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Hochland-Nepenthes Temperaturabsenkung Grund

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Gilbolad

Damit Hochland-Nepenthes gesund wachsen, brauchen sie oft eine nächtliche Temperaturabsenkung von ca. 5-10 C (kommt natürlich auf die Art an).

Das ist die gängige Meinung und auch Erfahrung von Vielen.

 

Jetzt habe ich zwei Fragen:

 

Was sind die Symptome, wenn nachts keine Temperaturabsenkung erfolgt?

 

Ist der Grund bekannt warum diese Pflanzen eine Nachtabsenkung brauchen?

 

Ich selber habe eine Theorie, finde aber keine Studie oder eine begründete Meinung in der die physiologischen Vorgänge beschrieben sind.

 

würde mich über Antworten freuen

 

Gilbolad

 

 

 

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Berni Toller

Frage 1:

Das kann bei den Hochländern schon mal vorkommen, dass die Nachtabsenkung nicht so ist, wie man es gerne will (z. B. Sommer). Bei mir sahen die Pflanzen dann nicht so toll aus, die Kannen, wenn vorhanden, waren weniger ausgefärbt. Ich schätze mal, dass die Pflanzen dann früher oder später absterben.

 

Frage 2:

Bis auf: "Weil sie am Standort solche Bedingungen haben" fällt mir dazu jetzt auch nichts ein. Die Pflanzen sind wahrscheinlich an das Klima tropischer Hochlandberge gewöhnt oder angepasst.

 

Grüße

bearbeitet von Berni Toller

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Lavicola

Zur Nummer 2 solltest du dir mal dieses Thema anschauen, Andreas F. hat dazu einen interessanten Beitrag geschrieben.

 

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Gilbolad

Der Post von Andreas F. ist sehr Interessant.

Diese Theorie hatte ich so ähnlich auch. Also das Nachts bei zu hoher Temperatur die Verstoffechselung der am Tage gebildeten Kohlehydrate zu schnell abläuft und das so zu einem "verhungern" der Pflanze führt.

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Cassian

Hallo,

 

in der Regel brauchen alle Nepenthes eine Nachtabsenkung. Hoch-, Mittel-, oder Tiefland sagt dann nur aus in welchem Temperaturbereich die Nachtabsenkung liefern sollte. Tiefländer ohne Nachtabsenkung wachsen auch nicht ideal. Warum genau die das brauchen, kann ich auch nicht sagen, da ich kein Biologe bin, denke aber mal dass sie einfach wieder Kraft tanken.

 

vor 50 Minuten schrieb Gilbolad:

Ich selber habe eine Theorie, finde aber keine Studie oder eine begründete Meinung in der die physiologischen Vorgänge beschrieben sind.

 

vor 8 Minuten schrieb Gilbolad:

Diese Theorie hatte ich so ähnlich auch.

Nur zur Info, korrekt wäre, wenn du sagst, du hättest eine "Hypothese". Eine "Theorie" ist was anderes. Wird leider immer wieder verwechselt. 😉

 

Grüße, Cassian

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Jashi

Dazu noch kurz eine Frage.. Entschuldigung, wenn ich mich hier mit meinen Fragen mit dazumische aber das passt gerade zum Thema und die Frage beschäftigt mich schon ein paar Tage. 

Mich interessiert nämlich, ob es für die spezialisierten Hochländer einen Unterschied macht, ob eine Absenkung statt findet - also im Sinne von Grundtemperatur hoch und Nachts halt runter. Oder ob es auf Dauer auch umgekehrt funktionieren wird.. Grundtemperatur eher niedrig und  ca. 2-3 Mal am Tag dann deutliche  Temperaturanstiege.

 

Bei N. talangensis und N. hamata funktioniert das bei mir im Augenblick recht gut  -  die scheinen allerdings auch recht anpassungsfähig.

Aber würde das auch bei noch spezialisierteren Hochländern funktionieren? 

 

 

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Gilbolad
vor 16 Minuten schrieb Jashi:

Dazu noch kurz eine Frage.. Entschuldigung, wenn ich mich hier mit meinen Fragen mit dazumische aber das passt gerade zum Thema und die Frage beschäftigt mich schon ein paar Tage. 

Mich interessiert nämlich, ob es für die spezialisierten Hochländer einen Unterschied macht, ob eine Absenkung statt findet - also im Sinne von Grundtemperatur hoch und Nachts halt runter. Oder ob es auf Dauer auch umgekehrt funktionieren wird.. Grundtemperatur eher niedrig und  ca. 2-3 Mal am Tag dann deutliche  Temperaturanstiege.

 

Bei N. talangensis und N. hamata funktioniert das bei mir im Augenblick recht gut  -  die scheinen allerdings auch recht anpassungsfähig.

Aber würde das auch bei noch spezialisierteren Hochländern funktionieren? 

 

 

Denke die Nachtabsenkung müsste Absolut gesehen werden.

Heißt Nachts sollte es unter 20°C sein. (wenn die Stoffwechsel-Hypothese stimmt).

bearbeitet von Gilbolad
Schreibfehler

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Gilbolad
vor 16 Minuten schrieb Cassian:

Hallo,

 

in der Regel brauchen alle Nepenthes eine Nachtabsenkung. Hoch-, Mittel-, oder Tiefland sagt dann nur aus in welchem Temperaturbereich die Nachtabsenkung liefern sollte. Tiefländer ohne Nachtabsenkung wachsen auch nicht ideal. Warum genau die das brauchen, kann ich auch nicht sagen, da ich kein Biologe bin, denke aber mal dass sie einfach wieder Kraft tanken.

 

 

Nur zur Info, korrekt wäre, wenn du sagst, du hättest eine "Hypothese". Eine "Theorie" ist was anderes. Wird leider immer wieder verwechselt. 😉

 

Grüße, Cassian

Habe noch mal gegoogelt. Der eigentliche Sinn von dem Wort "Theorie" war mir bis heute nicht bekannt. 🙃

Ich meinte tatsächlich "Hypothese".

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Stefan M.

Servus,

Das Hörensagen von einem delta T (also nur die Temperaturdifferenz von Tag&Nacht) hält sich auch wacker.

Dann würden Hochländer in der Natur auch im Tiefland wachsen was nicht der Fall ist.

Andreas Fleischmann hat das im link sehr ausführlich erklärt 😉

 

zur 1. Frage:

Meiner Erfahrung nach fallen Kannen sehr viel kleiner aus wenn keine Nachtabsenkung stattfindet. Und genau wie Berni schon sagte sind sie generell farbenfroher bei kühlen Nachttemperaturen. Viele denken immer das die Farbe nur vom Licht oder dem jeweiligen Klon abhängig ist was ich absolut nicht bestätigen kann.

Deshalb stelle ich meine Fensterbanknepenthes von Mai-September in den Garten da sie dort besser gedeien.

 

Grüße

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Michaela

Heile,

 

@Stefan M.: Bist du dir da sicher? Ich habe eine große "Baumarkt"-Nepenthes (nicht ganz Standard, ursprüngliche Pflanze vor 15 Jahren erworben) im Sommer draußen gehabt - viel Licht, genügend Wasser, guter Wuchs. Die Kannen waren sehr überschaubar in der Größe. Das gilt für Sommer und Herbst - also an Temperatur kann es nicht wirklich gelegen haben.

Meine Sibuyanensis ist bei Kannen auch sehr eigenwillig.

 

Grüße

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Ronny K.

Hallo,

und was passiert mit dem gebildeten ATP? Wenn kein ADP mehr vorliegt, sollte auch keine weitere Atmung stattfinden. Egal wie hoch die Temperatur ist.

 

Grüße

Ronny

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iGude

Ich denke, dass sowohl die absolte Temperatur, als auch das Verhältnis von Temperatur zur Helligkeit eine Rolle spielen.

Häufig werden unsere Hochländer bei hohen Temps anfälliger gegenüber verschiedenen Schädlingen, wie Milben oder auch Pilzen.

Auf der anderen Seite gedeihen N. villosa, macrophylla, rajah, lowii etc ganz wunderbar in Gewächsäusern ohne aktive Kühlung, wo die Tagestemperaturen gut und gerne die 40°C Marke knacken. Hier ist dann mit Sicherheit eine ordentliche Abkühlung in der Nacht förderlich.

Meine Intermediaten wandert jeden Sommer raus in den Garten, in dem sie 3 Stunden pralle Mittagssonne nach etwas eingewöhnung abbekommen. Trotzdem schenken sie mir in dieser Zeit eher kleinere, schlechter ausgefärbte Kannen. Es heizt sich dabei nämlich (zumindest in meinem Garten) unheimlich stark auf.

Ob eine starke Nachtabsenkung bei ansonsten tagsüber niedrigen Temps nötig ist, ist für mich fraglich. Müsste nur mal jemand ausprobieren, die heiklen Arten bei konstant niedrigen Temperaturen ohne oder mit niedriger Nachtabsenkung zu halten.

Wer sich allerdings die Mühe macht tagsüber für Temperaturen unter 25° im Hochsommer zu sorgen, der wird technisch auch die Möglichkeit haben es nachts unter 20° zu bringen. Also wieso das Risiko eingehen? :D

Sehr interessantes Thema und gute Ansätze. Seit langem mal wieder etwas spannendes!

 

LG Niklas

 

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