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Haltungsbedingungen für N.


D.Mon

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Hallo zusammen,

 

ich habe mir vor wenigen Wochen eine kleine N. Hybride aus dem Baumarkt geholt.

Der Plan ist, an einer einfachen Art zu üben und später vielleicht weitere Arten zu kultivieren.

Mittelfristig plane ich ein Moorbeet und vielleicht auch eine Moorschale anzulegen (jeweils hauptsächlich mit Dionaea-, Sarracenia-, Nepenthes- und Drosera- Arten).

 

Der Pflanze scheint es gut zu gehen, jedenfalls bildet Sie neue Blätter und auch Kannen, die teilweise täglich deutlich erkennbar wachsen.

Ich habe mich natürlich eingelesen und bin auf verschiedene Widersprüche gestoßen. Da wollte ich nach Eurer Meinung bzw. Euren Erfahrungen fragen.

 

  1. Bewässerung: Teilweise wird Anstaubewässerung empfohlen, woanders heißt es, darf nicht im Wasser stehen.
  2. Standort / Belichtung: Empfohlen wird z. B. "vollsonnig", "max. vier Stunden Sonne pro Tag", "sehr hell, aber keine direkte Sonne", "halbschattig" oder "in den Obstbaum hängen" (in meinen beiden Obstbäumen für das schattig bedeuten).
  3. Düngen: Teilweise wird regelmäßige Düngung mit halber Konzentration empfohlen, oder eben keine Düngung.

 

Als Substrat verwende ich in der Topfkultur ein lockeres Gemisch aus Weißtorf, Sand und Perlite.

Beim Moorbeet werde ich's vermutlich ähnlich machen, bin aber noch offen, meine (bis dahin noch zu gewinnenden) Erfahrungen und Ratschläge einfließen zu lassen.

 

Gruß

D.Mon

Edited by D.Mon
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Beautytube
vor 17 Minuten schrieb D.Mon:

Ich habe mich natürlich eingelesen und bin auf verschiedene Widersprüche gestoßen. Da wollte ich nach Eurer Meinung bzw. Euren Erfahrungen fragen.

 

  1. Bewässerung: Teilweise wird Anstaubewässerung empfohlen, woanders heißt es, darf nicht im Wasser stehen.
  2. Standort / Belichtung: Empfohlen wird z. B. "vollsonnig", "max. vier Stunden Sonne pro Tag", "sehr hell, aber keine direkte Sonne", "halbschattig" oder "in den Obstbaum hängen" (in meinen beiden Obstbäumen für das schattig bedeuten).
  3. Düngen: Teilweise wird regelmäßige Düngung mit halber Konzentration empfohlen, oder eben keine Düngung.

 

Das ist klar, bei der Vielzahl an Nepenthes sind die Bedingungen auch sehr vielfach.

Es gibt sie nicht DIE Nepenthes.

 

Wenn es eine Baumarkt Geschichte ist, musst Du Dich anstrengen diese Pflanze zu killen.

 

Anstau (nicht zu hoch) oder leicht feucht, alles OK. Düngen würde ich ein bisserl (Osmocote, Blattdüngung, ...). Es macht einfach mehr Spass, wenn die Dinger auch richtig gut wachsen.

 

Meine Baumarkt Hybriden stehen in der Blumenkugel am Fester in reinem Sphagnum und bekommen die Fliegen, die mich am Abend beim Fernsehen stören.

Ich dusche extra nicht mehr um mehr Futter für die Pflanzen anzulocken. Außerdem habe ich seitdem den Fernseher für mich mich alleine. Da soll noch einer sagen Karnivoren sind für nix.

 

Im Winter wäre eine Zusatzbeleuchtung nicht schlecht. Sonst verliert das Teil die Kannen.

Ich beleuchte nicht zusätzlich und schneide die Teile im Frühjahr rigoros zurück.

 

Weiches Wasser ist bei Blumenkugeln extrem wichtig, sonst sammeln sich Salze.

Ich sehe dies, wenn das Sphagnum nicht mehr wächst. Dann tausche ich das ganze Substrat einfach.

 

Bei allen anderen Neps würde ich mich vorher einlesen bzw. langsam hintasten.

Ich hatte zu Beginn alles was Hochland war mit guter Treffsicherheit geschlachtet. Erst nachdem ich die erforderlichen Bedingungen ziemlich exakt einhalte funktioniert es ziemlich gut.

Man kann bei komplizierten Arten auch den Weg über Hybriden gehen. Die sind leichter. Schafftn man es die Hybriden zu halten, dann schafft man möglicherweise die auch die reine Art.

 

BT

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Beautytube
vor 3 Stunden schrieb beyond:

Immer wieder gern verlinkt:

Haha hab mich nicht getraut das nochmals und schon wieder reinzustellen. Das ist eine super Seite!

 

BT

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Hallo zusammen,

 

Denk für Euer Feedback.

Ich sag jetzt einfach mal meine Gedanken dazu.

 

Mir ist natürlich klar, dass allgemeine Angaben zu den Bedürfnissen einer Pflanzenfamilie oder -gattung (Nepenthes ist die Bezeichnung der Gattung) für jede einzelne Art noch einmal hinterfragt werden müssen. Das wäre bei mir dann der nächste Schritt. Die o. g. Widersprüche habe ich aber aus unterschiedliche Quellen, die jeweils übergreifend gedacht waren und nicht für spezielle Arten.

 

Aktuell steht mein N.Topf in einem Minigewächshaus ca. 1-2 cm tief im Wasser. Da ich erst umgepflanzt habe, sollte das noch kein Problem sein. Lustig ist nur, dass ich meine Sarracenia da drin in einen Untertopf gestellt habe, weil ich auch für S. gelesene hatte, dass die keine Anstaubewässerung mögen. Die S. wächst aber so heftig, dass die in ein paar Tagen wahrscheinlich ohnehin raus muss. Von oben gieße ich nicht so gerne, weil da hin und wieder die Perlitekörner aufschwimmen können. Ich weiß aber jetzt, worauf ich achten muss.

 

Was den Standort angeht, muss ich jetzt mal überlegen, wie ich das am besten mache. Ich hab´ mir für mein geplantes Moorbeet schon einen vollsonnigen Platz im Garten reserviert. Um Staunässe zu vermeiden, könnte ich für die N. einen kleinen Hügel o. ä. anlegen und evtl. da drunter eine durchlässigere Schicht einbringen. Eine gewisse Verschattung kann ich durch Begleitpflanzen (Sumpfgräser o. ä.) realisieren. Dann müsste das doch klappen, oder? Um lokal die Luftfeuchte zu erhöhen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ich will aber nicht zu viel machen, sondern eher Pflanzen auswählen, die mit dem Gartenstandort gut klarkommen. Ich will halt zusehen, dass ich da ein dickes Spagnumpolster zustandebekomme, um die bodennahe Verdunstung zu erhöhen. Das muss erstmal reichen.

 

Düngen ist für mich zurzeit kein großes Thema. Interessiert mich mehr für die Zukunft.

Solange unterschiedliche Pflanzen zusammenstehen, halte ich mich da erst recht zurück.

 

Dass der Sand verklumpen soll, ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Empfehlung kommt (u. a.) von Matze von GreenJaws (der hier ja auch mitmacht) und soll eigentlich genau das Zusammenbacken des Substrates verhindern. Es gibt ja unterschiedliche Sande. Bei Sanden mit fein abgestufter Sieblinie und hohem Fein(st)anteil kann ich mir schon vorstellen, dass das Substrat verschlammen kann. Ich hab aber einen Quarzsand, scharfkantig, Körnung ca. 1-2 mm ohne  nennenswerte Feinanteile. Ich hab´ den Quarzsand u. a. deshalb genommen, weil ich irgendwo gelesen hatte, dass die Pflanzen auch Silizium brauchen.

 

Gießen tue ich ausschließlich mit Wasser aus der Regentonne. Für Trockenzeiten habe ich einen Kanister destilliertes Wasser in Reserve. Durch das Tonnenwasser gibt es einen gewissen Eintrag von organischer Substanz (hauptsächlich Pollen), aber ich denke das ist so wenig, dass es wohl unproblematisch ist.

 

Zusatzbeleuchtung verwende ich auch, und zwar zurzeit Abends zwei bis vier Stunden mit einer billigen 25W Fullspektrum LED Leuchte aus China.

Manchmal lasse ich die auch an bewölkten Tagen brennen. Wie ich das dann im Winter machen werde, wird sich zeigen. Ich hab ja nicht unbegrenzt Platz.

 

Ich finde die Kannenpflanzen sehr interessant und werde mich sicher noch an verschiedene Arten heranwagen. Wie immer, werde ich mich zuerst an etwas robusteren Arten versuchen. Wenn das funktioniert, sehe ich weiter und schaffe mir vielleicht auch mal etwas Spezielleres an.

 

Ach so, fast hätte ich es vergessen. Das Tool hatte ich auch schon gefunden. Ist aber nicht das, was ich im Augenblick gebraucht habe.

 

Gruß

D.Mon

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KarnivorTime

Hallo, 

Ich glaube du hast das nicht ganz verstanden. Nepenthes sind keine Winterharten moorpflanzen. Jedenfalls ist mir keine Winterharte art bekannt.

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Ja richtig, Danke für den Hinweis.

Hatte ich zwar schon gelesen, aber wahrscheinlich wieder verdrängt.

Also wenn die ins Moorbeet sollen, dann so, dass ich sie im Winter reinholen kann. oder dann halt doch nicht.

 

Ich habe eben meine Kamera aus der Reparatur bekommen und musste natürlich einige Probebilder machen.

Hier also meine N.:

 

Bild_1.jpg

 

Die nummerierten Blätter sind in der Reihenfolge alle Seite Ende April bei mir gewachsen.

Eine total trockene (alte) Kanne habe ich schon abgeschnitten.

Am Blatt 1, war die Spitze mit dem Kannenansatz unter das alte Blatt gerutscht.

Die habe ich vor wenigen Tagen herausgezogen und hoffe, dass die noch kommt.

Drei der alte Blätter werden langsam gelblich.

Ich führe das auf den Stress der Umstellung und des Umtopfens zurück.

 

Und das ist die Kanne an Blatt 2. Sowas macht natürlich Freude.

Bild_2.jpg

 

Danke und Gruß

D.Mon

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