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Wasserhaufen
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Hallo liebes Forum,

 

ich bin Julian, 25 und zunächst möchte ich erwähnen, dass ich ganz frisch in diesem Forum und in Foren allgemein bin und dies mein erster Beitrag ist, also verzeiht mir bitte den ein oder anderen Fehler. Erstmal vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge, die mir seit Jahren der Beschäftigung mit Karnivoren sehr weitergeholfen haben. Ich möchte euch in diesem Beitrag meine Terrariumversorgung vorstellen und gleichzeitig auch natürlich mein Terrarium.

 

Ich habe mir vorgenommen, im Rahmen eines Uniprojekts (ich studiere Produktdesign und das Thema war "Home Automation System"), eine Anlage zu entwerfen, in der eine Regenanlage, ein Ultraschallzerstäuber, ein Lüfter und natürlich die Beleuchtung eingebaut werden sollte.

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Maße in cm: 100x11x8

 

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Hier sieht man den kompletten Aufbau in der Draufsicht.

  1. Der Ultraschallzerstäuber befindet sich auf der linken Seite und steht in einem Wasserbecken mit einem maximalen Wasserstand von 5cm. Der Zerstäuber braucht mindestens 4cm Wasserstand. Das Becken wird dabei gleichzeitig von den Wasserschläuchen der Regenanlage wieder aufgefüllt. Überschüssiges Wasser und der Neben können durch einen kleinen Spalt ins Terrarium gelangen. Ein Problem, welches sich herausgestellt hat, ist, dass der Deckel sich an der Stelle direkt oberhalb des Zerstäubers etwas auswölbt. Das kommt durch den Ultraschall, der das Material auf einem Punkt erhitzt. Das Problem habe ich vorübergehend durch das Unterkleben einer Aluminiumplatte  gelöst. Die Hitze wird somit besser verteilt.
  2. Die Beregnungsanlage verläuft durch die beiden äußeren Schächte mit jeweils 6 Sprühdüsen auf jeder Seite. Hierfür habe ich ein einfaches Bewässerungs-Kit verwendet, welches an einer Außenpumpe von Comet angeschlossen ist. Die Düsen habe ich in Löcher im Boden gesteckt und wurden mit Hilfe von Schlauchabschnitten befestigt. Die Pumpe schafft eine Pumphöhe von 5m mit einem Druck von 0,5 bar und einem Wasserdurchfluss von 9l/min (bei dem angeschlossenem Schlau allerdings schätzungsweise 2l/min, was auf jeden Fall ausreichend ist). Das Wasser kommt aus einem 10l Kanister, der mit der Pumpe verbunden ist.
  3. Der Lüfter befindet sich ganz rechts und ist ein normaler PC-Lüfter (92mm Durchmesser) von der Firma Arctic (F9 Silent). Mit 1000U/min reicht er meines Wissens völlig für die Luftzirkulation im Terrarium aus und ist dementsprechend leise. Im Gegensatz zu dem meisten Lüftern mit einer Lautstärke von 0,4 sone, hat dieser nur 0,08 sone. Er ist an einem Winkel befestigt und kann somit im Winkel verstellt werden. Er ist zusammen mit den drei kleinen 50mm Lüfter, welche zur Kühlung der LEDs dienen, an einem Netzteil angeschlossen.
  4. Die LED-Beleuchtung ist im mittleren Schacht untergebracht. Verwendet habe ich Vollspektrum-LEDs mit den Lichtfarben 3500K und 6500K. Es handelt sich dabei um zwei LED-Leisten. Jede besteht aus einer Aluminiumleiste, auf welcher sich 98 kleine LEDs befinden. Ich betreibe sie mit einem 100W-Netzteil. Dazwischen sind 2 Konstantstromquellen. Die LEDs. Mit 60 Watt betrieben, leisten sie zusammen ca. 11000 Lumen. Der Boden unter den Leisten besteht aus transparentem Plexiglas, damit auch keine Feuchtigkeit an die Beleuchtung gelangt. Da die LEDs nach längerer Laufzeit sehr warm werden und dies auf Dauer die Lebensdauer und die Lichtleistung reduziert, war eine gute Kühlung nötig. Dazu dienen einerseits Kühlrippen und andererseits 3 kleine 50mm Lüfter (1800U/min), welche auf die Kühlrippen gerichtet sind. Außerdem sind im Deckel noch Lüftungsschlitze für die Luftzufuhr.

 

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Bei einer kompletten Abdeckung des Terrariums ist es innerhalb weniger Minuten zugenebelt.

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Terrarium vorher (mit 2x 36W Leuchtstoffröhren 4000K/6500K)

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aktuelles Terrarium (die Droseras sehen noch etwas mitgenommen aus vom Umzug)

 

Jetzt möchte ich euch noch gerne mein Terrarium vorstellen. Ich habe erst neulich einen Substratwechsel vorgenommen, da das alte Subtrat bereits ca. 3,5 Jahre alt war, bereits etwas modrig wurde und sich unzählige Hundertfüßler in der Erde befanden, die über die Zeit zu viele Nährstoffe erzeugten. Außerdem vermehrten sich einige Begleitpflanzen so schnell, dass ich sie nicht vollständig losgeworden wäre.

Bei dem Terrarium handelt es sich um eine altes Aquarium mit den Maßen 100x40x60. Aufgrund meiner neuen Beleuchtung/Belüftung habe ich mich dieses Mal getraut eine Senke einzubauen sowie viel Holz zu verwenden. Ich hoffe der Schimmelbefall hält sich in Grenzen.

Je nach Abstand sollten meinen Berechnungen nach zwischen 12000 und 22000 Lux bei den Pflanzen ankommen.

Als Substrat habe ich natürlich ungedüngten Weißtorf (70%) benutzt, welcher mit Quarzkies/-sand (30%) gemischt wurde. Als Drainage dient eine Seramisschicht von 3cm, welchen ich vorher gut ausgewaschen habe.

 

Die Pflanzen:

 

  • Drosera "Andromeda"
  • Drosera capensis
  • Drosera aliciae
  • Drosera madagascariensis
  • Drosera scorpioides
  • Nepenthes spectabilis
  • Nepenthes X "Rebecca Soper" (vermutlich, sie ist von Obi, vielleicht kann mir jemand bei der Bestimmung weiterhelfen)
  • Heliamphora heterodoxa x minor
  • Heliamphora heterodoxa x nutans
  • Utricularia sandersonii
  • Utricularia blanchetii
  • Utricularia ??? (war bei anderen Pflanzen dabei und hat gelbe Blüten)
  • Pinguicula esseriana
  • 3 Pingis aus dem Baumarkt (weiß grade nicht, was das für welche sind)

 

Außerdem befinden sich insgesamt 12 Tillandsien und 2 Bromelien als Begleitpflanzen in dem Terrarium.

Ich hoffe das Sphagnummoos breitet sich schell aus und ist gesünder als im alten Terrarium.

Die Langzeitwirkung meiner Anlage wird sich noch zeigen, bisher sieht aber alles ganz gut aus.

 

Ich freue mich schon auf eure Fragen, Anregungen und Tipps 🙂

 

Edited by Wasserhaufen
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