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Sarracenia psittacina im Moorbeet


Dose

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Moin,

 

ich kultiviere Sarracenia seit sehr vielen Jahren und habe einige S.psittacina Klone mittlerweile ganzjährig im Moorbeet.

Allerdings entspricht die Form der Schläuche ehr der Mischung aus Phyllodien und klassischer Falle.

Aus der Literatur ist bekannt, dass dies ein Stresssymptom ist.

Daher mal eine Frage an euch. Hat es jemand von euch geschafft S.psittacina so im Moorbeet zu kultivieren, dass sie das „ Typische Aussehen“ wie im Gewächshaus hat ( große Fallenköpfe, schmale „Flügelleiste“) ?

Am Lichtmangel wird es bei mir nicht liegen, denke jedoch, dass die Temperatur das Problem ist. Norddeutschland ist eben wie an der Golfküste Amerikas ?

Lg Carsten

Edited by Dose
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Hallo Carsten!

 

Ich hatte eine 2 Jahre bei mir im Kolk im Moorbeet schwimmen. Ist dann immer kränklicher geworden, möglicherweise Pilzbefall. Rettungsversuche im Anstau sind gescheitert. Habe jetzt eine am Balkon im Anstau stehen. Ich plane, sie nächste Saison als Hauptbepflanzung einer schwimmenden Insel im Gartenteich einzusetzen. Bin gespannt, ob das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

 

mfg MM

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Eike Matthias Wacker
Am 20.8.2021 um 21:22 schrieb Dose:

Am Lichtmangel wird es bei mir nicht liegen, denke jedoch, dass die Temperatur das Problem ist. Norddeutschland ist eben wie an der Golfküste Amerikas ?

Kann ich so bestätigen.

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Gordon Shumway

Hallo!

 

Hatte eine vor rund 10 Jahren in einem eingegrabenen Kübel, allerdings im Oberrheingraben bei Karlsruhe. Hat ein paar Jahre ganz gut funktioniert, ist irgendwie gewachsen und hat sogar geblüht.

 

August 2009 (Pflanze ist im Frühjahr eingezogen):
1923560673_august2009.thumb.JPG.f512b070e3af69303507f600b24e0eb4.JPG

 

Juni 2012:
1465863397_juni2012.thumb.JPG.956478366624e1fbf0a3f07aff0e6912.JPG

 

Weitere aussagekräftigere Fotos finde ich leider nicht.
Die Pflanze hätte auf dem zweiten Bild sicher prächtiger ausgesehen, wenn ich ihr im Frühjahr nicht alle Schläuche abgeschnitten hätte...

 

Irgendwann habe ich sie dummerweise mitten im Hochsommer geteilt, danach ist sie mir eingegangen...

 

Die verbreiterte Flügelleiste kann man auf den Fotos ganz gut erkennen.

 

Ist das denn tatsächlich ein Stress-Symptom? Habe ich auch so schon auf Fotos von amerikanischen Sarra-Profis in einschlägigen Spezi-Foren gesehen...was aber natürlich nichts heißen muss.

 

Schönen Gruß,

Ralph

Edited by Gordon Shumway
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Vielen Dank für eure Kommentare!

 

@Gordon Shumway
Ralph, meine S.psittacina sehen deinem Bild ähnlich. Wie bei allen Sarracenia gibt es deutliche Unterschiede bei der phänotypjschen Ausprägung der Merkmale bei der Gewächshaus- zur Freilandkultur. Das ist die Adaption an die Umweltbedingungen.
Im Buch Sarraceniaceae of North America von S.McPherson und D.Schnell, Redfern Natural History Produktion, 2011, S336ff. wird die entsprechende Wuchsform als Stressanzeichen nicht optimaler Wachstumsbedingungen gedeutet bzw. als Adaption bei höherer Begleitvegetation.

 

Daher hat es mich interessiert, ob es jemanden gelungen ist, diesen Habitus der Gewächshauspflanzen auch im Freiland zu erhalten.

 

Im Grunde habe ich mir ja schon selbst die Antwort auf meine Frage gegeben, aber manchmal gibt es ja noch den ein oder anderen Trick in der Kultur, den man noch nicht kennt ?

 

In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Meinungen, Kulturerfahrungen oder „Tricks“.

 

Beste Grüße 

Carsten

 

 

 

 

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Hallo Carsten

 

Ich habe drei verschiedene Klone bei mir im Moorbeet. Sie befinden sich alle an der gleichen Stelle im Moorbeet. Zwei davon haben einen schönen Wuchs, eine davon hat einen leicht phyllodienartigen Wuchs (aber auch nicht wirklich). Sie sind an einer vollsonnigen Stelle gepflanzt, die leicht vertieft ist, da sie auch am Naturstandort phasenweise überflutet steht und mit ihren Reusenfallen Insekten unter Wasser fangen kann. Ich habe keine richtige Schlenke im Moorbeet, weshalb sie an dieser Stelle nur "zur Hälfte" unter Wasser steht, aber zumindest ist das Substrat auch an der Oberfläche im Hochsommer feuchter als an erhöhten Stellen. Ich kann mir vorstellen, dass das dieser Art gefällt.

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Hallo Carsten ,

bei mir im Moorbeet steht seit 5 Jahren ein unbekannter Clon . Im Frühjahr habe ich die Pflanze geteilt und  neu  in die Sphagnumpolster

eingepflanzt. Sie stehen fast mit den Füssen im Wasser und sind wie üblich ordentlich gewachsen. Die Pflanzen stehen in der vollen Sonne, haben eine schöne Färbung und zeigen keinen Mickerwuchs. Hatten  im Winter  -  18 Grad mit Schneedecke und die Pflanze hat es problemlos überstanden. Ich bin damit sehr zufrieden.

Hänge mal zwei Bilder ran .

 

Gruß  Manfred

 

IMG_7489.JPG

IMG_7502.JPG

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Die sehen wirklich gut aus! 
Ich habe jetzt mal ein Exemplar in einen noch sonnigeren und somit vermutlich wärmeren Platz umgesetzt.

Mal schauen wie sie sich da entwickelt. Danke für eure Tipps uns Bilder!

 

Besten Gruß

Carsten

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