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Schwarze Bätter


Indigo

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Hallo zusammen! Ich habe mir vor circa einer Woche einen langjährigen Wunsch erfüllt und mir eine Nepenthes campanulata  bei Fangblatt gekauft. Die Pflanze sah gut aus, entwickelte jedoch im laufe der Woche, schwarze Blätter. Ich hab zunächst gedacht es läge am momentan sehr heißen Wetter. Da sich aber immer mehr Blätter von der Blattspitze aus  dunkel verfärben wollte ich fragen ob jemand so etwas bereits erlebt hat und mir helfen kann. Ähnliche Szenarien habe ich nicht finden können bei meiner Recherche. Habe die Pflanze wie gesagt nichtmal ganz eine Woche. Sie steht an einem Südfenster und wird neben der Sonne noch mit einer kleinen Röhre zusatzbeleuchtet. Temperaturen sind in der Woche zwischen 27 und 33 Gad und die LF schwankt zwischen 75 und 90%.

Ich bin mir unsicher ob es ein Pilz  ist oder die Sonne. Womöglich auch eine Reaktion auf die Umstellung vom Gewächshaus ( ich gehe mal davon aus) in mein Terrarium? Habe jetzt vorsorglich mal ein leicht verträgliches anti-Pilzmittel gesprüht. Wollte mir von den Experten hier im Forum mal Rat holen. Was sagt ihr dazu? Soll ich einfach abwarten und Reagiere ich über? Oder ist es wichtig jetzt schnell zu Handeln um die Pflanze vor größeren Schäden zu retten.

Mir liegt viel an dieser Pflanze, deshalb würde ich mich über Feedback und Hilfe jeder Art wirklich freuen.

Mfg. Rico

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Hi,

Das ist ganz normal, das kommt davon, dass die Pflanze jetzt umgestellt wurde. In dieser Umgewöhnungsphase zicken die Nepenthes gerne mal rum, aber nach einiger Zeit, ca 2-3 Wochen haben sie sich an die neue Umgebung, Klima, etc. gewöhnt. Mach dir keine Sorgen 🙂

 

Lg,

Luca

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Wiedereinsteiger

Hi,

 

steht die direkt in der Sonne, sieht ziemlich welk aus?

 

Südseite mit direkter Sonne ist für Campanulata meiner Meinung nach ungeeignet. Die brauchen zwar hell, aber direkte Sonne könnte selbst bei etablierten Pflanzen zu viel sein.

Ich würde sie erstmal hell aber ohne direkte Sonne stellen, aber den Boden nicht nass, sonst faulen ruckzuck die Wurzeln ab. Leicht feucht ja, aber nicht nass. 

Ich halte meine Campis alle einfach auf dem Fensterbrett offen in Lechuza-Töpfen, bei normaler Zimmerluftfeuchtigkeit, Nordfenster mit Zusatzbeleuchtung oder offen im Zimmer stehend mit Dauerkunstlicht. Wachsen hervorragend, wenn sie mal umgestellt sind. Sind in meinen Augen die besten Fensterbrett-Nepenthes überhaupt, die Kannen halten teilweise monatelang.

Das geht aber erst, wenn sie sich wieder erholt hat und langsam abgehärtet worden ist!

Als Substrat verwende ich (ausschliesslich in Lechuza-Töpfen) eine fast rein mineralische Mischung aus Perlit / Lava / Seramis / 30% Ziersplitt und feinen Abrieb davon (scheint Kalkstein zu sein, zumindest blubbert es in Essigessenz) von Hornbach (glaube nennt sich Yellow Sun Splitt 8/16) und etwas Torf, aber kaum mehr als 20-25%

 

Mal ein Bild wie das aussieht: Ist allerdings noch ein Baby 😉

 

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Grüsse

Matze

 

 

 

Bearbeitet von Wiedereinsteiger
Schreibfehler / Foto
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Hallo, vielen Dank für euer Feedback!

@LucaB Okay , Danke da bin ich erstmal Beruhigt!

 

@Wiedereinsteiger Als welk empfinde ich sie jetzt nicht unbedingt.. die Blätter sind sehr fest. So eingerollt wie es jetzt wirkt war sie schon als ich sie erhalten hatte, da sogar noch schlimmer.

 

In direkter Sonne würde ich schon sagen. Habe viel gelesen, dass sie die direkte Sonneneinstrahlung abgesehen von brennender Mittagshitze ganz gerne mögen. Sie hat direkte Sonne von 14:00 bis circa 17 Uhr. Sie steht aber auch nicht direkt am Fenster, sondern in einem Terrarium auf der Kommode davor. Bedeutet 2 Glasscheiben und circa 50 cm abstand zum Fenster. Das hat meinen Kannenpflanzen bisher nicht geschadet. Da das Terrarium so groß ist bleibt mir auch nur das Südfenster. Wenn du der Meinung bist, dass die Sonne zuviel ist, könnte ich auch noch eine Art Sichtschutz ans Fenster anbringen? Dieser ist Schwarz aber sehr locker und dürfte wieder einiges an Licht rausfiltern.

 

Temperaturmäßig habe ich das ganze mit einem Thermohygrometer im Blick, es sollte also nicht zuheiß werden können.

Sie steht nicht im Anstau halte die Töpfe jedoch im Moment lieber ein wenig feuchter, aus Angst, dass die Pflanzen bei der Hitze sonst schnell eingehen.

Auch danke für deinen Rat mit dem Substrat. Ich weiß nicht genau in welchem Substrat ich die Pflanze erhalten habe, es sieht aber stark Torflastig aus. umtopfen will ich sie eigentlich noch nicht.. Ich habe da die bedenken, dass es der Pflanze  sonst zu stressig wird.

 

Danke schonmal für eure Antworten 

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Wiedereinsteiger

Hi,

 

ich würde zumindest übergangsweise die Pflanze vor direkter Sonne abschirmen, bis sie sich eingewöhnt hat (ich nehme immer ein Blatt Papier, lässt Licht durch aber die Pflanzen sollten dann nicht mehr verbrennen).

Bei N. campanulata habe ich die Erfahrung gemacht, dass unter Terrariebedingungen (warm mit 100% Luftfeuchtigkeit) nur verweichlichte Pflanzen dabei rauskommen. 

Die können aber auch richtig robuste und feste Blätter machen, wie man sieht 🙂

Dauernd nassen Boden vertragen die aber auch nicht, da würde ich etwas aufpassen.

 

Grüsse

Matze

 

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vor 1 Stunde schrieb Wiedereinsteiger:

30% Ziersplitt und feinen Abrieb davon (scheint Kalkstein zu sein, zumindest blubbert es in Essigessenz)

Ist das kein Problem? Bei Kalk schrillen bei mir alle Alarmglocken!

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Wiedereinsteiger

Hi Leo H.,

 

bei fast allen Nepenthes würden da bei mir auch die Alarmglocken schrillen (ausser noch bei N. northiana) , das stimmt.

 

Ich zitiere aber mal Wikipedia zu Nepenthes campanulata:

"Die Pflanze wächst in etwa 300 m Höhenlage auf bemoosten, sonst substratlosen Kalksteinfelsen in der indonesischen Provinz Ostkalimantan auf Borneo." 

 

Meine wachsen in der Mischung seit 4 Jahren extrem gut auf dem Fensterbrett, meine grösste Pflanze hat über 30 cm Durchmesser. Zumindest bei mir funktionierts 🙂

 

Grüsse

Matze

 

 

 

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wilhelmklink

Nabend, 

 

zur Pflanze kann ich nichts beisteuern, aber mir fallen zum Standort Fotos ein, die Chien C. Lee gemacht hat. Hier seine Seite mit den relevanten Fotos:

https://photos.chienclee.com/search/search?I_DSC=Campanulata&I_DSC_AND=t&I_CITY=&I_STATE=&I_COUNTRY_ISO=&I_IS_RELEASED=&I_IS_PRELEASED=&I_ORIENTATION=&_CB_I_PR=t&_CB_I_PU=t&_CB_I_RF=t&_CB_I_RM=t&I_SORT=RANK&C_ID=&_ACT=search&F_REFINE=t

Sieht beeindruckend aus. 

 

Schönen Sonntag und Gruß 

Thomas 

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@Wiedereinsteiger  Danke für den Tipp, ich werde sie mit Papier abschirmen und abwarten! Ich glaube bei 100% LF werden alle Pflanzen verweichlicht. Ich habe zu meinem bedauern in den Letzten Jahren jedoch festgestellt, dass abgesehen vom Hochsommer mein "Fensterbankklima" zu trocken ist für Nepenthes. Hatte einige bereits aber keine davon hat jemals lange Kannen gebildet (und wenn doch waren die auch nicht so schön). Deshalb das Terrarium mit höherer Luftfeuchte. 

Nass versuche ich die Pflanze nicht zu halten, habe aber wie gesagt schnell das Gefühl die Pflanze steht zu trocken. Ich denke wenn ich sie nicht im Anstau halte  oder jeden Tag gieße sollte das bei den aktuellen Temperaturen kein größeres Problem werden. Sollte ich meine mal Teilen werde ich vl auch mal die Fensterbank -Kultur ausprobieren. Aber solange ich nur eine Pflanze hab versuch ich lieber die Literaturangaben einzuhalten und zwischen 70 und 90% zu bleiben!

Ich hätte aber mal noch eine andere Frage zu deinen Pflanzen. Du sagst du hast Kalksteine im Substrat was keine Probleme mit sich bringt. Gießt du deine Pflanzen dann auch mit Leitungswasser? 

 

@wilhelmklink Hallo! sehr schöne Fotos! Sieht echt beeindruckend aus!

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Wiedereinsteiger

Hallo Indigo,

 

nein, ich gieße mit Osmosewasser (sogar nochmals nachträglich Vollentsalzt). Das kommt aber daher, dass ich noch ne ganze Menge anderer Pflanzen mit dem Wasser gieße und die Campis keine "Extrawurst" bekommen.

 

Ich denke übrigens dass die Kalksteine nicht nur "keine Probleme" machen, sondern sogar von Vorteil sind. Ich vermute mal, dass am Standort z.B. der Boden kaum sauer sein dürfte, da es an den Felswänden vermutlich schlicht keinen Torf gibt.....

 

Grüsse

Matze

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