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Kultur von Drosera Subgenus Ergaleium, Sektion Bryastrum; Zwergdrosera


Patrick S.

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Kultur von Drosera

Subgenus Ergaleium, Sektion Bryastrum

Zwergdrosera

 

Arten

 

Kulturorte

  • Freiland (Frühjahr bis Herbst)
  • Kalthaus
  • Zimmerkultur

 

Substrate

Torf/Quarzsand im Mischungsverhältnis 1/1 bis 1/2, ggf. reiner Quarzsand in den oberen 1-3 cm

Zwergdrosera bilden ein im Verhältnis zu ihrer Größe sehr umfangreiches Wurzelsystem. Entsprechend sollten etwas tiefere Töpfe verwendet werden. Ein nachträgliches Umtopfen der Pflanzen ist nicht bzw nur bedingt möglich und kann bei Beschädigung der Wurzeln zum Verlust der Pflanze führen. Die Pflanzen sollten daher immer in den "Endtopf" ausgesäht bzw. ausgelegt werden.

 

Temperatur und Feuchtigkeit

Zwergdrosera, insbesondere die kommerziell erhältlichen Arten und Hybriden, können recht problemlos das ganze Jahr über bei Zimmertemperatur und gleichbleibender Feuchtigkeit durchkultiviert werden; zur Produktion der Brutschuppen ist jedoch ein jahreszeitlicher Wechsel von Temperatur und Beleuchtungsdauer notwendig. Die meißten Arten können dauerfeucht im Anstau bei normaler bis leicht erhöhter Luftfeuchtigkeit durchkultiviert werden, viele Arten gehen jedoch am Naturstandort in eine trockenere Sommerpause (siehe hierzu bei den einzelnen Arten). Für eine natürliche kräftige Ausfärbung ist eine ausreichende Beleuchtung erforderlich; selbst bei Kultur am Südfenster kann dies eine Zusatzbeleuchtung notwendig machen.

 

Vermehrung

  • Brutschuppen
  • Samen

 

Brutschuppen

pygmaea_DROS174T1_001.jpg

Brutschuppen sind ein besonderes Merkmal der Zwergsonnentaue und eine Form der vegetativen (asexuellen) Vermehrung. Auslöser zur Bildung der Brutschuppen sind sinkende Temperaturen und Beleuchtungszeiten am Naturstandort; möchte man in Kultur Brutschuppen erhalten, so sollte dieser Jahreszeitenverlauf auch in Kultur nachgeahmt werden. Die Brutschuppen werden im Zentrum der Rosette gebildet und besitzen eine für die jeweilige Art spezifische Größe und Form. Entsprechend der Größe der Mutterpflanze sind auch die Brutschuppen recht klein (Bruchteile von Millimetern bis mehrere Millimeter); am besten handhaben lassen sie sich mit einem angefeuchteten Zahnstocher. Reife Brutschuppen lassen sich leicht von der Mutterpflanze lösen bzw. springen bei Kontakt mit Wassertropfen von dieser ab. Zum Transport können Die Brutschuppen in ein Blatt feuchtes Küchenpapier eingeschlagen werden, die Haltbarkeit und Lagerfähigkeit ist jedoch begrenzt (ca. 4 Wochen); bei längerem Transport können die Brutschuppen schon auf dem Trägermedium austreiben, ein Austrocknen führt zum Absterben. Die Brutschuppen werden im gewünschten Abstand auf das Kultursubstrat aufgelegt (nachträgliches umsetzen der Pflanzen ist nicht möglich!) und leicht mit Wasser übersprüht. Die Brutschuppen keimen innerhalb weniger Tage bis Wochen und wachsen recht schnell zu (genetisch identischen) erwachsenen Pflanzen heran; die Blühreife wird teilweise schon im ersten Jahr erreicht.

 

Samengewinnung und Lagerung

Ein Großteil der Arten ist selbststeril (Ausnahmen siehe bei den einzelnen Arten). Hier werden zwei nicht genetisch identische Pflanzen benötigt, um Samen zu erhalten (Hinweis: Aus Brutschuppen erhaltene Pflanzen sind genetisch identisch!). Nach erfolgreicher Bestäubung werden jedoch nur wenige Samen gebildet. Reife Samenkapseln sind trocken und Dunkelbraun bis Schwarz. Zur Samengewinnung werden die Blütenstände z.B. über einem Stück Papier oder einer Schale ausgeklopft. Die Lagerung erfolgt am besten in kleinen Papiertüten; kühl, dunkel und trocken. Zu lange Lagerung (mehrere Jahre) oder zu hohe Temperaturen können die Keimfähigkeit herabsetzen.

 

Aussaat und Stratifikation

Soweit bekannt benötigt keine der Arten eine spezielle Stratifikation. Die Samen werden auf dem gewünschten Substrat ausgesät (nicht bedeckt) und gleichmäßig feucht gehalten. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit (etwa durch Plastiktüten über den Töpfen, auf Schimmel achten!) kann die Keimrate fördern. Nach wenigen Wochen keimen die ersten Jungpflanzen.

 

Übersicht   Diskussion

Edited by Patrick S.
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Kommentare hierzu bitte ausschließlich hier, bis alle Arten erfasst sind.

 

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  • 10 months later...

Drosera allantostigma

Synonyme:

drosera nitidula subsp. allantostigma

drosera nitidula var. allantostigma

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera allantostigma ist nur von wenigen kleinräumigen Standorten entlang eines ca. 10 km langen Abschnittes des Brand Highways zwischen Perth und Geraldton bekannt. Dort wäxhst die Art auf Lehm-, Quarz- oder torfhaltigen Sandböden an den Rändern von winterfeuchten Senken

 

Merkmale

Drosera allantostigma lässt sich von allen anderen Zwergdrosera am Besten anhand der nierenförmig bis hufeisenförmigen, rötlich gefärbten Blütennarben unterscheiden. Die Art bildet eine Rosette von 10 - 20 mm Durchmesser aus zunächst halbaufrecht, dann waagerecht liegenden Blättern. Die Blattstiele sind gerade bis leicht in Richtung der Blätter verdünnt zulaufend, 3,5 - 6 mm lang, 0,5 - 0,7 mm an der Basis und 0,3 - 0,4 mm an der Spitze breit. Die Blätter selbst sind elliptisch bis eiförmig, 1,5 - 2,5 mm lang und 1 - 2 mm breit. Während der Blütezeit (November - Dezember am Naturstandort) werden 1 - 2, meist 5 - 6 cm lange Blütenstiele mit 12 - 20 oder mehr Blüten gebildet. Die 5 Blütenblätter sind dreieckig - eiförmig mit teilweise unregelmäßig geformtem Rand, weiß mit einer leicht pinken Mittelvehne, 3,5 - 4,5 mm lang und 2,5 - 2,8 mm breit. Die Blütennarben sind rötlich-kastanienbraun, besitzen eine nieren- Hufeisenform und sind 1 - 1,4 mm lang.

Die Brutschuppen sind annähernd kugelförmig, basal gelappt, apikal eingedrückt, ca. 0,9 mm breit und ca. 0,5 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera allantostigma geht nur selten in eine vollständige Trockenruhe; bei ausreichender Feuchtigkeit wächst die Art in den Trockenmonaten verlangsamt weiter.

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Drosera androsacea

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera androsacea ist in Western Australia, südlich von Perth verbreitet. Bekannte Standorte sind Corrigin, Dragon Rocks, Katanning, die Stirling Range, Varley und Williams. Die Art wächst dort auf steinigen, weißen Sand-Lehm-Böden sowie hellbraunen Lehmböden mit Anteilen von Lateritkies, in praller Sonne. Während der Trockenzeit trocknen diese Böden vollständig aus und werden hart und kompakt.

 

Merkmale

Drosera androsacea bildet eine kompakte, dicht an den Boden gepresste Rosette von 1,2 - 2 cm Durchmesser. Die Blätter sitzen an 4,5 - 6 mm langen, auf 2/3 der Länge verdickten lanzettförmigen Blattstielen. Die Blätter selbst sind annähernd kreisförmig mit einer Länge von 2,5 - 3 mm und einer Breite von 2,3 - 2,7 mm. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) wird ein einziger, meist 5 - 6 cm langer Blütenstiel mit 4 - 7 Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind pink, blasspink oder weiß mit meist dunklerem Rand, 5 - 7,5 mm lang und 3 - 5 mm breit. Die Blüte selbst ist der von drosera spilos sehr ähnlich, unterscheidet sich von dieser aber durch die 5 (anstelle von 3) vorhandenen Griffel. In der Trockenruhe wird eine charakteristische, kompakte, graugrüne fünfeckige konische Knospe gebildet.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1 mm lang, 0,9 mm breit, 0,8 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera androsacea überdauert die Trockenzeit am Naturstandort in vollständiger Trockenruhe in Form der oben beschriebenen Knospe.

Edited by Patrick S.
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Drosera australis

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera australis ist an der gesamten Südküste von Western Australia, im Bereich zwischen Augusta und einem Bereich östlich Esperance, verbreitet. Die Art wächst dort auf sandigen Böden über einer Lateritschicht, meist zwischen dicht gepackten Lateritkieseln. Bevorzugt werden trockenere Böden neben nassen Senken.

 

Merkmale

Drosera australis bildet eine kompakte, flache Rosette von meist 1,4 - 1,6 cm (selten bis 2 cm) Durchmesser. Die Blätter sitzen an 5 - 5,5 mm langen, sich zum Blatt hin leicht von 0,35 - 0,4 mm auf 0,25 - 0,3 mm verjüngenden Stielen. Die Blätter selbst sind kreis- bis halbkugelförmig (Stielansatz eher an der Unterseite als am Rand des Blattes), mit einem Durchmesser von 1,3 - 1,5 mm. Während der Blütezeit (Oktober bis Januar am Naturstandort) werden 1 - 4, 2 - 2,5 cm lange Blütenstiele mit 4 - 8 Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind weiß erröted mit hellempink oder vollständig hellpink, mit kräftiger augefärbter Mittelvene und ggf. Aderung, 2 - 2,5 mm lang, 1 - 1,6 mm breit. Von den im Habitus sehr ähnlichen Arten drosera micra, drosera microscapa, drosera occidentalis und drosera pygmaea lässt sich drosera australis wie folgt unterscheiden: 5 Blütenblätter (nur 4 bei drosera micra und drosera pygmaea), Blütenstiel mit 4 - 8 Blüten (1, selten 2 Blüten pro Stiel bei drosera microscapa und drosera occidentalis)

Die Brutschuppen sind breit eiförmig, ca. 0,9 mm lang, 0,6 mm breit, 0,3 mm dick.

australis_DROSX0055_001.jpg

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera australis kann zwar eine Ruheknospe bilden, meist wird das Wachstum jedoch nur verlangsamt. Intensive Trockenheit wird meist nur in Samenform überdauert. Bei optimalen Wachstumsbedingungen werden reichlich Blüten gebildet. Drosera australis ist selbstfertil und neigt zur Selbstbestäubung, in Kultur kann es daher ohne äußere Manipulation zu Samenansatz kommen.

Edited by Patrick S.
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Drosera barbigera

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera barbigera ist in Western Australia heimisch; Standorte sind im Bereich zwischen Eneabba und York, sowie in den Gebieten Dumbleyung, Lake Grace und Jilakin Rocks vorhanden. Dort wächst die Art ausschließlich auf den Gipfeln von Laterithügeln sowohl in Quarzsand als auch in Lateritkiesböden.

 

Merkmale

Drosera barbigera bildet eine lockere Rosette von 2 - 4 cm Durchmesser; jüngere Blätter stehen halbaufrecht, ältere Blätter liegen waagerecht. Im Laufe des Wachstums wird ein Stämmchen von 2 - 8 cm Länge gebildet,der mit abgestorbenen Blattresten bedeckt ist und von kleinen Stelzwurzeln gestützt wird. Die Blätter stehen an zum Blatt hin konisch zulaufenden, 7 - 12 mm langen und 0,8 - 1 mm (Stammende) bis 0,4 - 0,5 mm (Blattende) breiten Stielen. Die Blätter selbst sind rot, schmal-elliptisch, 1,8 - 3,5 mm lang und 0,4 - 1 mm breit. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) werden 1 - 2, 4,5 - 13 cm lange Blütenstiele mit 3 - 9 Blüten gebildet. Die breit eiförmigen, 8 - 10 mm langen und 8 - 10 mm breiten Blütenblätter sind rot oder metallisch orange mit einem schwarzen Bereich am Blattansatz.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 2 mm lang, 1,7 mm breit, ca. 1 mm dick.

barbigera_DROSX0015_003.jpg

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera barbigera bildet nur bei Dürre eine entsprechende Ruheknospe, bei ausreichender Feuchtigkeit wird die Wachstumsperiode (verlangsamt) fortgeführt.

Neben der hier beschriebenen Standortform, wie sie hauptsächlich nördlich von Perth vorkommt, gibt es nach Lowrie auch noch eine im Habitus deutlich kleinere Form, die südlich von Perth vorkommt.

Edited by Patrick S.
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Drosera bindoon

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera bindoon kommt nur in einem kleinen Gebiet nördlich von Perth vor; bekannte Standorte sind Muchea, Bindoon und Wannamal. Die Art wächst dort auf schweren Lateritböden.

 

Merkmale

Drosera bindoon bildet eine kompakte, dicht an den Boden gepresste Rosette von 1,5 - 2 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 5 - 6 mm langen, nahezu konstant 0,4 - 0,5 mm breiten Blattstielen. Die Blätter sind meist kreisförmig, selten leicht elliptisch mit einem Durchmesser von 1,2 - 1,3 mm. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) wird ein einzelner, 3,5 - 4,5 cm langer Blütenstiel mit 6 - 8 Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen, 8 - 8,5 mm langen und 6,5 - 7 mm breiten Blütenblätter sind metallisch orange mit einem schwarzen Bereich am Blattansatz und einem leicht rötlichen Streifen am Übergang zwischen den beiden Farbflächen, die Rückseite ist meist pink, pink-orange oder orange mit charakteristischer rötlicher Aderung.

Die Brutschuppen sind breit-eiförmig, ca. 1,3 mm lang, 1 mm breit, 0,75 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera bindoon bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera callistos

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera callistos kommt im Bereich um Gidgegannup in Western Australia vor, und dort insbesondere an den Seen und am State Forest entlang des Brooktown Highways. Dort wächst die Art meist auf schweren, mit Laterit bedeckten Sandböden, aber auch auf reinem Sand.

 

Merkmale

Drosera callistos bildet eine kompakte, dicht an den Boden angepresste Rosette von 1,7 - 2,3 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 6 - 7 mm langen, nahezu konstant 0,6 - 0,8 mm breiten Blattstielen. Die Blätter selbst sind breit elliptisch, 2 - 2,5 mm lang und 1,5 - 2 mm breit. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) wird ein einziger, (4,5 -) 6 - 7 cm langer Blütenstiel mit 6 - 12 Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind metallisch orange mit einem schwarzen Bereich am Blattansatz und einem leicht rötlichen Streifen am Übergang zwischen den beiden Farbflächen, die Rückseite ist meist pink, pink-orange oder orange mit charakteristischer rötlicher Aderung. Die Blütenblätter sind 9 - 11 mm lang und 5 - 6 mm breit.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1,7 mm lang, ca. 1,5 mm breit, ca. 1 mm dick.

Von ihrer genetisch am nahesten verwandten Art drosera bindoon lässt sich drosera callistos anhand des deutlich längeren Blütenstiels, der anders geformten Kelchblätter (breit elliptisch bis breit eiförmig bei drosera callistos, eiförmig bei drosera bindoon) sowie weiteren Blütendetails unterscheiden. Weitere Arten mit ähnlichem Verbreitungsgebiet und sehr ähnlichem Habitus sind drosera hyperostigma, drosera miniata, drosera platystigma und drosera sewelliae. Die Unterscheidung erfolgt hier anhand der unterschiedlich gestalteten Stempelnarben und Griffel innerhalb der Blüte:

Drosera callistos: 3 - 5 Griffel, Stempelnarbe knüppelförmig

Drosera hyperostigma: 3 Griffel, Stempelnarbe verkehrt eirund

Drosera miniata: 3 Griffel, Stempelnarbe stockpeitschenförmig

Drosera platystigma: 3 - 5 Griffel, Stempelnarbe schildförmig

Drosera sewelliae: 5 Griffel, Stempelnarbe kugelförmig

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera callistos bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera citrina

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera citrina kommt in Western Australia im Bereich Regan's Ford sowie Boonanarring vor. Dort wächst die Art auf gut entwässertem, dunkelgelbem Sandboden sowohl zwischen und unter niedrigen Sträuchern als auch im Schatten von banksia menziesii.

 

Merkmale

Drosera citrina bildet eine kompakte Rosette von 1 - 1,5 cm Durchmesser. Im Laufe der Wachstumsperioden kann ein Stämmchen von bis zu 15 mm länge gebildet werden. Die Blätter stehen an keulenförmigen, 3 - 5 mm langen und 0,25 - 0,4 mm an der schmalsten Stelle, 0,4 - 0,6 mm an der breitesten Stelle breiten Blattstielen. Die Blätter selbst sind becherförmig, in der Grundfläche kreisförmig bis elliptisch, mit einem Durchmesser von 1,2 - 1,4 mm bzw. einer Breite von 0,9 - 1,4 mm. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) werden 1 bis oft 2, 1,7 - 4,5 (meist 2,5 - 3,5) cm lange Blütenstiele mit 10 - 16 Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind in der äußeren Hälfte hell-zitronengelb, ansonsten weiß mit ausgeprägter grauer Mittelvene. Die Blütenblätter sind 3,5 - 5,5 mm lang und 3 - 4 mm breit.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1 mm lang, ca. 0,8 mm breit, ca. 0,7 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera citrina bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

Edited by Patrick S.
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  • 2 weeks later...

Drosera closterostigma

closterostigma_DROS117T1_005.jpg

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera closterostigma ist in Western Australia, zwischen Gingin und Cataby, sowie östlich bis Mogumber, verbreitet. Dort wächst die Art auf reinen Sandböden. Bevorzugt werden winterfeuchte Senken, welche deutlich langsamer als die umgebende Landschaft austrocknen und somit noch weit in die Trockensaison feucht bleiben.

 

Merkmale

Drosera closterostigma bildet eine kompakte Rosette von 1,2 - 1,8 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 4,5 - 5,5 mm langen, am Ansatz 0,8 - 0,9 mm und am Blatt 0,3 - 0,5 mm breiten Blattstielen. Die Blätter selbst sind entweder rund mit 1,3 - 2 mm Durchmesser oder breit eiförmig mit einer Länge von 1,8 - 2 mm und einer Breite von 1,3 - 2 mm. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) werden 1 - 2, meist 7 - 8 cm lange Blütenstiele mit 6 - 10 Blüten gebildet. Die 5 ei- bis spatelförmigen Blütenblätter sind weiß oder leicht pink, mit einem deutlichen roten Fleck am Blattansatz, 6 - 7 mm lang und 3,5 - 3,7 mm breit.

Die Brutschuppen sind breit eiförmig, ca. 1 mm lang, ca. 1 mm breit, ca. 0,6 mm dick.

closterostigma_DROS117T1_001.jpg

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera closterostigma bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera coalara

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera coalara ist bisher nur von zwei kleineren Standorten an Straßenrändern nordöstlich von Badgingarra sowie westlich Mogumber (beide Western Australia) bekannt. Der große Abstand der beiden Standorte (fast 100 km) lässt auf weitere Standorte dieser bedrohten Art hoffen. Die Art wächst dort auf einer Mischung aus grobem Sand und Lateritkieseln.

 

Merkmale

Drosera coalara bildet eine kompakte Rosette von 0,8 - 1,3 cm Durchmesser; im Alter wird ein von alten Blättern bedecktes Stämmchen von 0,6 - 0,8 mm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 3 - 4 mm langen, sich zum Blatt hin von 0,3 - 0,4 mm auf 0,2 - 0,25 mm breite verjüngenden Blattstielen. Die Blätter selbst sind rund, leicht kuppelförmig, mit einem Durchmesser von 1 - 1,5 mm. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) wird ein einziger, 2,5 - 3 cm langer Blütenstiel mit 5 - 8 Blüten gebildet. Die 5 annähernd eiförmigen Blütenblätter sind weiß, 5,5 - 6 mm lang, 4 - 4,5 mm breit.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 0,6 mm lang, ca. 0,5 mm breit, ca. 0,5 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera coalara bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera coomallo

coomallo_CDDR1834_001.jpg

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera coomallo ist von Standorten um Badgingarra, Cataby und Coomallo in Western Australia bekannt. Dort wächst die Art auf den Hängen von Laterithügelnin einer Mischung aus Quarzsand und Lateritkieseln. Am Naturstandort um Coomallo wächst die Art teilweise in unmittelbarer Nähe von drosera barbigera. Während diese jedoch eher auf den Gipfeln der tafelbergartigen Laterithügeln wächst, bevorzugt drosera coomallo die unteren Hänge derselben Hügel.

 

Merkmale

Drosera coomallo bildet eine dicht an den Boden angepresste, kompakte Rosette  von 1,2 - 1,7 mm Durchmesser. Im Alter wird ein 2 - 4 mm langer Stiel Gebildet. Die Blätter stehen an 3,5 - 4,5 mm langen, lanzenförmigen Blattstielen (Breite 0,3 - 0,4 mm am Ansatz, 0,5 - 0,7 mm an der breitesten Stelle). Die Blätter selbst sind breit elliptisch, 2 - 2,5 mm lang und 1,5 - 1,6 mm breit. Während der Blütezeit (August - September am Naturstandort) werden 1 - 2, 7 - 13,5 cm (meist 8 - 9 cm) lange Blütenstiele mit meist 10 - 12 (selten bis 20) Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind orange (Farbton ähnlich roter Bleimenninge) mit kastanienbraun bis schwarzem Blattansatz. Die Übergangslienie zwischen diesen beiden Farbflächen sowie die Mittelvene sind rot. Die Blütenblätter sind 8 - 11 mm lang und 5,5 - 7,5 mm breit.

Die Brutschuppen sind elliptisch, ca. 1,1 mm lang, ca. 0,9 mm breit, ca 1 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera coomallo bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera depauperata

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera depauperata ist derzeit nur vom Typstandort, dem Südufer des Lake Pleasant View östlich von Manypeaks in Western Australia bekannt. Dort wächst die Art auf Sandböden am Rand des Sees sowie in nassen Senken, teilweise im Schatten von Myrtenheiden (melaleuca spec.).

Von Allen Lowrie wird vermutet, dass es sich bei drosera depauperata ursprünglich um einen natürlichen Hybriden zwischen drosera australis und drosera pulchella handelt, der sich mittlerweile als eigene Art stabilisiert hat, fertile Samen ansetzt, und aus diesen Samen Pflanzen des gleichen Phänotyps produziert.

 

Merkmale

Drosera depauperata bildet eine kompakte Rosette von 1,2 - 1,6 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 4 - 5 mm langen, sich zur Mitte hin von 0,6 - 0,7 mm auf 0,8 - 1 mm verbreiternden Blattstielen. Die Blätter selbst sind annähernd rund mit 1,5 - 2 mm Durchmesser und leicht becherförmig. Während der Blütezeit (November - Dezember am Naturstandort) wird ein einziger, 3,5 - 5 cm langer Blütenstiel mit 2 - 6 Blüten gebildet. Die 5 keil- bis eiförmigen Blütenblätter sind blasspink mit dunkelpinker Aderung, 2 - 2,8 mm lang, 0,5 - 0,7 mm breit.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1 mm lang, ca. 0,8 mm breit, ca 0,25 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera depauperata bildet nur bei ausgiebiger Dürre eine Ruheknospe, meist wird das Wachstum in den trockeneren Monaten nur verlangsamt. Die Art ist nicht nur selbstfertil, sondern neigt in Kultur, ähnlich drosera australis und drosera pulchella, zur selbstbestäubung, setzt also selbsttätig fertile Samen an.

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Drosera dichrosepala

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera dichrosepala ist nur von kleinen Standorten bei Woodanilling sowie zwischen Katanning und Nyabing in Western Australia bekannt. Dirt wächst die Art auf dünnen Sandschichten über Lateritkies, teilweise auch zwischen Büschen.

 

Merkmale

Drosera dichrosepala bildet eine lockere Rosette von 1 - 1,3 cm Durchmesser; die jüngeren Blätter stehen halbaufrecht, während die älteren Blätter waagerecht liegen. Im Alter wird ein mit abgestorbenen Blättern bedeckter, 1,5 - 3 cm langer Stamm gebildet, der zusätzlich durch Wurzeln gestützt wird. Die Blätter stehen an 5 - 6 mm langen, sich zum Blatt hin von 0,5 - 0,6 mm auf 0,2 - 0,3 mm verjüngenden Blattstielen. Die Blätter selbst sind schmal-elliptisch, 1,5 - 2,5 mm lang und 0,5 - 1 mm breit. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) werden 1 - 2, 1,5 - 3 cm lange Blütenstiele mit 4 - 8 Blüten gebildet. Die 5 geigenförmigen Blütenblätter sind meist weiß, selten blassrosa mit weißer Aderung, 3 - 4,5 mm lang, an der breitesten Stelle 2 - 2,8 mm breit.

 

Die Brutschuppen sind breit eiförmig, ca. 1,3 mm lang, ca. 1,4 mm breit, ca 1 mm dick.

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Besondere Kulturhinweise

Drosera dichrosepala überdauert die Trockenzeit in einer Trockenruhe.

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Drosera echinoblastus

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera echinoblastus kommt in der Hill River Region um Coomallo und Mount Lesueur vor. Dort wächst die Art auf auf weißen Sand- sowie beigen Sand-Lehm-Böden, meist zwischen oder unter niedrigen Büschen. Bevorzugt werden Flächen neben saisonal existierenden Bächen und Wasserläufen und feuchten Senken. diese Habitate bleiben zwar noch bis weit nach Ende der Regenzeit feucht, trocknen aber dennoch später vollständig aus.

 

Merkmale

Drosera echinoblastus bildet eine kompakte Rosette von 1 - 1,5 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 4 - 4,5 mm langen, 0,5 - 0,7 mm breiten Blattstielen. Die Blätter selbst sind rund bis elliptisch, 1,7 - 2,5 mm lang und 1,5 - 1,7 mm breit. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) wird ein einziger, 4,5 - 15,5 cm (meist 5,5 - 9 cm) langer Blütenstiel mit 9 - 12 Blüten gebildet. die 5 länglich bis eiförmigen Blütenblätter sind orange mit goldgeflecktem Schimmer und einer dunkelorangen Mittelvene, die sich im oberen Teil verästelt. Die Blätter sind 8 - 10 mm lang und 3,5 - 6 mm breit.

Die Brutschuppen sind breit eiförmig, ca. 1,2 mm lang, ca. 1 mm breit, ca 0,8 mm dick.

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Besondere Kulturhinweise

Drosera echinoblastus bildet in der Trockenzeit eine borstige, reinweiße Ruheknospe.

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Drosera eneabba

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera eneabba ist von Standorten bei Eneabba, Badgingarra, Coomallo und Mount Lesueur bekannt. Die Art wächst dort auf weißem Quarzsand in praller Sonne.

 

Merkmale

Drosera eneabba bildet eine kompakte Rosette von 1,5 - 2 cm Durchmesser, im Alter kann ein Stämmchen von 5 - 10 mm Höhe gebildet werden. Die Blätter stehen an 4,5 - 7 mm langen und 0,4 - 0,6 mm breiten (kurz vor dem Blatt verjüngt auf 0,2 - 0,3 mm) Blattstielen. Die Blätter selbst elliptisch und becherförmig, 1,7 - 2,5 mm lang und 1,3 - 2 mm breit. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) wird 1, selten 2 8 - 12 cm langer Blütenstiel mit 10 - 15 Blüten gebildet. Die 5 länglich bis eiförmigen Blütenblätter sind weiß oder leicht bis kräftig pink, besitzen einen dunkelpinken Fleck in der Nähe des Blattansatzes und eine Einkerbung am äußeren Blattrand. Die Blätter sind 5 - 6 mm lang und 3 - 4 mm breit.

Von den im Blütenhabitus teilweise sehr ähnlichen Arten drosera closterostigma und drosera spilos lässt sich drosera eneabba (unter Anderem) wie folgt unterscheiden:

Drosera eneabba: Blatt elliptisch und tief becherförmig; Blütenblätter länglich bis eiförmig, äußerer Blattrand eifach eingekerbt

Drosera closterostigma: Blatt rund; Blütenblätter eiförmig, äußerer Blattrand wellig

Drosera spilos: Blatt breit elliptisch bis rund; Blütenblätter eiförmig, Blattrand gerade

Die Brutschuppen sind elliptisch, ca. 1,1 mm lang, ca. 0,8 mm breit, ca 0,7 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera eneabba bildet in der Trockenzeit eine borstige, reinweiße Ruheknospe.

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Drosera enodes

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera enodes kommt am südwestlichen "Ende" von Western Australia, in der Gegend um Scott River und Windy Harbour vor. Dort wächst die Art auf schwarzem, torfhaltigem Sand am Rand von Sümpfen.

 

Merkmale

Drosera enodes bildet eine kompakte, aber offene, fast halbkugelförmige Rosette von 1,5 - 2,5 cm Durchmesser. Während die jüngsten Blätter halbaufrecht stehen, liegen die älteren Blätter waagerecht. Im Alter wird ein von abgestorbenen Blättern bedeckter Stamm von 0,5 - 1,5 cm Länge gebildet. Die Blätter stehen an 6 - 8 mm langen, sich vom Ansatz zum Blatt hin gleichmäßig von 0,6 - 0,8 mm auf 0,3 - 0,5 mm verjüngenden Blattstielen. Die Blätter selbst elliptisch, 1,5 - 2,5 mm lang und 0,9 - 1,5 mm breit. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) wird meist 1 (selten bis 3) 1,5 - 7,5 cm langer Blütenstiel mit 3 - 30 Blüten gebildet. Die 5 schmal-elliptischen Blütenblätter sind weiß mit leicht grauer Mittelvene, 3 - 3,5 mm lang und 1 - 1,2 mm breit.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 2 mm lang, ca. 1,2 mm breit, ca 1 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera enodes bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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  • 2 weeks later...

Drosera gibsonii

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera gibsonii ist nur von Standorten am Fuß des Bluff Knolls sowie entlang des Stirling Range Drives bekannt. Dort wächst die Art in Hanglage auf lehmigen und sandigen, mit Sandsteinkieseln bedeckten Böden. Die Begleitvegetation besteht aus kingia australis, diversen Zwergeukalyptusarten, sowie Perückensträuchern.

 

Merkmale

Drosera gibsonii bildet eine lockere Rosette von 1,2 - 1,4 cm Durchmesser; währen die jüngsten Blätter halbaufrecht stehen, liegen die älteren Blätter nahezu waagerecht. Im Alter wird ein mit abgestorbenen Blattresten bedeckter und von Wurzeln unterstützter Stamm von 1,5 - 4 cm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 4 - 5 mm langen, 0,5 - 0,6 mm breiten Blattstielen. Die Blätter selbst sind elliptisch, 1,8 - 2 mm lang und 1,2 - 1,3 mm breit. Während der Blütezeit (November - Dezember am Naturstandort) wird ein einziger, 5 - 25 mm (meist 8 - 15 mm) langer Blütenstiel mit 4 - 10 Blüten gebildet. Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind pink mit durchscheindend weißer oder dunkel-pinker Mittelvene, 5 - 5,5 mm lang und 4,5 - 5 mm breit.

Die Brutschuppen sind breit-elliptisch, ca. 1,8 mm lang, ca. 1,6 mm breit, ca 1 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera gibsonii überdauert die Trockenzeit in einer Trockenruhe.

Edited by Patrick S.
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Drosera grievei

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera grievei war ursprünglich nur von zwei räumlich stark begrenzten Standorten "im Straßengraben" östlich von Lake King sowie zwischen Lake King und Fitzgerald bekannt. Während ersterer im Jahr 2000 bis auf eine handvoll Pflanzen vernichtet wurde, sind glücklicherweise zwischenzeitlich weitere Standorte, östlich von Baanga Hill sowie westlich von Lake King bis Newdegate, entdeckt worden. Am Naturstandort wächst die Art in sandigem, mit Laterit vermengtem Lehmboden, meist in praller Sonne.

 

Merkmale

Drosera grievei bildet eine kompakte Rosette von 1 - 2 cm Durchmesser, im Alter wird ein mit abgestorbenen Blättern bedeckter und von weiteren Wurzeln gestützter Stamm von 8 - 15 mm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 3,6 - 4,5 mm langen, sich vom Stamm zum Blatt hin von 0,6 - 1 mm auf 0,4 - 0,6 mm verjüngenden Blattstielen. Die Blätter selbst sind entweder elliptisch, 1,3 - 1,5 mm lang und 0,9 - 1 mm breit, oder annähernd rund mit 0,7 - 1,3 mm Durchmesser. Während der Blütezeit (September - Oktober am Naturstandort) wird ein einziger, 1,5 - 3,5 cm (meist 2,5 - 3 cm) Blütenstiel mit 5 - 10 Blüten gebildet. Die 5  länglich bis eiförmigen Blütenblätter sind weiß mit leicht grauer Mittelvene, 4,3 - 5 mm lang und 2 - 3,3 mm breit.

Von allen anderen Arten der Sektion Bryastrum lässt sich drosera grievei anhand der charakteristischen, sehr großen und breit eiförmigen Kelchblätter unterscheiden. Diese sind 2 - 2,8 mm lang, 2 - 2,5 mm breit, und überlappen einander bis zur Hälfte der Breite. Dieses Merkmal der Blüten bleibt über den gesamten Zyklus, von der juvenilen Knospe bis zum reifen Samenstand, erhalten.

Die Brutschuppen sind breit-eiförmig, ca. 1,1 mm lang, ca. 1 mm breit, ca 0,8 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera grievei bildet in der Trockenzeit eine kompakte, borstige Ruheknospe..

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Drosera helodes

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera helodes ist von Standorten östlich von Perth in der Region um Bullsbrook, Byford, Muchea und Gingin bekannt. Die Art wächst dort auf Sandböden (teilweise mit kleineren Anteilen Laterit) in winterfeuchten Senken, sowie auf schwarzen Sandböden an den Rändern saisonaler Sumpfsysteme.

 

Merkmale

Drosera helodes bildet eine kompakte, dicht an den Boden gepresste Rosette von 1,3 - 1,5 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 4 - 6 mm langen, sich zur Mitte hin von 0,4 - 0,5 mm auf 0,5 - 0,6 mm verbreiternden Blattstielen. Die Blätter selbst sind kreisförmig mit 1,5 - 2 mm Durchmesser. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) wird meist 1, selten 2, 4,5 - 12 cm (meist 6,5 - 8,5 cm) langer Blütenstiel mit 6 - 14 Blüten gebildet. Die 5 eiförmig bis länglichen Blütenblätter sind weiß bis blasspink mit rötlichem Fleck am Blattansatz, 5,5 - 7,5 mm lang und 3,5 - 5 mm breit.

Von den im Habitus ähnlichen Arten drosera closterostigma und drosera spilos lässt sich drosera helodes u.A. anhand der Ruheknospe (glatt bei drosera helodes, borstig bei drosera closterostigma und drosera spilos) unterscheiden.

An einem Standort bei Muchea wächst drosera helodes direkt neben drosera spilos, dennoch wurden dort bisher keine Pflanzen hybriden Ursprungs beobachtet.

Die Brutschuppen sind elliptisch, ca. 1 mm lang, ca. 0,7 mm breit, ca 0,6 mm dick.

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Besondere Kulturhinweise

Drosera helodes bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera hyperostigma

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera hyperostigma ist von Standorten um Bannister, Bowelling, Gidgeannup, Lesmurdie, Marradong, Parkerville und The Lakes in Western Australia nachgewiesen. Dort wächst die Art auf einer Mischung aus Laterit und Quarzsand auf offenen Waldflächen.

 

Merkmale

Drosera hyperostigma bildet eine kompakte, dicht an den Boden gepresste Rosette von 1,2 - 1,5 cm Durchmesser. Die Blätter stehen an 4 - 5,5 mm langen, 0,7 - 0,8 mm breiten (Einschnürung kurz vor dem Blattansatz auf 0,5 - 0,6 mm) Blattstielen. Die Blätter selbst sind elliptisch, 1,5 - 2,3 mm lang und 1,2 - 1,8 mm breit. Während der Blütezeit (Oktober am Naturstandort) wird ein einziger, 3 - 5 cm (meist 3,5 - 4 cm) langer Blütenstiel mit 6 - 8 Blüten gebildet. Die 5 breit-eiförmigen Blütenblätter sind metallisch-orange mit schwärzlich-kastanienbraunem Ansatz, 5 - 7 mm lang und 4,5 - 6,5 mm breit.

Zur Unterscheidung von den im Habitus ähnlichen Arten drosera callistos, drosera miniata, drosera platystigma und drosera sewelliae siehe den entsprechenden Absatz im Artikel zu drosera callistos. Zusätzlich lässt sich drosera hyperostigma von allen anderen orange blühenden Arten auch anhand des grau gefärbten Fruchtknotens (ein Alleinstellungsmerkmal von drosera hyperostigma innerhalb der Sektion Bryastrum) unterscheiden.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1,7 mm lang, ca. 1,1 mm breit, ca 0,7 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera hyperostigma bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera lasiantha

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera lasiantha kommt hauptsächlich in der Porongurup Range nördlich von Albany in Western Australia vor. Zudem gibt es eine kleine isolierte Kolonie auf dem Mount Lindesay, nordwestlich von Denmark. Die Art wächst auf Lehm-Laterit-Boden, auf offenen Geröllflächen zwischen eucalyptus marginata.

 

Merkmale

Drosera lasiantha bildet entweder eine kompakte Rosette von 1 - 1,5 cm Durchmesser, oder einen Cluster aus 2 - 3 (selten bis 10) Rosetten auf einem einzelnen Wurzelstock. Im Alter wird ein von abgestorbenen Blättern bedeckter Stamm von 15 - 40 mm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 5 - 7,5 mm langen, sich vom Stamm zum Blatt hin von 0,7 - 1 mm auf 0,3 - 0,5 mm Breite verjüngenden Blattstielen. Die Blätter selbst sind rot, elliptisch, 2,5 - 3 mm lang und 0,8 - 1,5 mm breit. Während der Blütezeit (November - Dezember am Naturstandort) werden 1 - 4, 3 - 4 cm lange Blütenstiele mit 6 - 12 Blüten gebildet Die 5 eiförmigen Blütenblätter sind dunkel-pink mit dunkler-pinker Aderung, 5 - 6,5 mm lang und 3,5 - 5,5 mm breit.

Von der im Habitus sehr ähnlichen Art drosera scorpioides lässt sich drosera lasiantha u.A. anhand der Blattform (elliptisch bei drosera lasiantha, lanzettlich bei drosera scorpioides) sowie der Form der Blütenblätter (eiförmig bei drosera lasiantha, geigenförmig bei drosera scorpioides) unterscheiden.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1,7 mm lang, ca. 1 mm breit, ca 0,7 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera lasiantha bildet in der Trockenzeit eine halbkompakte Ruheknospe.

Während die Pflanzen am Standort Mount Lindesay aufgrund der harschen Bedingungen dort einen gewissen Zwergwuchs aufweisen (maximale Höhe 1 cm, Rosettendurchmesser bis 7 mm), sind diese in Kultur kaum noch von Individuen vom Typstandort zu unterscheiden; einzige Variation ist eine cremefarbene Aderung der Blütenblätter.

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Drosera leioblastus

 

Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera leioblastus ist nur von zwei kleinräumigen Standorten nordwestlich von Cataby in Western Australia bekannt, wobei der Typstandort zunächst durch Rodungen und Sandabbau verkleinert und schließlich 2009 durch ein Buschfeuer vollständig vernichtet wurde. Am Naturstandort wächst die Art auf Sandböden, teilweise durchmischt mit Laubhumus und Lateritkieseln, zwischen oder unter Heide. In reinem Sand wachsende Individuen sind oftmals teilweise mit Sand bedeckt; in der Trockenzeit ragt meist nur die Rukeknospe aus dem Substrat.

 

Merkmale

Drosera leioblastus bildet eine kompakte, dicht an den Boden gepresste Rosette von 1 - 1,5 cm Durchmesser. Im Alter wird ein von abgestorbenen Blättern bedeckter Stamm von 3 - 10 mm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 4 - 6 mm langen, in der Mitte von 0,3 - 0,4 mm auf 0,6 - 0,8 mm aufgedickten Blattstielen. Die Blätter selbst sind rund mit 1 - 1,7 mm Durchmesser. Während der Blütezeit (September - Dezember am Naturstandort) weerden 1 - 2, 1,5 - 3 cm lange Blütenstiele mit 20 - 40 Blüten gebildet. Die 5 schmal-elliptischen Blütenblätter sind weiß, 1,5 - 2 mm lang und 0,4 - 0,5 mm breit.

Die Brutschuppen sind elliptisch, ca. 1,2 mm lang, ca. 1 mm breit, ca 0,6 mm dick.

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Besondere Kulturhinweise

Drosera leioblastus bildet in der Trockenzeit eine glatte, kompakte und brilliantweiße Ruheknospe.

 

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Drosera leucoblasta

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera leucoblasta besitzt in Western Australia ein recht großes Verbreitungsgebiet; bekannte Standorte sind York, Brooktown, Cranbrook, Arthur River sowie Esperance. Dort wächst die Art auf lehmigen Sand- und Lateritböden, zwischen und unter niedrigen Büschen in Heidelandschaften.

 

Merkmale

Drosera leucoblasta bildet eine kompakte, dicht an den Boden gepresste Rosette von 1,2 - 2 cm Durchmesser. Im Alter wird ein glatter Stamm von 3 - 5 mm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 3,5 - 5,5 mm langen, sich vm Stamm zum Blatt hin leicht von 0,4 - 0,6 mm auf 0,5 - 0,7 mm verbreiternden Blattstielen. Die Blätter selbst sind rund mit 1,4 - 2,2 mm Durchmesser. Während der Blütezeit (Oktober - November am Naturstandort) wird ein (selten 2) 8 - 13,5 cm langer Blütenstiel mit 6 - 9 Blüten gebildet. DIe 5 länglichen Blütenblätter sind metallisch orange, 8,5 - 12 mm lang und 4,5 - 7 mm breit.

Von der im Habitus sehr ähnlichen Art drosera echinoblastus lässt sich drosera leucoblasta am einfachsten anhand der Ruheknospe (eiförmig und glatt bei drosera leucoblasta, eiförmig bis länglich und borstig bei drosera echinoblastus) unterscheiden.

Die Brutschuppen sind eiförmig, ca. 1,2 mm lang, ca. 0,9 mm breit, ca 0,6 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera leucoblasta bildet in der Trockenzeit eine kompakte Ruheknospe.

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Drosera leucostigma

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Natürliches Verbreitungsgebiet

Drosera leucostigma ist von Standorten in der Region Cataby sowie südöstlich von Mogumber in Western Australia bekannt. Die Art wächst dort auf Sandböden an den Rändern von winterfeuchten Senken.

 

Merkmale

Drosera leucostigma bildet eine kompakte Rosette von 10 - 20 mm Durchmesser. Im Alter wird ein von abgestorbenen Blättern bedeckter Stamm von bis zu 5 mm Höhe gebildet. Die Blätter stehen an 4,5 - 6 mm langen, 0,3 - 0,5 mm breiten Blattstielen. Die Blätter selbst sind elliptisch bis eiförmig, 2,5 - 3 mm lang und 1,5 - 2 mm breit. Während der Blütezeit (November - Januar am Naturstandort) werden 1 - 2, 2,5 - 3 cm lange Blütenstiele mit 4 - 12 Blüten gebildet. Die Blüten selbst stehen einzeln an eigenen, 2 - 5 mm langen Stielen am Hauptstiel. Die 5 geigen- bis eiförmigen Blütenblätter sind weiß mit gräulich bis rötlicher Mittelvene, 2,2 - 2,5 mm lang und 1,6 - 1,8 mm breit. Namensgebend für die Art sind die vollständig weißen Stempel (ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zu anderen weiß blühenden Zwergdrosera mit ebenfalls nierenförmigen Stempeln), dennoch kommen am Naturstandort auch einzelne Pflanzen mit roten Stempeln vor.

Die Brutschuppen sind breit-eiförmig, ca. 1 mm lang, ca. 0,7 mm breit, ca 0,4 mm dick.

 

Besondere Kulturhinweise

Drosera leucostigma geht nur bei andauernder und vollständiger Trockenheit in eine Trockenruhe, meist wird das Wachstum jedoch (verlangsamt) fortgesetzt. Lang andauernde Dürren werden jedoch (wohl auch durch das fehlen einer "richtigen" Ruheknospe) am Naturstandort nur in Samenform überdauert. Glücklicherweise produziert drosera leucostigma nicht nur Samen in großen Mengen, sondern ist auch sowohl selbstfertil als auch teilweise selbstbestäubend.

Neben der normalen Form mit kräftig rot ausgefärbten Fangtentakeln (in Kultur "leucostigma red") existieren auch (in situ vom Standort bei Cataby nachgewiesene) anthocyaninfreie Pflanzen, in Kultur teilweise als "leucostigma green" bezeichnet.

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