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aristoflora

Hallo zusammen,

 

nachdem das Projekt nun schon seit einiger Zeit bei mir im engen Blickfeld war, will ich die verhältnismäßig "freie" Pandemie-Zeit jetzt nutzen um von meiner zum-Warmhaus-umgebauten-Kalthausanlage ein einziges großes Tropenhaus entstehen zu lassen.

 

Das Haus soll natürlich hauptsächlich für mein Fachgebiet, die Aristolochia herhalten, aber auch mein bescheidener Heliamphora- und Nepenthes Bestand wird evtl. dorthin umziehen, da die Terrarien im Keller einfach überlaufen.

Eventuell daher, dass das Haus ganzjährig um die 20-25 °C mit nur kleineren Absenkungen gehalten werden soll.

 

Da dies mein erstes richtiges Gewächshaus a) diesen Formats und b) dieser Eigenschaft als bauseitiges Warmhaus wird, erhoffe ich mir natürlich viele Tipps & Kniffs, was ihr meint, die mit diesen Formaten schon Erfahrung haben. Was hättet ihr bei einem vollständigen Neubau an Eurem Haus anders gelöst, welche Fehler lassen sich für mich als Einsteiger beim Erstaufbau vermeiden, was gibt es zu beachten, was mir evtl. gar nicht auf den ersten Blick auffällt?

 

Ich liefere Euch hier mal bereits ein paar Eckdaten, die ich mir nach der Recherche über den Winter und einigen Beratungsgesprächen bereits zusammengetragen habe:

 

Als Modell habe ich schon ziemlich fest das Plantarium11 von Beckmann im Visier - eine bessere Isolation, die bei diesen Temperaturen sicher das wichtigste sein wird, gibt es meiner Ansicht nach hier in der weiteren Umgebung nicht.

 

Das Haus itself soll auf einer großen "Badewanne" stehen, die etwa 60 cm tief ist und aus Beton (isoliert mit Styrodur nach allen Seiten) gegossen wird - damit möchte ich innen noch zusätzlich Höhe gewinnen + einen zusätzlichen Isolationseffekt erhalten. Auf diesem Beton-Styrodur-Fundament, das je nach Position aufgrund der leichten Hanglage wohl ca. 5-15 cm über Erdniveau steht, wird dann das Gewächshausmodell so wie es ist aufgesetzt.

 

Die Beheizung wird aufgrund des Wirkungsgrads primär mittels Gas erfolgen, die Verbrennungsprodukte werde ich wohl jedoch nach außen leiten müssen. Vermutlich werde ich in eine der PC-Platten dazu ein Loch schneiden müssen und eine Art Kaminrohr einbauen. Für das worst-case Szenario werde ich aber auf jeden Fall auch eine Freiflächenheizung im Boden innerhalb des GWH einbauen, die mittels Strom alternativ zum Gas betrieben wird. Wenn man schon einmal so etwas baut, dann richtig...

 

Auch zur automatischen Bewässerung führe ich entsprechende Kabel nach innen bzw baue einfach direkt einen Hahn ein.

Alles in allem also Gas-, Strom- und Wasserleitungen. Darum wird sich dann aber eine Fachkraft kümmern, da ich von dieser Materie ungenügend Wissen besitze. Dennoch wird das das A und O.

 

Mehr Details kommen, sobald es etwas konkreter wird...

 

Ich habe Euch ein Bild der nun leergeräumten Freifläche angehängt, teilweise ist schon etwas abgegraben, aber das Bäumchen muss zunächst noch weg, die Begrenzungsplatten samt Beton herausgerissen werden, und dann geht es noch einmal gute 50 cm tief in den Boden...es wird sich also vorerst noch viel um akkuratere Planung (und Buddeln..) drehen, bevor hier überhaupt Beton gegossen wird ...

 

Viele Grüße,

Dominik

20200515_194108[1].jpg

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Cedric

Hey Dominik,

 

Da bin ich mal gespannt, wie du das Umsetzen wirst! Ich freue, wenn du uns auf dem Laufenden hältst 🙂

 

Gruß, Cedric

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Christoph Hübner
vor 3 Stunden schrieb aristoflora:

Das Haus itself soll auf einer großen "Badewanne" stehen, die etwa 60 cm tief ist und aus Beton (isoliert mit Styrodur nach allen Seiten) gegossen wird - damit möchte ich innen noch zusätzlich Höhe gewinnen + einen zusätzlichen Isolationseffekt erhalten. Auf diesem Beton-Styrodur-Fundament, das je nach Position aufgrund der leichten Hanglage wohl ca. 5-15 cm über Erdniveau steht, wird dann das Gewächshausmodell so wie es ist aufgesetzt.

Hallo Dominik,

 

tolles Projekt, viel Erfolg damit! Ich kann dich bei dem von dir angestrebten Temperaturbereich nur unterstützen das Fundament zu dämmen. Im Winter würdest du ohne Dämmung das Erdreich heizen. Allerdings geht mit Dämmung auch der positive Kühleffekt des Erdreichs im Sommer verloren. Aus energetischer Sicht ist es also fraglich, ob ein Erdhaus für tropische Pflanzen sinnvoll ist. Der Höhenzuwachs ist aber natürlich noch ein anderes Argument. Hast du dir schon über die Kühlung Gedanken gemacht?

 

Viele Grüße

Christoph

 

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Christoph Hübner
vor 3 Stunden schrieb aristoflora:

[...] Freiflächenheizung im Boden innerhalb des GWH einbauen, die mittels Strom alternativ zum Gas betrieben wird. Wenn man schon einmal so etwas baut, dann richtig...

Nachtrag: Was genau meinst du mit Freiflächenheizung? Eine wassergeführte Fußbodenheizung oder einen (Elektro-)Radiator? Erstere ist am komfortabelsten, wenngleich wesentlich aufwendiger zu installieren. Das würde ich dann gleich als Hauptsystem mit Gas als Energieträger ausführen. Für den Notfall stellst du eben noch einen mobilen Elektroheizer rein. Wassergeführte Heizsysteme müssen frostfrei sein, was durch die angestrebte Erbauweise aber gewährleistet sein sollte. Die Temperaturauslegung der Fußbodenheizung nimmt man dann über die Heizlast (Heizleistung bei Minimaltemperatur) des GWH vor. Das würde wohl darauf hinauslaufen, dass man bei den ersten strengen Frösten bisschen ausprobiert, da ein normaler Installateur wohl keine GWH berechnen kann. Handelsübliche Gasthermen sind außerdem eventuell nicht für Feuchträume geeignet, was noch eine Herausforderung sein könnte. Für eine grobe Auslegung der benötigten Nennleistung des Wärmeerzeugers kann dir der GWH-Hersteller sicher helfen.

 

Ob sich der ganze (finanzielle) Aufwand lohnt oder einfach ein gasbetriebener GWH-Heizer ausreicht, musst du wissen.

 

Edit: Und noch ein Tipp, falls Gas nicht geht: Zum Beispiel @Joachim Danz verwendet eine Luft-Wärmepumpe für sein GWH.

 

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Jo_Schmidt

Hört sich doch spannend an!

Kann Beckmann empfehlen, die Isolation ist wirklich gut.

 

Du solltest beim Bewässern kein Leitungswasser verwenden, sondern Regenwasser oder entsalztes Leitungswasser.

Günstige Ionentauscher sind das Minimum, hatte ich über viele Jahre keine Probleme mit, allerdings waren im Wasser noch

viel Silikate drin (kann natürlich von Ort zu Ort variieren). Jetzt habe ich eine Umkehrosmose Anlage von Wiegandt,

die holt wirklich alles raus, auch Silikate.

 

Ich hab auch vom Haus direkt die Fußbodenheizung ins GWH ziehen lassen, allerdings ist diese recht träge,

was aber bei fehlender Nachabsenkung, also konstanter Temperatur bei dir kein Nachteil sein sollte.

 

Grüße

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Joachim Danz

Hallo Dominik,

 

was ich diesmal anders, beziehungsweise wieder machen würde:

  • Eine 2 m^3 große Zisterne innen unter das Gewächshaus mit einer innen liegenden Pumpe und
    Anschluss am Bodentank. Friert im Winter nicht und die Regentonnen stehen neben dem
    Gewächshaus nicht blöd im Weg herum.
    Verrohrung so machen, dass das Regenwasser vom ganzen Gewächshausdach hinein fließen kann.
  • Genügend Fenster auch im Seitenbereich und im Dach um im Sommer quer lüften zu können.
    Evtl. eine zweite Tür. Unbedingt simple mechanische Öffner, die sehr zuverlässig arbeiten.
  • In allen Ecken ausreichend dicke Leer-Rohre durch das Fundament um nachträglich noch
    flexibel zu sein.
  • Am Boden Steine, die leicht zu reinigen sind. Die hellen Waschbetonsteine sehen bei mir zwar prima
    aus, wenn sie sauber sind, werden aber auch schnell schmutzig und von Algen/Moos bewachsen.
  • Die hohlen Aluprofile vor der Montage mit Isoliermaterial füllen, damit sie noch besser gedämmt sind.
  • Stromanschluss in allen Ecken, bzw. gut zugänglich.
  • Aussenschattierung vorsehen.
  • Beleuchtung für die Pflanzen im Winter einplanen - und damit man abends noch ins Gewächshaus kann,
    um die Pflanzen anzuschauen.
  • Mehrere getrennte Stromkreise mit jeweils eigenen FI-Schutzschaltern (falls mal einer fliegt, geht die
    zweite Not-Heizung noch).
  • Redundante Heizungen, falls mal eine ausfällt.
  • Verdunstungskühler, falls die Pflanzen die Sommertemperaturen nicht mögen.
  • Rollbare Tische um an die Fenster zum Putzen zu kommen.
  • Klarglas im Seitenbereich, wenn man hinsehen kann - man kann die Pflanzen so auch von außen ansehen
    und es sieht dann aus wie ein Wintergarten.
  • Temperatur-Überwachung mit Fern-Alarm auf dem Handy.
  • evtl. als Erdhaus, dann gewinnt man deutlich an Höhe.
  • Automatische Bewässerung - damit niemand die Pflanzen vergisst, wenn man verreist ist.
  • Pulverbeschichtete Profile - dann muss man auch mit dem Regenwasser keine Bedenken haben.
  • Überwachungskamera, dass man auch aus der Ferne den Zustand der Pflanzen kontrollieren kann.
  • Wlan, das stabil bis ins Gewächshaus reicht.
  • größer!

Das Heizen mit der Wärmepumpe (Split-Inverter-Klimagerät 5.4kW Heizleistung) hat diesen Winter prima geklappt.


Die Isolier-Angaben der Gewächshaus-Hersteller sind meiner Erfahrung nach leider nicht ganz korrekt. Ich hatte
im Vorjahr nur zwei elektrische Heizer mit 2.8kW - einer davon hatte bei -20 Grad nicht ausgereicht (Hoklartherm
Vario-TH, 12m^2, ähnlich gut isoliert wie das Plantarium). Hätte laut Herstellerangaben eigentlich gut reichen sollen.

 

Mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein, daher  noch zwei Bilder zur Veranschaulichung/ zum Angeben:

 

DSC05249.thumb.jpg.3e89651ebd5a484f078f184b492cf340.jpg

 

DSC05263.thumb.jpg.0421e47bccb55059f5645ad6432a7e33.jpg

 

Melde Dich, wenn Du Fragen hast!

 

Viele Grüße

 

Joachim

 

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Sonja Schweitzer

Hallo Joachim,

ärgere Dich nicht, solltest Du keine Zisterne im Boden haben! Das Wasser darin stinkt nach einer Weile bestialisch! Kann man meiner Meinung nach nicht mehr guten Gewissens für die Pflanzen verwenden, höchstens für den Garten.

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Joachim Danz

Hallo Sonja,

 

vor 3 Minuten schrieb Sonja Schweitzer:

Das Wasser darin stinkt nach einer Weile bestialisch!

 

mit einer ausreichend großen Service-Öffnung sollte es eigentlich klappen, dass man
die Zisterne gelegentlich leer pumpt und mit dem Hochdruckreiniger innen sauber
macht - oder? Die Regentonnen muss ich ja auch gelegentlich sauber machen...

 

Viele Grüße

 

Joachim

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Benjamin B.

Hallo Joachim klasse GWH. Noch würden die Stromkosten pro anno für den Betrieb der Wämepumpe interessieren.

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Sonja Schweitzer
vor 11 Minuten schrieb Joachim Danz:

Hallo Sonja,

 

 

mit einer ausreichend großen Service-Öffnung sollte es eigentlich klappen, dass man
die Zisterne gelegentlich leer pumpt und mit dem Hochdruckreiniger innen sauber
macht - oder? Die Regentonnen muss ich ja auch gelegentlich sauber machen...

 

Viele Grüße

 

Joachim

 

Aber Regentonnen sind besser zu handeln, als eine Zisterne. Und wenn Du die Zisterne zum Reinigen komplett leer pumpen musst ist das Wasser erst mal weg, während man Tonnen Stück für Stück leer machen kann. Wegen des Gestanks verzichte ich bei meinem neuen GH auf eine Zisterne. Hab´s mal bei jemandem gerochen, ist wirklich eklig und der "Duft" durchströmt den gesamten Garten.🤮

Vielleicht könnte eine konstante Umwälzung helfen, aber da bin ich überfragt.

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Thomas Adam

Hallo,

 

ich habe eine  1m3 ibc Tank vergraben. 

Hab das Loch vergrößert als Zugang. Da geht ganz gut. Würde es heute aber etwas anders machen.

Sauber gemacht hab ich in 9 Jahren 2 mal, ein mal weil ich zu blöd war.

 

 

Das was Sonja sagt mit stinkendem Wasser kann ich so nicht bestätigen.

Das hatte ich nur in der Regentonne.

Musst das Wasser am besten vorher filtern, dann klappt das auch.

 

Würde immer wieder das mit dem Tank so machen, ein paar Änderungen und 3 Stück verbinden.

 

Gruß Thomas

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Berni Toller

Hallo,

bin gerade noch beim Fertigstellen meines Gewächshauses.

Bin auch ein Zisternen-Gegner, hatte ebenfalls Probleme mit stinkendem Wasser früher. Wenn du Platz hast, würd ich Regentonnen bevorzugen. Da kann man das Wasser auch mal optisch kontrollieren und ggf. austauschen. 

Wenn ich mir deine Baustelle so ansehe, würd ich die Heizung ans Haus anhängen. Ist wohl die sinnvollste Lösung und dauerhaft. Hab mir verzinkte Rippenrohr-Heizkörper fürs Gewächshaus angeschafft. Die sind optimal für Feuchträume.

 

Grüße

 

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TLorenz

Hi

 

Ich würde auf jeden Fall eine Isolierende Schicht zwischen Fundament und Aluprofil mit reinarbeiten. Die ganzen Jahre über fungiert das Aluprofil als Kältebrücke und ist an sehr kalten Tagen vereist.

Einen Solarbetriebenen Lüfter würde ich auf jeden Fall auch wieder mit reinmachen, das hat sich als sehr vorteilhaft herrausgestellt.

Ebenso eine zweigeteilte Tür, die man im Sommer oder zum lüften offen lassen kann.

 

Gruß Thomas

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Stefan
vor 2 Stunden schrieb Sonja Schweitzer:

Hallo Joachim,

ärgere Dich nicht, solltest Du keine Zisterne im Boden haben! Das Wasser darin stinkt nach einer Weile bestialisch! Kann man meiner Meinung nach nicht mehr guten Gewissens für die Pflanzen verwenden, höchstens für den Garten.

Das stimmt so sicherlich nicht pauschal Sonja. Ich betreibe seit über 10 Jahren eine 10 m3 Zisterne, das Wasser läuft leicht gefiltert rein, der Überlauf in einen Bach. Weder stinkt das Wasser da drin noch ist es für unsere Pflanzen ungeeignet.

Falls Bedenken bestehen, kann man über einen zB Edelstahlfilter sehr fein vorfiltern, da kommt sehr sauberes Wasser in die Regentonnen/Zisterne.

 

Viele Grüße

 

Stefan

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Dr. Greenthumb

Da ich momentan selbst dabei bin die Vorbereitungen für mein Gewächshaus zu treffen, würde mich dieser Punkt hier interessieren.

vor 5 Stunden schrieb Joachim Danz:

Die hohlen Aluprofile vor der Montage mit Isoliermaterial füllen, damit sie noch besser gedämmt sind.

Meinst du damit einfach entsprechend breite Styrodur Streifen schneiden und rein schieben oder mit Bauschaum füllen oder gibt es etwas spezielles an das ich gerade nicht denke?

 

Ich baue in mein Gewächshaus ebenfalls eine Zisterne ein, vor nen paar Tagen frisch im Boden versenkt und bin eigentlich auch der Meinung, dass sofern man nicht groben Schmutz mit reinfließen lässt, sich kaum Schlamm und Zersetzungsstoffe bilden sollten, also auch kein Gestank. Wenn doch muss man halt in den sauren Apfel beißen und die Zisterne ein mal im Jahr säubern. 

Zu meinem Gewächshaus werde ich noch einen seperaten Thread erstellen, da können wir das Thema dann gerne noch einmal vertiefen.

 

Viele Grüße

 

Lukas

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Eike Matthias Wacker

Meiner Erfahrung nach sollte man einfach Dachflächen meiden, die unter Baumbestand stehen, dann sollte sich auch nicht ganz so schnell Dreck in den Dachrinnen ansammeln.

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aristoflora

Hallo miteinander,

 

zunächst einmal ganz herzlichen Dank für alle Eure Antworten und äußerst konstruktive Ideen und Vorschläge!

 

vor 19 Stunden schrieb Christoph Hübner:

Allerdings geht mit Dämmung auch der positive Kühleffekt des Erdreichs im Sommer verloren. Aus energetischer Sicht ist es also fraglich, ob ein Erdhaus für tropische Pflanzen sinnvoll ist. Der Höhenzuwachs ist aber natürlich noch ein anderes Argument. Hast du dir schon über die Kühlung Gedanken gemacht?

Christoph, den Kühleffekt brauche ich in dieser Hinsicht gar nicht so sehr - wenn es zB. um Aristolochia aus dem Kongo o.ä. geht, die fangen erst bei 35 Grad an mal anständig durchzuwachsen. Die Hitze ist durchaus Zweck der Übung. In einem großen Haus sollte sich das ja ohnehin ja besser verteilen als in solchen 0815-Häuschen, oder ist das eine falsche Annahme? Für die dann allerdings notwendige Luftfeuchte werde ich das analog zur Wilhelma machen, die mit feinem Flusskies mit Katharinenmoos als Aufwuchs exzellente Ergebnisse haben. Gerade für Töpfe zum Hineinstellen sehr praktisch.

 

vor 19 Stunden schrieb Christoph Hübner:

Nachtrag: Was genau meinst du mit Freiflächenheizung?

 

Die Temperaturauslegung der Fußbodenheizung nimmt man dann über die Heizlast (Heizleistung bei Minimaltemperatur) des GWH vor.

 

Für eine grobe Auslegung der benötigten Nennleistung des Wärmeerzeugers kann dir der GWH-Hersteller sicher helfen.

 

Ob sich der ganze (finanzielle) Aufwand lohnt oder einfach ein gasbetriebener GWH-Heizer ausreicht, musst du wissen.

 

Mit Freiflächenheizung meine ich einfach ein strombetriebenes Heizkabel, wie man es zB. für Garageneinfahrten verwendet. Ich werde da vermutlich 2 verwenden müssen, da die größte Ausführung 10 qm beträgt mit einer Heizleistung von 300 W/qm. Der maximale Energiebedarf nach meiner Berechnung (-20 °C auf + 20 °C beheizt) beträgt inklusive Unsicherheit wohl etwa so 7000W. In einem solchen Extremfall  würde ich aber die Heizung ohnehin um einige Grad herunterdrehen..

 

Den gasbetriebener GWH-Heizer werde ich ganz sicher primär verwenden, da stimme ich Dir zu. Nur wenn alle Stricke reißen bzw. es mit dem Gas Probleme geben sollte, ist eine Heizung über eine ganz andere Energiequelle/Elektrik sicher nicht verkehrt.

 

vor 12 Stunden schrieb Jo_Schmidt:

Hört sich doch spannend an!

Kann Beckmann empfehlen, die Isolation ist wirklich gut.

 

Du solltest beim Bewässern kein Leitungswasser verwenden, sondern Regenwasser oder entsalztes Leitungswasser.

Günstige Ionentauscher sind das Minimum, hatte ich über viele Jahre keine Probleme mit, allerdings waren im Wasser noch

viel Silikate drin (kann natürlich von Ort zu Ort variieren). Jetzt habe ich eine Umkehrosmose Anlage von Wiegandt,

die holt wirklich alles raus, auch Silikate.

 

Ich hab auch vom Haus direkt die Fußbodenheizung ins GWH ziehen lassen, allerdings ist diese recht träge,

was aber bei fehlender Nachabsenkung, also konstanter Temperatur bei dir kein Nachteil sein sollte.

 

Grüße

Danke für die nochmalige Empfehlung von Beckmann!

Beim Stichwort Leitungswasser muss ich hier nochmal unterstreichen, dass das Gewächshaus zu 95 % aus Aristolochia bestehen wird, denen das glücklicherweise herzlich egal ist. Aber auch abgesehen davon ist unser Leitungswasser scheinbar so weich, dass ich seit jeher eigentlich alle meine Karnivoren nur damit gieße. Einziger Effekt ist, dass man empfindlichere ggf. etwas häufiger umtopfen muss.

 

Mit "recht träge" meinst Du die Ansprechzeit, bis es im Gewächshaus warm wird bzw. abkühlt, nehme ich an? Das ist tatsächlich etwas, was mit einem einfachen Thermostat nicht so zu lösen ist...

Auch wenn das GWH keine/kaum eine Nachtabsenkung haben soll habe ich natürlich nicht vor dieses den ganzen Sommer über zu beheizen wenn die Pflanzen akklimatisiert sind, daher finde ich den Aspekt doch sicher bedenkenswert für die Übergangszeit. Wie löst Du das?

 

vor 10 Stunden schrieb Joachim Danz:

Hallo Dominik,

 

was ich diesmal anders, beziehungsweise wieder machen würde:

  • Eine 2 m^3 große Zisterne innen unter das Gewächshaus mit einer innen liegenden Pumpe und
    Anschluss am Bodentank. Friert im Winter nicht und die Regentonnen stehen neben dem
    Gewächshaus nicht blöd im Weg herum.
    Verrohrung so machen, dass das Regenwasser vom ganzen Gewächshausdach hinein fließen kann.
  • Genügend Fenster auch im Seitenbereich und im Dach um im Sommer quer lüften zu können.
    Evtl. eine zweite Tür. Unbedingt simple mechanische Öffner, die sehr zuverlässig arbeiten.
  • In allen Ecken ausreichend dicke Leer-Rohre durch das Fundament um nachträglich noch
    flexibel zu sein.
  • Am Boden Steine, die leicht zu reinigen sind. Die hellen Waschbetonsteine sehen bei mir zwar prima
    aus, wenn sie sauber sind, werden aber auch schnell schmutzig und von Algen/Moos bewachsen.
  • Die hohlen Aluprofile vor der Montage mit Isoliermaterial füllen, damit sie noch besser gedämmt sind.
  • Stromanschluss in allen Ecken, bzw. gut zugänglich.
  • Aussenschattierung vorsehen.
  • Beleuchtung für die Pflanzen im Winter einplanen - und damit man abends noch ins Gewächshaus kann,
    um die Pflanzen anzuschauen.
  • Mehrere getrennte Stromkreise mit jeweils eigenen FI-Schutzschaltern (falls mal einer fliegt, geht die
    zweite Not-Heizung noch).
  • Redundante Heizungen, falls mal eine ausfällt.
  • Verdunstungskühler, falls die Pflanzen die Sommertemperaturen nicht mögen.
  • Rollbare Tische um an die Fenster zum Putzen zu kommen.
  • Klarglas im Seitenbereich, wenn man hinsehen kann - man kann die Pflanzen so auch von außen ansehen
    und es sieht dann aus wie ein Wintergarten.
  • Temperatur-Überwachung mit Fern-Alarm auf dem Handy.
  • evtl. als Erdhaus, dann gewinnt man deutlich an Höhe.
  • Automatische Bewässerung - damit niemand die Pflanzen vergisst, wenn man verreist ist.
  • Pulverbeschichtete Profile - dann muss man auch mit dem Regenwasser keine Bedenken haben.
  • Überwachungskamera, dass man auch aus der Ferne den Zustand der Pflanzen kontrollieren kann.
  • Wlan, das stabil bis ins Gewächshaus reicht.
  • größer!

Das Heizen mit der Wärmepumpe (Split-Inverter-Klimagerät 5.4kW Heizleistung) hat diesen Winter prima geklappt.


Die Isolier-Angaben der Gewächshaus-Hersteller sind meiner Erfahrung nach leider nicht ganz korrekt. Ich hatte
im Vorjahr nur zwei elektrische Heizer mit 2.8kW - einer davon hatte bei -20 Grad nicht ausgereicht (Hoklartherm
Vario-TH, 12m^2, ähnlich gut isoliert wie das Plantarium). Hätte laut Herstellerangaben eigentlich gut reichen sollen.

 

Melde Dich, wenn Du Fragen hast!

 

Viele Grüße

 

Joachim

 

 

Lieber Joachim, vielen Dank für Deine wahnsinnig ausführliche Auflistung! Das hilft sehr!

Ich versuche mal meine Gedanken zu Deinen Punkten niederzuschreiben...

  • Stichwort Wasser - wie gesagt, das Wasser an sich ist völlig unwichtig aufgrund der hiesigen Gegebenheiten - aber wie (oder ob) ich im Winter dort Wasser verfügbar haben sollte (oder will), darüber habe ich mir witzigerweise noch gar keine Gedanken gemacht. Die Hauswand ist am nächsten Punkt etwa 10 m entfernt, evtl. könnte man von dort die Zufuhr holen wenn sie isoliert ist? Geht das? Davon habe ich ehrlich keine Ahnung...
  • Automatische Öffner und ähnliches sind fest im Plan.
  • an weitere Leerrohre habe ich nicht gedacht, da das GWH mit 2 von 3 weiteren Seiten zum Nachbar/Straße steht - würde ich aber dennoch einbauen, das macht Sinn. Wie isolierst Du die dann unterirdisch am besten?
  • Der Boden soll lediglich ein Weg aus U-Steinen werden, zwischen denen besagter Flusskies aufgefüllt wird (unter dem sich auch die Fußbodenheizung verbirgt) und in welchem dann auch Großpflanzen stehen. Zu den Seiten hin werden es wohl 2 Tischreihen, unter denen ebenfalls der Kies ist.
  • >>Die hohlen Aluprofile vor der Montage mit Isoliermaterial füllen, damit sie noch besser gedämmt sind<< Hm. Irre ich mich oder sind Luft/hohle Profile nicht viel besser isolierend als wenn ich zB. Styropor/dur hineinfülle? Das sorgt ja dann wieder für eine schwache Wärmebrücke, die nur mit Luft doch eigentlich doch noch schwächer sein müsste?
  • Außenschattierung ist notiert und unverzichtbar..
  • Beleuchtung..mal sehen, der Anzuchtbereich hat auf jeden Fall genug Licht im Winter, ob das dann auch für den Rest reicht ist eine andere Frage.. oder ob ich es brauche. Ich glaube das muss ich situationsbezogen nach dem Aufbau testen.
  • Mehrere getrennte Stromkreise mit jeweils eigenen FI-Schutzschaltern --> ich glaube, wir haben selbst im Haus nur 2 unterschiedliche Stromkreise, von denen ich nur 1 bis ins GWH ziehen kann (daher und aufgrund des besseren Wirkungsgrads will ich ja unbedingt Gas darin haben). Die Heizung an sich zieht aber schon sehr stark wenn sie denn maximal beansprucht wird (~7 kW), gibt es hierfür eine sinnvolle Lösung überhaupt?
  • Verdunstungskühler --> der sollte meiner Ansicht nach ja überflüssig sein hinsichtlich Aristolochia. Heliamphora müsste ich auf jeden Fall im Türbereich im Sommer halten...
  • rollbare Tische: Die wären in der Tat schön und sehr praktisch, wenn nicht ein Teil der Pflanzen ja die volle Höhe auskosten dürfen soll. Von daher werde ich mich hier wohl mit 2 Reihen parallel an der Längsachse an den beiden Seitenflächen begnügen, wo alle Zwerg-Aristolochia + die Carnivoren dann landen.
  • Temperaturüberwachung, automatische Bewässerung, Erdhausbau, WLAN und Überwachungskameras existieren schon und ziehen einfach um...
  • Stichwort pulverbeschichtetes Aluminium - was genau ist denn mit dem Aluminium von Beckmann, habe soeben beim Nachsehen nochmal keine Info dazu gefunden. Das wird doch wohl eloxiert sein, sonst können die ja wohl kaum 20 Jahre Garantie auf die Alukonstruktion geben, oder..?

Hinsichtlich deiner Wärmepumpe muss ich noch erstmal weiter einlesen, interessant ist das nämlich durchaus sehr!

Wahnsinnig tolle Bilder aus deinem GWH. Wäre schön wenn das hier auch so ähnlich endet.

 

vor 9 Stunden schrieb Berni Toller:

Wenn ich mir deine Baustelle so ansehe, würd ich die Heizung ans Haus anhängen. Ist wohl die sinnvollste Lösung und dauerhaft. Hab mir verzinkte Rippenrohr-Heizkörper fürs Gewächshaus angeschafft. Die sind optimal für Feuchträume.

 

Vielen Dank für Deinen Input! So ist der Plan, ca. 10 m sind hierfür nur zu überbrücken, da der Hauptanschluss glücklicherweise exakt gegenüber dem geplanten GWH sich befindet.

Bekommt man denn mit solchen Heizkörpern der benötigten maximalen Temperaturdifferenz im Extemfall bei? Ich hatte mich relativ ausführlich mit Heizungen beschäftigt, aber an diesen Typ habe ich gar nicht gedacht. Hinsichtlich Feuchträumen ist das wie Du sagt sicherlich sehr gut. Hast Du damit schon Erfahrungen gemacht oder verstehe ich das so, dass die bei Dir noch nicht in Betrieb sind?

 

vor 9 Stunden schrieb TLorenz:

Hi

 

Ich würde auf jeden Fall eine Isolierende Schicht zwischen Fundament und Aluprofil mit reinarbeiten. Die ganzen Jahre über fungiert das Aluprofil als Kältebrücke und ist an sehr kalten Tagen vereist.

Einen Solarbetriebenen Lüfter würde ich auf jeden Fall auch wieder mit reinmachen, das hat sich als sehr vorteilhaft herrausgestellt.

Ebenso eine zweigeteilte Tür, die man im Sommer oder zum lüften offen lassen kann.

 

Gruß Thomas

Das Fundament soll ein Beton-Styrodur-Beton "Sandwich" werden, auf dem dann letzten Endes das Aluminium der Konstruktion steht.

Aus was würdest Du denn Dir die Isolierschicht am Übergang vorstellen? Jenen Sandwich müsste ich ja nach oben wohl verschließen (und damit ungewollt eine Kältebrücke schaffen). Mir scheint Styrodur hier nämlich überhaupt nicht geeignet als Baustoff, auf den ich die Alukonstruktion aufstelle. Das ist tatsächlich noch ein Knackpunkt an der Konstruktion bzw. meiner Planung.

Hinsichtlich solarbetriebener Lüftung - so etwas hatte ich schon einmal, aber der Effekt (135 Kubikmeter Luft/Stunde waren das) machten sich in einem 7,5 qm Haus nicht sonderlich bemerkbar und waren eigentlich auch nicht wirklich nötig. In einem so großen Haus kann das aber wieder interessant werden, ich nehme mal an dass es da auch noch deutlich leistungsfähigere gibt... das werde ich auf jeden Fall noch recherchieren, lieben Dank!

 

Danke noch einmal für alle Eure Gedanken!

LG Dominik

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Andreas Wistuba

Hallo Dominik,

es wurden schon viele gute Tipps gegeben. Aber auch von mir noch etwas Input:

Mit der Isolation des Bodens nimmst Du Dir eine Eigenschaft, die ich immer sehr geschätzt habe: Versickerung. Ich möchte durchdringend giessen können und im Extremfall auch das Gewächshaus fluten können, ohne mir Gedanken zu machen, wie ich den Boden wieder trocken bekomme. Ich habe daher bewusst nie eine Bodenisolierung gemacht. Im Gartenbau gibt's sowas eigentlich auch nicht. Einfaches Betonpflaster und gut is' 😉

Ich würde mir viel mehr Gedanken um einen kostengünstigen Energieträger machen und da ist Strom leider sehr teuer. Ich würde mir von Beckmann mal eine Wärmebedarfsrechnung machen lassen und dann mal prüfen, ob Eure Hausheizung noch Reserven hat. Extrem wichtig ist in dem Zusammenhang ein sehr großer Pufferspeicher für's Warmwasser. Sonst kannst Du im Winter nicht vernünftig mit Nachtabsenkung arbeiten. Das Gewächshaus zieht Dir sonst morgens schnell den Speicher leer und kalt Duschen ist angesagt.

Ich habe in meinen größeren Gewächshäusern Lufterhitzer (Öl und Gas) hängen aber leider gibt's sowas nicht für kleine "Hobby-Häuser". Die gehen bei 30kW los...

Vielleicht hab' ich das oben übersehen aber ich würde unbedingt eine Steuerung, also eine Art kleinen Klimacomputer, verwenden. 

Wenn Du wirklich elektrisch heizen willst, solltest Du in jedem Fall mehrere Stromkreise vorsehen und dem Elektriker wirkliche Worst-Case Verbräuche sagen, damit er das ernst nimmt und vernünftig aufbaut. Ich würde in dem Fall dann im Gewächshaus einen "dick" angebunden Unterverteiler setzen lassen. Das ist besser, als mit x Stromkreisen durch ein Leerrohr zu gehen.

Ach ja - plane am besten gleich den Platz für Gewächshaus 2,3 und 4 ein. Gewächshäuser sind spätestens 3 Monate nach Fertigstellung massiv zu klein...Naturgesetz... 😉 

Viele Grüße

Andreas

 

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Berni Toller
Posted (edited)

Hallo Dominik,

falls du dich doch für Heizkörper entscheiden willst, kannst du dich mal bei der Firma "Marburger Siegen" melden. Stefan Bergrath hat sie im Nepenthes-Gewächshaus bereits im Einsatz. Von ihm hab ich auch den Tipp bekommen. 

Beckmann sagt dir, wie viel Heizleistung dein Gewächshaus benötigt, um auf Temperatur X im tiefsten Winter zu kommen. Marburger Siegen würde dann deine Heizkörper dementsprechend herstellen. 

Ich hätte Bilder für dich, wenn du willst.

Grüße

Edited by Berni Toller
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Berni Toller

Hab ich geändert Wolfgang, dankeschön 

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TLorenz

Hallo Dominik

 

Ich würde einen einfachen Streifen Schaumstoffband zwischen Aluprofil und Fundement legen, damit nicht das pure Metall auf dem Beton aufliegt.

Spontan würde ich das blaue Schaumstoffband nehmen, was man als Dehnungsfuge beim Fussbodengiessen verwendet. Vielleicht gibt es aber noch bessere Alternativen.

 

Gruß Thomas

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Wolfgang Liere

Moin Dominik,

 

was Thomas meint, sind Estrichstellstreifen, die kannst du verwenden, sind aber vermutlich auf Dauer nicht beständig. 

Willst du einfach nur thermisch entkoppeln, würde ich da einen schmalen Streifen aus Neoprene nehmen, das wird auch im Hoch- oder Ingenieurbau häufig bei thermischen Entkoppelungen (z.B. Balkonen, Brückenbau, etc.) benutzt. Ist extrem druckfest und verwitterungsstabil. 

 

Grüße

 

Wolfgang

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Joachim Danz

Hallo Dominik,

 

Am 16.5.2020 um 23:22 schrieb aristoflora:

Wie isolierst Du die dann unterirdisch am besten?

man kann etwas Styrodur hineinstecken und unter der Erde einen Stopfen
aufbringen. Nachträglich ein Loch ins Fundament zu stemmen ist echt blöd - habe
ich letztes Jahr für die Wärmeleitungen des Klimagerätes machen müssen...

 

Mein Gewächshaus hat auch nur ein Ring-Fundament und steht direkt auf
dem Kies hier in München. Ich finde es auch wie Andreas sehr angenehm,
dass man innen alles nass abspritzen kann und das ablaufende Wasser
sofort zwischen den Steinen versickert.

 

Das Fundamnet ist ca. 70 cm tief und von außen mit 5cm Styrodur isoliert.

 

Am 16.5.2020 um 23:22 schrieb aristoflora:

Irre ich mich oder sind Luft/hohle Profile nicht viel besser isolierend als wenn ich zB. Styropor/dur hineinfülle?

Im Prinzip hast Du recht, ich glaube aber es entsteht eine Konvektion im Profil und dadurch
wird dann doch mehr Energie transportiert.  - Dürfen die Physiker hier kommentieren.  🙂 

 

Am 16.5.2020 um 23:22 schrieb aristoflora:

ich glaube, wir haben selbst im Haus nur 2 unterschiedliche Stromkreise, von denen ich nur 1 bis ins GWH ziehen kann

Die Zahl der Stromkreise bzw. Phasen bei Euch vom Energieversorger spielt keine Rolle.
An der Stelle, an der die FI-Schutzschaater montiert sind, wird der Stromkreis in mehrere
aufgeteilt. - Du wirst vermutlich einen Elektriker beauftragen, der wird das schon richtig machen.

 

Am 16.5.2020 um 23:22 schrieb aristoflora:

was genau ist denn mit dem Aluminium von Beckmann,

vermutlich ist das völlig unkritisch - hatte noch den Beitrag zum Wasser von Klaus
im Kopf, der hatte aber Kupfer-Dachrinnen (wie ich gerade nachgelesen habe).

 

Ich habe bei mir auch eine Schicht Neopren zwischen Fundament und Gewächshaus.
Weniger wegen der Isolation sondern vielmehr, weil das Fundament nicht völlig glatt
und eben ist.

 

Viele Grüße

 

Joachim

 

 

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aristoflora

Hallo zusammen!

 

So, das GWH ist inzwischen geordert und soll Mitte August etwa ankommen.

 

Am 17.5.2020 um 08:37 schrieb Andreas Wistuba:

Hallo Dominik,

es wurden schon viele gute Tipps gegeben. Aber auch von mir noch etwas Input:

Mit der Isolation des Bodens nimmst Du Dir eine Eigenschaft, die ich immer sehr geschätzt habe: Versickerung. Ich möchte durchdringend giessen können und im Extremfall auch das Gewächshaus fluten können, ohne mir Gedanken zu machen, wie ich den Boden wieder trocken bekomme. Ich habe daher bewusst nie eine Bodenisolierung gemacht. Im Gartenbau gibt's sowas eigentlich auch nicht. Einfaches Betonpflaster und gut is' 😉

Ich würde mir viel mehr Gedanken um einen kostengünstigen Energieträger machen und da ist Strom leider sehr teuer. Ich würde mir von Beckmann mal eine Wärmebedarfsrechnung machen lassen und dann mal prüfen, ob Eure Hausheizung noch Reserven hat. Extrem wichtig ist in dem Zusammenhang ein sehr großer Pufferspeicher für's Warmwasser. Sonst kannst Du im Winter nicht vernünftig mit Nachtabsenkung arbeiten. Das Gewächshaus zieht Dir sonst morgens schnell den Speicher leer und kalt Duschen ist angesagt.

Ich habe in meinen größeren Gewächshäusern Lufterhitzer (Öl und Gas) hängen aber leider gibt's sowas nicht für kleine "Hobby-Häuser". Die gehen bei 30kW los...

Vielleicht hab' ich das oben übersehen aber ich würde unbedingt eine Steuerung, also eine Art kleinen Klimacomputer, verwenden. 

Wenn Du wirklich elektrisch heizen willst, solltest Du in jedem Fall mehrere Stromkreise vorsehen und dem Elektriker wirkliche Worst-Case Verbräuche sagen, damit er das ernst nimmt und vernünftig aufbaut. Ich würde in dem Fall dann im Gewächshaus einen "dick" angebunden Unterverteiler setzen lassen. Das ist besser, als mit x Stromkreisen durch ein Leerrohr zu gehen.

Ach ja - plane am besten gleich den Platz für Gewächshaus 2,3 und 4 ein. Gewächshäuser sind spätestens 3 Monate nach Fertigstellung massiv zu klein...Naturgesetz... 😉 

Viele Grüße

Andreas

 

Dankeschön für deine Gedanken dazu! Mit dem völligen Verschluss des Unterbodens habe ich eigentlich fest geplant, gerade wenn ich die Pflanzen ja auch im Winter richtig grillen möchte da drin. Vielleicht lässt sich das aber in meinem Fall ganz einfach kombinieren: Das GWH steht rückseitig zu einem ca. 1,50 m hohen Hang, der am Ende des Grundstücks um nochmal 50 cm auf die Straße abfällt. Zumindest vom Gewächshaus innen zum Hang hin könnte ich doch einfach ein Rohr ins Fundament anbringen, welches das Wasser von innen bei "Flutung" simpel nach außen leitet, ein einfacher Abfluss sozusagen. Wässern werde ich auf jeden Fall sehr viel müssen, Automatik hin oder her, da hast Du definitiv Recht.

 

Bezüglich Heizung soll besagte strombetriebene Bodenheizung der Ersatz beim Ausfall oder Problemen mit dem Gas sein, einfach um eine Sicherung zu haben. Beim Gas hatte ich in der Tat an einen solchen Lufterhitzer gedacht, die gibt es auch in kleineren Größenordnungen, so ca. 7,5-10 kW. Das sollte es für meinen Fall gut tun.

Wie gesagt habe ich es mit der Nachtabsenkung gar nicht, im Gegenteil - aber war Deine Aussage jetzt auf den Strom oder das hauseigene Gas bezogen?

 

Klimacomputer ..noch etwas, von dem ich wirklich gar keine Ahnung habe. 😂 Meinst Du, dass das essentiell ist in einem simplen Tropenhaus ohne Absenkung der Temperatur? Leztlich geht es ja "nur" um das Aufrechterhalten von 20 °C oder mehr...

 

@Joachim Danz Eure Hinweise auf mehrere Stromkreise werde ich auf jeden Fall ernst nehmen - ich plane eigentlich schon, zumindest für den worst-case mit Strom zu heizen.

 

@Berni Toller vielen Dank für den Tipp, das werde ich mir auf jeden Fall noch anschauen. In Sachen Heizung ist noch nichts endgültig festgelegt, daher potenziell sehr interessant für mich. Die Heizleistung frage ich auch umgehend noch nach.

 

@TLorenz@Wolfgang Liere und @Joachim Danz super, genau nach so etwas hatte ich gesucht, nur einfach keinen sinnvollen Baustoff gefunden. Lieben Dank! Das löst mehrere Probleme auf einmal..

 

vor 2 Stunden schrieb Joachim Danz:

Hallo Dominik,

 

man kann etwas Styrodur hineinstecken und unter der Erde einen Stopfen
aufbringen. Nachträglich ein Loch ins Fundament zu stemmen ist echt blöd - habe
ich letztes Jahr für die Wärmeleitungen des Klimagerätes machen müssen...

 

Mein Gewächshaus hat auch nur ein Ring-Fundament und steht direkt auf
dem Kies hier in München. Ich finde es auch wie Andreas sehr angenehm,
dass man innen alles nass abspritzen kann und das ablaufende Wasser
sofort zwischen den Steinen versickert.

 

Das Fundamnet ist ca. 70 cm tief und von außen mit 5cm Styrodur isoliert.

 

Im Prinzip hast Du recht, ich glaube aber es entsteht eine Konvektion im Profil und dadurch
wird dann doch mehr Energie transportiert.  - Dürfen die Physiker hier kommentieren.  🙂 

 

Die Zahl der Stromkreise bzw. Phasen bei Euch vom Energieversorger spielt keine Rolle.
An der Stelle, an der die FI-Schutzschaater montiert sind, wird der Stromkreis in mehrere
aufgeteilt. - Du wirst vermutlich einen Elektriker beauftragen, der wird das schon richtig machen.

 

vermutlich ist das völlig unkritisch - hatte noch den Beitrag zum Wasser von Klaus
im Kopf, der hatte aber Kupfer-Dachrinnen (wie ich gerade nachgelesen habe).

 

Ich habe bei mir auch eine Schicht Neopren zwischen Fundament und Gewächshaus.
Weniger wegen der Isolation sondern vielmehr, weil das Fundament nicht völlig glatt
und eben ist.

 

Viele Grüße

 

Joachim

Vielen Dank für alle Deine Ausführungen Joachim!

Die Leerrohe füge ich auf jeden Fall ein. Macht man das eigentlich am besten dann tief und auf Höhe der Bodenplatte oder knapp unter der Erdoberfläche?

 

Bezüglich Ringfundament - da hatte ich ja oben schon meine Idee dazu geschildert.

Du sagst, dass Du von außen mit Styrodur isoliert hast, auf was steht denn dann Dein GWH? Ich glaube, da verstehe ich etwas noch nicht ganz. Wenn ich das Gewächshaus auf ein Betonfundament stelle und den Styrodur von außen ans Fundament klatsche kommt doch die Kälte letzten Endes am Übergang Fundament-Aluprofil ungehemmt rein?

 

Das mit dem Füllen der Profile interessiert mich wirklich, wenn dazu noch jemand etwas weiß.

Und bezüglich Strom - jap, aus diesem Grund wird das ein Elektriker machen 😉

 

Viele Grüße, Dominik

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