.

 

Genau, gerade bei Kultursaatgut, das richtig verpackt wurde, ist die "Sterilisation" überflüssig. Zudem ist H2O2 ein eher ineffizientes Sterilisationsmittel und wird - zumindest bei in vitro - meist in Kombination mit weiteren Mitteln verwendet. Solange du das Aussaatsubstrat also frisch mischt und du für ausreichend Luftumwälzung sorgst, sehe ich keinen Grund die Samen vorher zu sterilisieren.

 

Viele Grüße

Manuel

  • Gefällt mir 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Jens Neumann

Hallo Zusammen,

 

Ich stimme da Manuel zu, da du das Saatgut nicht für InVitro-Kultur verwenden möchtest ist eine Sterilisation unnötig. Zumal dir die Sterilisation nichts bringt, wenn nicht auch das Substrat, Topf, Terrarium etc. auch steril ist. Es gibt auch einige, die Wasserstoffperoxid für die Quellung von Saatgut (Rosen, Chili) nutzen, aber das ist nach meinem Wissenstand für Nepenthessamen nicht notwendig.

 

Zur Sterilisation von Saatgut mit Wasserstoffperoxid (bei Orchideen):

http://www.orchideenvermehrung.at/aussaat/asymbiotisch/aussaatreif.htm

 

Zur Aussaat von Nepenthessamen (ACHTUNG! Schleichwerbung):

 

Beste Grüße, Jens

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas Wistuba

Hallo zusammen,

ich habe wenig Erfahrung mit "normalen" Aussaaten, da ich eigentlich alles steril mache, aber ganz abwegig ist eine Desinfektion nicht. Ich erinnere mich, dass es früher eigentlich Gang und Gäbe war, Samen mit einem leichten Desinfektionsmittel namens Chinosol, zu behandeln. Chinosol ist ein Haut-Desinfektionsmittel! Auch wurden Aussaaten früher oft gebeizt - gegen Pilzbefall - z.B. mit TMTD . Insofern erscheint mir eine leichte Desinfektion von Samen mit H2O2 nicht so sinnlos zu sein, wie manche das hier sehen. Warum nicht, wenn die Samen z.B. durch feuchte Lagerung angegriffen sind?

Viele Grüße

Andreas

 

bearbeitet von Andreas Wistuba
  • Gefällt mir 4

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Karnico

Danke für die vielen nützlichen Antworten 🙂. Ich werde es einfach mal testen, einige mit H2O2 behandeln und andere nicht. Probieren geht über studieren 😉.

 

Und nun zu Stefan...

vor 5 Stunden schrieb Stefan:

 

Sehr seltsame Fragen für jemanden, der als Beruf

Dualer Student: Garten- und Landschaftsbau

angibt.

 

Viele Grüße

Stefan

Ich weiß ja nicht wie du dir den Beruf vorstellst, aber eine Ahnung zu haben scheinst du zu meinem Bedauern ja nicht. Ein Landschaftsgärtner ist zuständig für den Bau von Wegen, Beeten, Spiel- und Sportplätzen und abhängig von Betrieb und dessen Spezialisierung auch für Privatgärten und Baumpflege, Teiche etc. 

Für die Vermehrung von Pflanzen gibt es eigene Studiengänge, leider noch nicht Dual.

Abgesehen davon dass ich das Studium gerade im August angefangen habe, werde ich also *nie* etwas mit der Aufzucht von Samen, erst recht nicht von tropischen Pflanzen, zu tun haben. Vielleicht solltest du dich informieren, bevor du so vorwurfsvolle, herablassende Kommentare von dir gibst. Hast du dich mit Thomas M. zusammengetan? (der hat ja letztens auch Streit gesucht und jetzt als einziger deinen fragwürdigen Beitrag geliked 😄 ). Hängt das mit YouTube zusammen? Ja ich weiß meine Videos waren nicht die besten, grade nicht am Anfang, und ich würde mich auch nie als Profi bezeichnen. Aber man lernt nie aus und einigen hat es gefallen. Euch ja anscheinend nicht, das ist schade, aber ich kann es nicht ändern. Da kann ich euch nur den Kanal von Matze empfehlen, der gefällt euch bestimmt 🙂.

Wenn ihr was gegen mich persönlich habt dann sagt es mir doch einfach, anstatt solchen Unfug unter jeden meiner Beträge zu schreiben. Weiter werde ich darauf auch nicht eingehen, dafür ist dieses Forum nicht gedacht. Überlest meine Beiträge bitte nächstes Mal einfach.

Danke und schönen Abend noch 🙂.

 

LG Nico

 

bearbeitet von Karnico
  • Gefällt mir 8

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Jens Neumann

@Andreas Wistuba  Danke für Ihre Einschätzung. Ich denke ich hatte das nicht differenziert genug gesehen.  Es natürlich immer abhängig vom Zustand des Saatguts. Bei Ihrem Produktionsbetrieb und der Vielzahl an seltenen und teuren Arten die Sie anbieten ist die generelle Desinfektion von Saatgut selbstverständlich und logisch für die Betriebshygiene. Es bleibt die jedoch Frage ob (wenn auf Grund des Zustands des Saatgutes eine Behandlung erforderlich scheint) und wenn ja in welcher Konzentration und für wie lange man die Samen behandeln sollte. Chinosol ist in Tablettenform immer noch erhältlich. Hätten Sie, als Fachmann, zur Konzentration und Einwirkzeit einen Anhaltspunkt? 

 

Beste Grüße, Jens

 

P.S.: Ich habe zu viel Respekt vor Ihrer Person, um Sie zu duzen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas Wistuba
vor 8 Stunden schrieb Jens Neumann:

@Andreas Wistuba  Danke für Ihre Einschätzung. Ich denke ich hatte das nicht differenziert genug gesehen.  Es natürlich immer abhängig vom Zustand des Saatguts. Bei Ihrem Produktionsbetrieb und der Vielzahl an seltenen und teuren Arten die Sie anbieten ist die generelle Desinfektion von Saatgut selbstverständlich und logisch für die Betriebshygiene. Es bleibt die jedoch Frage ob (wenn auf Grund des Zustands des Saatgutes eine Behandlung erforderlich scheint) und wenn ja in welcher Konzentration und für wie lange man die Samen behandeln sollte. Chinosol ist in Tablettenform immer noch erhältlich. Hätten Sie, als Fachmann, zur Konzentration und Einwirkzeit einen Anhaltspunkt? 

 

Beste Grüße, Jens

 

P.S.: Ich habe zu viel Respekt vor Ihrer Person, um Sie zu duzen. 

 

Hoppla - zu viel der Ehre...das "Du" ist hier völlig ok.

 

Zu der Desinfektion:

Wie gesagt, ich säe seit vielen Jahren eigentlich nur noch In Vitro aus. Da muss man ohnehin desinfizieren, aber viel stärker als man das für konventionelle Aussaaten mit H2O2 machen würde. Das Chinosol und TMTD habe ich bei Karnivoren nie angewandt. Allerdings hatte ich vor den Karnivoren eine recht intensive kurze Kakteen- und Sukkulenten-Phase. Damals habe ich viel konventionell ausgesät und eigentlich alles desinfiziert und/oder gebeizt. Das hat nach meiner Erinnerung aber jeder so gemacht. Dazu muss man aber bedenken, dass viele Kakteen Fruchtfleisch besitzen (=> Zucker => Schimmel) und Kakteensämlinge sehr anfällig gegen Pilzkrankheiten sind. Ausserdem sind Kakteensamen meist extrem dickschalig und schwer kaputt zu bekommen.

Ich denke mit der Desinfektion verhält es sich ähnlich wie mit dem Abkochen von Substrat: In Einzelfällen kann es sinnvoll sein (verkeimte Samen), meistens ist es unnötig und schaden wird es nicht, sofern die Desinfektion nicht zu stark dosiert ist. Warum also nicht? Interessant wäre es zu wissen, welche Konzentrationen (z.B. H2O2) bei einzelnen Gruppen die Samen nicht abgetötet haben.

Ich finde die Frage nach Samendesinfektion jedenfalls weder uninteressant noch abwegig.

 

Grüße

Andreas    

bearbeitet von Andreas Wistuba
  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Sobert

Die eigentliche Frage zielt wohl darauf ab, ob sich durch H2O2-Einsatz ein Schimmelbefall vorbeugen/behandeln lässt?

Es ist richtig, frische Samen auf einem guten Substrat mit adäquater Beleuchtung, bedürfen i.d.R. keiner Behandlung.

Wenn ich in der Vergangenheit jedoch Samen ausgebracht habe, bei denen ich keinen Totalausfall riskieren wollte, so habe ich die Samen zunächst portioniert und eine kleine "Testsaat" ausgebracht. Einige Samen neigen tatsächlich dazu eher zu schimmeln als andere, was verschiedene Gründe haben kann - Frische, Quelle, Lagerung, Alter etc.

Wenn die Samen dieser "Testsaat" nun nach kurzer Zeit zu schimmeln beginnen, obwohl die übrigen Parameter stimmen, so gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wird der Befall früh erkannt, kann direkt mit H2O2 in bis zu 3% Konzentration gesprüht werden. Der Schimmel an den Samen und im Substrat wird mit leisem rauschen quasi "zerkocht".

H2O2 wird nach einer Anwendung zwar den Großteil verschiedenster Pilze zerstören, kann aber nicht dauerhaft verhindern, dass die Samen oder das Substrat erneut zu schimmeln beginnen. 

Lebendes Sphagnum wird dadurch übrigens gebleicht und erst nach einigen Wochen wieder das Wachstum aufnehmen. Empfinde ich als positiven Nebeneffekt, da es ohnehin schneller wächst als Nepenthes Sämlinge, an welchen ich hingegen nie Schaden feststellen konnte. Ganz im Kontrast zu Cephalotus f., die nehmen dir die Konzentration richtig übel 😄

 

Sind die ausgesäten Samen schon schwarz und vom Schimmel zerstört, macht es Sinn, die verbliebenen Samen vor der Aussaat zu behandeln um die ggf. anheftende Sporen zu eliminieren oder ein anderes Substrat zu wählen. Bereits im Vorfeld hemmungslos überlagerten, nicht fertilen oder ausgetrockneten Samen hilft selbstverständlich auch kein H2O2, Gibberellin oder Fungizid mehr.

 

Viele Grüße,

Robert

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
ChristophBurdeska

Servus,

 

also ich denke es geht beim Sterilisieren der Samen vor der „normalen“ Aussaat eher um Schimmel.

Das Problem ist, Schimmel bekommst du bei zu wenig Licht und Luftumwälzung auch wenn du die Samen Sterilisiert hast.

Was aber bei Nepenthes Samen wunderbar funktioniert ist das ganze gut mit kaltem Lapachotee zu besprühen, falls sich Schimmel zeigt.

Das ist mir auch einmal passiert, die Behandlung klappt gut und gekeimt ist trotzdem jede Menge.‘

 

Gruß

Christoph

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×