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oki

Thripse: MOAP?

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oki

Wie der Titel bereits erahnen lässt, habe ich mit einem Thripsbefall zu kämpfen. Nachdem mehrere Versuche sie endgültig loszuwerden erfolglos waren, frage ich mich, ob man sie nicht sogar als "Mother of all Pests" bezeichnen kann. Entdeckt habe ich den Befall bereits vor einigen Monaten.

 

Als erstes habe ich folgendes Mittel eingesetzt: https://www.doitgarden.ch/de/p/658502900000/migros-bio-garden-spray-gegen-schaedlinge-500-ml?gclsrc=aw.ds&&gclid=EAIaIQobChMIzpiEzffJ5gIVxOF3Ch0g3ACiEAQYAiABEgLJiPD_BwE

Ich habe zunächst gedacht, dass es geholfen hat, da ich viele Wochen nichts mehr gesehen habe.

 

Nach einiger Zeit waren sie wieder da und ich bin dann auf Vertimec umgestiegen, da ich gelesen bzw. gehört habe, dass sie Resistenzen entwickeln können. Vertimec habe ich aber nur über das Giesswasser angewendet, was vielleicht ein Fehler war. Nach drei Behandlungen bin ich nun auf Neemöl umgestiegen und hoffe, dass das nun hilft.

 

Ich habe aber bereits die Befürchtung, dass es das Problem wieder nur eindämmen wird. Die befallenen Pflanzen befinden sich auf der Fensterbank bzw. im Hochlandzelt. Ich spiele nun mit dem Gedanken Florfliegenlarven zu kaufen (Raubmilben sollen problematisch sein, wenn man einen Hund zuhause hat). Mir stellen sich nun folgende Fragen: Hat jemand Erfahrung mit Florfliegenlarven bzw. kann man die auch in dieser Jahreszeit zur Anwendung bringen oder erst im Frühling? Und wie lange muss ich nach den Behandlungen warten bis ich wieder ein Mittel einsetzen kann, damit die Thripse keine Resistenzen entwickeln?

 

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt, da ich der Verzweiflung nahe bin und befürchte, dass ich das nur noch mit einem Flammenwerfer in den Griff kriege.

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partisanengärtner

Ich habe da ein paar Fragen?

Wenn Du Thripse im Haus hast behandelst Du auch alle Pflanzen bei Dir? Falls nicht ist eine Neuinfektion völlig natürlich. Die Adulten können fliegen und verteilen sich erst mal auf alle möglichen Pflanzen. Auch Pflanzen die nie sichtbaren Befall zeigen können eine Zeit lang als Ausweichquartier dienen.

Warum sollen Raubmilben bei Hundehaltung kritisch sein?

Die Raubmilben die man zur Schädlingsbekämpfung kauft sollten Säuger nicht befallen. Den diese Arten machen auch vor dem Menschen nicht halt.

Allerdings werden Dir diese Nützlinge nicht helfen wenn Du Gift an der Pflanze hast.

 

 

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oki

Hallo partisanengärtner!

 

vor 1 Stunde schrieb partisanengärtner:

Wenn Du Thripse im Haus hast behandelst Du auch alle Pflanzen bei Dir?

Jein, ab den Vertimec-Behandlungen schon.

 

vor 1 Stunde schrieb partisanengärtner:

Warum sollen Raubmilben bei Hundehaltung kritisch sein?

Die Raubmilben die man zur Schädlingsbekämpfung kauft sollten Säuger nicht befallen.

Meinst du damit, dass die Arten, welche als Nützlinge verkauft werden, keine Hunde befallen? Ich hatte mich gefragt welche Nützlinge man auch problemlos zuhause anwenden kann und bin bei meinen Recherchen darauf gestossen, dass zwar nicht Menschen, aber Hunde als Wirt genutzt werden und deshalb problematisch sei. Müsste aber nochmal nachschauen, woher ich diese Info habe.

 

Ich würde Nützlinge sowieso erst nach den Neem-Behandlungen einsetzen und Vertimec haben die Pflanzen nur übers Giessswasser erhalten. Ich denke dann sollten die Nützlinge auch nichts abbekommen vom Gift, da sie ja kein Blattsaft saugen.

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Jens Neumann

Schau mal bitte bei Katz-Biotech. Beachte aber, dass du eine Wartezeit nach einer chemischen Behandlung hast, das tötet auch Nützlinge.

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partisanengärtner

Die Nützlinge ernähren sich halt auch von sterbenden oder sublethal vergifteten Schädlingen. Selbst wenn die Schädlinge nur einen geringen Vergiftungsgrad haben also überleben akkumuliert sich das durch die dauernde Aufnahme und die Nützlinge sterben.

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oki

Der Hersteller gibt folgendes an:

Zitat

Wirkung auf Nützlinge

NeemAzal-T/S wird als nichtschädigend für Populationen der Arten: Typhlodromus pyri (Raubmilbe), Poecillus cupreus (Laufkäfer), Coccinella septempunctata (Siebenpunkt-Marienkäfer), Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe). Bei wiederholter Anwendung ist mit Nebeneffekten auf Schwebfliege und Macrolophus Raubwanzen zu rechnen.

Bei Florfliegenlarven müsste ich dann wohl eine Zeit lang warten. Aber mir stellt sich immer noch die Frage wie schnell Resistenzen von Schädlingen entwickelt werden? Wie lange soll ich warten bis ich beispielsweise wieder Vertimec einsetze?

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Jens Neumann

Also:

1. Du solltest nicht immer nur über lange Zeit hinweg nur ein Pflanzenschutzmittel verwenden, weil sich dann Resistenzen bilden können. Daher öfter mal wechseln.

2. Wenn du ein Mittel mehrmals Hintereinander benutzt bilden sich nicht gleich Resistenzen, einige Mittel benötigen auch mehrfache Anwendung.

3. Die Geschwindigkeit mit der sich Resistenzen bilden können ist von den betrachteten Arten abhängig.

4. Der Beipackzettel des Mittels beinhaltet alle Informationen bezüglich Anwendung, Anwendungszeitraum, Anwendungsort,Nachbehandlungen, Wartezeit etc.

5. Nützlinge und chemischer Pflanzenschutz lassen sich nur sehr schwer mixen. Nützlinge ziehen den kürzeren, da die Giftwirkung (Kontaktgift) über einen langen Zeitraum hält.

6. Thripse kann man in deinen Fall auch auch mit Gelbtafeln oder besser mit Blautafeln bekämpfen.

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oki

Vielen Dank, mir ist aber schon auch bewusst, dass vieles in der Packungsbeilage steht. Leider steht nur nach wie vielen Behandlungen man abbrechen soll, aber nicht nach welcher Frist man diese wieder aufnehmen kann. Die Wartefrist bezieht sich in der Regel nur darauf wie lange man warten muss, um Gemüse beispielsweise konsumieren zu können. Das mit den Blautafeln ist ein guter Tipp, werde ich mir kaufen!

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partisanengärtner

Resistenzen gibt es am schnellsten wenn Du nicht ausreichend behandelst. Sei es das Du nur einige Pflanzen die sichtbaren Befall zeigen behandelst oder du zu gering dosierst. Nicht gründlich genug oder gar völlig falsch behandelst, wie Mitterl gießen die nicht über die Wurzeln aufgenommen werden.

 

So gibt es immer wieder Exemplare die zwar nur geringe Resistenzen haben aber gerade genug um Deine unzureichende Behandlung überleben. Wenn die also als einzige überleben und sich vermehren wird es durch diese züchterische Auslese bald Exemplare geben die deutlich mehr vertragen. Nach ein paar Generationen kann dieses Mittel dann wirkungslos sein. Geht bei den Kleinen ja ganz schnell so ein Generationswechsel. 

 

Sobald Du ein anderes Mittel verwendest verschwindet diese Auslesedruck und andere Varianten haben die Möglichkeit sich auszubreiten. Bis zum  verschwinden dieser Gene dauert es schon deutlich länger. Aber was keinen Vorteil bringt wird in einer Population einen immer kleineren Anteil haben. Sollte diese Resistenz wie es oft vorkommt mit einem Nachteil für das Tier und seinen Fortpflanzungserfolg haben kann das aber auch ganz schnell gehen.

 

So sterben zum Beispiel antibiotikaresistente Bakterien im freien  Boden häufig rasch aus weil sie durch die Resistenz meist auch Nachteile erkaufen. Im Biotop wo es entspechende Antibiotika gibt wird die nichtresistente Konkurrenz verdrängt.

Leider wird durch Gülle und Klärschlamm der antibiotikafreie Boden immer seltener. Das gilt auch für Insektizide und alle anderen Pestizide. Da werden diese Massenvermehrer wohl schon Träger diverser leichten bis absoluten Resistenzen sein. Gerade beim Ausbringen in der Landwirtschaft ist die gründliche Behandlung kaum möglich. Allenfalls die Nützlinge mit ihren kleineren Populationen kann man so ausrotten.

 

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