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Uralte fleischfressende Pflanze im Münchner Herbarium gefunden


Winfried Thielemann

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Feldenberg

Schöne Sache. Mit etwas Geduld und Glück und in-Vitro-Engineering lassen sich vielleicht noch Pflanzen  dieses ausgestorbenen Genpools aus den Samenständen ziehen??

Das wäre quasi ein "carnivorer Jurassic-Park" ;-)

viele Grüße

Deldi

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Wolfgang Liere

Also, laut Artikel, so wie ich ihn verstehe, gibt es Drosera intermedia seit ca. 220 Jahren nicht mehr, nur weil jemand mal ein getrocknetes Exemplar verbaselt hat.

Alles, was danach bis zum Fund dieses getrockneten Restes eine vor 220 Jahren ausgebuddelten Pflanze wuchs, nennt sich Drosera sp. , wahlweise Drosera "frühermalbekanntalsintermedia,nunaberleiderohneNamen,weiljemandwasverlorenhat"?

Selbstverständlich war es 220 Jahre absolut unmöglich, unter Androhung der Auspeitschung, lebenslangen gesellschaftlichen Ächtung, Androhung der Verbannung auf den Todesstern etc., mal eine weitere D. intermedia aus dem Moor zu nehmen, zwischen 2 Buchseiten platt zu pressen und dann zu beschreiben.

 

Jetzt müsste doch eigentlich ein Thread unter "Neuigkeiten" auftauchen, oder?

"Neue Drosera-Art entdeckt"

 

Jetzt ahne ich zumindest teilweise, wo das Artensterben her kommt. Kein Herbarexemplar.

Deswegen sind die Dinosaurier ausgestorben, nix mit Meteorit in Mexiko und so'n Quatsch, die passten nicht zwischen die Buchdeckel zum Trocknen, keiner konnte sie beschreiben, zack, weg, sowas wird hier nicht geduldet. 

 

 

Mache Dinge kapiere ich einfach nicht, vielleicht bin ich mittlerweile einfach echt zu alt. 

 

Grüße

Wolfgang

 

Das war Sarkasmus, wahlweise Ironie.

Und jetzt gehe ich raus zu meinen D. intermedia und bringen ihnen schonend und vorsichtig bei, dass sie bis dato namenlose Bastarde  waren, ich hoffe, sie verkraften es. 

Bearbeitet von Wolfgang Liere
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partisanengärtner

Der Aufwand aus dem Herbarmaterial lebende Pflanzen zu machen ist wohl unverhältnismässig hoch. Falls wir überhaupt schon dazu in der Lage sind.

Aber das Genom zu sequenzieren sollte schon möglich sein.

Dann kann man auch gut nachprüfen wie weit andere nördliche Vorkommen von D.i. genetisch davon zu unterscheiden sind. Wenn überhaupt.

Die Art hat ja auch eine extrem große Verbreitung anderswo und da ist sicher noch nicht alles untersucht.

 

Es gibt sie ja in großen Individuenzahlen auf den Inseln der Nordsee und sicher auch um die ganz Ostsee rum. Es sind ja nicht alle Standorte mittlerweile verschwunden.

Ich habe mal große Bestände von der Insel Roem hier eingestellt.

Interessant ist es aber schon das so ein Typusexemplar aus der Anfangszeit wieder aufgetaucht ist.

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