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Darlingtonia im Moorkübel mit wenig Gießaufwand


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Hallo, ich möchte im Frühjahr gerne eine Darlingtonia in einen Tonmoorkübel setzen, der Gießaufwand wie z.B. bei der Slack'schen Methode ist bei mir allerdings nicht realisierbar, da ich oft mehrere Tage beruflich unterwegs bin.

Gibt es Möglichkeiten dennoch eine Darlingtonia zu halten, oder sollte ich dann darauf verzichten?

Grüße Andy

 

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Fabian S.

Hallo Andy,

Schau mal online nach "Blumat Bewässerung". Da gibt es zahlreiche Systeme zur automatischen Bewässerung, die rein auf physikalischen Prinzipien beruhen und für eine relativ gleichmäßige Wasserabgabe sorgen.
Ansonsten habe ich schon öfter Moorkübel gesehen, in denen Kobralilien einfach mitsamt der Töpfe eingesetzt wurden.
Mit einer dicken Schicht Sphagnum im Kübel ist die Gefahr der Erhitzung der Rhizosphäre zusätzlich noch etwas geringer, ob mit oder ohne Topf.
Meine Klone von Matze wachsen auch unter schattigeren Bedingungen kräftig (sie standen diesen Sommer zwischen den Moorkübeln), allerdings büßt man dann auch logischerweise an Ausfärbung mit ein.

Liebe Grüße
und einen guten Rutsch!

Fabian

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Lieber Fabian! Besten Dank für deine schnelle Antwort! An die Lösung mit Topf im "normalen" Moorkübel hatte ich auch schon gedacht! 

Wäre hier nicht das Problem, dass die Darlingtonia zu nass stehen könnte? 

Grüße

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Fabian S.

Moin,

Wenn die Wasserspeicher groß genug sind, sollte das eigentlich kein Problem sein. Die Speicher haben in gewisser Maße ja auch eine Drain-Funktion.
Kannst dich ja mal durch ältere Beiträge zum Thema hier im Forum durchlesen. Da findest du dann sicher auch noch einige Erfahrungsberichte und weitere Anregungen.


Liebe Grüße
Fabian

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Ronny K.

Hallo,

wenn du einen Tontopf in einem Plastekübel versenkst, bringt das überhaupt nichts. Die Schlack'sche beruht auf der Verdunstungskälte an der Tontopfwand. Dazu muss dort aber Luft ran.

 

Im Grundsatz gilt: je größer du das Gefäß wählst, umso länger kann es Wasser speichern. Ich würde daher einen großen Tontopf (ca. 20L) wählen und einen ausreichend großen Untersatz, den du vor deine Abreise mit Wasser befühlst. Grundsätzlich würde ich ein rein mineralisches Substrat wählen, da organisches Material bei der Zersetzung Wärme erzeugt und zum anderen Sauerstoff verbraucht. Das ganze sollte dann noch halbschattig aufgestellt werden, zumindest so dass die starke Mittagssonne vermieden wird. So sollte sie ein paar Tage überstehen.

Ansonsten noch den Wetterbericht verfolgen, sollten für mehrere Tage über 30°C angesagt werden, dann vielleicht die Pflanze ganz in den Schatten stellen und eine zusätzliche Bewässerung installieren. Dafür gibt es z.B. Tonkegel, die man in die Erde steckt und mit Wasser befüllt.

 

Grüße

Ronny

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Welches Substrat würdest du dann bei der Darlingtonia nehmen, Ronny? Nur Sand und Perlite? Wenn der Moorkübel auch aus einem Tontopf bestünde, würde das funktionieren? Die Idee mit der Darlingtonia im Moorkübel fänd ich schon gut!

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Ronny K.

Hallo,

ja, die Tonwand ist wasserdurchlässig, dadurch kann dort Wasser verdunsten. Wenn das Gießen ein Problem ist, dann solltest du einen Kübel nehmen, der ein großes Volumen im Verhältnis zur äußeren Oberfläche hat, dann verdunstet nicht ganz soviel Wasser, allerdings kühlt es dann auch nicht so gut.

Wenn das Substrat gut Wasser halten soll, dann würde ich kalkfreien lehmigen Sand verwenden. Im Terraristikbedarf gibt es sowas, ist aber etwas teuer. Ein reines Sand-Perlite-Gemisch hält nicht besonders viel Wasser und trocknet daher schnell aus. Ich weiß ja nicht, was bei dir mehrere Tage sind, aber je nach Wetter sollte die Pflanze dann mind. 3-4 Tage ohne gießen auskommen.

 

Grüße

Ronny

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Hallo Andy,

ich habe mir eine kleine solarbetriebende Pumpe gekauft. Die steht in einem größeren Übertopf. In dem großen Übertopf steht ein Untertopf verkehrherum (etwa halbe Höhe des Übertopfes) und bis zu dessen Höhe ist der Übertopf mit Wasser gefüllt. Auf dem verkehrtstehenden Topf steht der Tontopf (ist flach, eher eine Tonschale), in dem die Darlingtonia getopft ist. Die Pumpe führt durch einen Schlauch, der durch das Ablaufloch der beiden Töpfe (die stehen ja quasi Loch auf Loch) geführt ist das Wasser spiralförmig an der Schalenwand nach oben. Dort habe ich den Schlauch mehrfach eingestochen, sodass Wasser durchgehend im oberen, bepflanzten Topf entweicht. Ich habe hauptsächlich mineralisches Substrat, sodass das Wasser schnell nach unten abläuft.

So habe ich im Sommer ständig einen Wasserdurchfluss. Durch die Größe und Farbe (weiß) des Übertopfes bleibt das auch schön kühl. Und ich brauche im Sommer keinen Strom trotz fließenden Wassers. Der Wasserspeicher ist dann auch so groß, dass man paar Tage ohne Nachfüllen auskommt.

Ich muss aber gestehen, dass ich das erst relativ spät im Sommer umgesetzt und daher noch keine Langzeiterfahrung habe. Gefühlt hat es aber sehr gut funktioniert.

Jetzt im Winter habe ich eine kleine Aquarienpumpe (mit deutlich geringerem Durchfluss) drangehangen und das ganze steht im Wintergarten. Aktuell kein Wachstum aber auch kein Absterben. Ging ja aber eher um Sommer und draußen und ich denke, dass das gut klappt.

Viele Grüße Christoph

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Hier die Fotos. Darauf erkennt man natürlich nicht, was sich dahinter versteckt, daher auch noch eine Zeichnung. Im Sommer geht dann eben statt des Netzkabels eine Leitung zum Solarpanel. 
jetzt im Winter habe ich zudem den Schlauch wieder in den Übertopf zurück geführt, damit nicht zu viel  Wasser bei der Pflanze ankommt. Der oben rausstehende Winkel ist dann weg und der Schlauch liegt komplett im Topf und sollte idealerweise komplett vom Moos überwachsen und damit unsichtbar sein. 
VG 

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Ronny K.

Hallo,

die Idee ist super. Mich würde interessieren, wie sich die Pflanze weiter entwickelt. Hattest du die Wassertemperatur im Sommer gemessen?

 

Grüße

Ronny

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Super Umsetzung! Das mit der Temperatur würde mich auch interessieren! Welches Substrat hast du genau verwendet und wie stark ist die Pumpe im Sommer und jetzt? In welchem Abstand hast du die Löcher in den Schlauch gebohrt? 

 

Grüße Andy

 

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Hallo Zusammen,

gemessen habe ich nur mit dem Finger. Ich hatte den Topf aber zusätzlich hinter Moorkübeln stehen, sodass dieser nicht noch direkt durch die Sonne erhitzt wurde. Das Solarpanel hat auch eine schön lange Leitung, sodass man nicht zwangsläufig beides in die volle Sonne stellen muss. 
 

Ich weiß nicht, ob ich auf ebay verlinken darf?! Dort hatte ich die Pumpe her (s. Bildschirmfoto anbei). Die braucht aber volle Sonne und hat keinen Akku, geht also ohne Sonne sofort aus, was ich aber ganz praktisch finde, weil das Substrat dadurch nicht dauernass ist. 
jetzt habe ich eine Tunze Pumpe mit 100l/h dran. Durch die Rückführung des Schlauchs wird aber bei weitem nicht so viel durchs Substrat gepumpt. 
 

Substrat habe ich direkt an der Pflanze das von Thomas Carow belassen. Da scheint gar kein Torf dabei zu sein?! Drum herum habe ich Sand (grob und fein), perlite und etwas Torf (schätze mal alles etwa im gleichen Verhältnis). 
 

VG Christoph 

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partisanengärtner

Vermutlich ist es bei den Darlingtonien nicht nur die Temperatur sondern eher die sauerstoffarme Umgebung die eben bei höheren Temperaturen im Substrat mit stgnierender Nässe ensteht.

Meine haben im heissesten Sommer in relativ kleinen Spezialtöpfen aus sehr luftigem Ton im Daueranstau die Hitze problemlos weggesteckt. In einer größeren normalen Tonschale hatte ich dagegen einige Ausfälle.

Deine Durchflußmethode  entspricht dem Originalbiotop. Das mineralische Substrat könntest Du noch mit Quarzkies und Serpentinitbrocken anreichern. Auch gebrochener Blähton und Seramis geht gut.

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Beautytube
vor 16 Stunden schrieb partisanengärtner:

Vermutlich ist es bei den Darlingtonien nicht nur die Temperatur sondern eher die sauerstoffarme Umgebung die eben bei höheren Temperaturen im Substrat mit stgnierender Nässe ensteht.

Das vermute ich auch!

Die Temperatur scheint nicht so kritisch zu sein.

Hatte letztes Jahr mehrere Klone im Gewächshaus bei bis zu 38°C ohne besondere Maßnahmen. Alle haben überlebt.

Ich hatte luftiges Substrat und die Pflanzen in hohen Rosentöpfen.

Nur wenig Anstau.

 

BT

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Patrick Schweitzer

Ich persönlich halte seit Mitte 2018 eine kleine Darlingtonia in einem normalen schwarzen Moorkübel. Das Substrat besteht, wie bei einem Moorkübel üblich einfach aus Torf und der Kübel ist bis zum Rand im Garten eingegraben. Die Pflanze wächst langsam aber dennoch entwickelt sie sich gut. Zur Zeit steht der Kübel aufgrund des vielen Regens komplett unter Wasser und wenn es Frost gibt, dann friert die Darlingtonia im Eis ein, was ihr überhaupt nichts auszumachen scheint.

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