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Der Ochsenfrosch, auf ein neues


Siroj

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Guten Tag liebes Forum.

 

Ihr seht es schon am Titel... Seitdem es nach 2002 um den amerikanischen Ochsenfrosch still wurde habe auch ich mich nicht mehr weiter mit der Thematik befasst.

Ich erinnere mich noch an die damalige Wilhelma-Ausstellung zu Neozonen (2005?!). Super!

 

Nun ja, wie der Zufall es will stieß ich beim durchstöbern des Internets auf einen brandheißen Tipp aus der unmittelbaren Region.

Also habe ich mich ins Auto gesetzt und bin los gefahren.

Seht selbst:

 

IMG_20200820_001340.jpg.07104e0e3bcc510eff9504a4caba9fde.jpgDSC06011.thumb.JPG.535f1ffabec81080741367a5980664db.JPGDSC06027.thumb.JPG.58bb198467127b6d56bb8076f9ba2dde.JPG

(handling ist durch Befreiungsaktion gerechtfertigt)

DSC06032.thumb.JPG.2fc5c413523b5d0f96581535edd533a8.JPG

 

Weitere Infos zum Habitat (Ich werde diesen NICHT preisgeben!) gerne, wenn es jemanden Interessiert.

 

Lg Joris

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Gordon Shumway

Hallo Zusammen!

 

Im Raum Gelöscht sind die Viecher recht weit verbreitet und haben keinen besonders guten Ruf. Ob dieser gerechtfertigt ist, kann ich nicht beurteilen. Habe mal gehört, dass sie angeblich zum Abschuss freigegeben sind...

 

Die Kaulquappen sind jedenfalls beeindruckend riesig, habe diesen Sommer wieder etliche gesehen.

Geht Mal Tauchen oder Schnorcheln im Baggersee Gelöscht, da schwimmen die alle paar Meter rum und sind wirklich fast nicht zu übersehen.

 

Vielleicht habe ich noch Fotos rumliegen, muss Mal suchen...

 

 

Viele Grüße,

Ralph

Edited by Gordon Shumway
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Hallo,

 

Zitat

Ich hoffe das Tierchen schadet der ursprünglichen Tierwelt nicht zu sehr.

die schaden sogar sehr sehr. Zum einen sind sie Krankheitsüberträger gegen die sie selbst immun sind, zum anderen fressen sie alles was ins Maul passt. Und sie sind größer als jedes europäische Amphibium (gramatikalisch richtig?) einschliesslich Seefrosch.

 

Gruß, Helmut

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Gordon Shumway
vor 5 Minuten schrieb moskal:

Hallo,

 

die schaden sogar sehr sehr. Zum einen sind sie Krankheitsüberträger gegen die sie selbst immun sind, zum anderen fressen sie alles was ins Maul passt. Und sie sind größer als jedes europäische Amphibium (gramatikalisch richtig?) einschliesslich Seefrosch.

 

Gruß, Helmut

 

Gefährliches Halbwissen:

Sind die Quappen nicht auch giftig für Fische? Also wenn sie gefressen werden....

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Sie werden wohl sogar von Hechten zufrieden gelassen. Ob das jetzt wirklich wegs Gift ist oder ob die einfach übel schmecken, keine Ahnung. aber sie haben hier wohl keine Feinde.

 

Gruß, helmut

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Guten Morgen

 

Danke @Beautytube für die Blumen. Ist bisher nicht einfach gewesen die Tiere zu fotografieren, nächstes mal hoffe ich auf qualitativere Bilder

 

Kann ein Admin Gordons Beitrag bitte entfernen?

Ich kenne den genannten See zwar nicht halte es aber für die denkbar schlechteste Idee einen Standort preiszugeben.

Das Forum ist für jeden Einsehbar!

Falls er gelöscht wird, diesen Hinweis bitte gleich mit...

 

Auch mir war danach, dass die quappen übel schmecken.

Und ja, hier werden sie anscheinend bejagt.

Die Tiere greifen definitiv in die heimische Fauna ein, immerhin waren es beinahe ausschließlich Ochsenfrösche die ich fand.

 

Jedoch sollte erwähnt sein, dass die 2002 prognostizierte Invasion ausblieb.

Ich will mehr über die Tiere lernen und werde wohl nun regelmäßig zu den bekannten Fundorten pilgern.

Ich werde berichten

 

Lg Joris

 

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vor 8 Minuten schrieb Siroj:

Ich kenne den genannten See zwar nicht halte es aber für die denkbar schlechteste Idee einen Standort preiszugeben.

 

Einen Standort einer invasiven Art und noch dazu einen Badeteich zu nennen halte ich für nicht so schlimm.

 

LG,

 

BT

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Achtung, nicht alle großen Kaulquappen gehören zum Ochsenfrosch.

Die Kaulquappen der Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) werden ebenfalls sehr groß (9 - 12cm, in Einzelfällen anscheinend sogar über 20cm).

Knoblauchkröte

 

LG

Heiko

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@Beautytube Wie begründest du das?

Ich bin durch ein eBay Kleinenzeigen Inserat auf den See gekommen. Dementsprechend: Doch! Ich halte es für sehr bedenklich und unverantwortlich.

Nichtmal in den Mainstream Medien wird der genaue Ort genannt, meines Erachtens nach-Zurecht! 

 

@Marco M Danke 🙂

ich werde daraus wohl ein kleines Dokumentations/ Fotografie-Projekt machen, habe lange nach ner guten Gelegenheit dafür gesucht.

 

Die Aufnahmen enstanden mit meiner sony a6500 samt Sigma 105mm EF (altes Modell ohne OSS), mit E-Mount adapter.

erste Aufnahme ist im Jpeg stark reingecroppt. Die Tiere haben ca. 3m Fluchtdistanz. Schier unmöglich nahe ran zu kommen. 

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Gordon Shumway
vor 8 Stunden schrieb Siroj:

@Beautytube Wie begründest du das?

Ich bin durch ein eBay Kleinenzeigen Inserat auf den See gekommen. Dementsprechend: Doch! Ich halte es für sehr bedenklich und unverantwortlich.

Nichtmal in den Mainstream Medien wird der genaue Ort genannt, meines Erachtens nach-Zurecht! 

 

@Marco M Danke 🙂

ich werde daraus wohl ein kleines Dokumentations/ Fotografie-Projekt machen, habe lange nach ner guten Gelegenheit dafür gesucht.

 

Die Aufnahmen enstanden mit meiner sony a6500 samt Sigma 105mm EF (altes Modell ohne OSS), mit E-Mount adapter.

erste Aufnahme ist im Jpeg stark reingecroppt. Die Tiere haben ca. 3m Fluchtdistanz. Schier unmöglich nahe ran zu kommen. 

 

Ich bitte um Verhältnismäßigkeit.

 

Wäre es eine seltene Art an einem naturbelassenen Standort würde ich dies hier nicht nennen.

 

Aber eine invasive Art an einem massenhaft besuchten Badesee?

Selbst wenn 50 Naturfreunde auf einmal kämen, um diesen Frosch zu bestaunen, würden diese zwischen Hunderten Bade- und Partygästen kaum auffallen.

 

Zumal sein Vorkommen dort kein Geheimnis ist:

 

Gelöscht

 

 

 

Relatiert und auch irgendwie interessant:

https://www.jagderleben.de/news/schrot-gegen-ochsenfrosch

 

Auch gelöscht

 

Zugeben, hier wird zwar nicht überall explizit der von mir genannte See erwähnt, aber der liegt praktisch direkt daneben.

 

Und ist zum Baden und Schnorcheln mMn der Schönste 😜

Edited by Gordon Shumway
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vor 2 Stunden schrieb Gordon Shumway:

 

Zugeben, hie wird zwar nicht explizit der von mir genannte See erwähnt, aber der liegt praktisch direkt daneben.

 

Und ist zum Baden und Schnorcheln mMn der Schönste 😜

 

Es geht doch nicht um irgendwelche Fotografen oder Hobbyisten, die die Tiere bestaunen. Es geht darum, dass die Tiere dort bleiben sollen wo sie sind und nicht für 15€ bzw 10 für 120€ auf eK landen.

(Habe screenshots vom Inserat)

 

Die heimischen Biotope scheinen gewappnet, sonst hätten sich die Tiere weiter verbreitet binnen der letzten 28 Jahre.

Dennoch muss man es nicht weiter provizieren wie ich finde.

 

Hilft doch niemandem weiter...

Und ja, der genaue Ort ist nirgends genannt. Angesichts der Menge an Seen in unserer Region bringt die Aussage "nähe Karlsruhe" oä. genau gar nichts.

 

Das ist im übrigen keine persönliche Diskussion, bin einfach kein Fan deiner Antworten. Vielleicht bearbeitest du sie ja mirzuliebe 🙂

 

 

Lg Joris

 

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partisanengärtner

Eine Zeit lang wurden in Süddeutschland diverse große Kaulquappen auch im Zoohandel  als Teichbewohner vertickt. Meist waren sie damals in Goldfischlieferungen aus Israel.

Es handelte sich dabei aber auch öfter mal um dortige Wasserfroscharten. Ochsenfrösche waren allerdings auch dabei.

Auch unser einheimischer Wasserfroschbestand neigt zu Riesenkaulquappen. Einzelne Exemplare sind sogar größer als die der Knoblauchkröte sind aber gut zu unterscheiden.

Gelegentlich schaffen sie es nicht sich zu verwandeln.

Geburtshelferkröten haben auch überwinternde Riesenkaulquappen.

Letztere Arten habe ich selbst vermehrt, aber auch so eine Riesenkaulquappe aus einer Goldfischlieferung habe ich aufgezogen. War allerdings dann doch kein Ochsenfrosch.

Ich habe ihn nicht ausgesetzt. Er landete bei einem Exotenliebhaber für sein Gewächshaus in dem auch eine Krokodilgruppe in einem abgegrenzten Bereich lebte.

 

Solche Riesenexemplare wecken Begehrlichkeiten und da kann ich Siroj gut verstehen.

Edited by partisanengärtner
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Gordon Shumway
vor 5 Stunden schrieb Siroj:

 

Es geht doch nicht um irgendwelche Fotografen oder Hobbyisten, die die Tiere bestaunen. Es geht darum, dass die Tiere dort bleiben sollen wo sie sind und nicht für 15€ bzw 10 für 120€ auf eK landen.

(Habe screenshots vom Inserat)

 

Die heimischen Biotope scheinen gewappnet, sonst hätten sich die Tiere weiter verbreitet binnen der letzten 28 Jahre.

Dennoch muss man es nicht weiter provizieren wie ich finde.

 

Hilft doch niemandem weiter...

Und ja, der genaue Ort ist nirgends genannt. Angesichts der Menge an Seen in unserer Region bringt die Aussage "nähe Karlsruhe" oä. genau gar nichts.

 

Das ist im übrigen keine persönliche Diskussion, bin einfach kein Fan deiner Antworten. Vielleicht bearbeitest du sie ja mirzuliebe 🙂

 

 

Lg Joris

 

 

Auch wenn es mir ziemlich lächerlich erscheint, da eine Google Anfrage ausreicht, um die entsprechenden Gewässer zu finden, erscheint mir dein Grundgedanke als nobel und nachvollziehbar und rechtfertigt tatsächlich irgendwie eine Nichtnennung des Gewässers  - ich hatte den Aspekt nicht auf dem Schirm.

 

Wobei deine Ansage zu den Verkaufspreisen der Frösche vermutlich mehr Potential hat, die Leute hier zu kriminalisieren....

 

 

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vor 21 Minuten schrieb Gordon Shumway:

 

Auch wenn es mir ziemlich lächerlich erscheint, da eine Google Anfrage ausreicht, um die entsprechenden Gewässer zu finden, erscheint mir dein Grundgedanke als nobel und nachvollziehbar und rechtfertigt tatsächlich irgendwie eine Nichtnennung des Gewässers  - ich hatte den Aspekt nicht auf dem Schirm.

 

Wobei deine Ansage zu den Verkaufspreisen der Frösche vermutlich mehr Potential hat, die Leute hier zu kriminalisieren....

 

 

 

Dann wirke ich dem direkt entgegen: 

 

Haltung und Vermarktung sind strafbar, ich kann mir gut vorstellen dass der Herr eine Anzeige kassieren könnte.

Die Geldstrafe steht in keiner Relation zu den lächerlichen Einnahmen, die bei gleicher Arbeitszeit zu Mindestlohn wohl deutlich höher wären.

 

Ich bin einfach der Meinung dass es niemanden  weiter bringt den expliziten Ort zu nennen.

Zum finden der Orte braucht es genau den Grips, der es verhindert Unfug mit den Tieren anzustellen.

 

Sie sind für Privatpersonen nämlich nicht zum Abschuss freigegeben oder ein Vermarktungsfähiges Produkt.

 

 

DSC06060.thumb.JPG.5bf8310e4644d53d0eb41081e0ee0058.JPGDSC06050.thumb.JPG.0c23772e0190e4d62fbec000d4242bd0.JPG

 

Zur besänftigung noch 2, wie ich finde, sehr gelungene Bilder des gestrigen Mittags

 

Liebste Grüße

-Joris

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Nicky Westphal
vor 10 Stunden schrieb Siroj:

der es verhindert Unfug mit den Tieren anzustellen

Ist das nicht irgendwie das, was schon vor 30 Jahren gemacht wurde? Also das Aussetzen dieser nicht heimischen Arten, die jetzt, ich sags mal milde, heimische Arten dezimieren? Auch wenn diese Frösche durch ihre Größe etc. sicher faszinierend sind, was sie ja erst hierher gebracht hat , gehören sie ja eigentlich nicht in unsere Seen. Abgesehen von ein paar Hobbyisten und Freunden der französischen Küche haben sie ja nun weniger Feinde als heimische Arten und auch wenn der Frosch genauso eine Daseinsberechtigung auf diesem hat, ist es eben nicht ganz so einfach. Langfristig wird die Natur das selbst regeln, eben nur auf Kosten andrer Arten. Also ist es m.E. notwendig das hier kontrolliert eingegriffen wird.

 

Grüße Nicky 

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partisanengärtner

Es waren ursprünglich nicht die gescholtenen Terrarianer die den Frosch angesiedelt haben. Es handelt sich auch hier um eine Unternehmung die die gewinnbringende Zucht zum Verzehr mit dieser Art verbessern wollte.

Nachdem die einheimischen Bestände kaum noch verzehrbare Größen hergaben war das eine aussichtsreiche Investition. Leider hat der massenhafte Import aus den Froschbeständen Asiens das verhindert, die waren noch billiger. So wurden die Frösche halt sich selbst überlassen.

Jetzt sind die Frösche Asiens extrem dezimiert und wir haben diesen netten neuen Frosch.

 

Bei den Agakröten in Australien war das ähnlich. Dort hat man allerdings diese zur Schädlingsbekämpfung einsetzen wollen. Nachdem sich das als Schnapsidee herausgestellt hat, siehe oben.

 

Ich finde das solche Unternehmungen erst mal mittels einer hohen Versicherung abgesichert werden müssten. Damit danach rechtzeitig Gegenmaßmnahmen ergriffen werden.

 

Die Beiträge sind dann bezahlbarer wenn gleich ein Nachsorgeprogramm schon vorher eingeplant und finanziert ist. Wenn man das schon kapitalistisch regeln möchte.

 

So wie es jetzt ist bleiben die Schäden und Kosten bei der Natur und Allgemeinheit hängen.

 

Edited by partisanengärtner
rechtschreibung
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Hallo,

3 hours ago, partisanengärtner said:

Es waren ursprünglich nicht die gescholtenen Terrarianer die den Frosch angesiedelt haben. Es handelt sich auch hier um eine Unternehmung die die gewinnbringende Zucht zum Verzehr mit dieser Art verbessern wollte.

So kenne ich die Geschichte nicht. Quelle?

Es heisst zwar, dass es z.B. kurz auch eine Froschzuchtfarm in Deutschland in den 30er Jahren gab, die wurde aber behördlich untersagt und auch die entfleuchten Tiere vernichtet. In Frankreich und Italien wurde man aber tatsächlich nicht mehr Herr der Lage. Eine teure Zwangsversicherung wäre, so glaube ich, nur eine Art Verbot, das dann unterlaufen werden würde. Zumal man das Risiko kennen müsste, um es zu versichern. Und da fehlte es in der Vergangenheit üblicherweise an Verständnis. Außerdem sind die Veränderungen auch mit sehr viel Geld meist nicht wieder umkehrbar.

 

Soweit ich weiß, wurden in den 70'er bis 90'er Jahren die großen Ochsenfroschkaulquappen über Gartencenter und Zoohandlungen an Gartenteichbesitzer verkauft und die meisten Einzelfunde gehen ziemlich sicher darauf zurück. Die mir geläufige Erzählweise ist weiter, ohne dass es je bewiesen worden wäre, dass bei der Geschäftsaufgabe eines Zoohändlers im Raum Karlsruhe wahrscheinlich Anfang der 90'er eine Menge Ochsenfroschkaulquappen im See entsorgt wurden. Nachdem in einigen Seen und Altrheinarmen die Präsenz der Ochsenfrösche nicht mehr zu übersehen/-hören war, wurde jahrzehntelang versucht, durch Abfischen der Ausbreitung entgegenzuwirken. Das ist nicht nur praktisch extrem schwierig, sondern geht auch nur mit Sondergenehmigung, weil die Viecher wie alle Amphibien erst einmal streng geschützt sind. Weder Ochsenfrösche noch deren Kaulquappen dürfen gefangen oder getötet werden. Auch der Besitz muss der Naturschutzbehörde mit Herkunftnachweis gemeldet werden. Leider halten sich  so manche Leute nicht daran. Es gibt immer wieder unvernünftige Tierfreunde, die die Kaulquappen fangen/kaufen/aufpäppeln und den Fröschen die Freiheit schenken, ohne auch nur eine Ahnung von den ökologischen Konsequenzen zu haben. Daher sind die Standorte besser nicht zu nennen, auch wenn es kein Geheimnis ist.

 

14 hours ago, Siroj said:

Zum finden der Orte braucht es genau den Grips, der es verhindert Unfug mit den Tieren anzustellen.

 

Das kann ich nur unterstreichen. Und das gilt auch für die leichtfertige Bekanntgabe von Karnivorenstandorten.

Dass die Ausbreitung nicht so schnell und katastrophal verläuft wie anfangs befürchtet, liegt zum Teil auch an den Gegenmaßnahmen, die allerdings immer aussichtsloser werden. Es gibt also gar keinen Grund zur Entwarnung und die Gefahr für die heimischen Arten ist keineswegs kleinzureden. Der Umbau bzw. die Globalisierung unserer Ökosysteme ist in vollem Gange und der Klimawandel tut das übrige. Vielleicht werden sich in Zukunft die Neozoen untereinander an den Hals gehen. Neben den Ochsenfröschen gibt es in den Seen noch eingeschleppte Kamberkrebse, Dreiecksmuscheln, Sonnbarsche, Kaulbarsche,  Süsswasserquallen,  etc.

 

Viele Grüße

Eric

 

P.S. Neuerdings muss ich jetzt auch noch Schäden durch Waschbären im Garten beklagen, auch wenn die wirklich sehr niedlich sind.

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Hallo,

das Kind ist doch schon längst in den Brunnen gefallen. Ansatt Geld für einen aussichtslosen Kampf einzusetzen, könnte man es für den Biotopschutz oder Rewilding-Projekte verwenden. Es ist auch nicht unbedingt so, dass neue Arten in einem Gebiet, egal ob durch den Menschen dorhin verfrachtet oder natürlicherweise, dazu führen, dass andere Arten zwingend aussterben müssen. Die meisten Arten etablieren sich und werden fester Bestandteil eines Ökosystems und machen es artenreicher (siehe Tropen). Ich habe inzwischen die Sichtweise gewechselt und betrachtet es eher aus der Sicht der jeweiligen Art. Für den Ochsenfrosch ist seine Größe, die ihn für den Vektor Mensch interessant macht, ein evolutionärer Erfolg, denn so konnte er sein Gebiet erweitern. Die Natur ist ohnehin nicht so statisch, wie wir es gern hätten. Das soll kein Freibrief sein, um irgendwelche Arten auszusetzen, aber wenn die Invasoren einmal da sind, sind sie nunmal da und höchsten auf Inseln wieder weg zukriegen.

 

Grüße

Ronny

Edited by Ronny K.
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partisanengärtner

Die Ochsenfrösche wurden wenigstens seit den 30 er Jahren nach Europa eingeführt. Froschfarmen waren die ersten. In vielen Gegenden Frankreichs gibt es seit vielen Jahrzehnten stabile Bestände. Die Poebene in Italien ist bekannt für ihre Ochsenfrösche.

Als ich jung war hatten auch hier einige Leute aus meinem weiteren Umfeld, die idee einer Froschfarm mit Ochsenfröschen als gute Investition empfunden. Wurde auch beworben. Material war relativ leicht zu bekommen,. da die Problematik noch kaum verbreitet wurde.

 

Der Fall in der Lüneburger Heide war da schon eine Ausnahme.

 

Das man die heute mit Schrot jagt empfinde ich als eine Dummheit. Es gibt deutlich weniger invasive Methoden die auch erfolgreicher sind. Vor allem ohne das ganze Blei in der Umwelt.

In einem Film über das Donaudelta sah ich die  intelligenteste. Mit einer langen Rute an der ein roter Ring oder Ball hing, lockte man die Frösche ans Boot. Im Wasser hielt man mit der anderen Hand einen langen Käscher unter Wasser. Sobald der gierige Frosch über dem Käschermaul angekommen war, ein kurzes hochschnellen das den Frosch nach hinten beförderte, dann eine drehende Bewegung die das Entkommen aus dem Käscherende verhindert und man konnte den nächsten Frosch anlocken.

 

Das dies auch mit dem Ochsenfrosch gelingen wird kann man an vielen Filmen aus den USA sehen wo Einheimische die  mit Angel und Hakenköder bis vor die Füße des Fängers locken. Bei der Donaumethode sind die Tiere völlig unverletzt und man kann die Fehlfänge nach Beurteilung wieder freilassen.

 

Da dafür eine Schulung und eine Genehmigung reicht würde das Problem an den jeweiligen Gewässern in wenigen Jahren erledigen. Eine Verwertung der Fänge und die möglichen Fehlfänge wären vermutlich die größten Probleme wegen der bestehenden Gesetze. Aber gerade bei der Art könnte man das mit Ausnahmegenehmigungen zu eng begrenzten Zeiten und Orten sicher bei dem nötigen Willen lösen.

Am Willen fehlt es wohl und die momentanen Methoden sprechen auch für einen größeren Fantasiemangel.

 

Solche Aktionen lassen sich bei gutem Wetter mit einem örtlichen Angelverein sicher organisieren. Ein Biologe zur Nachbeurteilung lässt sich bei den vielen Arbeitslosen auf dem Gebiet sicher für ein paar Wochenenden organisieren. Bei den vielen Biotopkartierern ließe sich der Paarungsruf dieser Amphibien wohl kaum überhören. Zu Verwechseln ist der auch nicht. Falls ein paar junge wieder auftauchen.

 

 

Edited by partisanengärtner
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partisanengärtner

Ich habe es natürlich als ich dies zum erste Mal hörte sofort an meinen Wasserfröschen ausprobiert. Abgesehen vom Käscher.

Selbst mehrfaches Anlocken hat das Verhalten nicht merkbar abschwächen können.

Nach ein paar Wiederholungen war ihre Fluchtdistanz deutlich gesunken. Selbst ein Wollball der größer als der Frosch war hat ihn zur gierigen Verfolgung veranlasst.

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  • 7 months later...
Gordon Shumway

Hallo Zusammen,

war gestern in einem der hier nicht genannten Seen unterwegs und habe etliche, sehr große, mutmaßliche Ochsenfrosch-Quappen gesehen.
Sie lagen in regelrechten Nestern zusammen in 5 bis 7 Metern Tiefe auf dem Grund herum.

DSCN0619.thumb.JPG.8eeaf1d2dbf6b8a67fad6a7aba563fec.JPG

 

DSCN0620.thumb.JPG.b60ca0dc7f3ccf12f808371c45d9ea27.JPG

 

DSCN0625.thumb.JPG.ad50c761ba52f2ad3e50e64f29d75465.JPG

 

 

Viele Grüße,

Ralph

 

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partisanengärtner

Das sieht mir nicht nach Ochsenfrosch aus. Eher wie die gelegentlich überwinternden Riesenquappen von Wasser und Seefrosch. Viele davon sind nicht in der Lage sich zum Frosch zu entwickeln.

Eine die ich mal vor Jahrzehnten aus einem Gartenteich erhalten hatte ist nach zwei Jahren ohne Verwandlungsansätze verstorben. Erinnere mich an einen Hormonmangel als Ursache.

Große Ochsenfroschquappen haben deutliche "Speckfalten" auf dem Rücken. Das sind Querfalten die sich bis zum Schwanzansatz auftreten. Auch die zahlreichen Punkte sprechen eher für Wasserfroschquappen.

Edited by partisanengärtner
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vor 4 Stunden schrieb partisanengärtner:

Das sieht mir nicht nach Ochsenfrosch aus. Eher wie die gelegentlich überwinternden Riesenquappen von Wasser und Seefrosch. Viele davon sind nicht in der Lage sich zum Frosch zu entwickeln.

Eine die ich mal vor Jahrzehnten aus einem Gartenteich erhalten hatte ist nach zwei Jahren ohne Verwandlungsansätze verstorben. Erinnere mich an einen Hormonmangel als Ursache.

Große Ochsenfroschquappen haben deutliche "Speckfalten" auf dem Rücken. Das sind Querfalten die sich bis zum Schwanzansatz auftreten. Auch die zahlreichen Punkte sprechen eher für Wasserfroschquappen.

 

 

Gute Zeichnung etc.:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordamerikanischer_Ochsenfrosch#/media/Datei:Bullfrtadpole.jpg

 

Schätze Axel hat recht, eher seefrosch. Aberähnliche Punkte haben auch Ochsenfroschquappen, die können auch 3 Jahre zur Entwicklung brauchen. Seefroschquappen sehen sehr ähnlich aus, Wasserfroschquappen sind sehr schwer zu bestimmen/unterscheiden. wenns keine Berichte über ausgesetzte Ochsenfrösche in der Region gibt und die Gegend nicht besonders klimabegünstigt ist, würde ich auf Seefrosch tippen!

Aber noch bessere Fotos wären mit Größenangabe hilfreich...

LG, Peter.

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