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F.M.

Versuch: Hochland Nepenthes ohne Nachtabsenkung durch dauerhafte Beleuchtung

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F.M.
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Vor einiger Zeit wurde hier im Forum mal die Hypothese aufgestellt, dass Hochland Nepenthes eine Nachtabsenkung brauchen, da sie sonst Nachts zu viele "Nährstoffe" verbrauchen und anschließend nach einiger Zeit "verhungern" . 

Ich dachte mir, dass man dem "Verhungern" doch einfach entgegenwirken könnte indem mann einfach dauerhaft beleuchtet und somit keine Nährstoffe aufgebraucht werden da es einfach keine Nacht gibt.

Kurzfassung: 

Keine Nacht -> keine Nachtabsenkung 

Da es wohl noch keiner Versucht hat probiere ich es einfach mal aus 🙂.

Versuch:

Für den Versuch habe ich ein altes Aquarium benutzt. Beleuchtet wird es mit einer Milyn Vollspektrum Lampe(100 W, Stromverbrauch ca. 30 Watt(Herstellerangabe)). Für Luftbewegung sorgen zwei PC Ventilatoren. Die Pflanze die ich für den Versuch verwende ist eine Nepenthes ceciliae. Dies ist eine relativ robuste Hochlandart die in der Natur auf 1500 bis 1800 Metern vorkommt. Die Pflanze steht in dem Substrat indem ich sie auch erhalten habe ( Pflanze stammt von Thomas Carow). Sieht nach einem lockeren Mix aus Perlit und Torf aus. Das Aquarium steht im Keller. Dort sind es konstant    20 Grad. Abgedeckt habe ich das Aquarium mit einer Plexiglasscheibe und etwas Frischhaltefolie . In der Mitte ist das Becken für den Luftaustausch offen. Bewässert wird durch leichten Anstau (max.0,5cm).

Die Bilder wirken etwas gelblich obwohl die Lampe eher weiß ist.

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Werde einmal Wöchentlich ein Update machen wie es der Pflanze geht. Ich bin wirklich mal gespannt wie sich die Pflanze entwickelt 🙂. Falls es funktionieren sollte werde ich das ganze auch mal mit einer empfindlicheren Hochlandart wie zum Beispiel einer Nepenthes macrophylla versuchen. 

Macht gerne auch Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Gruß 

Florian 

Edited by F.M.
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Leo Steffen

Moin, also erstmal großes Lob, dass sich jemand traut, sowas auszuprobieren! Ich habe nämlich auch schon über solche Experimente, auch was den CO2-Gehalt angeht, nachgedacht, aber einfach nicht die Kohle um das halbwegs professionell aufzuziehen.

Die Idee mit dem "Keine Nacht -> Keine Nachtabsenkung" ist ha erstmal ganz logisch. Allerdings denke ich, dass eine dauerhafte Beleuchtung nicht die beste Idee ist. Versuchs stattdessen einfach mal mit einem Langtag, also lange Beleuchtungsdauer, vielleicht 14 bis 15 Stunden. Eine Zeit ohne Licht würde ich der Pflanze schon gönnen. 

Meine Überlegung beinhaltet auch, die Pflanzenwahl. Wenn es eine robuste Hochlandpflanze ist, dann besteht doch sicher die Möglichkeit, dass sie gerade aufgrund ihrer Robustheit diese Bedingungen wegsteckt und normal weiterwächst. Ich würde eine Pflanze nehmen, die erkennbar anzeigt, dass ihr eine Nachtabsenkung fehlt, vielleicht durch das Ausbleiben von Kannen der einen Wachstumsstopp. Wenn diese Pflanzen mit den Langtag dennoch gut wachsen, wäre das ein Hinweis darauf, dass du mit dem Experiment erfolgreich warst.

Desweiteren würde ich zwei Kontrollgruppen mit Pflanzen des gleichen Klons anlegen, um sicherzugehen, dass du nicht ausgerechnet einen sehr robusten Klon erwischt hast. Also einmal eine Gruppe Pflanzen mit Langtag und ohne Nachtabsenkung, eine ohne Langtag und ohne Nachtabsenkung und eine mit Nachtabsenkung und ohne Langtag. Dann kannst du einfach eindeutigere Ergebnisse.

 

Liebe Grüße 

Leo

 

 

 

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F.M.

Hallo,

Erstmal vielen Dank für das Lob. Du hast natürlich recht was das mit mehreren Pflanzen angeht. Habe den Versuch aber nur gemacht, da ich die Lampe und die Lüfter noch von der Überwinterung der anderen Pflanzen übrig hab die jetzt im Sommer im Gewächshaus sind. Daher habe ich nur die Pflanze kaufen müssen. Wollte jetzt auch nicht gleich mehrere Pflanzen nehmen da der Verlust von mehreren Pflanzen sehr schade wäre. Eine Pflanze ist noch zu verschmerzen. Das "rubust" ist natürlich nur relativ. Das heißt dass die jetzt nicht bei den kleinsten Kulturfehlern gleich eingeht. Ich denke dass man es aber schon bemerken sollte wenn es der Pflanze nicht gut geht. Wollte auch nicht gleich mit einer macrophylla für 50€ starten da der Verlust bei der schon extrem schade wäre. Mit der Beleuchtungsdauer muss ich natürlich auch noch ein Bisschen rumprobieren. Wenn die Pflanze verfärbungem an den Blätter durch zu viel Licht hat werde ich die Beleuchtungsdauer auch etwas verringern. Pflanzen kann man soweit ich weiß dauerhaft beleuchten. Ich dachte mir wenn es bei der Aufzucht von Sarracenia Sämlingen mit der dauerhaften Beleuchtung klappt sollte es auch mit Nepenthes klappen.

Gruß 

Florian 

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partisanengärtner

 

Wenn man sieht wie schnell und gesund Sarracenien wachsen wenn sie 24/7 dauerbeleuchtet werden, dann ist es zumindest einen Versuch wert. Da hat man ja auch länger behauptet, daß das keine so tolle Idee ist. Die können ja so im Extremfall innerhalb eines Jahrs adulte Fallen machen.

Von negativen Langzeitfolgen ist mir bei Sarracenien auch bisher nichts untergekommen. Nur jede Menge Bedenken.

Ich kann mich dumpf erinnern das bei einigen Pflanzen bestimmte notwendige Stoffwechselwege nur in einer Dunkelphase erfolgen.

Wenn sie das Wachstum über längere Zeit einstellt wäre das  ein Symptom für so einen Erschöpfungszustand. Ist bei Nepenthes wohl nicht so schnell bemerkbar.

 

Ich finde es auf jeden Fall eine gute Idee das mal auszuprobieren. Von mir auf jeden Fall ein Dankeschön.

 

 

 

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Cedric
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Wobei sich hier der Zweck der Dauerbeleuchtung ja unterscheidet @partisanengärtner

 

Es wird hier ja, im Gegensatz zu Sarracenia, an Nachtabsenkung und Beleuchtungsdauer geschraubt.

 

Dennoch würde ich das Thema gerne kurz aufgreifen. Ich glaube in einer Facebook-Gruppe habe ich davon gelesen, dass eine (größere) Nursery eine "Methode" entwickelt hat, N. veitchii innerhalb Zeit x zur Blüte zu bringen. Eventuell hat das jemand verfolgt und ein paar Informationen dazu, wie man das Wissen hier vielleicht einsetzen kann?

 

Ich für meinen Teil bringe einfach mal meinen Zweifel an, mehr um @F.M. zu tivieren, als aus einer Vorahnung heraus 😉

 

Viel Erfolg!

Edited by Cedric

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F.M.
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Hallo,

Nach 8Tagen Dauerbeleuchtung kommt heute das erste Update. Die Nepenthes ceciliae wächst erstaunlich gut. Wenn die so weiter macht holt die noch meine Ventratas ein 🙂

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Eine alte Kanne stirbt derzeit ab, dafür wird aber auch schon eine neue gebildet. Das eine Blatt welches noch nicht ganz fertig ist wurde innerhalb dieser Woche gebildet, was ich für eine Hochlandnepenthes sehr beachtlich finde. Ich weiß natürlich nicht wie schnell die Pflanze unter Hochlandbedingungen wächst und deshalb natürlich auch nicht ob sie mit Dauerbeleuchtung schneller oder langsamer wächst. Es wäre toll wenn jemand der eine N. ceciliae unter Hochlandbedingungen hält hier schreiben könnte wie schnell seine wächst und man die Wachstumsgeschwindigkeit  vergleichen könnte. 

Diese Woche ist noch eine Nepenthes Stenophylla dazugekommen. Das ist zwar keine wirkliche Hochlandart, ich finde jedoch dass es trotzdem mal interessant zu sehen ist wie eine Mittelhochland Nepenthes unter Dauerbeleuchtung wächst. 

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Und jetzt nochmal eine Gesamtansicht:

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Gruß 

Florian 

Edited by F.M.
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JanniksNeps

Tolles Eperiment... Bin gespannt auf die weitere Entwicklung. 👍

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F.M.
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Hallo zusammen,

Nach nun insgesamt 15 Tagen Dauerbeleuchtung kommt heute das zweite Update.

Die Ceciliae wächst weiterhin sehr gut. Ein neues Blatt ist kurz davor sich zu "entfalten" und die neue Kanne ist auch etwas gewachsen. 

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Auch die Stenophylla wächst ganz gut. Das Licht scheint ihr jedoch etwas zu viel gewesen zu sein da die Blätter sich tiefrot gefärbt haben. Von der Stenophylla habe ich noch eine zweite im Gewächshaus unter "normalen Hochlandbedingungen" welche hingegen grüne Blätter hat.

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Da beiden das Licht anscheinend etwas zu viel gewesen ist habe ich die Lampe etwas abgedunkelt indem ich sie auf eine Plexiglasscheibe gestellt habe auf welche ich unten ein Stück Küchenpapier geklebt habe. Da die Wärmeabfuhr so etwas schlechter war habe ich einen der beiden Lüfter neben die Lampe gestellt sodass diese besser gekühlt wird. Dafür habe ich den Lüfter im Aquarium etwas höher gestellt sodass die Luftbewegung  immer noch gut ist.

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Wenn es den Pflanzen immernoch zu viel Licht ist werde ich nochmal eine Schicht Küchenpapier unten auf die Plexiglasscheibe kleben. 

Viele Grüße 

Florian 

Edited by F.M.
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Gilbolad

Hallo,

toll, dass du dieses Experiment machst, ich hatte auch schon überlegt kleine Lampen (die nur für die Nachtstunden an sind) bei den Hochlandpflanzen anzubringen -die großen Strahler dauerhaft laufen zu lassen wäre mir auf dauer zu teuer.

Habe ein kleines "Gewächs-Billyregal" gebaut. Dadrin sind konstant 26 Grad bei 18 Stunden Beleuchtung mit starker Blattdüngung. Die Pflanzen wachsen rasend schnell da drin.

 

Zu deinem Setup:

Bei deinem letzten Update wirkt die Pflanze leicht trocken.

laufen die Lüfter durchgängig?

Falls ja:

ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn die Pflanzen konstant direkten Luftstrom abbekommen (hatte einen Deckenventilator im Gewächshauszelt), dann wachsen bestimmte Arten schlechter und bilden mit der Zeit keine Kannen mehr. Bei mir war es Nepenthes hamata und spectabilis.

Obwohl die Luftfeuchtigkeit bei 70-80% war.

Ich würde vorschlagen die Lüfter indirekt pusten zu lassen. Etwas zwischen die Pflanze u. Lüfter Stellen, dass der Luftstrom drumrum muss. Oder den Lüfter per Zeitschaltur takten.


Grüße,

jeremiah

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F.M.

Hallo,

Ja, die Lüfter laufen dauerhaft. Kann den im Aquarium aber nicht einzeln ausschalten da die Lüfter einen gemeinsamen  Anschluss haben. Danke für den Hinweis. Werde dann wahrscheinlich noch einen extra Lüfter für die Lampe kaufen müssen. Trocken ist das Substrat aber nicht. Die Pflanzen Stehen ja in leichtem Anstau und somit ist das Substrat immer feucht . Ich gieße die Pflanzen ein mal täglich von oben und das Substrat ist auch deshalb eigentlich immer feucht. Das wirkt vielleicht durch das (warum auch immer) abgestorbene Moos so. Ich denke das die Kosten im laufenden Betrieb auch nicht so viel höher sein dürften. Die Kühlung würde ja auch ordentlich Strom verbrauchen.

@Gilbolad Wie lange würdest du empfehlen die Lüfter laufen zu lassen?

Viele Grüße 

Florian 

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Gilbolad

Bei mir war das Substrat auch feucht, trotzdem die Symptome.

Eine spontane Hypothese zu dem schlechteren wachstum wäre, dass die Pflanze aufgrund der ständigen starken Luftströmung eine hohe Verdunstung und damit Wasserverlust in den Blättern bemerkt. Die Spaltöffnungen sind eher geschlossen -> weniger Gasaustausch und damit schlechteres Wachstum. Kann sein, dass die Wurzeln nicht mit dem Verlust hinterherkommen, egal wie nass das Substrat ist.

 

-einen leichten Anstau würde ich nicht empfehlen, auf dauer könnte das zu Wurzelproblemen führen. Nepenthes können durchaus zu feucht gehalten werden. Das Substrat sollte lieber feucht wie ein ausgedrückter Küchenschwamm sein, und nicht so nass wie ein vollgesogener Lappen.

-Wenn du täglich gießen musst, bei so einer kleinen Pflanze, ist die Verdunstung über die Blätter offfensichtlich extrem.

 

Wenn du einen Poti zwischenlöten würdest, kannst du die Drehzahl reduzieren. Ansonsten würden so 2-3x täglich für 10 Minuten genügen um die Luft auszutauschen, schätze ich. (weiß natürlich nicht wie es mit den Temperaturen dann aussieht.)

 

Grüße,

Jeremiah

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F.M.

Hallo,

Danke für den Tipp mit dem Lüfter. Werde ich auf jeden Fall umsetzen. Anstau werde ich wahrscheinlich aber beibehalten. Alle meine Nepenthes stehen im Anstau(teilweise sogar 3 bis 4 cm) und es schadet ihnen nicht. Scheinbar kommt es aber auch auf's Substrat und die Topfgröße an. Halte alle meine Nepenthes deshalb auch in hohen Töpfen sodass sie auch hohen Anstau vertragen. Hatte hier vor kurzem im Forum das hier gelesen . Dort schreiben einige dass sie auch ihre Nepenthes im Anstau halten und es ihnen nicht schadet. 

Viele Grüße 

Florian 

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F.M.

Hallo,

Die Pflanzen stehen nun insgesamt 22 Tage unter Dauerbeleuchtung und wachsen weiterhin sehr gut. Bin leider diese Woche noch nicht dazu gekommen einen neuen Lüfter zu installieren, werde es aber nächste Woche machen.

Beiden Pflanzen scheint die schwächere Beleuchtung zu gefallen. Die Ceciliae hat das eine Blatt nun vollständig entfaltet und die neue Kanne ist auch nochmal deutlich gewachsen.

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Auch der Stenophylla gefällt die schwächere Beleuchtung. Das neue Blatt ist nun Grün und nicht mehr rot verfärbt.

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Da beide Pflanzen wirklich erstaunlich gut wachsen bin ich tatsächlich am überlegen ob ich es mal mit einer N. macrophylla versuchen soll 🙂.

Viele Grüße 

Florian 

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John Doe

Super, dass du ein Versuch dazu machst, eine Sache verstehe ich aber immer noch nicht so recht:

Du sagst du willst mit diesem Versuch herausfinden ob man die Nachtabsenkung hinfällig, wenn du permanent beleuchtest?

Wieso nutzt du dann eine Pflanze für den Versuch die bei deinen jetzigen Bedingungen problemlos auch ohne Nachtabsenkung zurecht können würde?

Für mich wirkt dein Versuch eher nach: "Kann ich eine Nepenthes 24h für einen längeren Zeitraum beleuchten?"

 

Viele Grüße

John Doe

 

 

 

 

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F.M.
Posted (edited)

Hallo,

Nepenthes ceciliae ist eine Hochlandart! Nur die Stenophylla nicht. Bitte immer ganz von vorne lesen 🙂. Die Ceciliae ist nur ziemlich robust, ganz ohne Nachtabsenkung würde sie auch nach kurzer Zeit schlecht aussehen oder das Wachstum einstellen, aber eben nicht sofort eingehen. Um 100% sicherzugehen wollte ich nur nochmal eine der Ultra-Hochlandart wie macrophylla ausprobieren. Dann ist es nämlich zu 100% bewiesen.

 

Viele Grüße 

Florian 

 

Edited by F.M.

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partisanengärtner

Eine Tieflandart sollte unter den Bedingungen schneller wachsen, da sie 24 Stunden für die Fotosynthese hat. Von den Hochlandarten nehmen viele an das sie für die Nacht die tiefen Temperaturen nutzt um mit dem so verlangsamten Stoffwechsel durch die Hungerperiode zu kommen. Sind die Temperaturen hoch reichen die tagsüber erzeugten Reserven nicht mehr hin um noch Wachstum zu generieren oder das sogar ein Minus in der Bilanz entsteht. Sowas bringt die Pflanze dann zum verhungern.

 

Soweit die Theorie.

 

Der erfolgreiche Versuch könnte so einen Effekt plausibel machen. Das würde die Haltung von Hochlandarten einfacher machen. Danke für den Versuch.

Wie sich das über längere Perioden auswirkt wird sich dann später zeigen.

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John Doe
vor 2 Stunden schrieb F.M.:

Hallo,

Nepenthes ceciliae ist eine Hochlandart! Nur die Stenophylla nicht. Bitte immer ganz von vorne lesen 🙂. Die Ceciliae ist nur ziemlich robust, ganz ohne Nachtabsenkung würde sie auch nach kurzer Zeit schlecht aussehen oder das Wachstum einstellen, aber eben nicht sofort eingehen. Um 100% sicherzugehen wollte ich nur nochmal eine der Ultra-Hochlandart wie macrophylla ausprobieren. Dann ist es nämlich zu 100% bewiesen.

 

Viele Grüße 

Florian 

 

Schon klar, dass ceci eine Hochlandart ist^^.

Ich kenne diese Art  eben nicht als besonders kompliziert welche eingehen würde, wenn die keine Nachtabsenkung bekommt, aber da haben wir wohl andere Erfahrungen gemacht. 

Die macro wäre sicherlich ein Sprung interessanter, wobei die macros von TC meinem Wissen auch nur eine natürlichen Nachtabsenkung bei ihm haben. 

Anstatt macro würde ich dir wirklich entweder lamii oder villosa probieren, da diese wohl mit am empfindlichsten sind.

 

Viele Grüße

John Doe

 

btw: Bitte nicht falsch verstehen, ich finde dein Versuch wirklich interessant und finde es auch super, dass du sowas ausprobierst. Die Pflanzen und auch die permanente Beleuchtung kosten ja immerhin auch einiges an Geld.

 

 

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F.M.

Hallo,

Ja, würde es natürlich auch gern mit einer villosa oder einer lamii probieren, kenne aber keinen Händler der die Arten derzeit verfügbar hat😅. Derzeit ist macrophylla die einzige "Ultra Hochlandart" die man bekommen kann. Werde mir dann in den nächsten Wochen mal eine kaufen. 

 

Viele Grüße 

Florian 

 

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partisanengärtner

Ich würde mich wegen weiterer Versuche mit seltneren Arten, erst mal mit den Erfolgen der jetzt im Versuch befindlichen Arten befassen.

Diese vorgeschlagene schnell schnell Vorgehensweise finde ich ein wenig übertrieben.

 

Es sind Lebewesen und zum Teil auch gefährdet, also gemach.

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F.M.
Posted (edited)

Ja, du hast natürlich Recht. Mein Gedanke war aber, dass wenn ich es jetzt noch im Sommer versuche ich die Pflanze, falls sie die Dauerbeleuchtung doch nicht so gut  verträgt, ins Gewächshaus stellen könnte wo sie dann bis zum Herbst Hochlandbedingungen hätte. Bis dahin hätte ich dann noch genügend Zeit eine funktionierende Kühlung zu bauen was im Winter nicht der Fall wäre.

 

Werde den Versuch mit den jetzigen Pflanzen erstmal noch 2-3 Wochen weiterführen und dann entscheiden ob ich es tatsächlich noch mit etwas seltenerem versuche.

 

Viele Grüße 

Florian 

Edited by F.M.

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partisanengärtner

Sollte es im Winter icht technisch einfacher sein eine Nachtabsenkung zu implementieren? Die Temperaturen draußen sind ja wohl kühl genug um den Einsatz einer technischen Kühlung überflüssig zu machen.

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F.M.

Stimmt eigentlich😅.

 

Aber wie ich oben ja schon schrieb werde ich noch mindestens 3 Wochen warten bevor ich es mit anderen Arten versuche . Dann wären die Pflanzen über 1,5 Monate unter Dauerbeleuchtung.  Ich denke dann wird sich auch nicht mehr allzuviel beim Wachstum verändern, oder? Ich bin ja selbst schon gespannt wie eine Ultra-Hochlandart unter Dauerbeleuchtung wachsen würde 🙂 .

 

Viele Grüße 

Florian 

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F.M.
Posted (edited)

Hallo zusammen,

Nach nun insgesamt 1 Monat Dauerbeleuchtung kommt nun wieder ein Update.

Die Ceciliae und die Stenophylla wachsen weiterhin sehr gut. Heute habe ich das Aquarium auch gleich mal geputzt, da es sehr verschmutzt war.

Die neue Kanne der Ceciliae ist diese Woche nochmal ordentlich gewachsen.

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 Die Stenophylla ist auch wieder etwas gewachsen.

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Und nochmal die Gesamtansicht:

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Nächste Woche werde ich 2 mal Täglich das Licht für 45 Minuten mit der Zeitschaltuhr ausschalten. Vielleicht ist das für das Wachstum ja insgesamt sogar besser wenn sich die Pflanzen kurz erholen können. Werde den neuen Lüfter deshalb auch erst in einer Woche installieren, da ich die Bedingungen nicht verändern will um das Wachstum vergleichen zu können.

 

Viele Grüße 

Florian 

 

Edited by F.M.

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F.M.

Hallo,

Diese Woche hatte ich das Licht nachts 1 Stunde und mittags für eine halbe Stunde ausgeschaltet.

Die Stenophylla ist meiner Meinung nach etwas schneller gewachsen, was aber auch daran liegen kann, dass sie jetzt erst richtig angewachsen ist. Die Ceciliae ist meiner Meinung nach aber eher etwas langsamer gewachsen. Es ist aber kein signifikanter Unterschied im Wachstum feststellbar. 

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Nächste Woche werde ich zum Vergleich wieder dauerhaft Beleuchten.

Der neue Lüfter kommt morgen. Werde dann nur noch alle 3 Stunden den Lüfter für eine halbe Stunde laufen lassen, wie es @Gilbolad vorgeschlagen hat.

Wenn ich die macrophylla bestelle habe ich auch vor gleich noch eine Heliamphora mitzubestellen. Was haltet ihr von H. nutans als Versuchspflanze? Ist die zu robust oder gut geeignet?

 

Viele Grüße 

Florian 

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Paul

Ich finde H.nutans gut geeignet als Versuchspflanze da sie doch schon ziemlich robust ist. Aber ich glaube du soltest, wenn du kannst das Licht etwas dunkler stellen da die Pflanzen doch schon so aussehen als hätten sie ziemlich viel Licht abbekommen.

LG Paul

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