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Aldrovanda Aquarium geplant


Patricia

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Hallo Zusammen,

Ich würde mich nun gerne mal an aquatischen Karnivoren versuchen. 

Mein Plan wäre gewesen, ein 12l Aquarium (30x20x20) mit schichtweiße Torf, Carex Laub, Kies und ich glaube Tonscherben müssen auch noch sein, hier meine erste Frage, Warum Tonscherben?😅

Auffüllen mit Osmosewasser und dann noch den Dennerle Nano Eckfilter und EasyLed Nano Cubic 4 Watt drüber.

Ich habe im Keller noch ne alte CO2 Anlage, die evtl mit rein kann, da muss ich aber schauen ob dass dann nicht zu viel Kabelgedöns wird für das kleine Ding, ich meine mitbekommen zu haben, dass CO2 bei Aldrovanda eh nur optional ist?

Achso und stehen würde es auf dem Vorsprung im Bad, kein direktes Sonnenlicht und ca 25 bis 30 °C ganzjährig, deshalb hätte ich auch an einen tropischen Klon gedacht.

 

Würde den die Aufmachung so passen, oder müsste ich etwas anders machen?

Und weis jemand zufällig wo man Aldrovandas herbekommt? Bzw. falls jemand etwas hätte, gerne per PN melden😁

 

Liebe Grüße,

Patricia

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Hallo Patricia,

 

mit Aldrovanda kenne ich mich nicht aus, aber ich halte Tonscherben in Verbindung mit Torf, genauer gesagt in saurem Umfeld, für risikobehaftet. Hier kann sich immer in geringem, aber den Pflanzen nicht zuträglicher Menge, Aluminium lösen. Einen positiven Effekt kann ich mir auch nicht denken.

Ist 4 Watt nicht etwas wenig? Meine terrestrischen Utricularien, von denen ich die U. biloba einige Zentimeter unter Wasser kultiviere, bekommen umgerechnet auf deine Fläche 13 Watt. Der Abstand zur Lichtquelle bei mir ist natürlich größer. Aber eventuell könnten zwei der 4 Watt Beleuchtungen hier sinnvoll sein. Aber wie geschrieben, keine Ahnung vom Lichtbedarf der Aldrovanda.

 

Liebe Grüße

Holger

Edited by Holger S
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Hallo Holger,

 

ob das jetzt prinzipiell zu wenig ist kann ich dir auch nicht sagen, was das Thema Beleuchtung angeht, teste ich meistens eher rum und schau mir dann die Pflanzen an, wie sie sich verhalten. zum Beispiel hatte ich diese kleine Lampe letztens für ein zwei Monate über einer Nepenthes Hybride, deren Blätter sind daraufhin rot geworden. Und ich hatte sie schon mal über einem Aquarium der gleichen größe mit "normalen Wasserpflanzen" drin, die haben sich auch nicht beschwert😅 (Bei mir wandern die ganzen Lampen immer rum wo ich sie gerade brauche).

Zudem muss man sagen ich belichte meine Pflanzen / Terrarien 15h am Tag.

Auch hörte ich, man kann Aldrovanda am Südfenster kultivieren, was ich problematisch sehe, da direktes Sonnenlicht und die Wärme die es mit sich bringt ja zu vermehrtem Algenwachstum führen können (so sagt man sich in der Aquaristik). 

Und da wäre sie ja dann 15h pro Tag direkt über der Pflanze.

 

Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren 🙂 

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partisanengärtner

Der Grund für Tonscherben ist die Versorgung mit dem Element Bor. Aldrovanda scheint da recht stark drauf angewiesen zu sein.

Eine alternative Borquelle wird es sicher auch tun. Spurenelementdünger, Borax etc..

 

Es sind aber extrem geringe Mengen, die benötigt werden: Homöopatisch.

 

 

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Absolut richtig mit der Scherbe als Borquelle. Ich hatte dazu früher im Taublatt auch einen Artikel zur Kultur von Aldrovanda geschrieben. Der Artikel basierte auf Erfahrungen von K.Pasek. Mittlerweile scheint die Theorie mit dem Bor überholt zu sein und sie scheint somit nicht mehr notwendig zu sein vgl. Cross Aldrovanda.

Das Gesetz des Minimums (Pflanzenwachstum) bleibt aber davon unberührt. Sprich Spurenelemente sind für die Vitalität von Pflanzen essentiell. 

 

Zur Info: In meinem Pflanzcontainer habe ich aber auch ein paar Backsteine, die aber ehr zum Beschweren und als Unterbau fungieren. 

 

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Hallo Praricia!

Mit tropischen Aldrovanda habe ich mich noch nicht selbst praktisch beschäftigt, aber mal informiert. 

Wenn ich das Projekt jetzt angehen würde, dann käme vorerst keine CO2-Einspeisung rein (würde aber richtig dosiert beim Wachstum helfen). Definitiv würde ich ein größeres Becken wählen und dies keinesfalls an ein Südfenster stellen. Stattdessen eine ordentliche Aquarienleuchte kaufen und per Zeitschaltuhr ca. 8h einstellen.

Um eine große Algenblüte zu verhindern (die Aldrovanda so gar nicht gut bekommt), würde ich zu Anfang reichlich Schwimmpflanzen mit einbringen (Salvinia, Wassersalat, Froschbiss etc.) und auch einige stammbildende Wasserpflanzen. Die Tonscherben würde ich aus ästhetischen Gründen weglassen und stattdesssen Wasserpflanzen direkt in kleine Tontöpfe pflanzen und im Sand vergraben. Im Freien sieht man die Tonscherben ja selten von oben, aber im Aquarium wäre das eine andere Sache.

Zu dem Thema Filter und Wasserbewegung kann ich wenig sagen, aber ehrlich gesagt würde ich einen Filter weglassen, da so die Beute (Wasserflöhe etc.) für die Pflanze keine Chance hätten. Eine kleine Strömungspumpe wäre eine Übelegung, aber soweit ich weiß leben Aldrovanda nicht im Fließgewässer.

LG und viel Erfolg

Constantin

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Hallo,

 

ausprobieren ist bei der Beleuchtung immer gut, denn mit etwas Beobachtung sieht man es den Pflanzen schnell an, ob es mehr sein sollte. Wenn du da flexibel bist, ist das ja bestens.

Das mit dem Bor ist mir neu, interessant. Ich hoffe, es kommt dabei nicht zu sehr auf die Herkunft des Tonminerals an. 🤔

Die Probleme mit Algen in einem Aquarium am Fenster kann ich bestätigen, das war damals sogar an einem Nordfenster im Sommer die Regel.

LG Holger

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Hallo Constantin,

Also das mit den Schwimmpflanzen klingt nach ner sehr guten Idee, das kenne ich auch so bei der Einfahrphase von Aquarien generell.

Das mit den Tonscherben aus optischen Gründen weg lassen finde ich jetzt nicht so tragisch, im Gegenteil, ich persönlich fände das hübscher wenn ein bisschen Struktur am Boden ist, als wenn man reien Sand/ Kies sieht 🙂 

CO2 richtig zu dosieren wäre ja kein Problem, ich hab noch nen Anzeiger mit Kontrollflüssigkeit, außerdem unterdrückt eine gewisse CO2 konzentration ja auch das Algenwachstum, bzw sorgt es dafür, dass die Kulturpflanzen schneller wachsen und damit den Algen die Nährstoffe entziehen.

Beim Filter bin ich etwas hin und her gerissen, ich habe mich ja schon über Aldrovanda informiert, und nie was über einen Filter gelesen, allerdings ist für mich ein Aquarium ohne Filter undenkbar (Komm halt doch bissle aus der Aquarienecke😅), zum ersten bilden sich dort ja gewisser Filterbakterien, die dafür sorgen, dass Abfallstoffe abgebaut werden, zum anderen sorgt es immer für ein wenig wasserbewegung, was das CO2 besser verteilt und "Fäulnisecken" im Aqurium vorbeugt, weil im regelfall alle bereiche umspühlt werden. Das wären jetzt meine Argumente für einen Filter...

Man kann ja auch die Strömung gerniger einstellen, damit das kein reisender Fluss wird 😁

Wegen dem Futter gut, da müsste ich mir noch was überlegen. allerdings ist der Filter ja auch für Garnelen gedacht und Neocaridina babys sind auch mini🤔

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vor 2 Minuten schrieb Holger S:

Hallo,

 

ausprobieren ist bei der Beleuchtung immer gut, denn mit etwas Beobachtung sieht man es den Pflanzen schnell an, ob es mehr sein sollte. Wenn du da flexibel bist, ist das ja bestens.

Das mit dem Bor ist mir neu, interessant. Ich hoffe, es kommt dabei nicht zu sehr auf die Herkunft des Tonminerals an. 🤔

Die Probleme mit Algen in einem Aquarium am Fenster kann ich bestätigen, das war damals sogar an einem Nordfenster im Sommer die Regel.

LG Holger

 

Das mit dem Ton dachte ich mir auch schon, ich meine Ton bindet ja schon verschiedenste Nährstoffe, aber ob in jedem Ton immer das gleiche drin ist!? Ton ist ja eigentlich auch nur ein "Gestein" mit einer sehr geringen Korngröße (da gab es mal einen Fachausdruck für, ich komme aber gerade nicht drauf...)

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Hallo Patricia! 

Super wenn du schon einiges an Aquarianer-Erfahrung gesammelt hast. Ich schaue seit Jahren gespannt auf YouTube diverse Videos zu dem Thema Aquascaping, daher bin ich der persönlichen Meinung, dass schöne Wurzeln oder Steine sich auch in einem Aldovanda-Indoorbecken optisch besser machen würden als lose Tonscherben 😉

Es gibt ja auch kleine Strömungspumpen die man tief im Becken installieren kann. So würde man die Aldrovanda nicht an der Wasseroberfläche zu sehr stören. Ein feiner Filter sollte dann ja aber auch kein allzu großes Problem sein für die größeren "Beutetiere". Bei einem Aldovanda-Aquarium wäre ich mir aber auch nicht in Bezug auf regeläßige Wasserwechsel sicher, die ja auch dem faulen Wasser entgegenwirken würden. Da der Wasserzustand ja ständig aus den Optimalbedingungen gerissen werden würde (pH-Wert, Bor, etc.).

LG

Constantin

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Hallo Constantin,

Ich glaube ich hab da schon ne Ahnung um welchen Youtuber es sich da hauptsächlich handeln könnte😁 

Wie ich das dann schlussendlich einrichte, werde ich dann wohl noch schauen müssen.

Stimmt das mit den Wasserwechseln habe ich noch gar nicht bedacht, das wäre ja was, wo man in einem Aquascape regelmäßig testet und sich ne Düngung zurechtlegt, das fällt ja hier dann eh raus🤔

So wie ich es verstanden habe hast du ja aldrovanda draußen, wie hälst du die den? bis auf die Winterruhe sollte sich ja da nicht viel Unterschied ergeben, da ja alles die selben Arten sind nur unterschiedliche Klone?

Liebe Grüße,

Patricia

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Hi Patricia!

Naja ich verfolge da die Videos von verschiedenen Aquarianern/Terrarianern (im deutschsprachigen Raum eher weniger). 

Also ein gelungenes schönes Aldrovanda-Aquascape wäre mal was neues! 

Meine Aldrovanda ist erst dieses Jahr eingezogen und habe ich aus Österreich von Sabine Seiter erhalten. Aufgrund einiger Startschwierigkeiten, u.a. durch Algenblüte ist der Bestand noch sehr klein und nicht gesichert. Im Grunde lief die Schichtung wie von dir beschrieben (Weißtorf, Quarzsand und  -kies, getrocknete Seggen und Erlenzapfen) in einem handelsüblichen Mörtelkübel, versenkt im Boden an der Westseite neben einem GH. Die Bepflanzung besteht aus drei verschiedenen Seggen, einer gelben Iris und einem Zwergrohrkolben. Anfangs war U. vulgaris mit dabei, hat sich aber unglaublich schnell und stark ausgebreitet und musste entfernt werden. Einige Molche und ein kleiner Frosch bewohnen jetzt den Mini-Teich.

Ohne Gewähr behaupte ich mal, dass alle Klone innerhalb eines gewissen Rahmens die identischen Kulturbedingungen brauchen (mal abgesehen von Temperatur und Licht abhängig von den Jahreszeiten). Vermutlich ist A. vesiculosa ja deshalb weltweit verbreitet, da die Pflanzen an den Füßen/Federn von Zugvögeln hängenbleiben, so verteilt werden und in jedem stillen/moorartigen Gewässer gedeihen in denen die Grundbedingungen ähnlich sind.

LG

Constantin

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Ja bei ihr auf der Seite habe ich auch schon geschaut, dort gab es aber nur winterharte, aber ich bin mir nicht so sicher, inwiefern winterharte Aldrovanda durchkultiviert werden können?

Wie gesagt ist ja alles die gleiche Art, deshalb müssten ja alle ähnlich kultiviert werden können. zudem hab ich hier auch schon von tropischen aldrovandas gelesen, die Turionen gebildet haben, also ja noch die Fähigkeit besitzen müssten, sich zumindest auf den Winter vorbereiten zu können??

Das klingt ja schon ziemlich interessant, ich habe auch eine kleine Gartenparzelle, evtl kann ich es dann damit auch mal versuchen. Aber prinzipiell interessiert mich die Haltung im Aquarium mehr, auch weil ich mal behaupten würde man kann die Pflanze dort besser beobachten 🙂 

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Vermutlich klappt es ohne große Probleme 1-2 Jahre, ähnlich wie bei anderen temperierten Gattungen, bevor gezickt wird. Die temperierten Formen sind gewöhnlich grün und die tropischen können sich wunderbar rot ausfärben. Das ist sicherlich schön ansehnlich im Aquarium daheim.

Bei BCP gibt es tropische Formen von Aldrovanda vesiculosa (z.B. aus Australien). 

 

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Hallo,

 

ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, ich weiß jetzt nicht ob das schon gesagt wurde:

Das Ganze ist unproblematisch, wenn man das so wie Adamec und Pasek sagen macht. Also praktisch einen Heuaufguss nur mit Schilf, Lehm und Torf. Einfach das ganze mit ein wenig Vorlauf nicht so hell betreiben und erst wenn es zwei-drei Wochen läuft ins Licht stellen. Dann noch mal eine Woche warten und dann erst die aldrovanda dazu.

 

Der Lehm ist wichtig, der bringt Mikronährstoffe und wenn er, was optimal wäre, aus einem Biotop stammt in dem es Utricularia gibt auch Mikroflora/Fauna. Zusammen sieht das dann so aus:

attheyella_spec_20_06_27.1.jpg.89a1927ca9de6ccc39aa1e8d617696bd.jpg

aldrovanda_05_31_19.4.jpg.5735f94d84f76d60a66debe88c11a193.jpg

 

Pumpe ist absolut Kontraproduktiv.

 

Gruß

Helmut

 

Edit: Da fällt mir noch ein , den Schilf /Carex natürlich nicht aus einer stark landwirtschaftlich genutzten Gegend holen, das sind dann Düngerbomben, und auch nicht aus einer kalkigen Gegend. Eichelaub funktioniert zumindest für die aus Sidney auch.

Edited by moskal
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Hallo,

Jetzt lässt mich aber eine Frage nicht mehr so wirklich los, woher weiß man jetzt eigentlich, dass Aldrovanda Lehm/Ton benötigt? Ich meine einen Bormangel effektiv an einer Pflanze feststellen zu können ist ja ohne Labor schon fast unmöglich, also gibt es dazu irgendwelche Quellen oder Versuche die gemacht wurden?

Zudem erschließt sich mir das auch so nicht so ganz. Soweit ich das richtig verstanden habe, kommt Aldrovanda in den gleichen Habitaten vor, wie jetzt z.b. D.rotundifolia, nur halt in Moortümpeln. Also in Hochmooren, diese bestehen ja fast ausschließlich aus organischem Material. Also in n paar Metern tiefe ist dann evtl Lehm/Ton zum "abschließen" des Moores, aber wenn daraus die Mirkonährstoffe gelöst und ans Wasser abgegeben werden, warum kommt dann nicht auch ein bisschen Ton in normale Karnivorenerde? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen großen Unterschied macht, ob die Pflanze in dem Wasser lebt oder dauerhaft emers im Wasser steht.

Zudem kann Lehm ja von natur aus viele Nährstoffe binden und auch je nach Herkunft extrem Kalkhaltig sein, also ja genau das Gegenteil von dem was Aldros eingetlich wollen. Und wenn ich das jetzt so richtig denke, wenn ich kalkhaltigen Lehm in saures Wasser packe, dann wird des kalk doch relativ schnell im Wasser gelöst und das wasser wird hart. Zudem war doch da mal was mit dem Ton-Humus-Komplex, da komm ich aber gerade nicht mehr drauf😅

 

Korregiert  mich gerne wenn ich falsch gedacht habe 🙂 

 

Liebe Grüße,

Patricia 

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Hallo Patricia,

 

Aldrovanda wächst ehr nicht im Hochmoor neben D.rotundifolia!

Sie mag ein leicht saures Milieu und sogar nährstoffreiches Wasser. Das Problem hierbei ist jedoch, dass andere Pflanzen dies auch mögen und Aldrovanda dem Konkurrenzdruck schnell unterliegt ( Stichwort Fadenalgenproblem in der Kultur oder Verlandung in der Natur durch Sukzession).

Das mit dem Bor hatte ich geschrieben: Es ist nicht zwangsläufig nötig! Aber alle Pflanzen brauchen Spurenelemente. Im Lehm/Ton sind solche enthalten. Fehlt ein für die Pflanze wichtiges Element, dann stagniert das Wachstum bzw. ist verändert ( Gesetz des Minimums).

Entscheidender sind die Blätter der Seggen oder anderer natürlich wachsender Begleitpflanzen wie hier geschrieben. Warum, das wird immer noch erforscht (Wirkung von Pflanzenhormonen, anderer sekundärer Pflanzenstoffe etc.). 
Probiere es im Zweifel aus und lasse dir Zeit mit dem Besatz und plane Wasserwechsel ein. 
Schaue dir noch die Beiträge zur Outdoorkultur an. Da kultivieren einige Mitglieder die Pflanzen über einen langen Zeitraum sehr erfolgreich. 
Auch unter quasi identischen Setups kommt es aber in dem ein oder anderen Behälter zu Ausfällen. 
In der Natur sind die Bestände leider auch unterschiedlich stabil ( Klaus Kellers Beitrag). 
Ich würde daher auf bewährte Kulturerfahrungen zurückgreifen und nicht zu viel Technik verbauen, sondern ehr auf passende Begleitpflanzen achten sowie deren Blätter.

 

Viel Erfolg und Berichte mal später von deinem Setup.

 

Carsten
 

 

 

 

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Hallo Carsten,

Ja ich glaube ich werde mir da noch Gedanken drüber machen und es dann die nächsten Wochen mal ausprobieren.

 

Vielen Dank für eure Zahlreichen Hilfestellungen 🙂 

 

Liebe Grüße,

Patricia 

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Hallo,

 

ist dieser Link bekannt  http://www.bestcarnivorousplants.com/aldrovanda/index.htm ? Da ist eigentlich alles beschrieben, von Carex über Lehm bis Tonscherbe, einschließlich Australische Aldrovanda.

Biotoplehm ist ganz einfach Lehm von einem Pfützenboden, vorzugsweise wächst in der Pfütze Utricularia, dann passt es wirklich. Durch den Lehm, nicht die Tonscherbe, werden viele wichtige Mikroelemnte und Mikroflora/Fauna ins System gebracht. Ich meine das und davon 2-3 Löffel:

lehm.1.jpg.7573793ef2d7ca02849a9ed0e5fd2e50.jpg

zusammen mit ein wenig trockenem Schilflaub wie dem:

zvm_2020_11_26.8.jpg.f472daa7ebbe2ecdf30ce50e0fd6fd80.jpg

 

Hier noch ein Foto von zwei Aussatbehältern die nun den dritten Sommer am Fenster stehen, der linke ohne Algen mit Binse und Lehm , der rechte ist veralgt und ohne Binse und Lehm:

schilf.1.jpg.de8d76f950d52e3042e4709f05579a97.jpg

Was soll ich sagen, Heuaufgüsse veralgen nicht.

 

Gruß

Helmut

 

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partisanengärtner

Bormangel verursacht die sogenannte Herzfäule. Der Mechanismus ist folgender. Bor dient in Winzmengen zum stabilen Aufbau der Zellmembrane.

Durch die dortige Festlegung kann die Pflanze das Bor nicht wieder mobilisieren und im neuen Gewebe wieder einbauen. Wenn also die verfügbare Bormenge im Habitat festgelegt ist kann kein Bor in den Jungen Zellen eingebaut werden. Es kommt zu Sekundärinfektionen im jungen Gewebe, die sogenannte Herzfäule.

 

Bor wird außerdem in sandigen Böden schnell ausgewaschen und in kalkhaltigem festgelegt das es dann schwer von den Pflanzen aufgenommen werden kann.

In tonigen Böden passiert das eher nicht solange die nicht zu kalkhaltig sind.

 

Dieses Phänomen ist in der Landwirtschaft gut bekannt. Daher kann man küstenfern, Kulturpflanzen die daher stammen(Beta, Brassica und andere) ohne Blattdüngung kaum gewinnbringend anbauen. An der Küste ist die Versorgung der Spuren-Nährstoffen immer besser. Im Meer enden die natürlich alle.

Hat man sterbende Triebspitzen ist die Vermutung eines Bormangels schon naheliegend.

Das im Pflanzenmaterial festgelegte Bor wird wieder mobil, wenn die vollständig verottet sind. Wie neigen ja dazu die Pflanzen sauber zu halten und alles abgestorbene zu entfernen damit da keine Infektionen sich verbreiten.

Da muß man sich nicht wundern wenn zum Beispiel Cephalotus auch häufig zu Herzfäule neigt. So muß man entweder häufig umtopfen oder diesen Spurennährstoff regelmäßig nachliefern. Der kommt auch nur bis zu 40 Kilometer von den dortigen Küsten entfernt vor. Wobei es küstenfern in größeren ausgetrockneten Gewässern auch oft so hohe Borkonzentrationen vorhanden sind, daß man dort kaum Pflanzenbau betreiben kann. In hohen Mengen ist das leider auch ein Herbizid.

 

  • Danke 1
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