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Blattlaus

Tomatenmosaikvirus

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Blattlaus

Hallo zusammen,

 

da ich jetzt schon öfters etwas vom Gurken-und Tomtenmosaikvirus gelesen habe, würde ich gerne wissen, ob es da nen Richtwert gibt, wie weit diese Gemüsepflanzen in Freilandhaltung von den Sarrcenien weg stehen sollten, damit die Blattläuse keine Party feiern und das Virus ggf. übertragen? 

 

lg Linda

 

 

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partisanengärtner

Da Läuse auch fliegende Generationen haben, die vom Wind vertragen werden und auch saugende Wanzen fliegen können, wirst Du kaum Richtwerte finden, die Dir Sicherheit geben.

Werkzeug  zwischen einzelnen Pflanzen desinfizieren oder mit Alkohol abflämmen ist schon ma eine gute Idee. Alle auffälligen Pflanzen, auch "Unkräuter" die unregelmässige Verfärbungen in Laub oder Blüte haben oder sonstwie missgebildet sind sollten gleich entsorgt werden, wenn das irgendwie virös sein könnte.

Bei bodenbürtigen Überträgern wie Nematoden, Tausendfüsser etc. werden einige Meter schon recht effektiv sein. Aber halt nicht außer Acht lassen.

Mach dich schlau wie so eine Virusbefall aussieht und oder zeig hier gute Fotos der befallenen Organe.

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Blattlaus

Ich habe aktuell keine Betroffenen Pflanzen. Möchte nur sichergehen, dass es erst überhaupt nicht dazu kommt! Darum würde ich gerne wissen wie andere Hobbygärtner mit der Problematik umgehen? 

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partisanengärtner

Sicher kannst Du nicht sein. Es gibt leider auch Pflanzen die Träger sein können aber so ein gutes Immunsystem haben das keine Symptome bei normaler Kultur auftauchen.

Ich kenne das von Wildlilien, die häufig sehr empfindlich auf Viren regieren. Einige Arten lassen sich darum kaum im Garten halten, wenn man sehr unempfindliche Arten auch hat.

Da ist zum Beispiel L. lancifolium die so gut wie nie Symptome hat, aber da sie in Massen vermehrt werden so gut wie immer Träger sind.

Natürlich gibt es auch unter den anderen Garten und Wildpflanzen solche Arten oder Sorten.

 

Der Befall bei solchen Arten kann zu einem Krankheitsausbruch provoziert werden, wenn diese unter Stress gesetzt werden. Dann zeigen sich auch da Symptome bis zum völligen Versagen.

Optimale Bedingungen sind eins der Mittel eine Virusinfektion zu verhindern oder solche am Ausbruch zu hindern.

Bei symptomlosen Träger ist eine Weiterverbreitung deutlich vermindert falls saugende oder beissende Überträger die befallen. Leider nicht unmöglich wenn es einer Pflanze schlecht geht.

 

Halte alle Pflanzen so nah am Optimum wie es Dir möglich ist und vernichte alle offensichtlich befallenen unverzüglich. So kannst Du Deine Kulturen sehr Virenarm halten.

 

Bei Lilien und einigen anderen Gruppen habe ich die Erfahrung  gemacht das manche Spurenstoffe wie zum Beispiel Bor die Gewebe so fest machen das beissende und saugende Insekten die kaum befallen. Auch scheint die Virenübertragung in der Pflanze wohl durch Verstärkung der Zellmembran stark vermindert zu sein.

Ich selber habe eine Sorte die eindeutige Virensymptome zeigten mit sehr schwachen Borgaben als Blattdünger symptomlos machen können.

Habe sie trotzdem nach zwei Jahren vernichtet.  Die Quarantänemaßnahmen haben genervt und sind wie schon gesagt auch nie sicher.

Außerdem hast Du ja Nachbarn und da sind sicher die eine oder andere Virenart unterwegs, das muß man ja nicht selber schon schlimmer machen.

 

Ich vermute das in Holland viele relativ stark mit Viren verseuchte Zwiebelpflanzen durch solche Gaben und gekonnte Kulturführung kaum Symptome zeigen. Erst wenn sie in unseren Gärten ankommen und durch Versand und Lagerung entsprechend vorgestresst sind sich als Virenschleudern outen.

Gerade Zwiebelpflanzenliebhaber können ein Lied davon singen.

Du kannst nie sicher sein. Auch wir Menschen sind wohl alle mit dem einen oder anderen Virus infiziert. Herpesformen wohl weit über 70 %. Meist ist das ja nicht tragisch. Erst wenn es uns schlecht geht oder wir älter werden kann das auch mal in die Hose gehen. Das ist nun mal Lebensrisiko.

 

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partisanengärtner

Es wird übrigens im Moment  daran gearbeitet Kulturpflanzen zu impfen. Das ist nicht so einfach wie bei Tieren aber es scheint tatsächlich aussichtsreich zu sein.

 

Das ist gerade in solchen Fällen wo sehr genetisch uniforme Pflanzen in großer Individuenzahl in den Gewächshäusern und auf den Äckern wachsen auch sehr wichtig.

Wird dann sicher auch bei unseren Klonen irgendwann zur Anwendung kommen.

Das häufigste Virussymptom fällt am wenigsten auf:  Geringere Vitalität.

 

Wenn also ein Klon in der Hinsicht von seinen erbgleichen Geschwistern stark abweicht ist das häufiger der Fall. Auch wenn es andere Pathogene gibt die ähnliche Effekte haben.

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Blattlaus

Danke für die ausführliche Info 😉

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