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Cephalotus im Terarium


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Andre1986

Hallo zusammen, 

 

da ich bisher gute Erfahrungen mit meinen Cephis im Terarium gemacht habe, dachte ich mir ein größeres zu kaufen und meine Cephis umzupflanzen bzw. mal zu teilen.

 

Das Terarium ist oben offen und ich habe einen Aquariumlüfter angebracht. die 3 LED Leuchtleisten sind von der Firma * Aquarium Plüderhausen . Diese bieteten gutes Licht  für subtropische  Pflanzen. Das Substrat besteht aus sehr sandigen Torf und als Deckschicht eine dünne Schicht reinen Torf. Dies fande ich optsich besser und speichert etwas mehr Feuchtigkeit für das Sphagnum als das Torf-Sandgemisch. 
 

Das Terarium steht im gut belüfteteten Kellerraum, da dort im Winter ca. 10-15 Grad herschen und im Sommer so ca. 21 bis 26 Grad. Im Keller besteht der Vorteil, dass die Feuchtigkeit nicht so schnell verdunstet , als wenn die Cephis im Sommer draußen stehen würden. 
 

Die Innendeko ist noch nicht ganz ausgereift 😁, vielleicht kennt ja jemand die Namen der Begleitpflanzen am Naturstandort , wie z.B Gräser usw. 
drosera Pulchella kommt auch noch hinein. Durch die Teilung zicken die Big-Boy‘s noch etwas rum, aber treiben schon wieder kleine Blätter . 

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Chriss-82

Hallo André,

das Terrarium sieht toll aus , die Bedingungen , gerade in Temperaturbereich sind meiner Erfahrung nach optimal . Der Wachstumsschub erfolgt bei mir bei Outdoortemperaturen im

Mai / Juni und September / Oktober nämlich immer dann wenn sich die Temperaturen nachts bei 15 und tagsüber bis ca. 25 Grad bewegen. 
Bei mir steht das Terrarium (verkleidet mit Styropor+ Kunstlicht)auf dem Balkon , das hat dann im Hochsommer den Nachteil , das sich die Temperaturen soweit aufheizen das die Krüge zu heiss werden  und die Pflanzen leiden. Dieses Jahr will ich diese im Hochsommer vor zu hohen Temperaturen schützen. Die Pflanze wächst aber generell , bei passenden Temperaturen super unter Kunstlicht. Interessanter Versuch , wird bestimmt gelingen , viel Erfolg noch  - gerne mal Updaten !!

 

Lg Christoph 

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partisanengärtner

Es wird vermutlich richtig schwierig schon mal die Arten der Begleitpflanzen rauszubekommen. Bei den Gräsern wird es ohne Kontakte zu Liebhabern aus der Gegend oder Samenmitbringsel vom Carnovorentourismus wohl kaum möglich sein.

 

Ich habe diverse Zwergsonnentau drin wachsen und auch kleinste Utrikularien. In allen Töpfen sind einheimische Erica aufgegangen, die ich wegen der Mycorrhiza drin lasse. Ericaceen haben immer so eine Verbindung.  Weil sie stark wuchern können werden sie bei mir regelmäßig mit der Nagelschere rasiert. dann sehen sie auch ganz attraktiv aus.

 

Die meisten Pflanzen die ein nicht sehr ausgeprägte Feinwurzeln haben sind auf Mycorrhiza angewiesen. Mir sind wenige Pflanzegruppen bekannt die keine Mykorrhiza haben. Kreuzblütler gehören dazu.

Bei mir sind auch Enziangewächse dort aufgegangen die ich dort lasse

 

Seit ich Cephalotus immer ein wenig Borverbindungen zur Verfügung stelle, haben sie mit absterbenden Rosetten keine Probleme bei mir.

Bisher sind solche Symptome auch bei anderen dadurch verschwunden ohne das obligatorische Umtopfen.

Borverbindungen die die Zellwände verfestigen und auch die Photosynthese positiv beeinflussen sind leider im Pflanzenmaterial festgelegt. Das wird erst wieder frei wenn das Material verrottet ist. Wir halten unsere Pflanzen ja sauber und induzieren so einen Mangel in sowieso armem Substrat.

 

Als Küstenbewohner sollten sie keinen Mangel an Spurenelementen haben.  Das kommt eher in küstenfernen Habitaten vor wo Cephalotus nicht mehr vorkommt.

 

Das Verbeitungsgebiet ist ja nirgend mehr als 50 Meilen von der Küste weg. Daher vermute ich das sie wie viele andere Kulturpflanzen aus dieser Küstennähe besonders auf die Anwesenheit diverser Spurenelemente angewiesen sind. In der Landwirtschaft sind solche Kulturen in küstenfernen Anbaugebieten so gut wie immer auf Borax oder Borsäure über Blattdüngung  angewiesen um die Herzfäule zu vermeiden.

 

Es gibt aber auch gebiete im Binnenland wo Borverbindungen sich stark konzentriert haben. Ausgetrocknete Seengebiete und ehemalige Binnenmeere sind oft ein Abbaugebiet zum Beispiel für Borverbindungen.

Zentralaustralien hat davon große Areale. Nur ist es da auch sehr trocken.

 

In der Natur übernehmen die Meereswinde an der Küste die Versorgung mit allen Spurenelementen.

 

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Andre1986
vor 19 Stunden schrieb Chriss-82:

Hallo André,

das Terrarium sieht toll aus , die Bedingungen , gerade in Temperaturbereich sind meiner Erfahrung nach optimal . Der Wachstumsschub erfolgt bei mir bei Outdoortemperaturen im

Mai / Juni und September / Oktober nämlich immer dann wenn sich die Temperaturen nachts bei 15 und tagsüber bis ca. 25 Grad bewegen. 
Bei mir steht das Terrarium (verkleidet mit Styropor+ Kunstlicht)auf dem Balkon , das hat dann im Hochsommer den Nachteil , das sich die Temperaturen soweit aufheizen das die Krüge zu heiss werden  und die Pflanzen leiden. Dieses Jahr will ich diese im Hochsommer vor zu hohen Temperaturen schützen. Die Pflanze wächst aber generell , bei passenden Temperaturen super unter Kunstlicht. Interessanter Versuch , wird bestimmt gelingen , viel Erfolg noch  - gerne mal Updaten !!

 

Lg Christoph 

Hey Chris , 

ja das Problem hatte ich im Sommer auch, die Pflanzen standen draußen in Töpfen und bekamen nur morgens kurz Sonne, selbst im Schatten wurde es so heiß, dass die Krüge weich wurden 😣 vielleicht hatten die Cephis auch einen Welkpilz ..

naja und im Terarium im Keller funktioniert alles wunderbar und man kann auch mal ein Tag vergessen nachzusehen, ob alles i.o ist .. von Oktober bis Januar haben die Cephis rund 10 Stunden Kunstlicht, ab Januar immer eine Stunde länger bis auf 14 Stunden ab April .. ☀️ 
 

Vg

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Andre1986
vor 3 Stunden schrieb partisanengärtner:

Es wird vermutlich richtig schwierig schon mal die Arten der Begleitpflanzen rauszubekommen. Bei den Gräsern wird es ohne Kontakte zu Liebhabern aus der Gegend oder Samenmitbringsel vom Carnovorentourismus wohl kaum möglich sein.

 

Ich habe diverse Zwergsonnentau drin wachsen und auch kleinste Utrikularien. In allen Töpfen sind einheimische Erica aufgegangen, die ich wegen der Mycorrhiza drin lasse. Ericaceen haben immer so eine Verbindung.  Weil sie stark wuchern können werden sie bei mir regelmäßig mit der Nagelschere rasiert. dann sehen sie auch ganz attraktiv aus.

 

Die meisten Pflanzen die ein nicht sehr ausgeprägte Feinwurzeln haben sind auf Mycorrhiza angewiesen. Mir sind wenige Pflanzegruppen bekannt die keine Mykorrhiza haben. Kreuzblütler gehören dazu.

Bei mir sind auch Enziangewächse dort aufgegangen die ich dort lasse

 

Seit ich Cephalotus immer ein wenig Borverbindungen zur Verfügung stelle, haben sie mit absterbenden Rosetten keine Probleme bei mir.

Bisher sind solche Symptome auch bei anderen dadurch verschwunden ohne das obligatorische Umtopfen.

Borverbindungen die die Zellwände verfestigen und auch die Photosynthese positiv beeinflussen sind leider im Pflanzenmaterial festgelegt. Das wird erst wieder frei wenn das Material verrottet ist. Wir halten unsere Pflanzen ja sauber und induzieren so einen Mangel in sowieso armem Substrat.

 

Als Küstenbewohner sollten sie keinen Mangel an Spurenelementen haben.  Das kommt eher in küstenfernen Habitaten vor wo Cephalotus nicht mehr vorkommt.

 

Das Verbeitungsgebiet ist ja nirgend mehr als 50 Meilen von der Küste weg. Daher vermute ich das sie wie viele andere Kulturpflanzen aus dieser Küstennähe besonders auf die Anwesenheit diverser Spurenelemente angewiesen sind. In der Landwirtschaft sind solche Kulturen in küstenfernen Anbaugebieten so gut wie immer auf Borax oder Borsäure über Blattdüngung  angewiesen um die Herzfäule zu vermeiden.

 

Es gibt aber auch gebiete im Binnenland wo Borverbindungen sich stark konzentriert haben. Ausgetrocknete Seengebiete und ehemalige Binnenmeere sind oft ein Abbaugebiet zum Beispiel für Borverbindungen.

Zentralaustralien hat davon große Areale. Nur ist es da auch sehr trocken.

 

In der Natur übernehmen die Meereswinde an der Küste die Versorgung mit allen Spurenelementen.

 

Hi, 

 

ja das denke ich mir auch mit den Spurenelementen , ich meine nur von Luft und Liebe kann wohl keine Pflanze wachsen.

 Z.B in einem Moor fallen auch mal Blätter von Bäumen auf , oder neben den Pflanzen . Sowie Begleitvegetation stirbt ab und gibt Nährstoffe in das Substrat ab . Ich stelle allerdings die Frage, auf welchem Substrat Cephis am Naturstandort eigentlich wachsen ? wenn ich mir Fotos im Internet ansehe,  finde ich kein Sphagnum ^^. und ich habe noch nie gehört, dass  Torf bis an Küstengebieten vorkommt. 🤔 Auf manchen Fotos sieht die Erde etwas Matschig-Schleimig aus, als wenn Algen dort wachsen. Vielleicht weist Du mehr ). 
 

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partisanengärtner

Ich habe das hier schon mal verlinkt. In einem Australischen Bericht war das torfige Substrat gut zu sehen.

Kann es auf die Schnelle nicht finden bin aber ziemlich Sicher das es bei CPUK war und Snapperhead51 hat es gezeigt.

Hier kann man einige torfig wachsende sehen.

https://www.cpukforum.com/forum/index.php?/topic/52181-some-cephalotus-photos-wild-location-shots/

 

Torf gibt es auch ohne Sphagnum. Dauernass muß es sein und das abgestorbene Pflanzenmaterial muß relativ schnell unter Sauerstoffabschluß vertorfen.

Torf kommt häufig bis direkt an den Küsten vor. Selbst völlig versalzener Torf wurde in Europa zur Salzgewinnung z.B. abgebaut.

 

Wenn Du mal auf den Inseln um Dänemark warst kannst Du dort überall Torfböden auf den Sandinseln finden. Das wird auch in Australien so sein wo es feucht genug ist.

Edited by partisanengärtner
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partisanengärtner

Leider habe ich noch keinen Samen von Cephalotus, aber ich werde halt von meinen alten Sämlingen und ein paar Kultivaren Ableger auf meinen schwimmenden Inseln probieren. Ich bin mir sicher das es ihnen gefallen wird.

 

Ich bin mir relativ sicher das die adulten Pflanzen wieder blühen werden nachdem ich sie letztes Jahr wieder hochgepäppelt habe.

Dann kann ich auch auf meine neue Samenanzuchtmethode ein dauerhaft passendes Substrat bieten. Ich nehme an das sie dort zügiger wachsen werden.

Edited by partisanengärtner
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partisanengärtner

HAbe mir die Bilder noch mal genau angesehen. Viele der dort gezeigten Wurzeln sind von Cephalotus. An einer ist sogar noch eine Falle.

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Andre1986
vor 1 Stunde schrieb partisanengärtner:

Ich habe das hier schon mal verlinkt. In einem Australischen Bericht war das torfige Substrat gut zu sehen.

Kann es auf die Schnelle nicht finden bin aber ziemlich Sicher das es bei CPUK war und Snapperhead51 hat es gezeigt.

Hier kann man einige torfig wachsende sehen.

https://www.cpukforum.com/forum/index.php?/topic/52181-some-cephalotus-photos-wild-location-shots/

 

Torf gibt es auch ohne Sphagnum. Dauernass muß es sein und das abgestorbene Pflanzenmaterial muß relativ schnell unter Sauerstoffabschluß vertorfen.

Torf kommt häufig bis direkt an den Küsten vor. Selbst völlig versalzener Torf wurde in Europa zur Salzgewinnung z.B. abgebaut.

 

Wenn Du mal auf den Inseln um Dänemark warst kannst Du dort überall Torfböden auf den Sandinseln finden. Das wird auch in Australien so sein wo es feucht genug ist.

Ah okay danke! 
hab die Bilder und das Video gesehen, stimmt Torf kann auch ohne Sphagnum entstehen. Auf den Fotos am Naturstandort ist ein Laubmoos zu sehen eine Art von Bach Spatenmoss (Scapaniaceae/Scapania paludosa) oder sowas...etwas rötlich .

Anscheinend sind Cephis wohl sehr Salzverträglich , weil wenn bei einem Sturm ⛈ salziges Meerwasser auf die Pflanzen gelangt, scheint denen dies wohl nichts auszumachen . Aber ob die Pflanzen dies auch zum wachsen benötigen denke ich mal weniger ... also brauchen wir nicht mit dem Salzstreuer 🧂 experimentieren 🧐😃

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partisanengärtner

Das wird wohl bei den Drosera auf den Nord und Ostseeinseln ähnlich sein. Wenn das Salz schnell genug ausgeschwemmt wird, wie das wenigstens bei uns die Regel ist, haben die wenig Probleme. In einem Habitat in dem immer Süßwasser durch das Substrat strömt ist die vorübergehende Versalzung deutlich weniger tragisch.

Ich glaube auch kaum das die das brauchen. Allerdings gibt es sicher Pflanzen die das gar nicht abkönnen und die fallen dann als Konkurrenz aus.

Edited by partisanengärtner
rechtschreibung
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  • 2 weeks later...
Andre1986

...hier nochmal ein kleines Update, die unterste Schicht im Terarium besteht aus Blähton. 
Dadurch erkennt man ob die Cephis genug Feuchtigkeit haben oder eventuell zu nassse Füße bekommen.

steht der Blähton zur Hälfte unter Wasser ist dies ok, ist der Wasserstand über den Blähton gieße oder Sprühen ich weniger.

die Cephis sind übrigens in diese kleinen Töpfe für Wasserpflanzen gepflanzt. Dies hat den Vorteil, dass ich die Cephis zum teilen oder um sie woanders einzupflanzen einfach herausnehmen kann. FC16B00D-2A69-47B0-A7A1-DD404D57F112.thumb.jpeg.16deff0fb06a557147086b7b5e240562.jpeg

 

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Ronny K.

Hallo,

Begleitpflanzen wären z.B. Baumea sp., Anarthria scabra, Stylidium assimile, S. glaucum, Xyris lanata und Sphaerolobium vimineum. Mit ein wenig Suche finden sich noch mehr. Sind aber alle nicht leicht zu bekommen.

 

Grüße

Ronny

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partisanengärtner

Wobei die meisten bis auf das Stylidium wohl für das kleine Terrarium kaum geeignet sind. Mit Höhen von 30cm - bis über einen Meter eher was für einen botanischen Garten.

Sind ja auch teils recht wuchrig. Dann muß man die Krüge suchen.

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