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Moorbeet in Planung


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LucaB

Servus!

 

Ich hoffe euch da draußen geht es allen gut!

 

Es ist mal wieder Winter, im Garten ist nicht viel zu tun, die meisten Karnivoren sind in der Winterruhe und zudem noch der Lockdown. Demnach gibt es nicht viel was man tuen kann. Ich muss gestehen, Daheim langweilt man sich schon nach einiger Zeit etwas, also habe ich mal wieder an neuen Projekten für das Jahr 2021 gearbeitet. Eines davon, welches ich seit Jahren realisieren wollte, ist ein großes Moorbeet anzulegen. Ich habe mir zu dem Moorbeet schon einige Gedanken gemachtund natürlich auch viele Erfahrungen gesammelt, die ich hier gerne mit euch Teilen möchte. Ich werde in diesem Beitrag also den Bau des Moorbeetes dokumentieren. Ich habe zum Thema Moorbeet das Buch mit dem Titel "Das Moor im eigenen Garten; Moorgärten anlegen, gestalten und bepflanzen" von Erich Maier gelesen. Ich kann das Buch nur jedem weiterempfehlen, es ist wirklich lesenswert!🙂

 

Als erstes muss natürlich ein geeigneter Standort gewählt werden. Ich habe im Garten einen mittelgroßen Teich, welcher aber seit Jahren Kaputt ist. Ich habe vor, den Teich aufzulösen und die Fläche für das Moorbeet zu nutzen. Jetzt fragen sich sicherlich manche, warum ich denn nicht den Teich repariere und als Moorbeet umgetalte... Naja da gibt es zwei Gründe:

1. Mein Hund liebt Wasser... Sobalt irgendwo auch nur die geringste Pfütze ist, liegt er nach weingen Sekunden drinen..

2. Der Teich ist Bodengleich, das bedeutet dass er eben im Boden gebaut ist und sich rundherum Rasen befindet. Ich befürchte, dass der Rasen nach nur kurzer Zeit den Weg ins Moorbeet findet und sich dann da unkontrolliert ausbreitet. Dadrauf bin ich nicht so scharf xD

 

Demnach werde ich also den Teich zugraben und das Moorbeet dadrauf bauen.

 

Ich habe noch etwas Teichfolie im Schuppen liegen, diesen werde ich für das Moorbeet verwenden. Die Folie ist 260cm x 210cm groß. Das dürfte ansich ein prächtiges Moorbeet ergeben 🙂 Ich hatte mir eine Tiefe von 50cm überlegt, damit ein großer Wasserspeicher reinpasst. Demnach wird das Moorbeet nur noch 210cm x 180cm groß, da man die nötige Folie für die Tiefe des Moorbeets mit einbeziehen muss.

 

Da das Ganze ja überirdisch sein soll muss ich auch einen Kasten bauen, damit ich die Teichfolie befestigen kann. Hierzu habe ich mir überlegt, ein etwas aufwendigeres Konstrukt zu bauen. Es ist relativ schwierig zu erklären, aber ich gebe mein Bestes! Die Idee ist, dass an allen Ecken und an der längeren Seite relativ mittig viereckige Pfosten in dem Boden verankert werden und eine Schicht Holzbretter an der Innenseite und an der Außenseite des Moorbeetes befestigt wird. Die Bretter sind 2 cm dick, das sollte ausreichen, damit das Beet nicht auseinander bricht

Hier eine kleine unprofesionnelle Skizze, villeicht hilft das die Idee zu verstehen.

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Diese doppelte Holzschicht dient dazu, von der Innenseite die Teichfolie zu halten und von Außen eigentlich nur, um das Ganze decorativer aussehen zu lassen. Theoretisch entsteht sogar zweichen den beiden Brettern ein Hohlraum, welchen ich zusätzlich bepflanzen könnte.

 

 

Nachdem das Moorbeet jetzt theoretisch fertig wäre, konnte man es bereits einrichten. Hierzu warte ich bis zum Herbst, da man ein Moorbeet bekanntlich nicht im Sommer anlegen soll, da der Torf nicht genügend Wasser aufnimmt und das Moorbeet schnell austrocknen könnte. Im Herbst würde ich dann als erstes den Wasserspeicher einbauen. Dieser bestünde aus umgedrehten Eimern die durchlöchert sind. Als verrückte Alternative könnte ich Seibecken von Ikea als Wasserspeicher misbrauchen, diese sind nämlich billiger als die Eimer 😉

 

Nachdem der Wasserspeicher eingebracht wurde, müsste ich das Ganze mit Torf füllen. Im Ganzen passen 1890 Liter Torf in das Moorbeet. Das ungefähre Volumen des Wasserspeichers abgezogen verbleiben noch ca 1260 Liter Torf. Das wird ein Spaß soviele Säcke Torf zu kaufen. Ich freue mich schon auf die Blicke der Kassiererin im Baumarkt. 😵

Den Torf werde ich zuerst in einer Ragentonne gut mit Wasser mischen, damit er nicht trocken ist. Damit werde ich sicherlich einige Zeit beschäftigt sein.

 

Ich habe auch über das Thema "Alternative Substrate" nachgedacht und bin zum Entschluss gekommen, dass ich auch eine kleine Ecke mit nicht kalkhaltigem Gestein anlegen werde. Das würde dann die Pinguicula Abteilung werden. Hierzu muss ich mich aber noch besser informieren, da ich nicht besonders viel von Pingis und Substraten kenne. Zudem experimente ich gerade auch mit Nadelbaumlaub herum. Drosera Rotundifolia soll ja an manchen Standorten in reinem Nadellaub wachsen, warum also nicht auch den Nadellaub im Moorbeet einbringen?

 

Der finale Schritt wäre das Bepflanzen! Das Schönste am Bau eines Moorbeetes. Dies werde ich allerdings erst im Frühjahr machen, damit der Torf über den Winter gut Wasser speichern kann. Ich wollte bei diesem Moorbeet eine eher naturelle Umgebung gestalten. Das bedeut weniger Sarracenia und co, dafür mehr Sphagnum und Baumstämme. Es soll auch eine größere Schlenke eingebracht werden, damit die Frösche der Nachbarschaft (Ich wohne unmittelbar an einem Bald) auch eine Möglichkeit haben, ihre Aier abzulegen. Dies haben sie ja sonst immer im Teich gemacht. Von der Bepflanzung her habe ich vor, viele Dionea einzubringen. Desweiteren sollen Drosera Hybrida, Drosera Binata var. Dichotoma, Drosera Rotundifolia, Drosera Filliformis und Drosera Anglica gepflanzt werden. Ich werde sicherlich auch die ein oder andere Sarracenia einpflanzen. Villeicht eine S. Purpurea ssp. Venosa, die überleben das ja meistens in solch großen Moorbeten. Wie bereits oben angedeutet wird auch eine Pinguicula Ecke eingerichtet werden.

Als Begleitpflanzen habe ich Moosbeere, Wollgraß und Pogonia im Kopf. Was könnte ich da noch einbrinden?

 

 

An den Plänen wird sich sicherlich noch die ein oder andere Sache ändern, das lässt sich leider nicht immer vermeiden.

Ich hoffe meine Erklärungen waren halbwegs verständlich, falls ihr noch Tipps oder Ideen habt, immer her damit! 🙂

 

Wünsche euch noch ein frohes neues Jahr!

Liebe Gruße,

Luca

 

 

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partisanengärtner

Wenn Du den Zwischenraum bepflanzen willst würde ich an stabile Balkonkästen ohne Abzug denken (bei entsprechendem Abstand). Die würden  auch nicht das Holz so schnell vergehen lassen wie mit anderen Ansätzen. Auch Folienbespannung schützt das Holz nicht vor der Fäulnis. Wenn es ablüften kann und auch keinen Erdkontakt hat ist es am dauerhaftesten.

 

Wenn Du keinen Pflegeweg vorgesehen hast solltest Du auch darauf achten wie lang Deine Arme sind um alle Stellen gut zu erreichen.

 

Ich würde ja eher mit Baukübeln arbeiten und die Pflanzflächen schwimmend anlegen. Da kann man leicht unterschiedliche Substrate für die diversen Anspüche der ins Auge gefassten Pflanzen haben ohne das man die Unterteilung sieht. Für das Abdecken der Übergänge habe ich bei meinen Ansätzen auch Teichfolienstücke

genommen. Dort lassen sich gut Moospolster und eher trockneren Untergrund liebende Moorbewohner ansiedeln(Bulten)

Auch für ein begebaren Weg bietet sich die Folie an.

Hier habe ich die meisten gängigen Methoden beschrieben.

https://forum.carnivoren.org/forums/topic/36569-patchworkmoorbeet-erweiterbares-moorbeet-im-baukastenstil/

 

Edited by partisanengärtner
rechtschreibung
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Ralf Mößle

Hallo,

 

Axel hat es ja schon geschrieben, unbedingt darauf achten, das du vom Rand aus alles erreichst, ansonsten Trittsteine mit einplanen, ansonsten wird die Pflege deutlich schwieriger.

 

Geschwungene Formen sehen natürlicher aus, den Rand unbedingt mit einem Teichuferband befestigen. ISt meist aus Kunststoff oder Aluminium, somit verrottungsfrei, und die Folie senkrecht daran befestigen (Kapillarsperre). Höhen einplanen für Arten, die es nicht ganz so feucht mögen, und tiefe Bereiche für eine oder mehrere Schlenken. Das macht das Ganze noch einmal deutlich natürlicher.

 

Das einmal soweit von mir. Viel Freude mit der Planung und Gestaltung. 

 

Viele Grüße, Ralf

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Zum Holz noch ein Punkt: 

Wenn dir das baulich zu tricky wird (Luft, Kein boden- oder Wasserkontakt) Würde ich zusätzlich auf die holzart achten. Eiche, robinie, (Kiefer oder douglasie bedingt) sind dauerhafter als zb Fichte. Aber natürlich auch teurer.

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partisanengärtner

Bei Eiche solltes Du auch noch das helle Splintholz vermeiden. Das fault in zwei drei Jahren weg.  Ist mir mehrfach passiert.

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TristanS

Tolles Projekt, aber habe ich da jetzt  einen Rechenfehler oder hast du die Tiefe nur einfach gerechnet, bzw. einmal nur 30cm, also je 15 abgezogen? Ich glaube dir fehlt Folie...

LG

Edited by TristanS
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Johannes K

Hi Luca,

 

Schönes Projekt !

 

Ich würde mir den Rahmen sparen und einfach eine Feldsteineumrandung aufmauern. Bis auf deine gewünschte Höhe und dann flach auslaufen lassen. Da kannst du dann auch prima die Folie drin verstecken und hast zugleich eine hübsche optische Grenze zum Rasen. So das da etwas Abstand zwischen Moorbett und der Rasenfläche entsteht. Wenn erst mal das Moos wächst siehst du bald keine Teichfolie mehr und es kann dir nicht verrotten ( Holz ).

 

Wenn du dann noch ein paar Feldsteine als Tritt mit in das Bett integrierst sieht das bestimmt super aus.

 

So ähnlich ist es bei meinem Moor.

 

Nur als Denkanstoß.

 

Bin gespannt wie du das Moor umsetzt.

 

Grüße

Johannes

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LucaB
Posted (edited)
vor 34 Minuten schrieb TristanS:

Tolles Projekt, aber habe ich da jetzt  einen Rechenfehler oder hast du die Tiefe nur einfach gerechnet, bzw. einmal nur 30cm, also je 15 abgezogen? Ich glaube dir fehlt Folie...

LG

Hi,

Im Ganzen habe ich 260 x 230 Folie. Tief soll das Ganze 50 cm werden, also ziehe ich 50cm in der Lände und Breite ab, da diese ja dann in den Boden gelegt wird. Also nicht mehr horizontal, sondern vertikal. Damit komme ich auf eine Länge von 260cm -50cm = 210cm und Breite von 230-50cm =180 cm. 

Ich denke mal, meine Überlegung, jeweils 50 cm von der Länge und Breite abzuziehen ist richtig?

 

 

 

Desweiteren muss ich euch danken! Das mit dem Holz habe kch nicht so gut bedacht. Ich wollte da einfach billige Bretter aus dem Baumarkt nehmen, welche in diesem Fall Fichtenbretter gewesen wären, um das Budget nicht zu sprengen. Naja ich denke mal dann muss ich nochmal überdenken, welche Bretter ich da nehme. Alternativ habe ich noch haufenweise rote Backsteinziehel auf Lager, die könnte ich dann eventuell für eine Umrandung verwenden. Ist auch eine gute Idee, dann sind die schonmal gut verarbeitet 🙂

 

An die Sache mit den Trittstellen hatte ich bisher noch nicht gedacht. Ich bin davon ausgegangen, dass meine Arme lang genug sind, um mindestens bis in die Mitte zu kommen. Naja um mir diese Qual zu ersparen, werde ich wohl aber einen Holzstamm oder änliches einbauen, damit ich dort drauftreten kann um vernünftig arbeiten zu können. Ich denke mal, da verwende ich einen Holzklotz, bzw eine Wurzel eines Nadelbaumes, die kommen ja auch meist in Mooren so vor. 

 

 

Die Idee mit dem Patchworkmoorbeet finde ich genial! Ich würde das aich do umsetzen, nur habe ich da etwas bedenken, da ich im Garten eine Regelrecht Wühlmaus und Maulwurf Plage habe und ich befürchte, dass die sich dann dort einnisten und die Pflanzen beschädigen. Ich werde dennoch lieber die Teichfolie verwenden, da ich diese wiegesagt noch auf Lager habe. Ich werde diese Möglichkeit aber sicherlich einbauen, da mein Aktuellen Moorbeet, von 90x 50x 60cm gleich neben dem Teich, sprich späterem Moorbeet steet. Da kann ich ja dann sowas die einen kleinen Übergang einbauen, dass das Moos hinab in das andere Moorbeet wächst. Ansich hatte ich vor dieses Moorbeet aufzulösen und die Pflanzen für das große Moorbeet zu nutzen, ich bin mir da aber nich sicher, da dieses Moorbeet gerade so schön ist, mit richtig dicken Sphagnumpolstern, Baumwurzeln und überall Drosera Sämlingen. 

 

Lg,

Luca

Edited by LucaB
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partisanengärtner

Solltest Du so viele Mäuse und Maulwürfe haben wäre die Baukübelmethode deutlich sicherer. Mag sein das da mal eine Maus zwischen den Kübeln gewohnt hat,

Sie ist im Beet nie wühlend aufgetaucht und durch die dicken Kübelwände kommt sie auch nicht. Bei den Kiespackungen dazwischen ist auch wenig Gelegenheit zum Graben also wenig attraktiv.

Selbst wenn eine einmal soviel Durchhaltevermögen entwickelte um durch das dicke PVC zu knabbern, wäre eben nur ein Kübel betroffen.

 

Allerdings erlebte ich einige Teiche deren Folie von Mäusen gelocht wurde. In einem Teich kann man das Loch noch anhand vom gefallenen Wasserstand noch finden. In einem Moorbeet wohl kaum. Das trocknet halt einfach langsam aus oder Du mußt Unmengen Wasser nachgießen um es am Leben zu halten.

Es wird halt immer trockener bei uns.

 

Bei der Schwimmflächenmethode ganz am Schluß gibt es für sie gar keine Gelegenheit zu graben. Sie können allenfalls vorsichtig drüber laufen oder in den Schlenken schwimmen. Gegen Vögel hilft das aber auch nicht. Die erschrecken nur am Anfang wenn die Schwimmkörper auf das Landen reagieren. Ist halt

sensitiv wie ein Schwingrasen wie er in Mooren häufig vorkommt.

 

Die relativ kleinen Kübel bieten Mäusen auch nicht so eine durchgehende Grabefläche wie ein flächiges Moorbeet. Das wäre also sicher kein Argument gegen die Kübel.

 

Selbst ein Teichvlies ist kein Schutz gegen Mäuse, da musst Du schon mit einer dicken Kiespackung oder noch sicherer mit Beton kommen. Bei mir hat bei einem Teichbau schon eine 4 cm Schicht gereicht. Hat zwar Risse bekommen aber die Teichfolie lag auf Vlies und da hat sich auch nichts durchgedrückt.

Leider war ich so dumm dort Typha (Rohrkolben) wachsen zu lassen. Der ist durch die Folie gewachsen mit seinen sehr spitzen Rhizomen. In einigen Falten war die Folie sehr ungünstig gelegen.

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partisanengärtner

Manche Erfahrungen muß man aber selber machen und man kann ja auch Glück haben.

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  • 1 month later...

Hi,

 

Ich will hier nur schnell in kleines Update zur Planung des Moorbeetes geben. Der Plan hat sich nämlich etwas geändert.

Nachdem ich mir den beitrag von @partisanengärtnerzum Patchworkmoorbeet angesehen habe, bin ich zum entschluss gekommen, dass diese Methode doch viel vorteilhafter ist. Einerseits ist das Moorbeet eben in einzelne Teile verteilt, sollte also mal ein Kübel ein Loch haben, wäre es denkbar leicht diesen einfach auszuwechseln. Zudem kann ich so auch unterschiedliche Regionen darstellen, indem ich einen Kübel beispielsweise etwas steiniger gestalte und dort mit Pinguicula bepflanze.  Der Hauptvorteil ist aber, dass ich somit die möglichkeit habe, das Moorbeet immer weiter zu vergrößern, da man ja nur einen Mörtelkübel anzuheften braucht.

Es stellt sich auch heraus, dass ich bei dieser Methode viel Geld spare und es nicht so aufwändig zu realisieren ist.

 

Ich arbeite prinzipiell gerne mit Skizzen, also habe ich auch hierfür etwas gezeichnet 🙂

Unter dem Bild werden die einzelnen Elemente erklärt.

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Alle Felder in denen 90l steht, solllen die Kübel darstellen. Diese haben jeweils die Maßen 72cm x 42cm x 30cm. Das ergibt etwas mehr als 90 liter. Rechts lasse ich etwas Platz, da sich das Grundstück dort an den Wintergarten des Nachbarn anlehnt. Demnach lasse ich mir dort einen Gehweg von 70 cm Breite. In der Mitte soll ein kleiner Teich eingebaut werden. Ich wohne unmittelbar am Waldrand, da freuen sich die Frösche und Molche sicherlich auch, wenn die einen Platz zum leichen haben. Dieser Teich wird vorraussichtlich viel tiefer als die Mörtelwannen. Ich hatte da an 60-100cm Tiefe gedacht, so könnte ich auch eine größere Seerose einpflanzen und ggf. Fische im Teich halten. Einen Bachlauf könnte ich zwar auch einbauen, aber ich denke, eine kleine sprudelnde Fontaine reicht auch aus.

Ziel ist es, dass das Sphagnum über die Ränder, welche mit Vlies verbunden werden, in den Teich wächst. Hierzu habe ich mich an dem Beitrag von @Conoderma und seinem Beitrag inspiriert. Das sieht echt klasse aus, auf jedenfall ein lesenswerter Beitrag!

 

 

Falls es weitere Veränderungen gibt, melde ich mich nochmal 🙂

 

Liebe Grüße,

Luca

 

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partisanengärtner

Wie willst Du an den Teich rankommen, wenn da mal was zu machen ist. Zwei Kübel Tiefe beim pflegen ist ohne Teich schon grenzwertig.

Wenn Du das so bauen willst solltest Du einen mobilen Steg einplanen von dem aus Du eingreifen kannst. Ist zwar sehr umständlich aber gerade noch machbar.

Die Pflege vorher eingeplant zu haben ist eine große Geld und Zeitersparnis.

 

Ich habe das bei mir auch gehabt, aber da war ein zentraler Weg (der auch bepflanzt ist) und ich kann von der Rückseite ran.

 

Bei dem Teich solltest Du Fische weglassen wenn Du Deinen Lurchen ein Freude machen willst. Für die Fische ist so ein kleiner Teich auch ein schwieriger Lebensraum. Für Lurche und Wasserinsekten ist es aber sehr gut.

 

 

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Naja also das Moorbeet ist so gebaut, dass ich vol allen Seiten rankomme. Es hat ca 2 meter Breite, da käme ich mit meinen Armen locker bis in die Mitte. Mit dem Teich bin ich noch am überlegen, ob ich den nicht ganz vorne positionniere, dann käme ich auch dort sehr gut ran. Ansonsten hatte ich auch überlegt, Baumklötze in das Moorbeet zu integrieren, um so einen kleinen 'Notfall-Gehweg' zu erhalten.

 

Das mit den Fischen wusste ich nicht. Ich hatte bisher immer Fische in meinem Teich, meistens kleine Karpfen. Denen ging es dort immer prima und die Lurche scheint es nicht wirklich gestört zu haben. Der Geich war auch nicht besonders groß, sogar kleiner als der jetzt geplantene. Ich lese mich da nochmal schlau 🙂

 

 

Edited by LucaB
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Mossman

Hey Luca,

 

Einen Weg zum Bearbeiten würde ich auf jeden Fall einplanen. Bei zwei Metern Breite wird’s nämlich auch bei riesenhaften Armen schon kritisch, vor allem dann, wenn du graben oder etwas pflanzen möchtest.

Eine Leiter oder ein Brett drüberzulegen geht auch, ist aber mühsam. Ich muss das bei meinem Beet auf Grund der Gegebenheiten manchmal so machen, hab‘ aber keine große Freude damit.

Ob das mit Fischen und Amphibien funktionieren kann, weiß ich nicht. Ich hatte als Kind jedenfalls einen Gartenteich, wo ich aufgewachsen bin. Dort hatten wir zwar keine Quarpfen (sorry, musste sein 😉), aber trotz Goldfischbesatz Grasfrösche, Kröten, Teich-und Kammmolche und sogar regelmäßig Ringelnattern. Der war allerdings auch etwas größer. Ob sich Fische in einem so kleinen Teich richtig wohlfühlen, bin ich mir nicht sicher.

Bei der Idee mit dem Sphagnumbewuchs solltest du bedenken, dass es auf dauerfeuchtem Torf am besten wächst. Wenn du in den Kübeln unterschiedliche Substrate hast, kann es natürlich sein, dass das Torfmoos in manchen davon nicht ganz so wuchert. Mit der Zeit wird es das Beet aber wahrscheinlich tortzdem erobern.

Viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung deines Projekts!

 

Gruß, Alex

Edited by Mossman
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partisanengärtner

Karpfen fressen in der Regel keine Lurche aber Eier und Larven sind auch für die in einem engen Teich ein Leckerbissen. (Molcheier aus den Blattfalten lutschen). Meist wandern dann die Lurche nur durch und laichen woanders.

Fressen finden sie ja  auch in Deinem kleinen Teichloch.

 

Im Winter kann bei dem kleine Volumen der Teich in den eisfreien Tiefenzonen das sehr ungemütlich werden mit Fischen. Anaerob und Anreicherung von Schwefelverbindungen. Wenn dann noch ein Braunfrosch meint da auch überwintern zu müssen, ist in so einem Winter wie heuer, dann schnell ein nasses Grab für alle entstanden. Meist findet man die dann im Eis, weil sie dort nach dem letzten freien Sauerstoff gerungen haben.

 

Wenn ich mit meiner Spannweite von 1,9 Metern eine Binse im Baukübel ausreiße dann habe ich ohne mich vorzubeugen 60 cm für die fest greifende Hand (sonst kriegt man das Ding nicht raus).

Zwei Kübel nebeneinander sind mindestens schon ein paar 80 cm. Binsen etc.wachsen stets da am besten, wo man schlechter hinkommt. 😉

Beim Vorbeugen mußt Du Dich vermutlich auch mal abstützen, dann ist auch das nicht mehr so locker. Es geht sicherlich irgendwie, entwickelt sicher

 

 

Es ist auch vernünftig dran zu denken das man beim Reinsteigen nicht Material von Außen an den Füßen hat. Da ist schnell unbekömmliches  wie Rasenschnitt,  Kalksplitt,  Dünger etc.  im Biotop. Sollte man vorher dran denken. Darum ist das ein wenig erhöht schon eine gute Idee.

 

Wenn Du mit Trittsteinen oder Wurzelstöcken arbeitest, bedenke möglichen Kalk oder Düngergehalt.

 

 

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Wolfgang Liere
vor einer Stunde schrieb partisanengärtner:

Binsen etc.wachsen stets da am besten, wo man schlechter hinkommt. 😉

also die Aussage kann ich nach mittlerweile knapp 35 Jahren Karnivorenkultur definitiv bestätigen. 😡

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  • 2 weeks later...

Moin!

 

Jaaaa.. was soll ich sagen... Schönes Wetter, 18 Grad und blauer Himmel, da hab ich es nicht ausgehalten und mit dem Bau des Moorbeetes begonnen.

Es war viel Arbeit und hat täglich gute 6 Studen in Ansruch genommen. Im Ganzen war ich nun eine Woche mit dem Abriss und Bau beschäftigt.

 

Viel Spaß mit den Bildern!

 

Als Erstes musste ich die Teichfolie und den Darunterliegenden Vlies entsorgen. Die Teichfolie war nun 7 Jahre alt, dementsprechend auch nicht mehr dicht. Dies lag wohl daran, dass das Sonnenlicht die Folie mit UV- Strahlung belastet hat und sie somit rissig wurde. Jedenfalls konnte man sie in viele kleine Teile reißen und schneller entsorgen.

Danach musste auch der ehermalige Bachlauf dran glauben, das ging auch sehr flott. Die ganzen umliegenden Steine habe ich dann zur Seite gelegt, villeicht brauche ich die nochmal.

 

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Danach habe ich das Loch mit Gartenerde aufgefüllt und hinten einen kleinen Gehweg angelegt.

 

 

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Als der Boden dann nach viel Arbeit endlich gerade war, habe ich die Becken probehalber hingestellt, um das Ganze visuell darzustellen.

Meine Oma hatte die Idee, dass man einen Becken etwas versetzen könnte, sodass es nach einem natürlichen Gefälle aussieht. Dies scheint ja ansich eine sehr gute Idee zu sein, aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail... Dazu später mehr

 

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Zunächst musste ich das alte Moorbeet dann doch leider auflösen, da es sehr instabil aussah. Ich hatte anfangs eine kleine Steinwand um das Becken gebaut, diese hat das Becken auch gut in Form gehalten, nur musste diese leider beim Abriss des Teiches auch dran glauben. Deswegen hab ich mir gedacht, dass ich das Sphangum, den Torf und die Pflanzen doch auch gut für das neue Moorbeet gebrauchen könnte.

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Nachdem ich das ganze Moos zur Seite gelegt hab, habe ich den Torf in die Kübel gefüllt. Das Weiße an den Kanten ist Vlies, damit habe ich die Ränder etwas versteckt und auch Torf draufgelegt, um das ganze natürlicher wirken zu lassen. Ziel ist es, dass der Vlies die Feuchtigkeit zieht und die darüberliegende Torfschicht bewässert, damit diese auch mit Sphagnum zuwachen kann. Die Zwichenräume zwichen den einzelnen Kübeln habe ich anschließend noch mit Erde aufgefüllt.

 

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Nachdem alle Kübel befüllt waren, habe ich angefangen, diese zu bepflanzen. Es sind auf den ersten Blick sehr viele Sarracenia eingebracht, jedoch auch eine menge Drosera (Hybrida, Filliformis, Rotundifolia, Binata,...) und 40 Dionea, die aber momentan noch in Winterruhe sind. In der Mitte sieht man auch das kleine Gefälle von ca 20 cm. Nun da gab es ein großes Problem..; wenn ich nämlich die oberen Becken gewässert habe, hat der Torf das Wasser in das untere Becken gesogen, dieses ist dann ständig übergelaufen. Das habe ich dann gelöst, indem ich den Vlies entfernt habe und den Torf später (nicht auf diesem Bild zu sehen) nur bis zur Kante hoch gelegt habe. Das bedeutet, dass die oberen Becken nun alle völlig von dem Unteren abgetrennt sind und das Wasser somit auch in den oberen Kübeln bleibt. Zwichen dem Teichbecken und den Kübeln habe ich ein bisschen Platz gelassen, um dort ein kleines Versteck, hauptsächlich für die Lurche, einzurichten. Dazu habe ich dort auch Vlies hingelegt und darüber mit Erde, Steinen und Farnen eine kleine Landschaft gestaltet. Bei der Binse unten im Bild bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die da so stehen lasse, ich wollte sie aber auf keinen Fall im Moorbeet stehen haben. Ich habe übrigens das alte Becken vom Moorbeet für den Teich genutzt.

 

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Einen Tag nach dem bepflanzen musste ich leider feststellen, das die Vögel das Moorbeet bereits verwüstet haben... Deswegen habe ich jetzt vorrübergehend das Ganze mit einem Gitter umhüllt bis das bestellte Vogelschutznetz angekommen ist. Auf dem Bild kann man auch schon erkennen, dass sich beim Teich auch einiges getan hat. Ich hab den Boden zuerst mit einer dickeren Schicht Kies aufgefüllt, dazu auch einige Flusssteine, die ich in den Ferien als andenken mitgenommen habe. Danach habe ich mich auf die Suche nach einem Ast gemacht, damit die Lurche später auch aus dem Becken klettern können. Ich habe auch eine kleine Fontaine eingebaut, diese ist auf dem Bild auch leicht erkennbar. Dies dient einfach dazu, dass immer genug Sauerstoff im Wasser ist. Ich habe vor dem Teich auch einige Stufen eingebaut, so sieht es schöner aus und es eine Abtrennung zum höhergelegenen Rasen ist. Ich werde wohl noch eine kleine Strockensteinmauer ums Moorbeet bauen, damit man die Kübel nicht erkennt.

 

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Als ich heute Morgen zum Teich ging, fand ich zu meiner Freude einen Bergmolch! Hierbei handelt es sich um ein Weibchen, dies ist an dem Muster zu erkennen. Die Männchen sind hingegen dunkelblau mit orangenen Bauch und haben einen Kamm auf dem Rücken.

Ich werde noch einige Wasserpflanzen zum Teich hinzugeben, da hatte ich an Hornkraut und ggf. an eine Seerose gedacht. Eventuell könnte ich es auch mit einem Wasserschlauch versuchen, dafür müsste das Wasser aber sicherlich saurer sein. Das könnte man erreichen, indem man nach und nach ein wenig Torf ins Wasser gibt oder? Aber ich denke eine Veränderung des Wassers wäre momentan auch nicht gut für die Lurche, da nun Leichzeit ist... Was denkt ihr?

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Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis, ich habe allerdings zu viele Mörtelwannen gekauft, demnach wäre es immernoch möglich, das Moorbeet zu erweitern, Platz ist ja ganügend vorhanden. Im übrigen habe ich auch drauf geachtet, dass man überall gut rankommt, einen Trittstein einzubauen war also nicht nötig ^^

Ps: Detailaufnahmen gibt es, wenn die Pflanzen wieder austreiben, das dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Wie gefällt euch das Moorbeet?

Was hättet ich anders oder besser machen können?

 

Liebe Grüße,

Luca

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partisanengärtner

Wasserschlauch ist da völlig unproblematisch. So sauer braucht er es nicht.

Du solltest vielleicht für Blattpflanzen sorgen in denen die Molche ihre Eier in Falten verstecken können. Flutende Gräser sind ideal.

Sie laichen auch ohne, aber dann werden auch viele Eier gefressen wenn sie ungeschützt abgelegt werden.

https://www.dght-dresden.de/der-bergmolch-ein-juwel-der-heimischen-molchfauna/

 

Wenn der Teich älter ist finden sie genug altes Laub oder andere Strukturen die die Eier gut tarnen.

Edited by partisanengärtner
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