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Jona

Trockenzeit- Wasser aus Fluss?

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Jona

Hallo Forenmitglieder,
ich fasse mich kurz: Ich züchte viele Karnivoren und benötige deshalb immer sehr viel Regenwasser. Da die unsere Regentonne verstopft war mussten wir sie waschen.

Jetzt scheint die Sonne und es ist bei mir heiß und trocken und alle tropischen Pflanzen benötigen ziemlich dringend Wasser.

Das Problem: Destilirtes Wasser kann man nicht am Land wo ich wohne kaufen und es wird wohl nicht so bald regnen.

Unser Haus steht nebenen einem Fluss Weidlingbach, Klosterneuburg, Österreich. Kann ich als Ausnahme dieses Wasser nehmen, oder ist der Kalkgehalt in unseren Flüssen zu hoch?

Bitte um Antworten, die Uhr tickt

 

Mit freundlichen Grüßen, Jona

 

 

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Andreas Wistuba

Hallo Jona,

da hilft letztlich nur eine Wasserprobe aber wenn der Fluss kein durch Düngerzufluss aus der Landwirtschaft total umgekippter Kanal ist, sehe ich da bei einer kurzen Dauer auch bei höherer Wasserhärte keine Probleme. Aber auch nicht bei normalem Leitungswasser. Ich würde mir längerfristig für solche Fälle eine kleine Umkehrosmose-Anlage zulegen.

So teuer sind die gar nicht mehr.

Grüße

Andreas

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Jona

Vielen Dank für diese Informative Antwort 😁

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Beautytube

... probiere für den Notfall eine Umkehrosmose oder einen Ionentauscher zu kaufen. Die kosten nicht viel.

Ich werde mir so etwas anschaffen, bei uns beginnt das Frühjahr schon wieder so blöd wie letztes Jahr.

Daher erwarte ich wieder mal ne Trockenheit.

 

Eine Zisterne ist wesentlich teurer als ein Ionentauscher.

 

Leider bin ich im Moment nicht zu Hause. Ich habe da die Daten eines Ionentauschers liegen, den ich Dir nennen könnte.

 

Kurzfristig können sicherlich andere Mitglieder des Forums etwas empfehlen.

 

BT.

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Ralf Mößle

Osmoseanlage von Dennerle. Ich habe mir die 190 gekauft, und bin sehr zufrieden. Leitungswasser oder Flusswasser geht (für ein paar Gießvorgänge) auch, wobei es auch auf die Pflanzen ankommt. Sarracenien vertragen dieses Wasser deutlich besser wie Heliamphora und Nepenthes. Wobei es auch hier wieder auf die Art ankommt...so zumindest meine Erfahrungen.

Viele Grüße Ralf 

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Peter

Servus aus Graz,

Tipps hast Du ja schon bekommen, zum Fluss- oder Bachwasser muss ich auch sagen, Wassertest machen! Allerdings findest Du die Werte vom Bach vielleicht auch im Internet, evtl. geht in Klosterneuburg auch das weiche Leitungswasser- hier kann das Wasserwerk helfen, oft sind die Werte auch online...

lg, Peter

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partisanengärtner
Posted (edited)

Wasserhärte 19 dh sagt Dein Wasserwerk für Leitungswasser aus. http://www.wasserwerk.at/home/wasserwerke/klosterneuburg/daten-fakten

Würde ich erst mal nur im extremsten Notfall nehmen. Häufiges Umtopfen ist für solche Fälle leider notwendig. Der Kalkgehalt ist sehr hoch. Die Pufferwirkung des Torfes ist da sehr schnell erschöpft.

Sollte der Bach aus einem Kalkgebiet kommen kannst Du damit rechnen das der auch sehr ungeeignet ist.  Auch  das Abfallwasser bei Umkehrosmose wird bei diesem Härtegrad einen hohen Anteil haben.

 

Freunde von mir die Aquarianer sind haben sich immer Wasser aus einer Weichwasser quelle auf Urgestein in Kanistern besorgt. Womöglich in den Mengen bei Dir nicht praktikabel.

 

 

Ich habe von einem Chemiker den Rat bekommen mit verdünnter Schwefelsäure (Batteriesäure) für solche Notfälle den Kalk als Gips auszufällen. Das bleibt dann als weißer Schleier an den Gefäßwänden zurück. Das ist dann kein Härtebildner.

 

Schwefelsäure ist in der Natur in geringen Konzentrationen häufig vorhanden und in sauren Böden oft die Ursache für die saure Reaktion.  Wo Schwefel im Boden vorhanden ist entsteht die immer wieder in kleinen Mengen. Also kein Ultragift wie manche Hysteriker gerne behaupten. Aber eben eine starke Säure und daher in möglichst geringer Konzentration anzuwenden.

Für Menschen die mit atzenden Chemikalien keine Erfahrung haben ist das nicht zu empfehlen. Die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt genau einzuhalten. Das Ergebnis sollte man auf jeden Fall wenigstens einen Tag stehen lassen. und dann nochmal testen.

 

Eigentlich würde ich Dir gerne empfehlen Dein Hobby mehr auf kalktolerante Arten wie Pinguicula und andere zu verlagern. Der Anteil der saures Substrat liebende Arten ist deutlich einfacher wenn man nicht so viele Pflanzen zu versorgen hat und in so einem problematischen Wasserversorgungsgebiet lebt..

 

Edited by partisanengärtner
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Lukas H.

Hallo Jona,

 

Bei Interesse kannst du dir auch ein TDS Messgerät oder Leitwertmessgerät bei Amazon und Co. kaufen. Die günstigen Geräte bewegen sich hier zwischen 15-30€ und sollten für deine Zwecke ausreichen. Ich finde es generell keine schlechte Idee das Giesswasser von Zeit zu Zeit kurz zu überprüfen.

 

Durch die Wachstumssaison messe ich immer mal wieder den Leitwert des Wassers in den Schalen meines Gewächshaus, um zu bestimmten wann diese mal wieder gründlich ausgespühlt werden müssen. 

 

Eine Back-up Osmoseanlage wäre definitiv auch eine lohnenswerte Investition wenn's mal wieder knapp wird mit dem Regenwasser, was wir höchstwahrscheinlich auch dieses Jahr wieder erleben werden. 

 

Viele Grüße Lukas

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Pyro

Gutes Thema, auch bei mir herrscht aktuell die größte Regenwasserknappheit seit Jahren. Ich habe erstmals das verbleibende Regenwasser aus den Tonnen in Eimern mit Deckel gefüllt um sogar die Verdunstung zu vermeiden...

 

Aktuell hab ich noch ca. 20 Liter. Das reicht mir bei spärlichem Gießen noch ca. 2 Wochen. Im April hat es hier bei mir gar nicht geregnet, kommendes Wochenende ist ein bisschen Regen angemeldet. Ich hoffe die Wettervorhersage stimmt ansonsten muss ich mich auch mit Wasser aus einem Bach, Leitungswasser oder mit dem kauf einer Osmoseanlage beschäftigen.

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Redstav

Hallo Jona,

 

evtl. auch einfach mal Nachbarn fragen, die evtl. mehr als eine Regentonne stehen haben :)

wäre zumindest fürs erste mal die einfachste Lösung die mir einfallen würde.

 

Und dann am besten selbst für die Zukunft noch eine weitere Tonne aufstellen (wenn genug Platz vorhanden)

oder durch andere Möglichkeiten mehr Wasser sammeln.

 

Viele Grüße
Ulrich

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Beautytube

Ich werde nun eine Osmoseanlage beschaffen. Eine weitere Zisterne rechnet sich nicht. Zudem wird durch die Lange Trockenheit, so viel Staub in die Zisterne gespült, dass das Wasser tw. unbrauchbar ist.

 

Klimawandel gibt's ned. Fake Wetter. Eigentlich regnets eh wir sehns nua ned. 🙃

 

BT

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Sebastian

Kurzer allgemeiner Hinweis:

teilweise ist die Entnahme von Wasser in bestimmten Regionen zu bestimmten Zeiten verboten.

Ich würde mich daher zur Sicherheit vor einer eventuellen Entnahme erkundigen, ob und unter welchen Umständen ein solches Verbot örtlich besteht.

 

Ich weiß das auch nur, weil bei uns in der Nachbarschaft ein Kleingärtner wegen der Entnahme von Wasser aus einem Bach Besuch von der Polizei bekommen hat.

 

LG

Sebastian

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Pyro

Das was Sebastian schreibt ist korrekt... allerdings gilt das bei uns hier nur für Bauern die mit Ihren Güllefässern tausende Liter aus einem Fluss entnehmen.

 

Wenn man privat mal nen Kübel Wasser entnimmt wird wohl keiner etwas sagen.

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BaFi

Moin,

 

wer er hat denn schon Erfahrungen mit den verschiedenen Osmoseanlagen gemacht?

 

Ich suche was für ca. 5-10 Liter am Tage. 

Habe mir auch eine Alternative auf Harzbasis gekauft. Für 5 Liter ist das schon eine „Schüttelorgie“.

 

500 ml Flascheninhalt, 2 min schütteln, leeren 1 min und wieder befüllen 1 min schon rein rechnerisch bei 40 min und in der Zeit macht man nichts anderes.

Welch Vergeudung von Lebenszeit. 

 

Freu mich über Rückmeldungen- gerne auch direkt an mich.

 

🙏

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