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möglichst umweltfreundlicher Torf


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Christoph Hübner

Hey Arne,

 

was genau soll denn "möglichst umweltfreundlich" in Bezug auf den Torfabbau bedeuten?

 

Viele Grüße

Christoph

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Martin Reiner

Für Dein künstliches Moorbeet stirbt halt ein Teil eines echten, welches im Gegensatz zum künstlichen Lebensraum für seltene Arten sein kann.

 

Das ist eben der Preis.

 

Am sinnvollsten erscheint mir die Menge an Torf möglichst zu begrenzen, am besten mit zahlreichen Hohlkörpern als Wasserspeicher.

 

Ansonsten könnte man im unteren Bereich  mit gebrauchten Torfsubstraten aus der sonstigen Karnivorenkultur experimentieren. Ich weiß ja nicht wie es die anderen machen, aber ich hab früher die alten Substrate nach dem Umtopfen auf den Kompost geschmissen.

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Wolfgang Liere
vor einer Stunde schrieb Martin Reiner:

Ansonsten könnte man im unteren Bereich  mit gebrauchten Torfsubstraten aus der sonstigen Karnivorenkultur experimentieren. Ich weiß ja nicht wie es die anderen machen, aber ich hab früher die alten Substrate nach dem Umtopfen auf den Kompost geschmissen.

 

Ich mische seit Jahren meine alten Substrate 50:50 mit neuen an, negative Effekte habe ich bisher nicht feststellen können. 

 

Grüße

Wolfgang

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vor 4 Stunden schrieb myscape.de:

Dachte zB an den begrenzten Torfabbau damit das Moor nicht komplett zerstört wird. Allerdings findet man gefühlt nichts bei den Herstellern dazu 🙂

 

Weil es nicht sonderlich wirtschaftlich ist nur die Hälfte Moor platt zu machen.🤑

Viele Karnivoren (grad aus Nordameria!) Wachsen am Standort aber garnicht mal unbedingt in reinem Weißtorf!

Erich Maier hat vor vielen Jahren schon nur ein Moor aus Sand und Spaghnum angelegt. Das funktioniert auch heute noch wunderbar. 

Besonders bei Sarracenia hat Torffreies Substrat meiner Meinung nach sehr viele Vorteile. 
In sehr vielen Sammlungen wird momentan auf Pinienrinde mit Zuschlägen umgestellt.

 

Ich weiß leider nicht, wie sich das im Moorbeet verhält, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es sehr gut Funktioniert. Dort kann man den Wasserpegel besser hoch halten und auch Pflanzen mit weniger gut Ausgeprägten Wurzelsystemen (Drosera, Dionaea) hätten eine Chance. 

Wenn man dann noch sehr feine Pinienrinde, oder (weiter unten) stärker zersetzten Torf und einiges An Torfmoos/ Quarzsand beimengt hat man denke ich ein sehr Moorschonendes Beet. 

Bedenken sollte man allerdings dann auch, dass es nicht so das umweltfreundlichste ist die Pinienrinde 1000+ km nach Deuschland zu karren. 😉
Es gibt also schon  eine Menge Mögllichkeiten. Es sind halt alles Alternativen.

 

Viele Grüße

Tim

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Hallo,

 

Pinienrinde ist sehr vielversprechend! Über die Jahre zersetzt sie sich zu einem Substrat, dass sehr nährstoffarm ist, einigermaßen Wasser hält, recht sauer ist und generell dem schwachzersetzen Torf sehr ähnlich sieht. Ich könnte mir ein Beet vorstellen, dass unten mit mehrmals in Regenwasser eingeweichter, grober Rinde befüllt wird (durch das Einweichen werden eventuell vorhandene Nährstoffe ausgewaschen), darauf mit einer dicken Schicht feiner, ebenfalls eingeweichter Rinde. Dann etwas drücken, obwohl die Rinde weniger sacken sollte als Torf, und darauf eine torffreie Mischung wie man sie auch  für Sarracenia verwendet. Kleine Pflanzen wie Droseras müssten allerdings ein Pflanzloch mit Sand und ganz feiner Rinde bekommen, dass bis auf den Wasserstand reicht, sonst könnten sie vielleicht etwas zu trocken stehen. Generell müsste der Wasserstand in diesem Beet recht hoch sein, weil die Kapillarwirkung bei noch unzersetzer Rinde nicht annähernd so hoch ist wie bei Torf. Eigentlich sollte der pH-Wert so niedrig sein, dass keine Fäulnis bei der Zersetzung entsteht. 

 

Ich habe auch schon von Fichtennadelhumus gehört, der ist auch Nährstoffarm und sauer. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich funktioniert. Wäre es so einfach, hätte es hier sicherlich schon jemand ausprobiert, aber ich finde nichts zu dem Thema.

 

Lg, Leo

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Also bezüglich eines Moorbeetes habe ich aktuell noch wenig Erfahrung. Jedoch kultivierte ich all meine Karnivoren erfolgreich seit Jahren in reinem Kokusfasersubstrat, welches mit etwas Seramis gestreckt wird. Ich könnte mir diese Mischung auch gut für ein Moorbeet (zumindest als Teilbestandteil des Substrates) vorstellen. In Kombination mit Pinienrinde sehe ich zudem ein sehr großes Potential für einen langjährigen Kulturerfolg im Freien! 😄

 

Liebe Grüße und noch einen schönen Abend! 🙂

Tim

Bearbeitet von Tim B.
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Hallo Tim ,

bei Deinen Töpfen , geht durch das Kleine Volumen die Rechnung auf aber schon bei einem kleinen  Moorbeet , bei einer Fläche von 1,0 x 1,0 x 0,5 m komme ich zu einem erforderlichen Volumen von 500 Liter.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass der Zusatz die Hälfte des Torfes aus Naturschutzgründen eingespart werden soll , brauche ich immer noch 250 Liter Kokosfaser ; nicht gerade wenig - das wird teuer. 
Da empfehle ich auch eher andere Füllstoffe , wie Pienienrinde oder groben Quarzsand....

Wer sich das Leisten kann und will kann das gerne machen ! 
 

Lg Christoph 

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Carsten Schulz

Hallo Christoph,

so arg teuer wird das auch nicht. Die großen Ugro Kokosblöcke kosten so etwa 12-14€ und ergeben glaub ich 70l. Ist sicher etwas teurer als Torf aber es wird sicher nicht den Ruin bedeuten.

 

Viele Grüße, Carsten

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partisanengärtner

Du kannst für Carnivoren auch auf eine ganz substratarme Haltungsweise übergehen.

https://forum.carnivoren.org/forums/topic/36569-patchworkmoorbeet-erweiterbares-moorbeet-im-baukastenstil/page/12/#comments

Schwimmend auf dem Kübel , der ganz als Wasserspeicher dient. Dadurch gibts im Substrat auch keine anaeroben Zonen und Fäulnis. Das löst sich alles im Wasserkörper.

In Regenzeiten wird das Substrat zusätzlich gespült und der Wasserkörper darunter teilausgetauscht.

 

Ich habe während starker Regenfälle das Überschußwasser in einen der mit Schläuchen verbundenen Behälter gegeben um Nährstoffe und angesammelte  Depositen auszuspülen.

Falls man eine helle kühle Überwinterung hat, kann man die ganze Insel in einem entsprechenden Behälter drinnen überwintern um nicht ganz frostharte Pflanzen die schön eingewachsen sind dort auch optimiert zu halten.

 

Die Schwimmkörper sind aus Styrodur (das zerfällt nicht wie Styropor und saugt sich auch nicht über die Jahre voll), Das Vlies drauf bemoost sich relativ schnell.

Falls die Pflanzen mal zu schwer werden und der Schwimmkörper Schlagseite bekommt kann man leicht ein kleineres Stück Styrodur drunter schieben.

 

Als Substrat nahm ich Reste von Topfinhalten, Quarzsand, kalkfreien Ton etc. und natürlich lebendes Moos, das sich da viel leichter unter Kontrolle halten lässt.

Auch die Erscheinungen von braunen Spitzen am Torfmoos die oft vom Torfsubstrat hochgesaugt werden gibts da nicht.

 

Bearbeitet von partisanengärtner
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