Jump to content

Einrichten einer Pflanzschale


Fuselkopf

Recommended Posts

Hallo,

 

ich bin noch recht neu in der Karnivorenhaltung, deshalb habe ich mir über die kurze Zeit erst ein paar der klassischen "Anfängerpflanzen" zugelegt. Da sie aber noch alle in einzelnen Töpfen wild durcheinander stehen und ich von Matzes Video der Schalengestalltung inspiriert bin, habe ich den Plan, ein Teil der Pflanzen zusammen in einer große Schale zu pflanzen.

Die Pflanzen wären:

- Drosera Capensis, Aliciae und Spatulata

- Pingicula Tina, Baumarkthybride (evtl. der Weser nahe), Emarginata und Moctezumae

- Nepenthes Baumarkthybride, sieht einer Rebecca x Sober sehr ähnlich

- Moose die zum Teil in den Töpfen schon wachsen

 

Das Gefäß:

- Eine 36cm Glasschale, die ca. 10-14cm hoch ist

 

Jetzt weiß ich natürlich schon, dass die Pflanzen aus unterschiedlichen Kontinenten und Lebensräumen kommen, aber ich will dennoch eure Meinung wissen.

Be Matze werden alle Pflanzen wohl in einem Torf/Perlit/Sand-Gemisch getopft. Ich möchte also wissen, ob das okay ist, oder ich doch variieren sollte. Meine Überlegung wäre z.B. die Nepenthes entweder sehr hoch, also als Art Berg zu Pflanzen, oder direkt in einem Topf zuvergraben, damit sie es nicht so feucht hat, also etwas entkoppelt ist. Die Sonnentaue, dann recht tief pflanzen, weil sie das meiste Wasser lieben, und die Pingis dann mittelhoch, und dafür in ein sehr luftiges Substrat.

Was ich so zusammengelesen haben, wäre für die Nepenthes ein Substrat mit Sphagnum, Rinde, Torf, Perlite oder ähnlichem zu bevorzugen, aber bei manchen scheint es auch mit reinem Topf gut zu klappen.

Die Drosera sind mit dem baumarktüblichen Substrat zufrieden und die Pinigs sollen von Topf bis rein mineralisch alles vertragen, aber ideal wäre eine luftige Mischung z.B. aus Torf, Vermiculit, Perlit, Bims, Seramis, Sand, Kies usw.

Jetzt stehe ich ja noch am Anfang und habe wenig Pflanzen und keine riesen Gefäße, deshalb scheue ich mich riesen Gebinde von allen möglichen Zuschlagsstoffen zu kaufen, wenn es denn nicht unbedingt sein muss. Früher oder später wird der Schritt sicher kommen, aber ist es jetzt bei dem Projekt wichtig?

Hier zu Verfügung hätte ich das Standard Substrat von Thomas Carow oder von Floraguard, Sand, und Seramis. Bisher werden die Pflanzen auch seit paar Wochen in einer Mischung aus allen dreien gehalten. Alle Pflanzen wachsen und gedeihen und bilden Blüten. Nur die Nepenthes zeigt plötzlich etwas gelbe untere Blätter seit dem umtopfen vor wenigen Tagen, die neuen sind aber schön rot. Vielleicht kann dazu auch jemand etwas Sagen.

Die Pflanzen kriegen alle am Süd/Süd-West-Fenster Licht und ab ca. 18 Uhr (zurzeit) weitere 5h Kunstlicht mit 10.000+Lux,(je nach Pflanzhöhe) damit sie auf 14-15Std Licht kommen.

 

Was haltet ihr von dieser Idee, wozu rät ihr mir?

 

Liebe Grüße

Dominik

 

 

 

123.jpg

  • Gefällt mir 1
Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

es scheint zwar möglich, aber du musst in folgenden Aspekten Acht geben:

 

Sowohl die Nepenthes als auch die Pinguicula mögen Staunässe nicht so gern. Die Droseras hingegen lieben sie. Allerdings kommen sie im Zweifelsfall auch ohne aus, sie wachsen dann auch immernoch zufriedenstellend.

 

Da es sich bei dem Glas um ein geschlossenes System handelt, ist es wirklich wichtig, dass du nur mit vollentsalztem oder Regenwasser gießt. Die Nährstoffe werden sich darin aufkonzentrieren und raus bekommst du sie kaum wenn sie erstmal drin sind.

 

Die Idee mit den verschiedenen Substraten ist gut, aber birgt ein Problem: Das mineralische Substrat muss man häufiger und durchdringender gießen, weil es schneller abtrocknet. Dieses Wasser sammelt sich dann unten am Boden und schadet unter Umständen den Wurzeln deiner Nepenthes. Deshalb würde ich für alle ein torfbasiertes Substrat wählen. Unterschiedliche Mengen Perlite hingegen sind kein Problem. Die Pinguicula moctezumae ist hart im Nehmen und wächst auch in reinem Torf gut.

 

Die Schale ist mit 14cm für die Pinguicula und die Nep sowie alle Droseras außer aliciae tief genug. Die Drosera aliciae bildet ein Pfahlwurzel und wächst deswegen in hohen Töpfen am Besten. Sie sollte aber damit klarkommen.

 

Am Boden ist Seramis empfelenswert, weil es nicht verfault, falls doch mal Wasser im Glas steht. In meiner ersten Schale gammelte der Torf ganz unten, wo immer Wasser stand (hauptsächlich weil sich dieses Wasser eben nicht austauschte und nicht ganz sauber war) und stank ziemlich.

 

Was das Moos betrifft würde ich schon versuchen an Sphagnum zu kommen, weil das einfach am schönsten aussieht. Andere Moose können auch schädlich sein, weil sie das Substrat luftdicht abschließen und somit Fäulnis fördern. Doch halte es von der Pinguicula und der D. aliciae fern, denn die können mit dem rasanten Wachstum des Mooses oft nicht mithalten. Versuche eine Art zu finden, die in der Natur auf Bulten (Erhabene Torfhügel in einem Moor) wächst, denn Sphagnum aus Schlenken (kleine Wasserlöcher) wäre es in so einem Arrangement zu trocken.

 

Ich hoffe ich konnte die weiterhelfen,

 

lG, Leo

  • Gefällt mir 1
Link to comment
Share on other sites

Stefan Krämer

Servus Dominik,

 

ich halte es für schwierig, hier das goldene Patentrezept zu geben. Am Ende ist es am besten, einfach mal zu versuchen und eigene Erfahrungen zu sammeln. 
Bei einem Gefäß dieser Höhe wird es ziemlich egal sein, ob du oben auf einem Hügel oder tiefer pflanzt. Die Wurzeln werden irgendwann unten ankommen und damit werden die Bedingungen für alle eh recht ähnlich. 
Ich frage mich eher ob es Sinn macht, eine Nepenthes einzusetzen. Die werden binnen kürzester Zeit so groß, dass sie den Rest vermutlich überwuchern und beschatten wird. Und dann wirst evtl. wieder alles umtopfen müssen. Kann sein, muss aber nicht. 
Und das Standardsubstrat ist schon ausreichend für deine Auswahl. Da musst du nicht zwingend noch extra Zusatzstoffe beimischen. 
Aber ich sag‘s mal so: Wenn man schon weiß, dass die Pflanzen eigentlich unterschiedliche Bedingungen brauchen (auch bezüglich Feuchtigkeit) und man sich eh unsicher ist, dann würd ich den Gemischtwarenladen lassen und eher gleich zu gleich gesellen. Und wenn doch alles in einen Topf, dann musst halt beobachten, lernen und ggf. regelmäßig umbauen und anpassen, bis es irgendwann läuft. 
 

Grüße

Stefan

Link to comment
Share on other sites

Hi Dominik,

 

Ich finde bepflanzte Gefäße mit sehr vielen Arten auch schöner als einzelne Töpfe. Ich habe ein paar Fehler damit gemacht in der Vergangenheit aber man lernt ja dazu. Ich kann dir nur empfehlen eine Art Wasserstandsanzeige zu integrieren. Ich habe alles immer übergossen, was leider bei empfindlicheren Arten zu Ausfällen geführt hat.

Ich habe ca 2cm seramis als drainage und sonst Standard substrat für alles verwendet. Alles was nicht so feucht stehen sollte ist in töpfen eingepflanzt die auf der Schicht seramis stehen. Da diese kaum von unten Wasser ziehen können gieße ich also eher von oben. Durch den Bastler-Wasserstandsanzeiger kann ich aber auch die drainige Schicht fluten.

 

Das ganze Setup steht so aber erst seit ein paar Monaten, aber scheinbar gedeiht alles bis jetzt. Ob ich damit noch mehr lerne zb durch überwinterung etc ist nicht auszuschliessen, aber zumindest das übergießen habe ich im Griff ?

 

Grüße, 

Jogi

Link to comment
Share on other sites

Hallo ihr Lieben und danke für eine Antworten.

 

Mir ist schon klar, dass es etwas gewagt ist und natürlich ein reines "Artenbecken" immer der beste weg, um den Pflanzen gerecht zu werden. Aber ich möchte den Versuch wagen, bin mir aber auch absolut sicher, es wird nicht das letzte Gefäß/Topf oder ähnliches sein und auch wird die Schale sicher noch einige Male verändert werden. Es ist natürlich grade für mich als Anfänger auch ein Lernprojekt, bei dem ich hoffentlich einiges an Erfahrung sammeln und machen kann. Dein erster Satz @Stefan Krämer beschreibt es. Da ich ja noch nicht viele Pflanzen haben, die ich als reines Artbecken halten könnte, soll diese ein erster Versuch sein, bis ich meinen Bestand erweitert habe^^

 

Bei der Nepenthes bin ich auch am meisten am hadern. Ich habe noch eine Ventrata, die schon deutlich größer ist, diese würde ich jetzt nicht mehr dazu setzen. Ich weiß dass die meterlang werden, aber die "Rebecca Sober" ist jetzt noch so klein, und wächst auch deutlich langsamer, daher will ich sie zumindest zeitweise dazusetzen, bis sie rausgewachsen ist. Deshalb die Idee mit dem Topf, so wie @Jogi_123 es beschrieben hat. Eine Art Modul^^.

Die Idee mit dem Gießanzeiger finde ich auch nicht schlecht. Erzähl mal was bei dir genau das Problem war. Es stand immer so viel verstecktes Wasser in der Erde, dass alles vergammelt ist?

Wie würde es denn in dem Gefäß mit dem Gießen grundsätzlich aussehen. Nur feucht halten, aber stehendes Wasser im unteren Bereich maximal bis zur Oberkante der Drainage? 

Bei der Pflanzwahl habe ich schon versuch nur Pflanzen zu nehmen die leicht sind, das ganze Jahr im "warmen" sein können und Wasser vertragen. Die Pingis kommen ja aus Nebelwälder und werden an vertikalen Hängen von Wasser umflossen. Das kann ich leider nicht bieten, aber dann müssten das mit dem feuchten Substrat doch auch klappen.

Das Anreichern von Salzen ist natürlich ein Problem über das ich mir im klaren bin. Aber ich werde den Leitwert im Auge behalten, so dass ich hoffentlich frühzeitig einschreiten kann.

 

Welches Moos könntest du mir denn empfehlen. Ich kenn mich da noch null aus und finde das Spaghnum wirkt immer etwas grob und groß, was etwas die Perspektive stört. Ich finde so feines, was Rasten oder Blumenstruktur hat hübscher, aber du hast recht, das könnte schnell zum ersticken des Bodens führen.

 

Fazit:

- Der Versuch ist nicht optimal, aber möglich.

- Das Standardsubstrat kann ich nehmen, aber kann auch noch weitere Perlite dazugeben (wenn ich welche Auftreiben kann)

- Gefäßgröße ist bis auf Aliciae ok

- Nepenthes weg lassen, in Topf lassen und früher oder später auspflanzen

- Drainage einbringen

- Keine Staunnässe, aber feucht?

- Ggf. Gießanzeiger und nur mit Dest, oder Regenwasser gießen (Ist sowieso klar)

- Als Moos lieber Sphagnum

 

Falls ich was falsch verstanden habe, oder doch noch was einzuwenden ist, dann freue ich mich wenn ihr es mir schreibt, bedanke mich aber schon sehr für eure Hilfe und werde bestimmt mal ein Update geben.

 

Liebe Grüße

Dominik

 

Ps: Wirklich sehr schöne Beckengestalung @Stefan Krämer, das erinnert mich an meine Aquascapezeiten?

Link to comment
Share on other sites

Hi Dominik,

 

Ob es dann das zu feucht halten am Anfang oder das zu häufige umbauen des Setups war kann ich am Ende auch nicht sagen, habe viel experimentiert. Beim umbauen ist allerdings schon aufgefallen wie viel Wasser sich unten sammelt.

 

Die Anzeige sorgt natürlich dafür dass man es viel besser kontrollieren kann, erst recht wenn man mal wen anders Giessen lassen muss ist das viel wert.

Meine Baumarkt Pflanzen haben aber am Ende alles mitgemacht inklusive des vielen umpflanzens. Nur bei heliamphora und Cephalotus ging es nicht ganz so gut. 

 

Grüße,

Jogi

 

 

Link to comment
Share on other sites

Hallo Jogi,

 

okay, aber das ist ja schonmal eine wichtige Erkenntnis, ich werde also besonders Acht geben! Und auch das mit dem anderen gießen lassen, ist sehr vorausschauend. 

Wie darf ich mir deine Konstruktion vorstellen? Ich denke da ganz simpel an eine dünnes Kunsstoffrohr das bis unten reicht und da drin dann eine Styroporkugel oder Ähnliches und da drin dann eine Nadel z.B.

Verrätst du mir deine Lösung, vielleicht hast du ja schon die Methode optimiert, damit ich mir das Lehrgeld spare^^

 

Gruß

Dominik

Link to comment
Share on other sites

Naja, zu dünn sollte es ned sein wenn du auch rein gießen willst.

Es geht sicher eleganter, aber ich habe benutzt was ich da hatte, weil ich zum einen faul war und zum anderen gerne recycle. Hab ne Flasche abgeschnitten. Loch in den Deckel für einen Rest mepla Rohr (Wasser zu Leitung, hab mein Bad renoviert), Styropor der sich damit ca 3-4 cm hoch bewegen kann und dann eben n zahnstocher rein. Das Rohr ist schwarz und somit ned so auffällig.

 

Bei meinem Terrarium war ich noch fauler, da ist kein Rohr oder ähnliches drin, da es eh so verbaut ist dass die nepenthes es verdecken. Die stehen auch in dem ca 20cm hohen Gegenstück der Flasche, also der Teil mit dem Boden und paar Löcher im Boden bzw der Seite. Wollte sie integrieren aber doch so hoch setzen dass die Kannen frei hängen und die staunässe nicht zu stark ist. 

 

Ob das nun clever gelöst ist oder nicht mit den nepenthes weiss ich noch nicht, aber wollte sie irgendwie integrieren und ein Topf der 20cm hoch ist, ist selten nur 8cm im Durchmesser daher die Flasche...

 

 

20201009_101339.jpg

20201011_232048.jpg

Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

jetzt bin ich spontan an 2-4mm Vermiculit gekommen, dass eigtl für ein anderes Projekt vorgesehen ist. 

 

Jetzt die Frage: Gibt es Pro und Contra dieses auch in der Floraguard-Erde mit ggf. etwas Sand für dieses Projekt zu verwenden, z.B. als Ersatz für zusätzliches Perlit?

 

Liebe Grüße

Dominik

Link to comment
Share on other sites

  • 8 months later...

Hallo Peter, 

nett das du fragst. Die Schale ist in ein paar Monaten schon 1 Jahr alt und läuft sehr gut. Hat alles wunderbar geklappt und im Laufe der Zeit sind noch Zwergdrosera dazu gekommen, die alle direkt geblüht haben. Die Capensis muss ich nur immer wieder von unten stutzen, damit sie nicht alle anderen Pflanzen im Umkreis verdeckt. Wie man sehen kann, ist die Nepenthes nicht eingezogen, die stehen extra und als Substrat habe ich das Substrat von Floraguard mit Sand gemischt und für die Pinguiculas eine Mischung mit zusätzlich Perlit und Vermiculit. Gedüngt wird sehr selten mit eine Mischung aus Hakaphos Rot und Grün im Verhältnis 60:40 auf 100-400myS/cm verdünnt direkt neben die Pflanzen paar ml. Gegossen wird über einen Wasserstandsanzeiger, von dem ich den oberen (anzeigendend) Teil angenommen habe und somit nur über dieses braune Rohr mit "Filter" gieße. Ich gieße je nach Temperatur 1 - 7 mal die Woche 250-1000ml. Man sieht dann unten in der Schale das Wasser stehen, dass aber meinst innerhalb eines Tages komplett aufgesogen wird. Also es steht nie dauerhaft Wasser unten in der Schale, aber das scheint keine dieser Pflanzen zu stören. Wenn du noch etwas wissen möchtest, dann frag gerne.

 

Liebe Grüße

Dominik

 

 

2021-07-12 21.25.03.jpg2042848619_2021-07-1221_24_25.thumb.jpg.bc52864c7c774a553cb6be627ab1fec3.jpg

Edited by Fuselkopf
  • Gefällt mir 17
Link to comment
Share on other sites

partisanengärtner

Ich kann gar nicht glauben das diese Schale ein Jahr alt ist. Vor allem weil ich da gar keine Moose auf dem Torf sehe. Sieht alles seht bunt und relativ frisch gesetzt aus.

Link to comment
Share on other sites

Hi Dominik,
ich hab mich das selbe gefragt wie Axel, wie hältst du die Oberfläche so moosfrei, hast du da eine Idee? Kann das an deiner Art des Wässerns liegen? (andererseits, wenn es sogar Moos zu trocken wäre würden es die drosera es auch nicht lange schaffen).

 

Und nutzt du Zusatzbeleuchtung oder kommt alles an Licht aus dem Dachflächenfenster? (Die Heilamphora rechts im Bild sehen nämlich - natürlich neben den schönen drosera - auch gut asugefärbt aus)!

 

Sehr schönes Arrangement!
LG
Patrick

Link to comment
Share on other sites

Über Moos als Plage habe ich mich tatsächlich noch gar nicht konfrontiert gefühlt?. Die schlechte Qualität der Aufnahme verschweigt aber manche Moosstellen. Um die Moctezumae z.B. ist ein Sternmoospolster, dass schon von Markus Welge dabei war, mir aber sehr gefällt, daher habe ich es belassen. Mittlerweile sieht man schon, dass es sich überall in anderen Töpfen ein neues Zuhause gefunden hat, mich aber bisher nicht stört, da ich es wie gesagt recht hübsch finde. Ich vermute, dass kann man auch immer wieder mal wegzupfen, wenn es stört.

 

Die Schale ist tatsächlich so alt ? und wie ich finde auch gerade nicht auf ihrem Höhepunkt. Einige Drosera haben unten nur noch braune Blätter auf denen sie aufbauen, die Zwerge sind alle Verblüht, die Emarginatas machen gerade eine Blühtpause, die Tina wird immer kleiner, teilt sich und hat zurzeit nur weniger Blüten Die Emarginatas links im Bild, sind tatsächlich erst kürzlich umgesetzt, weil es nur noch ein Klumpen war.  Die Alicea links im Bild hatte ich eigtl. mal komplett abgeschnitten, wuchs aber dann wie man sieht plötzlich wieder aus der Wurzel zu einem Klumpen zusammen. Links hinten in der Ecke ist übrigens eine Sandersoni, die zwar immer mehr die Schale durchzieht, aber noch nie Blühen wollte. Ich weiß, die wird man nicht mehr los und ist für manche ein No-Go, aber ich konnte es nicht lassen und bin gespannt wie es dann mal wirkt. Bisschen was Grünes als Wiesenersatz fand ich eine zu versuchende Idee.

 

Jetzt zu den Fragen: Also warum ich kaum Moos habe, kann ich nicht beantworten, da ich das Problem noch nicht hatte. Die Erde sieht zwar sehr nass aus, fast lackiert, ist aber direkt an der Oberfläche eher trocken. Wenige Millimeter darunter aber richtig nass. Ich würde es als eine Art dünne Kruste bezeichnen, die sich vielleicht gebildet hat, weil kein Wasser von oben kommt (außer ich sprühe mal was rum) aber durch die Sonne ausgetrocknet wurde. Aber auch die Zwergdroserabrutschuppen konnten sich ohne Ausfall darauf zurechtfinden und auch das Sternmoos offenbar. Gegossen wurde und wird die Schale nur mit Dest. Wasser und seit 2 Monaten mit Osmosewasser 14 myS/cm. Regenwasser haben sie nie bekommen, vielleicht ist das eine Moosquelle?

Die ganzen Pflanzen stehen seit ca. April ausschließlich am Süd-Südost-Fenster mit direkter Sonne, ohne Schattierung. Den Winter haben sie aber unter dieser Lampe verbracht https://www.factorled.com/de/led-flutlichtstrahler-aussenstrahler-evolution/1716-led-flutlichtstrahler-50w-evolution-ip65-osram-chip-140lm-w-8435612901353.html#/243-optionen-grau/42-farbtemperatur-kaltes_weiss_6000k mit 4000K ca. 12-14h bei gemessenen 10.000-15.000 Lux.

Die Helis sind seit dem ich sie von Thomas Carow haben durchgehend rötlich. Als ich sie bekam, hatte sie erst 3 adulte Krüge, die mittlerweile aber deutlich mehr geworden sind. 

 

Verunsichern tut mich, dass manche D. pulchella anfangen zu verkrüppeln und die Roseana zwar Brutschuppen gebildet hat und auch geblüht hat, jetzt aber alle Blätter braun werden, ebenso wie die Schuppen.

 

Auf den Fotos sieht man die Moosspots, die brauen Blätter und noch mal die Heli und noch ein paar Zwerge in der Blüte vor paar Monaten. Zu guter Letzt auch noch ein Fotos der ganzen Schale aus dem Winter. Damals noch mit mehreren Alicae, die ich aber teilweise entfernt habe.

 

LG Dominik

2021-07-13 19.32.22.jpg

2021-07-13 19.29.55.jpg

2021-07-13 19.32.04.jpg

Carbarup1.jpg

IMG_3084.JPG

IMG_3076.JPG

IMG_3093.JPG

IMG_3101.JPG

IMG_3238.JPG

IMG_3360.JPG

IMG_3211.JPG

2021-07-13 19.31.18.jpg

2021-07-13 19.29.32.jpg

Edited by Fuselkopf
  • Gefällt mir 12
  • Danke 1
Link to comment
Share on other sites

  • 3 weeks later...
Micha Endres

Hallo Dominik, sehr schöne Pflanzschale! 

Ist bei der von dir verlinkten Beleuchtung ein Kabel dabei oder muss man da erst eines anschließen? 

LG Micha 

Link to comment
Share on other sites

Hallo Micha,

 

Bei der Beleuchtung ist ein Kabel dabei, allerdings kein Stecker, da diese Lampen eigtl. als Strahler für den Außenbereich gedacht sind. Habe da einfach den Stecker eines alten Kabels über einen einfachen Kabelschalter für 2€ aus dem Baumarkt verbunden und kann so die Lampe bequem an und aus machen wenn es sein muss - Ansonsten Nüster-Klemme oder Ähnliches. Die Lampe ist echt extrem hell, hat einen guten Abstrahlwinkel für so eine Schale und drum rum stehendes und wird nicht sehr heiß. Gegen die Beschreibung auf der Seite steht hinten auf dem Typensticker meiner Lampe sogar 7500 lm?. Bin vollkommen zufrieden damit!

 

@pit : Quatsch, jeder soll zeigen was er hat. Hier wird nicht eiskalt bewertet, jeder sollte zeigen wobei er sich Mühe gegeben hat ?

 

Liebe Grüße

Dominik

Link to comment
Share on other sites

  • 1 year later...
Sascha Wetter
Am 12.7.2021 um 22:09 schrieb Fuselkopf:

Die Schale ist in ein paar Monaten schon 1 Jahr alt und läuft sehr gut.

Hallo Dominik

 

krass schöne Schale, so abwechslungsreich.

Ein richtiger Hingucker.

Solch eine Indoor-Schale könnte was fürs Jahr 2023 werden. Mal was anderes als meine Moorkübel.

Ein Standort bleibt mir dafür noch.....

 

Ich hätte interesse an weiteren Fotos, wie sich deine Schale so entwickelt hat. Gerne wieder in der kompletten Ansicht, find ich so immer am schönsten 😃

Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.