Jump to content
Mathias Maier

Nepenthes edwardsiana am Naturstandort

Recommended Posts

Mark Brandenburg -HB

Bisher habe ich leider keinen konstruktiven Lösungsvorschläge gehört, sondern nur " Wunschdenken" der Kategorie es wäre doch viel schöner wenn.......

 Natürlich, wäre es am schönsten alle Pflanzen am Standort zu belassen, den Nationalpark zu stärken und der Bevölkerung dort andere / besser Einkommensmöglichkeit zu schaffen.  Es wäre auch schön wenn es keine Waldrodung geben würde, die unzählige andere Tier-  Pflanzenarten komplett ausrotten.  All das scheint es aber nicht zu geben. Geld regiert nun mal die Welt. So macht es doch Sinn Pflanzen aus einem Gebiet zu retten, dass eh gerodet werden soll, obwohl es natürlich viel schöner wäre, wenn das Gebiet nicht gerodet wird.  

 

Manuel und Matze zeigen ja ganz klar, dass es am Naturstandort leider immer mehr bergab geht und in vielleicht 2-3 Jahren gar keine wilden Edwardsianas mehr am Naturstandort geben wird. Durch gezielte Nachzuchten erhöht man das Angebot, was den Preis senkt und das lohnende Geschäft mit wilden Pflanzen drastisch senkt. Die Kontaktaufnahme von Manuel und Matze mit dem Leiter des Parks ist auf jeden Fall schon an ganz guter Schritt. Außerdem habe ich ja nicht gesagt, alle Pflanzen aus der Natur zu entnehmen, sondern nur ein paar um diese dann für gezielte Nachzuchten zu nutzen. genau macht man es nämlich schon seit vielen Jahren bei andere gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. 

 

 

eine globale App für Pollenvermittlung wird meiner Meinung nach nur wirklich gut funktionieren, wenn Cites & CO für nachgewiesene Nachzuchten gelockert werden, sonst wird nämlich keiner frischen reinen Edwardisana Pollen verschicken, wenn es selbst später keine Samen wie es sonst üblich ist mit 50/50 abgekommen wird!!!!

 

Ich selbst werde mit einem guten Freund der Programmierer ist mal sprechen und gucken, ob und wie sich so eine App zumindest schon mal für die EU-Länder realisieren ließe. 

 

Also bitte doch mal ganz konkrete Vorschläge machen, was man realistisch machen könnte. Statt gleich alles schlecht zu reden. 

 

 

  • Like 2
  • Thanks 1
  • Confused 2
  • Sad 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Cassian

Hallo,

 

ich bin der gleichen Meinung wie Mark. Man muss diese Themen logisch betrachten. Es braucht Argumente der Vernunft, statt Ideologien oder bloßer Gesinnungsethik. "Man sollte" und "Es wäre besser wenn" Argumente führen zu nichts. Man muss schauen was wir als Forengemeinde auch tatsächlich gemeinsam bewirken können, um das Problem zu lösen. Vor allem ist es wichtig das große Ganze zu sehen und konkrete Vorschläge zu machen. Poaching ist in meinen Augen ein recht ökonomisches Problem, dass man durchaus lösen kann.

 

Die vorgeschlagene App, bzw. diese globale Pollenvermittlung stößt in der Nepenthes-community bereits auf sehr positive Resonanz. Hierzu ist bereits seit einigen Tagen eine Webseite (eventuell später auch eine App) in Planung, die einige Nepenthes-Enthusiasten (einschließlich meine Wenigkeit) erstellen möchten. Die Projektplanung befindet sich gerade in der Anfangsphase, aber viele Ideen und Vorschläge wurden bereits gesammelt. Wir haben bereits ein paar Programmierer im Team, aber noch mehr qualifizierte Leute, die bei der technischen Umsetzung helfen können, wären super! Wer Interesse hat, kann unserem Discord Chat beitreten. Hierzu sende ich jedem Interessenten gerne einen Link mit der Einladung.

 

Viele Grüße, Cassian

  • Like 4

Share this post


Link to post
Share on other sites
Kai Becker

Hallo,

es reicht doch aus von jeder Pflanze am Naturstandort einmalig einen Kompfsteckling zur weiteren Vermehrung zu entnehmen, die Mutterpflanzen am Naturstandort würden wie man auf den Bildern sieht wider austreiben was anscheinend selbst die Wilderer schon begriffen haben, ansonsten hätten die ja die gesamten Pflanzen entnommen und da würde nichts nachwachen. Die Kopfstecklinge würde ich direkt in Gewächshäusern auf Borneo weiter Kultivieren um dort Samen unter optimalen Bedingungen zu gewinnen, die Samen könnten dann vorgezogen werden und die hälfte der erzeugten Pflanzen ausgewildert, die andere hälfte wird zur Projektfinanzierung dann weltweit verkauft. Die Vorteile währen das das Geld im Land bleibt und die Pflanzen optimale Kulturbedingungen hätten.

MFG

  Kai

  • Like 3

Share this post


Link to post
Share on other sites
Mark Brandenburg -HB
vor 12 Stunden schrieb Cassian:

Hallo,

 

ich bin der gleichen Meinung wie Mark. Man muss diese Themen logisch betrachten. Es braucht Argumente der Vernunft, statt Ideologien oder bloßer Gesinnungsethik. "Man sollte" und "Es wäre besser wenn" Argumente führen zu nichts. Man muss schauen was wir als Forengemeinde auch tatsächlich gemeinsam bewirken können, um das Problem zu lösen. Vor allem ist es wichtig das große Ganze zu sehen und konkrete Vorschläge zu machen. Poaching ist in meinen Augen ein recht ökonomisches Problem, dass man durchaus lösen kann.

 

Die vorgeschlagene App, bzw. diese globale Pollenvermittlung stößt in der Nepenthes-community bereits auf sehr positive Resonanz. Hierzu ist bereits seit einigen Tagen eine Webseite (eventuell später auch eine App) in Planung, die einige Nepenthes-Enthusiasten (einschließlich meine Wenigkeit) erstellen möchten. Die Projektplanung befindet sich gerade in der Anfangsphase, aber viele Ideen und Vorschläge wurden bereits gesammelt. Wir haben bereits ein paar Programmierer im Team, aber noch mehr qualifizierte Leute, die bei der technischen Umsetzung helfen können, wären super! Wer Interesse hat, kann unserem Discord Chat beitreten. Hierzu sende ich jedem Interessenten gerne einen Link mit der Einladung.

 

Viele Grüße, Cassian

Super!!! Das ist doch mal ein richtig guter konstruktiver Vorschlag. Statt dieses ewige Social Justice Warrior getue. Ich schlag für die App auch schon mal eine Art Bewertungssystem wie bei ebay vor. Es gibt ja leider auch Leute denen man Pollen geschickt hat und nie wieder was von gehört hat, was ich schade finde. Das sollte man Bewerten können. Eine Bestäubung ist nicht in allen Fällen erfolgreich. aber man sollte dem Pollenspender das ruhig mitteilen, wenn es nicht geklappt hat damit dieser Bescheid weiß.

Ich würde auch Vorschlagen die App evtl. so zu gestalten, wie die Liste mit den Blühenden Nepenthes, wie Günther Seiter damit angefangen. Finde ich ganz gut. 

 

Muster 1) z.B. 

Biete Pollen von und dann Aufzählung 

- Art

- Herkunft und evtl. Händler / Klone Nr. 

- frische / Erntedatum

- Bilder Mutterpflanze 

- Bild einer schönen Kanne der Mutterpflanze

- Standort (gemeint ist Ursprungsland / Stadt in der man wohnt)

- Samentausch, meist 50/50 

 

Optimal wäre es, wenn jm  z.B Pollen den er anbieten könnte registriert und jm der genau den Pollen sucht abfragen kann. 

 

bei mir blüht z.B. meine weibliche Burkei, würde jetzt gerne wissen wer global gerade vielleicht ein männliche Burkei in Blüte hat, um diese Art rein Nachzuzüchten und einfach über die Global App/Webseite danach suchen könnte. Wenn ich irgendwie helfen kann, sag bescheid, ich bin zwar selbst kein Programmierer hab jm als Kontakt, der evtl. helfen könnte. Wenn es irgendwie möglich ist würde ich die Webseite versuchen mit einer App zu kombinieren. Das Handy hat heute jeder dabei, somit bin ich sicher, dass die Leute in der App sicher mal mehr Stöbern wurden. Ich würde sogar versuchen bontanische Gärte und Händer mit der App zu vernetzen. Die Webseite App sollte evtl. auch eine Sprachauswahl haben. Zu beginn würde ich sie in deutsch und englisch Planen. 

 

 

  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
Jo_Schmidt

Sehr schön.

Bewertungen finde ich, wie schon erwähnt, auch sinnvoll. Dann sollten die unzuverlässigen Leute nach einiger Zeit bekannt sein.

Das wird wie Tinder für Pflanzen 😄

 

Vllt. machts auch Sinn wie in den Listen hier auch inaktive Pflanzen zu listen. Wenn z.B. eine eddy gerade blüht (männlich) und man sieht, eine andere, weiblich hat mal geblüht, kann man die Besitzerin / den Besitzer anschreiben, ob da was in Aussicht ist.

  • Like 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
Siroj
Posted (edited)

Hallo,

Ich stehe der APP sketpisch gegenüber. Ich sehe Probleme bezüglich der Netzwerkbildung.
Dennoch hätte ich Vorschläge dazu, da das Ganze definitiv auch funktionieren könnte:
 

Die Gliederung der Blütenstämme/Pollen in "Gelagert" und "Blütenbildend".
-Hierbei sollte das Datum der Einlagerung und der Blütenbildung für Interessenten ersichtlich sein.
-Der Status "Blütenbildend" ist zeitlich reguliert auf z.B. 50 Tage. Danach erlischt die Anzeige. Falls dann Pollen eingelagert wurden, wird die Option aufgeführt diese als Lagerbestand zu Kennzeichnen.
So erhalten Interessenten frischste Pollen und der Anbieter muss die Anzeige nicht aus eigener Hand löschen, was insbesondere bei ungenutzten Accounts auf vielen Websites sehr ärgerlich und frustrierend sein kann.
Generell sollte man sich meiner Meinung nach vieles von den neumodischen Websites wie Shpock abschauen. Die machen einiges richtig!

Mfg Joris

Edited by Siroj
  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Christian Dietz

Hallo,

 

ich kenne mich mit Nepenthes zwar sehr wenig aus, möchte aber dennoch mal einen Denkansatz geben. Warum werden die Pflanzen gewildert? Ganz klar, weil es einen Markt gibt. Und diesem Markt wird es solange geben, wie es Leute gibt, die :

 

- unbedingt einen eigenen Klon haben wollen

- keine IV-Pflanzen möchten

- nur "seed grown" (wie ich diese Bezeichnung hasse!) akzeptieren

- am besten exakten GPS-Koordinaten auf das Schildchen schreiben können

- keine Geduld haben, bis die gewünschte Pflanze "ordentlich" verfügbar ist

....

 

Da der Mensch im Grunde ein unvernünftiges Wesen ist, wird es leider immer wieder Leute geben, die es nicht sein lassen. Wenn wir keinen Markt erlauben würden würde auch nichts mehr gewildert werden (wozu denn dann auch?). Das ist dann auch ganz unabhängig davon, dass die Menschen vor Ort bessere Lebensbedingungen bekommen (was ich in jedem Fall unterstütze) oder eben nicht. Denkt über den Punkt mal nach, hier liegt für mich der einzige Ansatz solche Probleme auch nur annäherungsweise zu lösen.

 

Gruß,

Christian

  • Like 3
  • Thanks 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
Ronny K.
vor 4 Minuten schrieb Christian Dietz:

Wenn wir keinen Markt erlauben würden würde auch nichts mehr gewildert werden (wozu denn dann auch?). Das ist dann auch ganz unabhängig davon, dass die Menschen vor Ort bessere Lebensbedingungen bekommen (was ich in jedem Fall unterstütze) oder eben nicht. Denkt über den Punkt mal nach, hier liegt für mich der einzige Ansatz solche Probleme auch nur annäherungsweise zu lösen.

 

Hallo,

es gibt offiziell keinen Markt. Der Handel ist verboten bzw. durch CITES geregelt. Das Verbot des Elfenbeinhandels rettet die Nashörner und Elefanten ja auch nicht und auch eine App wird keine Arten retten.

Außerdem lässt sich sicher auch das Holz der Bäume verwenden, an denen die dann möglicherweise wertlosen Nepenthes hochranken. Oder das Land ackerbaulich nutzen.

Ich denke, es hat schon seinen Grund, dass dort überhaupt noch Pflanzen da sind. Kai hat es schon richtig erkannt, solange die Wilderer nur Stecklinge schneiden, ist es eine langfristige Einnahmequelle und die Leute haben sogar das Interesse, diese zu erhalten.

 

Grüße

Ronny

Share this post


Link to post
Share on other sites
Christian Dietz

Hallo Ronny,

 

und wen interessieren in solchen Fällen Cites und co? Das ist dabei doch sowas von egal. Und vermutlich ist das Wildern auch nicht die einzige Gefahr für die Pflanzen, nur eben eine, die man (theoretisch) sehr kurzfristig beenden könnte und zufällig eben der Anstoss, warum Matze sich hier gemeldet hat.

 

Ich glaube außerdem an vieles, aber das ein Wilderer daran denkt, die Pflanzen nachhaltig zu plündern glaube ich ganz sicher nicht. Wieviele Jahre dauert es denn, bis die Pflanze wieder soweit nachgewachsen ist, bis man wieder "errnten" kann?

 

Gruß,

Christian

  • Confused 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
partisanengärtner

Harte Drogen sind ja auch weltweit verboten. Der Handel geht in die X-Milliarden. Solche Märkte lassen sich nicht austrocknen, das hat in den Jahrhunderten der Zivilisation nie funktioniert egal was es war.

Der europäische Steinbock wäre einer Extremmaßnahme eines Österreichischen Herrschers fast zum Opfer gefallen. Man hat die letzten Bestände gezielt ausgerottet um den illegalen Handel mit Produkten zu verhindern. Macht ja kein gutes Bild wenn man seine Herrschaftsanspüche nicht durchsetzen kann. Das ist tatsächlich die einzige Methode das völlig zu verhindern.

.

Das in Italien noch ein italienischer Herzog Steinböcke im Gran Paradiso hatte war reines Glück.

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites
Ronny K.
vor 24 Minuten schrieb Christian Dietz:

Hallo Ronny,

 

und wen interessieren in solchen Fällen Cites und co? Das ist dabei doch sowas von egal. Und vermutlich ist das Wildern auch nicht die einzige Gefahr für die Pflanzen, nur eben eine, die man (theoretisch) sehr kurzfristig beenden könnte und zufällig eben der Anstoss, warum Matze sich hier gemeldet hat.

 

Hallo,

eben niemanden. Aber wie willst du das kurzfristig beenden? Selbst ein weltweites Kultivierungsverbot würde nichts bringen.

 

Grüße

Ronny

Share this post


Link to post
Share on other sites
Mark Brandenburg -HB
vor 4 Stunden schrieb Jo_Schmidt:

Sehr schön.

Bewertungen finde ich, wie schon erwähnt, auch sinnvoll. Dann sollten die unzuverlässigen Leute nach einiger Zeit bekannt sein.

Das wird wie Tinder für Pflanzen 😄

 

Vllt. machts auch Sinn wie in den Listen hier auch inaktive Pflanzen zu listen. Wenn z.B. eine eddy gerade blüht (männlich) und man sieht, eine andere, weiblich hat mal geblüht, kann man die Besitzerin / den Besitzer anschreiben, ob da was in Aussicht ist.

stimmt finde ich auch sinnvoll

Share this post


Link to post
Share on other sites
Christian Dietz

Hallo Ronny,

 

naja, wenn solche Pflanzen niemand mehr haben will, dann ist es beendet. Dass der Fall allerdings unrealistisch ist dürfte auch klar sein. Solange es eine Nachfrage bzw. Markt gibt wird es eben weitergehen.

 

Mit "Markt erlauben" hatte ich oben übrigens nicht auf irgendwelche Gesetze angespielt, sondern wollte vielmehr zum Ausdruck bringen, dass "wir" im Prinzip der Ausgangspunkt sind und es zumindest theoretisch in der Hand haben ob es einen solchen Markt gibt oder nicht.

 

Christian

  • Thanks 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
partisanengärtner

Vielleicht sind hier die Guten oder zumindest glauben wir es. Aber das ist nur ein winziger Teil des wirklichen Marktes.

Wenn es tatsächlich möglich wäre den Markt auszutrocknen könnte man auch Kriege, Mord, Kriminalität jeder Art verhindern. Kann ja sein das es einmal so eine Welt gibt, aber die Nebenwirkungen dieses Utopia sind vermutlich schrecklicher als das was wir hier schon haben.

 

Der gerade erwachende Überwachungsstaat in China wäre einer der möglichen Wege. 

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Further information can be found in our Privacy Policy.