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Nebari

Pinguicula Herzfäule / Browning Heart Disease

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Nebari

Hallo zusammen,

Nachdem ich diesen Sommer bereits bei meinen nicht karnivoren Pflanzen einen hohen Ausfall durch einen starken Fusarium-Ausbruch erlitt erwischte es nun nach langer Zeit mal wieder eine meiner Fettkräuter.
Sicher ist das Phänomen der Herzfäule vielen von euch bekannt: Pflanzen, die am Vortag noch sehr vital erschienen sind meist über Nacht plötzlich schlaff und unvital, bei Berührung zerfällt die komplette Pflanze und gibt den traurigen Anblick auf eine von weißem Schimmel umzogene Rosette frei (Blattspitzen sind noch grün, während sie an den Austrieben bereits bräunlich matschig verfaulen)!

Da ich viele meiner Pinguicula derzeit nur in geringer Stückzahl im gleichen Topf (bzw. vorwiegend Einzelstücke) kultiviere hoffe ich nun auf eure Erfahrungen und Tipps zur Problemlösung.
Auf Grund des doch sehr rasanten Ausbruchs konnte ich den Befall nämlich bisher leider erst erkennen, wenn es bereits zu spät war.


Zu meiner Kultur:
- Regalkultur bei 18h Assimilationsbelichtung (6500 K LSR, 7500lm)
- Temp: derzeit schwierig zu sagen, pendelt trotz Ventilatoren und Mini Klima zwischen 25 und 30°C
-  Fenster tagsüber meist geschlossen (Erdgeschoss), Luftumwälzung bei offener Zimmertür mit Ventilatoren um Stehluft weitestgehend zu vermeiden


Schon einmal Danke für eure Hilfe!


LG Nebari

 

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Jens Neumann
Posted (edited)

Hallo Nebari,

 

Soweit mir bekannt wird die Herzfäule durch im Substrat lebende Pilze und Nematoden verursacht. Ein Punkt ist das Substrat, wenn du einem die Fäule hast würde ich dir zum Umtopfen der nicht befallenen Pflanzen empfehlen, gerade wenn du die Pflanzen in einem großen Untersetzter alle zusammen hast (Aus Platzgründen oft der Fall). Eine weitere Maßnahme ist die Isolation der betroffenen Pflanzen, bzw. dessen direkten Topfnachbarn. Das Substrat sollte trockener gehalten werden und die Luftzirkulation verbessert werden. Leider sind viele der wirksamen Mittel nur mit Sachkundenachweis für Pflanzenschutzmittel erhältlich.

 

Beste Grüße, Jens

 

 

Edited by Jens Neumann
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Nebari
Posted (edited)

Hey Jens,

Danke für die ausführliche Antwort!

Mit der Schale liegst du richtig.

Anbei habe ich mal ein Foto angehangen, dass die Fläche recht gut zeigt.

Eigentlich habe ich bezüglich der Luftumwälzung bereits seit Beginn der wärmeren Temperaturen den kleinen Ventilator per Zeitschaltung im Einsatz (Derzeit alle 30 min für 15 Minuten, werde ich jetzt aber nochmal deutlich erhöhen). Durch die doch recht hohe Leistungsaufnahme der obersten Beleuchtung (110W) wird es bei meiner Abwesenheit jedoch leider unvermeidlich recht tropisch.

Was das Substrat betrifft bin ich zu Saisonbeginn bei den Fettkräutern auf stark mineralisches Substrat auf der Grundlage von Mike King's Sarracenia-Mischung umgestiegen (1:1:1:(1/2):(1/2) Pinienrinde, gemahlen - Perlite - Sand - Seramis Sukkulent - Lechuza Pon), daher lassen sich zumindest die Nematoden schon einmal ausschließen.

Vielleicht sollte ich dieses jedoch zukünftig vor Gebrauch noch einmal sterilisieren?!

 

 

Liebe Grüße

 

Nebari

 

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Edited by Nebari
Formatierung
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Jens Neumann
Posted (edited)

Hallo Nebari,

 

Kernproblem ist, wenn die Pflanzen in einer Schale stehen, haben potenziell alle den Pilz/Nematoden, weil die sich über Wasser in der Schale von Topf zu Topf verbreiten können. Pinienrinde - ist nicht mineralisch, weil das zeug ja am Baum wächst. Ich nutze für meine Pflanzen reines Vermiculite, das funktioniert sehr gut. Das vereinfacht auch die Probleme mit 24-Komponenten-Substraten (Lagern/Ankauf/Mischen etc). Beziehen kann man das bspw. bei Kakteen-Haage. Ich würde schauen das du die oben genannten Punkte versuchst umzusetzen. Was immer hilft ist Redundanz. Immer ein paar mehr Pflanzen pro Art/Genotyp/Sorten haben dann kann man Nachts besser schlafen. 😉

 

Beste Grüße, Jens

Edited by Jens Neumann
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