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Siggi_Hartmeyer

Tropfschutz für 600 Watt LED (Niello)

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Siggi_Hartmeyer

Gewächshausbeleuchtung;
So sieht der Tropfschutz für unsere neuen LED Lampen aus. Da die 600 Watt Version (Niello) mit zwei Ventilatoren auf der Oberseite bestückt ist, könnte Tropfwasser, das sich bei Kälte immer an der Innenseite des GWH-Daches bildet zu Kurzschlüssen führen. Der Deckel für Mini-Plastikgewächshäuser (von Dehner) ist billig, passt ideal drüber, lässt sich einfach an der Aufhängung befestigen und funktioniert seit einigen Wochen problemlos.

LED-600Watt-Niello_mit-Tropfschutz_100119_1.jpg

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Ronny H.

Pragmatisch, praktisch, gut🤣🤣🤣. Die Eyecatcher sollen ja auch nicht die Beleuchtung und Zubehör sondern die Pflanzen sein. Hauptsache es funktioniert Siggi.

 

Ronny

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Manuel Reimansteiner

Hallo Siggi,

 

das sieht mir schon sehr gewagt aus. Kondenswasser bildet sich ja nicht nur auf den GH-Seitenwänden, sondern auch auf der Platine und auf Bauteilen innerhalb des Strahlers, sobald dieser abgeschaltet ist.

Ich habe zu Beginn eine ähnliche Konstruktion (ebenfalls einen China-Strahler) im GH installiert, bis nach wenigen Wochen im Betrieb die LEDs sukzessive ausgefallen sind - nach rund drei Wochen habe ich den Strahler enstorgt. 

Seitdem ich auf FB gesehen habe, was mit dem GH eines Franzosen passiert ist (komplett abgebrannt - der Strahler hatte einen Kurzschluss), verzichte ich auf jegliche elektrische Spielereien im Tropen-GH und greife nur auf wasserdichte Lösungen zurück.

 

Viele Grüße

Manuel

Edited by Manuel Reimansteiner
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Darian-Wolz

Nun ja, kenne den Strahler nicht aber die meisten "Grow" Strahler sind ja für Feuchträume konzipiert. 

Und im Unterschied zum GW-Dach, befindet sich der Strahler im System und wird dadurch nicht durch kalte Außenluft ungleichmäßig runtergekühlt. 

 

 

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Manuel Reimansteiner
vor einer Stunde schrieb Darian-Wolz:

Nun ja, kenne den Strahler nicht aber die meisten "Grow" Strahler sind ja für Feuchträume konzipiert. 

Und im Unterschied zum GW-Dach, befindet sich der Strahler im System und wird dadurch nicht durch kalte Außenluft ungleichmäßig runtergekühlt. 

 

 

 

Nein, sind sie nicht. Ein Tropen-GH kann man nicht mit einem Growtent vergleichen, in dem ein paar Cannabis Pflanzen stehen.

 

Viele Grüße

Manuel

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Ronny K.
vor 3 Stunden schrieb Manuel Reimansteiner:

das sieht mir schon sehr gewagt aus. Kondenswasser bildet sich ja nicht nur auf den GH-Seitenwänden, sondern auch auf der Platine und auf Bauteilen innerhalb des Strahlers, sobald dieser abgeschaltet ist.

 

 

Hallo,

ich bin zwar kein Physiker, aber soweit ich weiß, wird bei der Kondensation Wärme frei und Wärme kann nur an Medien abgegeben werden, die geringer Temperaturen aufweisen, also in diesem Fall die Außenwände des Gewächshauses. Der Strahler selbst kann nicht kälter als die Raumluft sein.

 

Grüße

Ronny

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Michaela

Hallo,

 

@Ronny K.: Es gibt einen Temperaturunterschied - zwischen den elektronischen Bauteilen, die bei weitem nicht 100% Wirkungsgrad haben (und damit natürlich Wärme produzieren) und der Umgebungsluft.

 

Allgemein schließe ich mich an: Man kann natürlich auf Risiko spielen - in den meisten Fällen wird nichts schlimmes passieren und vielleicht nur die Elektronik leiden. Aber nicht umsonst gibt es eigene Varianten für Feuchträume und höhere IP Schutzklassen...viele der grow-leds sind wohl wie erwähnt eher für die Kräuter oder normale Pflanzenbedingungen billig produziert.

Im Falle das etwas passiert, wird die Versicherung viel Spass dabei haben, dass der Versicherte fahrlässig gehandelt hat (oder grob?).

 

Qualifizierte Elektriker können vielleicht noch mehr sagen.

 

Bis dahin wünsche ich, dass nichts passiert,

Ade

Michaela

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Siggi_Hartmeyer

Vielen Dank an Alle für die obigen Antworten! Bei diesem Thema lege ich ganz besonderen Wert auf kritische Beiträge, denn es handelt sich bei uns um eine Versuchsphase, um herauszufinden welche Leuchtmittel für den Ersatz der alten HQI-Lampen geeignet sind, die mit über 12kg schweren Netzgeräten ca. 20 Jahre lang in unseren GWH und Vitrinen betrieben wurden. Dazu hängen die neuen Lampen an exakt den gleichen Stellen wie die alten und ich beobachte genau wie die Pflanzen darunter reagieren. Das sieht bis jetzt sehr gut aus, die Rotfärbung (Anthocyan ist ein Schutz gegen kurzwellige Strahlung) einiger Drosera hat dabei in knapp vier Wochen deutlich zugenommen. Die Räume sollten bei angeschalteten Lampen also nur mit Brille (UV-Schutz) betreten werden. Die Gefahr für die Augen sollte bei allen hellen LEDs mit hohem Blauanteil niemand unterschätzen! Zudem probiere ich absichtlich erst einmal die günstigste Variante aus, macht die Probleme wird selbstverständlich teurer nachgerüstet. Die 600 Watt Niello sind schlicht ein Schnäppchen, da sie komplett (€ 160) weniger kosten als eine einzelne Ersatzlampe des Schweizer Herstellers, dessen Profimodelle (für Botanische Gärten in der Schweiz) ich vorher nutzte (Preis komplett pro Stück vor 20 Jahren etwa SFR 1'500 = heute ca. € 1'350). Nun ja, die wurden damals alle gesponsert, daher für uns egal.

 

Was die Sicherheit angeht bin ich weder Bastler, lebensmüde noch vollnaiv, das Thema ist äußerst wichtig. Selbstverständlich wurde die ganze Elektrik von einer Fachfirma eingebaut und wird periodisch überprüft. Zur Feuchte: Im Winter - nur dann sind die Lampen an -  ist die Sprinkleranlage ausgeschaltet und selbst wenn sie dennoch anspringen sollte, sind alle elektrischen Teile weit genug weg. Die Feuchtraumwarnung galt übrigens generell auch für die Vorgängermodelle, denn die von den schweren Netzgeräten zur Zündung der HQIs nötige Hochspannung war auch zuvor schon nie ganz lustig. Die GWH-Wände sind bei kaltem Winterwetter immer nass und bei Frost außen werden die Räume sogar zu Tropfsteinhöhlen (daher der Tropfschutz), aber in den letzten 32 Jahren hatte ich selbst bei -15°C außen (minimal 12°C innen) und 90% Luftfeuchte nachts niemals Kondenswasser an Metallregalen oder HQI-Lampen/Reflektoren im Innenraum.

 

Ganz wichtig: Selbstverständlich müssen von Zeitschaltuhren über Frostwächter, Ventilatoren bis zu den Lampen alle Geräte über FI-Schalter abgesichert sein, die auftretenden Fehlerstrom erkennen und sofort (in Millisekunden) abschalten. Wer sein GWH/Growtent nicht mit FI absichert handelt grob fahrlässig. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, es sei jedoch ausdrücklich erwähnt. Sollten die LEDs, wie von Einigen geschildert, nach ein paar Wochen im GWH kaputt sein, war es mir die Erfahrung und das Lehrgeld wert und ich werde mehr für eine bessere Alternative investieren. Selbst wenn sich eine Lampe entzünden sollte (wie geschildert), würde der Fehlerstrom sofort vom FI registriert und abgeschaltet. Darunter befinden sich Metalltische mit Wasser gefüllten Schalen über einem Boden aus Waschbetonplatten. OK, es gäbe eine rußige Sauerrei, die zwar ärgerlich aber beherrschbar wäre. Es ist halt eine Testphase, aber außerhalb der Wohnräume. Daher nochmal: Ich bin für alle Erfahrungsberichte und kritischen Hinweise sehr dankbar und nehme das wie bei einem Brainstorming überhaupt nicht persönlich. Egal wie das Experiment ausgeht, es gibt immer etwas zu lernen.

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Nachdem die 600 Watt Lampen (Foto ganz oben) jetzt 40 Tage in Betrieb sind, hier Beispiele einer heftigen Rotfärbung bei bisher unter HQI + Wintersonne immer grünen Pflanzen. Die Fotos machte ich heute im Kalthaus, wo die Lampenunterseite 85 cm über den Pflanzen hängt. Die Darlingtonia (Abstand 95 cm) zeigt den Unterschied zu vorher trotz Winterruhe ganz gut an den hinteren, durch ein Regal schattierten Fallen. D. glanduligera hat seit Anfang der 2000er bei uns erstmals rote Katapultfallen und die im Dezember noch grüne, jetzt aber innerhalb von 40 Tagen dunkelrote D. major zeigt eindeutig, dass man Räume in denen diese Lampen betrieben werden nur mit UV-absorbierender Brille betreten sollte. Ich halte die Intensität der kurzwelligen Strahlung hier für wirklich gefährlich für die Netzhaut und möchte ausdrücklich vor zu sorglosem Verhalten mit LED-Pflanzlicht warnen. Die hohe Luftfeuchte haben alle drei Lampen (zwei hängen im Tropenhaus) bisher problemlos überstanden und der Tropfschutz funktioniert gut. Die Wärmeabstrahlung ist deutlich geringer als bei den HQIs, weshalb die Tagestemperaturen ohne Sonnenschein jetzt um 2-4°C niedriger liegen.

 

Collage 21. Januar 2019 oben: Darlingtonia californica. Unten links: Drosera major. Unten rechts: D. glanduligera.

 

Collage-RotfaerbungNach40Tagen600W-LED_210119.thumb.jpg.267da10fb146d2e7e5ee8ebe64ece16e.jpg

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Lydia91

Hi Siggi,

 

vor 1 Stunde schrieb Siggi_Hartmeyer:

Räume in denen diese Lampen betrieben werden nur mit UV-absorbierender Brille betreten sollte. Ich halte die Intensität der kurzwelligen Strahlung hier für wirklich gefährlich für die Netzhaut

 

ich bin was das Thema Pflanzenbeleuchtung angeht nicht so "in der Materie" wie mache hier im Forum und möchte dich einmal zu näheren Infos hinsichtlich der UV-Gefahr einmal fragen. Da du das jetzt schon das 2. Mal erwähnst, interessiert mich das Thema immer mehr 😄

 

Ist schon kurzzeitiges Betreten der beleuchteten Räume bedenklich oder sollte man sich erst Gedanken machen, wenn man in ihnen den halben Nachmittag arbeitet (wenn man beim Hobby von Arbeit sprechen kann 😅). Kann man die Belastung evtl. mit etwas "Alltäglichem" vergleichen, wie z. B. der UV-Belastung an einem Strandnachmittag ohne Sonnenbrille etc.? 😄

 

VG

Lydia

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David M.

Hallo zusammen,

die wenigsten Pflanzen-LED-Lampen bieten UV-Licht an, und wenn, dann so wie bei der Niello, nur wenige, schwache LED, die fürs Auge offiziell bei normaler Benutzung unbedenklich sind und meiner Meinung nach auch bei den Pflanzen nicht viel bewirken. Die Gefahr sehe ich eher bei den anderen Blau-LED in solchen Lampen, die durchaus recht rasch zu irreversiblen Makula-Schäden führen können,  wenn man direkt hineinblickt. Die Augenschäden selbst werden erst Jahre später bemerkt, wenn es zur Makuladegeneration kommt. Die krasse Ausfärbung der Pflanzen hängt auch eher mit dem höherwelligen Blauanteil solcher Lampen zusammen. Ich besitze keine einzige LED mit UV und meine Pflanzen färben sich unter solchen Lampen mit lila Licht immer so krass aus.

Wenn man sich öfters länger in Kulturräumen mit einer solchen Beleuchtungen aufhält, sollte man sich eine der Spezialbrillen besorgen, die das Spektrum 'korrigieren', die Augen schonen und mit denen man dann auch die Pflanzen wieder halbwegs normal sieht.

 

VG,

David

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Nicky Westphal

Hallo Siggi,

 

schöne Ausfärbung, nur ist mir das sehr theoretisch und ich sehe keinen Grund da vor Irgendwas zu warnen, außer das man in keine LED direkt sehen sollte!!!. Man sollte aber auch nicht direkt in die Sonne sehen. Es war in in den letzten Wochen sicher auch deutlich kälter, was zu einer andren Ausfärbung führt, führen kann. Ich betreibe nur weiße LED und diese haben keinen IR- oder UV-Anteil, dennoch färben sich z.B. Dionaea darunter viel besser aus als unter direkter Sonne. Das die LED-Lampen, auch weiße, nahe an diese Bereiche gehen ist klar, aber denen ist man täglich draußen in höheren Dosen ausgesetzt, darum sehe ich die Ausfärbung für keinen Beweis für schädliche Strahlung. Aber das ist nur meine Meinung. Man könnte ja den Bräunungseffekt dieser Lampen auf der Haut testen. 

 

Grüße Nicky

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David M.

Im Übrigen haben die Niello - wie die meisten LED-Pflanzenlampen, gar keine echten UV-LED. Das Äußerste sind 420 nm. Also kein Grund zur Sorge.

 

VG,

David

20190121_212102.jpg

Edited by David M.
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Siggi_Hartmeyer

Ich war lange Jahre Laborleiter mit Lehrlingsausbildung u.a. auch in einem Labor für UV/VIS/Farbmetrikmessungen und habe dort gelernt, aus Sicherheitsgründen nicht nur UV-Strahlung zwischen (<)350 und 380 nm (UVA), sondern auch die kurzwellige Blaustrahlung zwischen 380 bis 440 nm sehr ernst zu nehmen. Das Gemeine an dieser Strahlung ist, dass man anfangs  nichts bemerkt und erst Stunden später gereizte Augen (Brennen, Jucken und Rötung) und Sehstörungen (Nebelschwaden, Unschärfen) auftreten. Kommt so etwas öfter vor, besteht auch die Gefahr eines Langzeitschadens bis hin zur Makuladegeneration. Ich bleibe ausdrücklich dabei, vor längerem Aufenthalt mit ungeschützten Augen bei starken Lampen mit hohem Blaulichtanteil zu warnen. Die möglichen Schäden sind schlicht zu gravierend, um das lässig abzuhandeln.

 

Zitat

(Niello 600W) FULL SPECTRUM 380nm ~ 780nm, Es eignet sich für den Pflanzenanbau in allen Stadien und wurde speziell für das Pflanzenblühen und die Fruchtbildung entwickelt

 

Das Spektrum in den 600 W Niello Vollspektrumlampen wird mit 380-780 nm angegeben. Der Übergang zwischen UVA und sichtbarem Licht liegt zwischen 380-400nm und der Bereich 380-420nm gilt bei ungeschützter Einwirkung als eindeutig gefährlich für die Netzhaut. Bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer - nicht nur in den Bergen und an der See - reicht das Licht ohne Sonnenbrille/Brille mit UV-Schutz (meist bis 440 nm) schon nach einigen Stunden die Augen zu schädigen. Während die dabei auf der Netzhaut entstehenden schädlichen Chemikalien bei gesunden jungen Menschen meist über Nacht wieder entsorgt werden, funktioniert dieser Vorgang besonders bei älteren Menschen nur noch ungenügend, weshalb die Gefahr einer Makuladegeneration durch kurzwellige Strahlung steigt, was sogar zur Erblindung führen kann. Allerdings ist auch der Blauanteil von 420-440nm bei längerer und intensiver Einwirkung auf die Netzhaut schädlich. Behauptungen, dass sichtbares Licht (Definition 400-750 nm) uns eh immer umgibt und daher unschädlich sei, ist für den Bereich bis 440 nm schlicht nicht zutreffend.

 

Der Vorschlag Bräunungsversuche zu machen, wurde bereits von unseren Pflanzen vorweg genommen, denn die Bildung von Anthocyan (roter Farbstoff) dient (nicht nur) bei den meisten Drosera (wenige Arten sind immer gänzlich intensiv rot) dem Sonnenschutz. Die intensive Ausfärbung innerhalb von 40 Tagen beweist eindeutig eine intensive kurzwellige Strahlung (380-450 nm, wo auch immer das Peakmaximum liegen mag). Die wirkt auf die Netzhaut genauso ein wie auf die Sonnentau. Für mich ist die intensive Dunkelrotfärbung ein eindeutiger Hinweis, dass (zumindest) die 600 Watt LEDs auf eine Entfernung bis zu etwa zwei Meter schlicht heftig sind. Wer meint das nicht ernst nehmen zu müssen, anstatt die Augen zumindest bei längerem Aufenthalt im kritischen Lampenbereich zu schützen, könnte mit zunehmendem Alter böse Überraschungen erleben, was dann aber zu spät für Gegenmaßnahmen ist. Auf diese unbestreitbare Gefahr hinzuweisen war und ist meine Absicht, nicht mehr und nicht weniger.

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Nicky Westphal

Hallo Siggi,

 

es mag oben so klingen als würde ich das verharmlosen wollen, aber es sollte sich Jeder im Klaren sein, das eine 600W-Leuchte auf 2m Entfernung ordentlich Energie freisetzt, die auch schädigen kann. Das gilt m.E. aber für jedes andre Leuchtmittel ab einer gewissen Leistung oder Lichtbündelung (z.B. Linsen auf den LED) und der entsprechenden Entfernung zum Leuchtmittel genauso. HP-LED erzeugen nun mal viel Energie auf sehr kleiner Fläche. Darum sollte der Hinweis auf schädliche Folgen nicht nur bei dieser eine Lampe erfolgen, wenn dann sollte man generell auf die möglichen Auswirkungen hingewiesen werden. Ich glaube nicht das deine vorherigen HQI-Lampen unbedingt für die Augen gesünder waren.

 

Grüße Nicky

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Siggi_Hartmeyer
Zitat

Ich glaube nicht das deine vorherigen HQI-Lampen unbedingt für die Augen gesünder waren.

 

Unter den 400 Watt HQI-Lampen bekam man nach ein paar Stunden einen Sonnenbrand, was ich beim Einrichten der Ausstellungsvitrinen für die Messe Lörrach selbst erlebte. Als Brillenträger hatte ich dabei aber immerhin einen Augenschutz. Völlig richtig Nicky, auch Quecksilberdampflampen haben einen hohen kurzwelligen Anteil und wurden bei uns immer "mit Respekt behandelt". Es reichte im Winter immer für ein gesundes Wachstum und "normale" Ausfärbung. Der krasse Unterschied in der Ausfärbung der Pflanzen im Vergleich damit (die neuen Lampen befinden sich an gleicher Stelle), hat mich selber überrascht und ist nur mit deutlich mehr Strahlungsenergie im kritischen kurzwelligen Spektralbereich zu erklären.

 

Apropos: Dabei schreibe ich gerade auf einem großen Monitor mit schwarzer Schrift auf grellweißem Hintergrund. Selbst hier dürfte der Blaulichtanteil ohne Brille bereits nach wenigen Stunden schädlich für die Netzhaut sein. Würde die Hintergrundfarbe etwa von Grellweiß auf Hellblau geändert (klingt erstmal paradox), würde die Arbeit am Bildschirm schlicht angenehmer und für die Augen gesünder. Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung mit Strahlung wird die potenzielle Gefahr der hellweißen TFT/LED Monitore (und Lampen) zu oft unterschätzt, auch weil diese Gefahr relativ neu ist, denn Glühbirnen und Röhrenfernseher (bei üblichem Mindestabstand) waren aufgrund ihrer Spektralbereiche völlig harmlos und die Natriumdampf- und HQI-Lampen der Straßenbeleuchtungen hängen üblicherweise hoch. Wer meint diese Argumente seien eher lächerlich, dem empfehle ich mal diesen leicht zu verstehenden Link (Text anklicken):

 

Zitat

Auszug obiger Link: Erste, ernst zu nehmende wissenschaftlicher Untersuchungen legen den Verdacht nahe, dass das Lichtspektrum mit einem hohen Anteil an Blaulicht schädlich auf den Augenhintergrund, die Makula, wirkt. Die sprunghafte Zunahme der Erkrankungsraten an Altersbedingter Makuladegeneration (AMD) könnte eine Folge der zunehmenden Belastung durch Blaulicht sein. Bei der Makuladegeneration kommt es zu einer Schädigung der Stelle des schärfsten Sehens, was bis hin zur Erblindung führen kann. Die Makula, der Augenhintergrund, ist besonders sensibel für blaues Licht. Derzeit leiden in Deutschland etwa sechs Millionen Patienten an der Altersbedingten Makula-Degeneration.

 

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Siggi_Hartmeyer
Zitat

Das Äußerste sind 420 nm. Also kein Grund zur Sorge.

 

Selbst ein Peak mit Maximum 420 nm (Spektralspitze) hat links und rechts eine deutliche Schulter (Spektralkurve), strahlt also auch kürzere (und höhere) Wellenlängen ab, wenn auch weniger intensiv als im Peakmaximum. Selbst 420 nm halte ich keinesfalls für unbedenklich. Lieber David, obwohl wir in vielen Punkten einer Ansicht sind, halte ich die sehr starke Aussage "kein Grund zur Sorge" im Umgang mit LED-Lampen für zu verharmlosend, wenn nicht gar fahrlässig. Hier noch ein Vergleich der selben Pflanze (D. major) vor einigen Jahren. Der gelbe, grüne oder rote Lichtanteil färbt die Pflanzen nicht rot, der kurzwellige Blauanteil ist also eindeutig dafür verantwortlich. Collage-Rotfaerbung_Drosera_major_1b_220119.thumb.jpg.a4c87bb90f7904455eabc2d41081e92d.jpgunter HQI und nach 40 Tagen LED:

Edited by Siggi_Hartmeyer
Ergänzung

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Nicky Westphal

Hallo Siggi,

 

man kann das jetzt bis zum letzten ausdiskutieren, aber Fakt ist nun mal, es kommt immer auf die Dosis an! Wer bei einer 600W Leuchte, egal welcher Art, meint das die auf kurze Distanzen ungefährlich sind, hat evtl. vergessen seinen Kopf einzuschalten. Nicht übel nehmen, aber dessen müsste sich jeder bewusst sein. Selbst bei kleineren LED-Strahlern kann man die Energie als Wärme fühlen und es sollte jedem klar sein, das Licht, welches die Sonne ersetzen soll auch die selbe oder ähnliche Wirkung hat wie diese. Die Dinger sind nun mal keine Lampen fürs Wohnzimmer. Egal ob nun monochrome Strahler oder weiße, beide decken die gleichen Spektren ab und haben ab einer gewissen Leistung auch genug Energie um zu schädigen. 

 

Grüße Nicky

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David M.

Hallo Siggi, 

mit 'kein Grund zur Sorge' meinte ich, wie ich ja auch zuvor geschrieben habe, dass das wenige 'UV' Licht bei normaler Benutzung kein Risiko darstellt, sonst dürfte die Niello auch gar nicht ohne entsprechenden Warnhinweis verkauft werden... Ich bin sicher, sobald man vor die Haustür geht, bekommt man mehr UV ins Auge, selbst wenn man einrechnet, dass sich die Pupille zumindest bei Tag vielleicht stärker verengt als unter den Lampen. Auch habe ich ausdrücklich vor den Gefahren des blauen Lichts gewarnt, und auch davor, direkt hineinzublicken. Also kann ich da keine Verharmlosung erkennen.

Dass der deutsche Importeur 380 bis 780 nm angibt, habe ich auch gesehen. Komischerweise ist im Bild, das er beigefügt hat (und das ich in meinem vorletzten Post angehängt habe), keine solche LED zu sehen. Oder vielleicht hast du eine andere Version? Es gibt offenbar verschiedene Varianten dieser Niello. Vielleicht kannst du den Link posten, unter dem du sie gekauft hast? Gab es da einen Spektralchart? Bei den meisten Niello 600 und 300W liegt die Kurve bei 380 bei 0 oder fast bei 0.

 

VG

David

20190122_183837.jpg

Edited by David M.

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Lydia91

Danke für die Erläuterungen 😀

 

Es ist also wieder mal wie so oft „SOLA DOSIS FACIT VENENUM“  ☠️

 

Mmmh…sollte da eigentlich nicht arbeitsschutztechnisch aus den Niederlanden was bekannt sein? Weiß jemand, ob da in den riesigen beleuchteten Gewächshäusern Schutzbrillen vorgeschrieben sind? 🤔

 

VG

Lydia

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David M.
vor 37 Minuten schrieb Lydia91:

„SOLA DOSIS FACIT VENENUM“  ☠️

 

Im Grunde ja, aber ob und wie schnell die 'giftige' Dosis im Auge ankommt, kann auch variieren, je nachdem, ob man sich in einem ansonsten dunklen Growtent aufhält, wo die recht stark geweiteten Pupillen viel blaues Licht einlassen, oder in einem niederländischen Glashaus, in dem es auch Tageslicht gibt.

 

VG

David

Edited by David M.

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Nicky Westphal
vor 2 Stunden schrieb David M.:

Dass der deutsche Importeur 380 bis 780 nm angibt, habe ich auch gesehen. Komischerweise ist im Bild, das er beigefügt hat (und das ich in meinem vorletzten Post angehängt habe), keine solche LED zu sehen.

Hallo David,

 

die braucht es auch nicht, für das (gleichmäßige) Vollspektrum sind ja weiße LED verbaut, welche wohl diese Wellenbereich (geringfügig) mit abdecken. 

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal

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David M.
vor 50 Minuten schrieb Nicky Westphal:

Hallo David,

 

die braucht es auch nicht, für das (gleichmäßige) Vollspektrum sind ja weiße LED verbaut, welche wohl diese Wellenbereich (geringfügig) mit abdecken. 

 

Grüße Nicky

Hallo Nicky,

dann wären Energiesparlampen ja brandgefährlich, denn übliche weisse LED wie die, die in der Niello und in anderen Haushaltsleuchtmitteln verbaut sind, emittieren im Gegensatz zu Energiesparlampen kaum UV-Licht.

In den Spektralkurven liegen diese weissen LED im UV-Bereich bei 0. Alles andere wäre auch ineffektiv, weil sie eben primär fürs menschliche Auge leuchten sollen.

 

VG

David

Edited by David M.

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Nicky Westphal
vor 6 Stunden schrieb Siggi_Hartmeyer:

Hier noch ein Vergleich der selben Pflanze (D. major) vor einigen Jahren. Der gelbe, grüne oder rote Lichtanteil färbt die Pflanzen nicht rot, der kurzwellige Blauanteil ist also eindeutig dafür verantwortlich.

Hallo Siggi,

 

für einen Vergleich müsste man wissen welche HQI verwendet hast. Die gibt es nun mal von 2700k (sehr rotlastig) bis 20.000k (sehr blau) 

 

@David M. Naja, der Hersteller gibt ja nur an, dass diese Bereiche enthalten sind, nicht wieviel in diesen Bereichen erzeugt wird und nahezu Null ist "vorhanden". Es braucht ja auch nur minimale Anteile des UV- oder IR-Bereichs. Was ESL betrifft, ja da ist der Anteil sicher höher, aber die gibt es nur bis 58W als LSR und nicht in 600W wie die LED-Strahler.  Und nur mal gesponnen, ich glaube das Licht von 10  58W Leuchtstoffröhren dicht beieinander und man würde das gesamte Licht der Röhren auf einen Abstrahlwinkel von 120° bringen, das auf weniger als 1m Abstand ist glaub weder wirklich angenehm, noch gesund.

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal

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David M.

Hallo Nicky,

eine einzelne der in der Niello verbauten LED zieht 2.5 Watt (da es sich um 5 Watt LED handelt). Also keine 600 (Die Lampe zieht ja real auch nur max. um die 240 Watt)

Die paar mit 2.5 Watt betriebenen weissen, relativ ineffizienten Bridgelux/Epileds LED werden wohl kaum nennenswerte, geschweige denn gefährliche Mengen an UV-Licht emittieren. Das sieht man ja auch sehr schön an der Spektralkurve der Niello.

Dass davon bei den Pflanzen viel ankommt, wenn man die unter die Gewächshausdecke hängt, wage ich persönlich auch zu bezweifeln.

 

VG

David

Edited by David M.

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