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Drosera Rotundifolia Anzucht


MrDustman

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Hallo zusammen,

vor Kurzem habe ich meine Pflanzen aus dem Keller ins Freiland gestellt. Seitdem habe ich wieder Platz unter meiner SLR Beleuchtung (die ich ursprünglich nur für die Überwinterung nutze).

Da ich letztes Jahr keinen Erfolg mit der Aussaat der Drosera Rotundifolia Samen im Balkonkasten hatte (300Stk.!), probiere ich es dieses Mal unter Kunstlicht vorzuziehen und dann in den Balkonkasten umzutopfen. Mein Setup:

 

SLR Bleuchtung (110W), kaltweiß,12h/d

Anzuchtschale mit reinem Torf

Drosera Rotundifolia Samen (ca. 1000 Stk.)

 

Dieses Mal versuche ich über viele Samen zumindest etwas Ausbeute zu bekommen. Hoffentlich wird es dieses Mal keine Nullnummer 🙂

 

Bilder von gestern:

 

IMG_9588.JPG

IMG_9597.JPG

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Sonja Schweitzer

Drosera rotundifolia keimt eigentlich recht zuverlässig, jedoch weiß ich nicht, ob das auch ohne Kältestratifizierung der Fall ist.

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Ich würde vielleicht einen kleinen Teil der Samen in ein bis zwei separaten Töpfen rausstellen.  Dadurch hast du weniger Risiko alle Samen direkt durch z.B. Schimmel o.Ä. zu verlieren 🙂 Ein bisschen Risikostreuung schadet nie 😄 Ansonsten viel Erfolg.

LG David

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  • 3 Wochen später...

Update: Bisher hat sich nocht nichts getan... Ich hoffe trotzdem noch auf zumindest ein paar Keimungen.... Kältestratifizierung geht nun leider nicht mehr so einfach, dafür müsste ich die Samen wieder abtragen, da die Schale doch etwas zu groß für meinen Kühlschrank ist.

Was würdet ihr empfehlen?

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Ruhig Blut! Bei mir keimt bis auf D. Intermedia auch noch nichts großartig. Wenn dann nur vereinzelt einige D. Rotundifolia. Liegt aber auch daran, dass meine Aussaat zwar regengeschützt aber komplett draußen steht. Bei der Freiland-Aussaat tut sich bei mir auch komplett nichts. 
Ansonsten warte bis nächstes Jahr und gönne den Samen eine Kälteperiode. 😋

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Hallo Dustman,

 

bei meinen eigenen geernteten Samen vom letzen Jahr , hatte ich selbst mit Stratifizierung eine Grotten Quote..... 

 

Woran es letztlich gelegen hat weiß ich nicht , andere Samen aber haben gekeimt , so das ich nicht meine Anzuchtmethode oder das Substrat als Fehler ausfindig machen konnte.

Ein bisschen ärgerlich , weil ich bestimmt mehrere hunderte  oder tausende Samen von D.rotundifolia hatte. 
 

Lg christoph 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Chriss-82:

Ein bisschen ärgerlich , weil ich bestimmt mehrere hunderte  oder tausende Samen von D.rotundifolia hatte.

Ich fühle mit dir! Hatte auch vorher schon ein paar Versuche, wo wirklich NICHTS gekeimt hatte.

 

Wenn D. Rotundifolia wirklich so zickig ist, braucht man ja fast schon eine Klimakammer, um den Winter mit seinen Temperaturschwankungen zu simulieren...

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partisanengärtner

Draussen hast Du auch noch das Problem das Regen (falls der mal kommt) die Samen und Jungpflanzen unterpflügt oder gar aus der Schale spült.

Das Substrat ist ja frisch und sehr locker.

In der Natur sind ein paar hundert Samen auch keine Garantie das innerhalb von ein oder mehreren Jahren auch mal ein Pflänzchen draus wird.

In länger stehenden Substraten ist die Oberfläche deutlich regenfester. Daran beteiligt sind u.A. Pilzhyphen, Algen und natürlich die Rhizoide von Moosen und Keimline aus den Moossporen.

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Matze Maier

Anstatt Klimakammer kann man die Samen auch einfach im Herbst, Winter oder zeitigem Frühling im Freiland aussäen und dort ei fach stehen lassen. Die Natur regelt das dann ganz von selbst und jetzt um diese Zeit erscheinen dann die ersten Sämlinge. 

Lieber immer erst mal überlegen wie es in der Natur ist und versuchen das genauso zu machen, als zuviel Technik und künstliche Instrumente. Oft funktioniert es mit ganz einfachen Mitteln am Besten 🙂

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vor 15 Minuten schrieb Matze Maier:

Anstatt Klimakammer kann man die Samen auch einfach im Herbst, Winter oder zeitigem Frühling im Freiland aussäen und dort ei fach stehen lassen. Die Natur regelt das dann ganz von selbst und jetzt um diese Zeit erscheinen dann die ersten Sämlinge. 

Lieber immer erst mal überlegen wie es in der Natur ist und versuchen das genauso zu machen, als zuviel Technik und künstliche Instrumente. Oft funktioniert es mit ganz einfachen Mitteln am Besten 🙂

Mein erster Versuch im letzten Jahr war die Samen einfach im Balkonkasten neben meinen Dionaeas auszustreuen. Die Balkonkästen waren das ganze Jahr draußen, inkl Winter. Von den >300 Samen ist kein Einziger gekeimt. Ich weiß nicht, ob da überhaupt noch irgendwelche Chancen bestehen... Deshalb der Versuch Indoor, weil ich nicht weiß was mehr bringt: Die Kälte zum Stratifizieren oder die künstliche Zusatzbeleuchtung.

Bearbeitet von MrDustman
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partisanengärtner

Ich experimentiere gerade mit einem anderen Aussaatsubstrat. Auf den Torf Sand etc. gebe ich ein Wischtuch aus dem Discounter. Das habe ich wegen der Optik mit kalkfreiem Ton imprägniert(die sind ja gelb grün oder rosa) .

Die Struktur kann vom Regen nicht zermatscht werden und die auflaufenden Keimlinge kann ich mittels Schere in kleinen Flecken da auf Moorbeet transplantieren wo ich sie haben will ohne das ich die Einzelnen Pflänzchen zu sehr  störe.

 

Damit habe ich alle Vorteile einer bereits verfestigten Oberfläche mit der leichten Verpflanzbarkeit  kombiniert. Die Samen bleiben immer an der Oberfläche und werden auch kaum weggespült wegen der faserigen Oberfläche dieser recht stabilen Struktur der Tücher. Wurzeln durchdringen das Substrat optimal.

 

Früher habe ich mit Baumwollstoffen (alter Bettwäsche) meine Substratoberflächen auf den schwimmenden Styrodurinseln gearbeitet. Das hat hervorragend funktoniert. Die Wurzeln der diversen Moorbewohner haben dieses Substrat viele Jahre lang stabilisiert.

Ich musste diese Baukübel nach etwa 5 Jahren leider abbauen. Die Pflanzflächen waren da immer noch zusammenhängende Lappen.

 

Solche Ideen hat man wenn Mangel herrscht und man eben nimmt was gerade zur Verfügung steht.

Auf der Basis mach ich jetzt in Coronazeiten eben ein langes Moorbeet vor der Haustür.

Bearbeitet von partisanengärtner
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partisanengärtner

Mit der Lappenmethode kann man das auch über ein paar Jahre laufen lassen ohne das man zuviel Platz braucht. Zur Not kann man das auch stückweise mal im großen Moorbeet zwischenparken ohne das man Angst haben muss, das so eine kleine Schale zu schnell mal austrocknet und alles was gekeimt ist gleich wieder  vertrocknet weil gerade kein geeigneter Pfleger da ist.

 

Man kann  auch ein Stück Styropor mit so einem Lappen über die Ränder  bis zur Wasserfläche gelegt und darauf der Aussaatlappen in einem Eimer oder Kübel geparkt. Im wesentlichen sind meine Pflanzflächen auf diese Art gemacht.

 

 

 

Bearbeitet von partisanengärtner
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vor 3 Minuten schrieb partisanengärtner:

Mit der Lappenmethode kann man das auch über ein paar Jahre laufen lassen ohne das man zuviel Platz braucht.

Klingt interessant! Kannst du dazu mal ein Bild posten? Würde evtl. nochmal einen Versuch starten, weiß nicht ob die Saison dafür schon zu spät ist...

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partisanengärtner

Für die einfache Variante muss ich erst Fotos machen. Aber aus meinem momentanen Bau habe ich ein paar Beispiele die das veranschaulichen.

Erst mal die Wischtücher in der Lehmpampe

xxxxPflanzinsel9.jpg

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partisanengärtner

Man muss die bei kleinen Platten einfach nur auflegen. Hier habe ich die mit Edelstahldraht drangeheftet. Normaler Eisendraht hält wegen des Rostens erst mal besser..

xxxxPflanzinsel2.jpg

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partisanengärtner

Wenn ich große Flächen habe kann ich noch Löcher reinbohren und stärker saugendes Material als Dochte durchziehen. Durch die Löcher können auch Wurzeln ins Wasser wachsen (wäre für Darlingtonia sicher gut, kühles sauerstoffreiches Wasser ohne Fäulnisbildung)

 

Das Vlies wird sicher in wenigen Wochen organisch besiedelt und dann ganz natürlich aussehen.

xxxxPflanzinsel.jpg

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partisanengärtner

Wenn man zu viele Pflanzen draufpackt und die zu schwer werden, kann man ganz einfach mit ein paar Styrodur-Abschnitten unter die Insel geschoben für mehr Auftrieb sorgen.

xxxxPflanzinsel7.jpg

Bearbeitet von partisanengärtner
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partisanengärtner

Wenn es erst Mal ein wenig eingewachsen ist häng ich eine genaue Anleitung an meinen Patchworkmoorbeetthread dran.

In so ein Moorbeet kann man auch problemlos meine besonderen Pflanzgefäße für Cephalotus und Co. den Sommer über leicht integrieren. Im Winter dann vom Vlies nehmen und im Anstau drinnen überwintern.

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partisanengärtner

Die Materialmengen an Moos und Wurzeln stammen ja noch aus dem für den Botanischen Garten ausgeschlachteten Moorbeetresten (das im Thread Patchworkmoorbeet stammt).

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partisanengärtner

So sieht die Baustelle zur Zeit aus. Das Kalkflachmoor links ist noch völlig ohne Substrat. Da habe ich als Wasserspeicher kaputte Euroschalen als Wasserspeicher von einer Gärtnerei im Untergrund.

xxxxBaustelle.jpg

Bearbeitet von partisanengärtner
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Sonja Schweitzer
vor 3 Stunden schrieb MrDustman:

Ich fühle mit dir! Hatte auch vorher schon ein paar Versuche, wo wirklich NICHTS gekeimt hatte.

 

Wenn D. Rotundifolia wirklich so zickig ist, braucht man ja fast schon eine Klimakammer, um den Winter mit seinen Temperaturschwankungen zu simulieren...


Die Art ist überhaupt nicht zickig. Einfach die reifen Samen aus eigener Ernte sofort aussäen und draußen lassen. Im Frühjahr keimen sie dann zahlreich ohne jegliches Dazutun. Ich hab die Pflänzchen durch Selbstaussaat mittlerweile auch in sehr Vielen meiner Dionaea-Töpfe, die in unmittelbarer Nähe meiner Drosera-Zinkwanne stehen

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vor 55 Minuten schrieb Sonja Schweitzer:

Einfach die reifen Samen aus eigener Ernte sofort aussäen und draußen lassen. Im Frühjahr keimen sie dann zahlreich ohne jegliches Dazutun.

 

Bitte sehr:

vor 3 Stunden schrieb MrDustman:

Mein erster Versuch im letzten Jahr war die Samen einfach im Balkonkasten neben meinen Dionaeas auszustreuen. Die Balkonkästen waren das ganze Jahr draußen, inkl Winter. Von den >300 Samen ist kein Einziger gekeimt.

 

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Hallo Partisanengärtner , mich würde mal interessieren was an Deinem Beet für ein Vorbau ist.....also aus welchem Material das ist (Eigenbau?)

Es sieht ähnlich aus , wie Rückwände , die man für Terrarien / Aquarien baut....

Ich hab das mal auf dem Photo markiert....

Ein wirklich interessantes Projekt , hat so sicher nicht jeder 👍

 

Lg christoph CDCCEEF3-0596-49AE-8FEE-82AC730CE487.jpeg.92c5298460f7c352c8a80397fa417e20.jpeg

 

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Christian Carle

Dann muss ich jetzt aber auch mal was daazu sagen:

@MrDustman

Ich gehe also davon aus, Du die Samen einfach auf nassen Torf gestreut und einfach abgewartet hast.

Ich hab etwas Probleme mit dem zeitlichen Ablauf.

Du sagst, "letztes Jahr keinen Erfolg gehabt", also gehe ich davon aus, Du hast bereits im Herbst 2018 ausgesät.

Falls es aber 2019 war, kann da durchaus noch was keimen.

 

Ich vermute von Anfang an, dass etwas mit Deinen Samen nicht stimmte, z.B. zu alt oder zu früh geerntet.

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