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ACHTUNG - Wucherangebote für Karnivoren bei eBay


Günter Seiter

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Günter Seiter

Hallo zusammen,

 

ich muss heute einmal ein Thema loswerden, dass mir schon länger unter den Fingernägeln brennt.

 

Bei der oben erwähnten Verkaufsplattform werden, unter anderem, auch immer wieder Karnivoren zu Fantasiepreisen angeboten - derzeit wieder vermehrt Nepenthes Arten und Hybriden. Es sei zwar jedem Verkäufer vergönnt, wenn er die Pflanzen bei einem Unwissenden, der offensichtlich nicht weiter im Internet nach diesen Pflanzen gesucht hat, verscherbeln kann. Was aber die betreffenden Anbieter scheinbar nicht wissen, dass sie sich auf sehr dünnem Eis bewegen.

 

Einerseits wäre auch jede Privatperson, die Pflanzen auf dieser Plattform anbietet, verpflichtet einen Pflanzenpass auszustellen (jeglicher Fernabsatz unterliegt dem EU Pflanzenpass - Privatpersonen sind dezidiert nicht ausgenommen), dadurch dementsprechend bei der Behörde gemeldet sein und somit auch die anfallenden Kosten und Kontrollen auf sich zu nehmen. Andererseits gilt man ab einem bestimmten Umsatz, oder bei regelmäßigem Anbieten von Pflanzen, als gewerblicher Anbieter und müsste dies auch dementsprechend auf der Plattform so anführen.

 

Offensichtlich möchten aber trotzdem einige das schnelle Geld machen und bieten dann Pflanzen an, die sie kurz vorher bei Händlern um weniger als 50% des veranschlagten Preises, gekauft haben - anders gesagt, werden die Pflanzen bis zu mehr als 100% teurer (gesehen bis zu 140%), als sie vorher beim Händler gekostet haben, weiter verkauft.

 

Nicht falsch verstehen - jedem ist das schnelle Geld gegönnt, dass er mit Unwissenden macht. Das Problem ist aber, dass Liebhabern und Sammler die Möglichkeit genommen wird, Pflanzen bei einem seriösen Händler um moderate Preise zu kaufen. Oft gibt es von besonderen Pflanzen nur geringe Lagerbestände bei den Händlern. Wenn diese dann von Glücksrittern aufgekauft werden und zu utopischen Preisen weiter verkauft werden, fehlt mir irgendwie das Verständnis dafür.

 

Händler und Erzeuger von Pflanzen, haben viele Kosten, für die sie aufkommen müssen - Steuern, Heizkosten, Wartung von Betriebsanlagen, Personalkosten, Kosten für Pflanzenschutzpass, Kosten für die Verpackungsentpflichtung und vieles mehr. Ich sehe absolut nicht ein, warum sich Einzelne darüber hinwegsetzen und schönes Geld für null Kosten generieren - das ist kurz zusammengefasst: nicht legal!

 

Meine Bitte: wenn Ihr Pflanzen sucht, seht genau hin beim Pflanzenkauf - vielleicht gibt es ja genau diese Pflanze bei einem seriösen Händler / Erzeuger - um einen fairen Preis und in der Regel mit der entsprechenden fachlichen Beratung!

 

Herzliche Grüße

Günter

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Tim L. Heller

Danke Günter für deine öffentliche Stellungnahme dazu! Ich beobachte diese Entwicklung schon seit einigen Monaten mit Sorge, da sich sowas auf den ganzen Preisspiegel der Nepenthes auswirken kann und das Hobby somit zunehmend "elitärer" wird. Zudem ist es auch nicht fair den Händlern gegenüber!

Edited by Tim L. Heller
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Joachim Danz

Hallo Günter,

 

vor 11 Stunden schrieb Günter Seiter:

das ist kurz zusammengefasst: nicht legal!

 

nein, ist nicht nett - aber legal.

 

Viele Grüße

 

Joachim

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Günter Seiter

Hallo Joachim,

 

könnte diese Pflanze sein 🙂 - unter Anderen ... da kann jeder einmal nachrechnen 😁

 

vor 6 Minuten schrieb Joachim Danz:
vor 36 Minuten schrieb Günter Seiter:

das ist kurz zusammengefasst: nicht legal!

 

nein, ist nicht nett, aber legal.

 

Stimmt so nicht ganz - der Pflanzenpass müsste ab dem Zeitpunkt vorhanden sein, sobald Pflanzen online angeboten werden und man sie versendet - also Fernabsatz. Wenn Du sie auf einem Markt verkaufst (Börse o.ä.), dann nicht. Unser Pflanzenschutzbeauftragte der Behörde hat uns sehr detailliert darüber aufgeklärt 🙂

 

Herzliche Grüße

Günter

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Joachim Danz
vor 3 Minuten schrieb Günter Seiter:

der Pflanzenpass müsste ab dem Zeitpunkt vorhanden sein, sobald Pflanzen online angeboten werden und man sie versendet

ja, den hat er aber von Dir oder einem anderen Händler beim Kauf mitbekommen - oder?

 

Gruß Joachim

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vor 18 Minuten schrieb Joachim Danz:

nein, ist nicht nett, aber legal.

 

 

 

Aus den Gründen, die Guenter schon erwähnt hat, ist es nicht legal – es wurden Pflanzen mit Gewinnabsicht erworben und wenn das nicht das einzige mal ist, ist das eine gewerbliche Tätigkeit. Nehmen wir mal an, dass alles beim Finanzamt sauber gemeldet ist (aka legal), bleibt noch immer der fehlende Pflanzenpass, den nach neuen Regelungen jeder Verkäufer (auch semiprivat wie hier) auszustellen hat. Den muss der Verkauefer ausstellen...den kann man nicht einfach weiterverwenden, soweit ich informiert bin. Damit ist die ganze Sache nicht mehr legal.

 

Der Preisaufschlag ist vielleicht legal, ich finde es aber rein menschlich total daneben.

 

LG,

Michaela

Edited by Michaela
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Günter Seiter

Hallo Michaela,

 

genau - besser hätte ich es nicht formulieren können 🙂

 

Herzliche Grüße

Günter

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Jens Neumann

Hallo Zusammen,

 

wir hatten hier schon mal eine Diskussion bezüglich des Pflanzenpasses:

Ich hatte in diesem Rahmen auch das Pflanzenschutzamt Berlin angeschrieben und entsprechend nachgefragt (Seite2):

 

Sehr geehrter Herr Neumann,

 

recht herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne wie folgt.

 

Art. 65 der Pflanzengesundheitsverordnung EU 2016/2031 (PGVO) regelt nur die Registrierung von Unternehmen. Die Formalien zum Pflanzenpass nach Art 83 legen fest, dass ein Pflanzenpass hinter Buchstabe B die Registriernummer des ausstellenden Unternehmens beinhalten muss. Eine Ausnahme von der Registrierungspflicht ist auch nur für Unternehmen verfügt, wenn diese ausschließlich direkt und nicht im Fernabsatz an Endnutzer verbringen.

 

Daraus leite ich ab, dass Privatpersonen nicht zu registrieren sind und damit nicht über eine Registriernummer eines Unternehmens verfügen. Damit entfällt für Privatpersonen auch die Möglichkeit der Ausstellung eines rechtskonformen Pflanzenpasses, da die Registriernummer nicht angegeben werden kann. Die Möglichkeit der Ausstellung eines Pflanzenpasses durch eine zuständige Behörde entfällt ebenfalls, da auch die zuständige Behörde die Registriernummer des Unternehmens angeben müsste, für das sie den Pflanzenpass ausstellen würde.

 

Art 79 schreibt vor, dass Pflanzenpässe für die Verbringung bestimmter Pflanzen grundsätzlich erforderlich ist. Art 81 macht hier jedoch die Ausnahme, dass ein direktes Verbringen an den Endnutzer (mit Eigenbedarf) ohne einen Pflanzenpass erfolgen kann, wenn dies nicht im Fernabsatz erfolgt. Für wen diese Ausnahme gilt, ist hier nicht genannt (Unternehmer oder Privatperson/Endnutzer). Damit müsste sich die Pflanzenpasspflicht im Fernabsatz auch auf den Endnutzer erstrecken, der an einen anderen Endnutzer im Fernabsatz verbringt.

 

Da eine Pflanzenpassausstellung durch Privatpersonen/Endnutzer, wie oben beschrieben, nicht möglich ist und eine Endnutzer zu Endnutzer Verbringung nicht weiter geregelt ist, gehe ich davon aus, dass die generelle Pflanzenpasspflicht für bestimmte Pflanzen … sich nur auf das Verbringen durch Unternehmen bezieht.

 

Das Verbringen durch Privatpersonen wäre demnach ohne Pflanzenpass, auch im Fernabsatz, möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Heiko Schmalstieg

 

Pflanzenschutzamt Berlin

FG Gartenbau, Landwirtschaft und Pflanzengesundheitskontrolle

Postadresse: Mohriner Allee 137, 12347 Berlin

Email: heiko.schmalstieg@senUVK.berlin.de

Tel.: +49 30 700006 248 oder +49 151 277 900 64

 

 

Beste Grüße

Jens

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Moin!

Unabhängig davon wie die rechtliche Lage zu dem Thema ist, find ich das Aufkaufen von Pflanzen (zu guten, realistischen Preisen), die damit einhergehende künstliche Verknappung (Pflanzen sind beim Händler ausverkauft)  und den anschließenden überteuerten Weiterverkauf für unser Hobby nicht gerade zuträglich und sollte, meiner Meinung nach nicht unterstützt werden.

Und ja ich weiß, freie Marktwirtschaft...

 

Finde es echt nur schade, wenn gerade Anfängern die Chance genommen wird, sich eine Sammlung ohne die Bezahlung von "Mondpreisen" aufzubauen.

 

Gruß

Marcel

 

 

 

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Hallo zusammen, 

den besagten Ebay-Verkäufer hatte ich bereits vor einigen Monaten angeschrieben, und ihn auf den Pflanzenpass, CITES für Arten wie N. rajah, und auch auf sein gewerbliches Handeln hingewiesen, obwohl er als Privatverkäufer angemeldet ist.

Daraufhin schrieb er mir folgendes (Name lass ich mal weg):

image.png.a542b5cfc06e410378aaffa2efceb58d.png

 

Zu den unverschämten Preisen und rajah schrieb er:

image.thumb.png.7b896e450c440d20f78706cb9a2933ff.png

 

Also, ich sehe da null Einsicht bei ihm. Da werden bewusst Leute abgezogen, die neu im Hobby sind und die seriösen Händler noch nicht kennen. Wenn alles von Resellern aufgekauft wird, wird das günstige Angebot für andere Sammler reduziert, wie oben schon jemand geschrieben hatte.

Bei Recherche des Anbieters wird man auch feststellen, dass sich derjenige in sehr dubiosen politischen Kreisen bewegt und auch dafür kandidiert, was seine mangelnden Moralvorstellungen erklärt, wie ich finde.

Als Händler würde ich solchen Leuten nichts mehr anbieten. Umsatz kann man auch mit normalen Kunden machen.

 

Grüße, Cassian

Edited by Cassian
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Nicky Westphal

Hallo Leute,

 

mal unabhängig vom teuren Weiterverkauf werden hier wohl verschiedene Problematiken in einen Topf geworfen von denen Hintergrundinformationen einfach fehlen. 

Es ist richtig das für die Ausstellung eines Pflanzenpasses ein Gewerbe (auch Kleingewerbe) nötig ist. Weiss keiner ob da eines besteht, oder? Wenn nicht ist der Weiterverkauf an Privatpersonen mit dem Pass des Händlers zwar eine unschöne Geschichte aber legal wenn die Einnahmen steuerlich geltend gemacht werden. Natürlich kommt dann die Definition im Recht des "Handels" ins spiel. Ob sich ein Anbieter auf div. Plattformen eine Abmahnung einfangen will, ist aber m.E. dessen Privatangelegenheit! Generell und nach Auslegung des "Rechts" ist jeder von uns der öfter mal Pflanzen(Überschuss) auf Ebay anbietet ein Händler! Ich glaube aber kaum das die penible Rechtsauslegung der Anwälte so empfunden wird wenn es um das eigene Tun und Handeln geht. Da geht es nicht um Umsatz oder den Wert der Artikel, wenn es so ist, dann werden glashart Gesetzestexte angewandt und da fällt dann kaum einer durchs Raster und da möchte auch keiner das man ihn öffentlich anschwärzt. Wie gesagt, diese Gratwanderung einiger Hobbyisten ist aber eine Privatangelegenheit und soll das auch bleiben. 

 

Anders ist es wenn ein Gewerbe vorliegt, hier wäre die Frage ob man auf Ebay sich deshalb gewerblich binden muss? Wenn die Auslieferung über das Gewerbe mit Rechnung erfolgt. Damit habe ich mich aber selbst nicht befasst, da ich nicht auf Ebay verkaufen wollte, da eben div. Gebühren anfallen usw. Aber ich kenne genug Leute hier, die das so praktizieren und sehe da nichts Verwerfliches, wenn der "Handel" für das Finanzamt ausreichend dokumentiert wird. Ob das rechtlich 100% safe ist als Kleingewerbetreibender auf Ebay privat zu verkaufen oder ob man gezwungen ist sich da mit dem Gewerbe anzumelden kann ich nicht sagen. Damit muss ich ein jeder Anbieter selbst auseinandersetzen.

Was mich hier mehr stört sind die Ausschweifungen ins politische und persönliche. Sowas gehört nicht in dieses Forum. Wen das interessiert, der kann das privat machen und für sich behalten. Eine öffentliche Meinungsäußerung über einen andren Menschen bedarf aus meiner Sicht zumindest diesen auch persönlich zu kennen.

 

Grüße Nicky

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Hallo Zusammen, 

 

ich möchte mich auch einfach mal ein wenig mit einmischen. 

Ich betrachte die Entwicklung von dubiosen Wiederverkäufern mit starker Sorge. Unter anderem weil deren Ware niemals besser sein kann, als die des Ursprünglichen Händlers und damit der Preis kaum gerechtfertigt werden kann. 

 

Ich sehe das aber ganz anders als du Nicky Westphal. Jemanden ohne Grund öffentlich anzuschwärzen finde ich nicht in Ordnung, dennoch sollte eine offene kritische Diskussion erwünscht sein. Und da mit dem Verkäufer bereits privater Kontakt aufgenommen wurde, sehe ich darin kein Problem hier den Unmut zu ungerechtfertigten Wucherpreisen Luft zu machen. Außerdem schreckt es evtl. unwissende Anfänger ab gutgläubig irgendwelche Pflanzen zu kaufen und dient dazu, dass sie sich davor bei bekannten zuverlässigen Händlern über die realistischen Preise informieren. 

Außerdem ist es doch kein guter Ton im Hobby alles schlechte totzuschweigen, damit das Forum nicht zur "Meinungsbildung" Beiträgt. Ich finde eher, dass es eine gute Plattform ist um über verschiedene teils störende Themen zu informieren und zu diskutieren. 

 

Die politische und Persönlichen Ausschweifungen sollten tatsächlich eher außen vor gelassen werden, außer sie sind maßgeblich bei der privaten Kontaktaufnahme gewesen. 

Und dass man neuere Leute aus der Karnivoren Szene persönlich kennt und die auch getroffen hat ist seit den letzten zwei Jahren eher sehr unwahrscheinlich und ich finde diesen Anhang auch irrelevant. 

 

Viele Grüße

Lukas

 

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Nicky Westphal

Hallo Lukas,

 

naja, seinen Unmut hat Günter unter vollem Namen und gerechtfertigten Gründen Luft gemacht. Wer aber außer ihm ein Problem mit dem VK hat sollte das auch mit ihm klären und nicht öffentlich nach Hören-Sagen urteilen. Wenn du glaubst das diese Themen Anfänger aus Unwissenheit vom Kauf abhalten dann irrst du dich in den meisten Fällen. Gerade Anfänger sind ungeduldig und selten bereit drauf zu warten bis eine bestimmte Pflanze bei Händlern wieder verfügbar ist. Wenn es ums "haben will" geht wird sich kaum über deren Kultur informiert oder großartig Preise verglichen oder gar die Herkunft hinterfragt. 

Mit meinem Anhang hast du etwas verwechselt. Ich sprach von persönlich kennen und nicht davon eine Person irgendwo auf einem Karnivorentreff getroffen zu haben. Es bedarf das m.E. schon etwas mehr als über FFP gefachsimpelt zu haben um unter einem Nickname über einen andren Menschen etwas öffentlich zu schreiben.

 

Grüße Nicky

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Darian-Wolz

Wenn es euch wirklich ärgert dann ändert es doch einfach. Hier macht denke ich niemand was illegales, es zeigt sich durch Corona nur eine "andere Seite" des Marktes.

Meldet ein Gewerbe an, importiert oder vermehrt Nepenthes Rajah und bietet es zu einem fairen Preis in ausreichender Menge an.
Ziemlich schnell sollte sich der Markt dann auch auf Ebay wieder normalisieren, durch euch Preisbrecher.

Ein wenig bissig und sarkastisch formuliert, aber ich denke mein Gedanke wird ersichtlich.

Liebe grüße und lasst euch nicht ärgern


Darian

  • Verwirrt 4
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Christoph Hübner

Hallo,

 

ich kann daraus nur schließen, dass die "seriösen" Händler zu billig anbieten und wir Hobbyisten zu viel Geld haben. 😉

 

Viele Grüße

Christoph

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@Christoph Hübner Die Leute sind meiner Ansicht nach auf jeden Fall bereit viel Geld für eine neue Pflanze auszugeben und wenn sie sich nicht mit dem Markt auseinander setzen ist das halt glück für den Verkäufer.

Aber gerade in den letzten Jahren sind meiner Ansicht die Pflanzen deutlich günstiger geworden, viele frühere Raritäten sind mittlerweile "Standard" und so wird sich das auch auf lange Sicht immer weiter entwickeln.. vllt haben wir in 10Jahren hamatas im Baumarkt.

 

Es ist natürlich ärgerlich dass Privatleute die Bestände der Händler aufkaufen um ihren Gewinn zu steigern, aber sowas wird es immer geben (leider!). 

Wir können dann nur warten und hoffen dass bald neue Jungpflanzen für einen wirklich anständigen Preis heranwachsen, die wir als private Halter ergattern und Pflegen können.

 

Gruß Niclas 

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Jens Neumann

Hallo Zusammen,

 

Ich denke es ist ein generelle Geschichte. Wenn Menschen die Möglichkeit sehen einen finanziellen Gewinn zu machen, dann gibt es Individuen die das ausnutzen. Das betrifft Tabakwaren, Gefälschte Uhren und so ziemlich alle anderen Dinge, die man billig einkaufen und dann wieder teurer verkaufen kann. Es ist aber auch regelrechter Trend geworden, ich den letzten Monaten waren oftmals auch Gesuche im Forum von "Anfängern" die nach meist sehr seltenen und speziellen Pflanzen nachgefragt haben.

 

Was Ebay betrifft, Ebay ist teuer. Bei den meisten Menschen die dort auf dieser Plattform verkaufen geht es um maximalen Gewinn. Seien das jetzt Pflanzen oder Sammlerstücke oder anderes, meiner Erfahrung nach zahlt man immer drauf im Vergleich zu anderen Anbietern. 

 

Best Grüße

Jens

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Feldenberg

Hallo zusammen,

ich möchte auch noch 50ct beisteuern und Jens beipflichten: Im liberalen Marktmodell geht man ja theoretisch immer vom über die Preislage "vollständig informierten Kunden" aus, der in der Lage ist, sich einen Überblick über die Preise eines Gutes am Gesamtmarkt zu verschaffen und auf Basis dieser Information, seine Kaufentscheidung tätigt.

Ich habe früher (bevor ich z.B. dieses Forum kannte) in meiner Einsteigerphase auch Ebay  (neben dem Baumarktangebot) für "DEN Markt" für Carnis gehalten. Es brauchte einige Fehlkäufe überteuerter und nicht keimender Drosera-Samen, bis ich kapiert hatte, wie und wo es läuft. Schon aufgrund des "Versteigerungsprinzips" auf Ebay tendiert dort vieles zu Maximalpreisen. Andererseits habe ich bei den Händlern abseits von Ebay wahrgenommen, dass sich seit 2019 die Preis für Carnis eher zum Mittelfeld hin orientieren (ehedem günstige Drosera wurden teurer, ehedem hochpreisigere Nepenthes wurden günstiger).

Was vielleicht getan werden könnte ist die "Sichtbarkeit" seriöser Händler im Netz zu verbessern ODER (theoretisch) auch: Händler ermuntern, ihre qualitativ hochwertigeren und günstigeren Angebote eben AUCH auf Ebay einzustellen. Es wird für Wistuba, GreenJaws, Carow und Co. aber sicherlich gute wirtschaftliche Gründe geben, davon abzusehen (etwa den Gebührenabzug von Ebay, der ja auf den Preis aufzuschlagen wäre, was dann in Konkurrenz zum eigenen Webshop schwachsinnig wäre...).

 

viele Grüße

Feldi

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