Tobias Kulig Posted July 24, 2023 Author Posted July 24, 2023 Hallo jp, sehr gerne, kein Problem. Aber die genaue Zusammensetzung meines Mediums für die P. planifolia werde ich öffentlich nicht preisgeben. Da bitte ich um Verständnis. Ich bekam selbst nur einen indirekten Tipp und mußte es selbst rausfinden. Und mit meinen „Vorkenntnissen“ habe ich halt zufällig eine Punktlandung gemacht. Aber was ich sagen kann, ich habe keine Hormone oder ähnliches verwendet. Grüße Tobias
Tobias Kulig Posted August 29, 2023 Author Posted August 29, 2023 Hallo, zwischendurch mal wieder ein paar Kulturen. Es sind im Moment leider nur diese fünf, alle anderen sind zu stark beschlagen, da sieht man nix. Bild 1: D. hirticalyx Bild 2: D. grantsaui (bei denen muß man sich ziemlich ranhalten nach der Ernte, sie sind neben D. communis extrem kurzlebig. Nach bereits 2-3 Wochen sinkt die Keimfähigkeit sehr stark). Bild 3: P. planifolia (leider immer noch nicht in Multiplikationsmedium umgesetzt) Bild 4: D. tomentosa {Itabira}. Für mich die schönste D. tomentosa-Form Bild 5: D. spiralis (Itacambira}. Yep, für die sollten generell höhere Gläser verwendet werden! Sie gehen relativ schnell ins Höhenwachstum. Ist invitro eine sehr dankbare Art. Sobald man in den angelaufenen Gläsern wieder was erkennen kann, werde ich die auch mal zeigen. Gruß Tobias 7
Tobias Kulig Posted November 5, 2023 Author Posted November 5, 2023 Hallo, auch von mir mal wieder ein paar Bilder von ein paar Kulturen: Bild 1: Drosera sessilifolia Bild 2: Drosera "?". Wird spannend! Aber was ich mit diesem Bild sagen will: Dies waren ursprünglich 2 Pflanzen, keine Phytohormone im Einsatz. Bild 3: Drosera grantsaui Bild 4: Drosera felix Bild 5: Drosera "?". Mit dieser Art werde ich es sehr spannend machen! Ich denke, die Echtheit hab ich schon an allen 3 Merkmalen erkannt. Stichwort Hochland. Bild 6: Drosera spiralis 'Itacambira' Bild 7: Drosera arenicola 4
Dose Posted November 5, 2023 Posted November 5, 2023 Moin Tobias, sieht klasse und gesund aus. Hast du alles aus Samen gezogen oder ist es bei Nr. 5 ein Kopfsteckling? 2. D.asc….? 5. D.ma… Lg Carsten
Tobias Kulig Posted November 5, 2023 Author Posted November 5, 2023 vor 45 Minuten schrieb Dose: 2. D.asc….? 5. D.ma… Vielen Dank, Carsten. Yep, aus Samen. Bei 2. liegst Du richtig. Kann ich aber erst zweifelsfrei am Blütenstiel bestimmen... Bei 5. liegst Du falsch. Jetzt gibts nicht mehr so viele Möglichkeiten
Louis W. Posted November 5, 2023 Posted November 5, 2023 Top was sich da entwickelt. vor 19 Minuten schrieb Tobias Kulig: Bei 5. liegst Du falsch. Jetzt gibts nicht mehr so viele Möglichkeiten D. g? Das wär aber ein Hammer
Tobias Kulig Posted November 5, 2023 Author Posted November 5, 2023 vor 8 Minuten schrieb Louis W.: D. g? Das wär aber ein Hammer Allerdings!
Louis W. Posted November 5, 2023 Posted November 5, 2023 (edited) Klasse! Ich dachte auch mal eine zufällig zu haben, aber dann haben sich die Blätter doch wieder anders aufgerollt Edited November 5, 2023 by Louis W.
Tobias Kulig Posted November 5, 2023 Author Posted November 5, 2023 Es gibt 3 klare Bestimmungsmerkmale: 1. Wie Du schon richtig geschrieben hast, das absolut kreisrunde und gerade Ausrollen der Blätter 2. Die Fangblätter haben einen Blattstiel, bedeutet, die Tentakeln beginnen erst etwas weiter vorne (Richtung Blattspitze). Kann man auf dem Bild sogar erkennen. Bei D. spiralis beginnen sie direkt am Blattansatz. 3. Die Nebenblätter! Das ist das braune pergamentartige Zeug. Bei D. spiralis extrem ausgeprägt und relativ groß. Bei D. graminifolia sehr klein und kaum sichtbar. Kann man auch auf dem Bild erkennen.
Tobias Kulig Posted November 18, 2023 Author Posted November 18, 2023 (edited) Hallo, hier mal zwei Kulturen, die mich besonders freuen: Bild 1: Das sind P. pumila vom neuen Standort 'Sandhills Preserve, Aripeka, Pasco County, Florida', von denen ich im September tatsächlich Samen ernten konnte (Danke für die schönen Pflänzchen, Oliver). Da diese Art einjährig ist, sind diese Invitropflänzchen mehr oder weniger ein Test, ob man sie invitro auch dauerhaft etablieren kann. Selbstverständlich werden einige Samen im Frühjahr auch herkömmlich ausgesät. Die Pflanzen sind wirklich eine Augenweide und gefallen mir sehr. Bild 2: Zum ersten Mal hab ich auch Samen von D. cistiflora invitro angesetzt, die mir Tim Beier freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat (Danke Tim). Hier hab ich folgendes beobachtet: Die frischen Samen kamen am 30. Mai ins Glas. Die nächsten Wochen passierte erstmal gar nix. Dann, wie auf Kommando, keimte die Hälfte der Samen fast zeitgleich, aber immernoch im Sommer, wo mein Kulturraum gut warm war. Die andere Hälfte verhielt sich vorerst noch ruhig. Dann vor etwa 3 Wochen keimte die andere Hälfte fast zeitgleich. Also pünklich zum Herbst! Naja, mir solls recht sein. Ich kann aber berichten, daß sie nach der Keimung sehr schnell groß werden! Wenn die gezeigte große Pflanze im Glas oben am Deckel ankommt, werde ich sie in der LFH rausholen müssen, damit die kleineren weiterwachsen können. Ich finds jedenfalls spannend. Bei manchen Arten wünschte ich mir auch mal so einen speziellen Trommelautoklaven für Flüssigkeiten, mit dem man auch mal höhere Kulturgefäße autoklavieren kann. Aber für die meisten Arten ist meiner absolut ausreichend. Gruß Tobias Edited November 18, 2023 by Tobias Kulig 2
Tobias Kulig Posted December 4, 2023 Author Posted December 4, 2023 Hallo, ich wollte Euch mal den Sprung zeigen, den D. cistiflora invitro in nur 2 Wochen gemacht hat. Im vorherigen Post war sie gerade mal halb so hoch. Sie ist bereits am Deckel angekommen und ich muß jetzt nur diese eine Pflanze in der LFH rausholen, damit sie schön gerade weiterwächst. Die anderen laß ich noch im Glas. Ich habe jetzt leider keinen Vergleich und auch keine Ahnung, wie schnell diese Art unter normalen Bedingungen wächst. Ist auch möglich, daß sie gleich schnell wachsen... Gruß Tobias 2
Tim Beier Posted December 4, 2023 Posted December 4, 2023 Hallo Tobias, Erst mal Glückwunsch zum Erfolg. Ich kann dir garantieren dass du Drosera cistiflora unter normalen Umständen nicht so schnell groß bekommen würdest! Ich kann dir demnächst mal Bilder von normalen Aussaaten von D.cistiflora zeigen Wenn man ein paar Dinge beachtet bekommt man D.cistiflora ex vitro zwar auch groß, allerdings dauert es schon deutlich länger! Mit Glück und etwas Fingerspitzengefühl hast du in der Zweiten Wachstumssaison Pflanzen die ca. 4 bis 5cm hoch werden, wenn sie überhaupt schon in den Hochtrieb gehen. MfG Tim Beier 1
partisanengärtner Posted January 1, 2024 Posted January 1, 2024 (edited) Ich selber habe die letzten Jahre keine Versuche in Vitro gemacht. Meine ersten Versuche waren sehr häufig kontaminiert. Mittlerweile kenne ich ein paar Hobby und einen Profi. Aus beiden Gruppen habe ich eine für Euch auch sicher interessante Erfahrung. Aus dem Hobbybereich betraf ddas einen Versuch einen Orchideenkeimpilz aus einem Moorbeet in Vitro zu überführen. Trotz häufigem Umsetzen gelang es ihm nicht einer Bakterienkontamination Herr zu werden. Der weiße Schleim tauchte immer wieder auf. Er hat dann die kontaminierten Gefäße mit lebendem Sphagnum geimpft das er aus dem Moorbeet in dem er den ursprünglichen Pilz entnommen hatte. Die Kontamination verschwand. Ein Profi der bei seinen Spezialkulturen recht selten aber doch glegentlich diverse Pilze und Bakterien hat und die eben bei seltenen Pflanzen die kaum wiederzubeschaffen auftauchen. Er hat diese verschiedenen Gefäße auch mit lebendem Sphagnum beimpft. Da sind das auch mal mehr als hundert Gefäße. Normalerweise wären die auf dem Kompost gelandet oder vielleicht auch bei mir. Es waren in seinem Fall diverse Kontaminationen auch eine die er mir so beschrieb.:Ein weißlicher Belag der den Nährboden völlig verhärtet, sodaß man die Pflanzen nicht mehr entnehmen kann. Alle diese Kontaminationen verschwanden und selbst die verhärteten Nährböden wurden wieder bearbeitbar. Null Verluste. Ich habe schon lange die Verwendung von Sphagnum bei Verpilzungen und auch bei bakteriellen Infektionen propagiert. Auch noch nicht völlig getötete Invitropflanzen die bei mir landen, wären bei mir Kandidaten weil es da ja sowieso egal ist. Aber das dies so erfolgreich sein kann hätte ich nicht gedacht. Vielleicht ist das ja auch hilfreich für den einen oder anderen von euch. Bei frisch aus der Phiole kommenden Pflanzen ist das sowieso eine Methode die die Verlustrate in Richtung null trieb, bei den wenigen die ich bekam. Edited January 1, 2024 by partisanengärtner 1
Tobias Kulig Posted January 1, 2024 Author Posted January 1, 2024 vor einer Stunde schrieb partisanengärtner: Ich selber habe die letzten Jahre keine Versuche in Vitro gemacht. Meine ersten Versuche waren sehr häufig kontaminiert. Das glaube ich Dir. Ohne LFH ist das vorprogrammiert und die paar, wo es mal klappt, ist einfach Glück. vor einer Stunde schrieb partisanengärtner: Er hat dann die kontaminierten Gefäße mit lebendem Sphagnum geimpft das er aus dem Moorbeet in dem er den ursprünglichen Pilz entnommen hatte. Ein durchaus interessanter Ansatz! Interessanter wäre allerdings zu wissen, wie er das Sphagnum sterilisiert hat? Dieser weiße Belag taucht meist flächig auf! Reicht da ein Büschel Sphagnum irgendwo auf der kontaminierten Fläche? Oder muß das Sphagnum ebenfalls flächig aufgeimpft werden? Ich selber fackle da nicht lange rum, wenn ich eine Konta bemerke, wird das direkt entsorgt. Handelt es sich um was wirklich seltenes, mache ich mir auch die Mühe, die Samen oder Pflanzen rauszufischen und auf normales Substrat zu überführen. Eine Kontamination habe ich aber wirklich sehr selten. Gruß Tobias
partisanengärtner Posted January 2, 2024 Posted January 2, 2024 (edited) Sie haben es eben nicht sterilisiert. Wieviel er dafür genommen hat weiß ich aber nicht. Bei hundert Gläsern wird die einzelne Menge nicht zu groß gewesen sein. Da wird quasi das ganze System Sphagnum, asoziierte Pilze und was sonst noch drin ist, eingesetzt. Es entsteht kein steriles aber stabiles System in dem die schädlichen Kontaminationen verdrängt werden. Da besteht sicher noch forschungsbedarf was man damit alles anfangen kann. Vielleicht für so Kamikaze wie mich: Nährboden kochen in Gläser abfüllen, Samen oder Pflanzenteile drauf und Sphagnum dazusetzen. Für bereits kontaminierte Ansätze sicher ein einfacher Ansatz. Ich hatte damals natürlich eine selbstgebaute Box mit Gummimanschetten die ich aufwendig sterilisierte und mit allem damals verfügbarem Zubehör. Ist aber schon ein paar Jahrzehnte her. Edited January 6, 2024 by partisanengärtner Rechtschreibung
Tobias Kulig Posted January 2, 2024 Author Posted January 2, 2024 vor 1 Stunde schrieb partisanengärtner: Sie haben es eben nicht sterilisiert. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen! Wenn nur ein Keim auf das reichhaltige Medium kommt, ist Ende. Ich weiß, daß Sphagnum eine desinfizierende Wirkung hat, kanns mir aber trotzdem nicht vorstellen. Weiß Du was, ich teste das! Bei meiner nächsten Sitzung nehme ich ein Glas mehr mit in die LFH und stecke einen frischen Sphagnumkopf ins Medium, dann wissen wir es. Gruß Tobias 1 2
partisanengärtner Posted January 2, 2024 Posted January 2, 2024 (edited) Lebendes Sphagnum habe ich schon sehr lange verwendet um aus Pilz oder bakterieninfizierte Lilienzwiebelschuppen sauberen Nachwuchs zu ziehen. Das hat so gut wie immer funktioniert. Wenn Du also einen Versuch machst probiere es mit solchen kontaminierten Gläsern. Die Nährstoffe sind ja dann schon teilweise verbraucht und Du hast wirklich einen Gewinn. Würde auch mehr als ein Köpfchen nehmen und ganz ohne ohne Sterilisierungsmaßnahmen. Die Stecklingsvermehrung auf meinen schwimmenden Inseln ist ja eigentlich nach dem gleichen Prinzip. Die schiebe ich einfach ins Sphagnum und gut ist. Edited January 2, 2024 by partisanengärtner 1
partisanengärtner Posted January 2, 2024 Posted January 2, 2024 Moose mit ihren Begleitern sind ganz gut darin ihren Lebensraum gegen Pathogene zu verteidigen. Besiedeln ja auch seit mehr als 350 Millionen Jahren das Land und haben sich mit diversen Begleitern angefreundet um Ihren Platz zu behaupten. 1
Tobias Kulig Posted December 3, 2025 Author Posted December 3, 2025 Hallo zusammen, da ich zur Zeit extrem viel invitro mache, bietet es sich an, nach über 2 Jahren auch hier mal wieder etwas zu zeigen. Der Sinn von IV besteht darin, aus bereits bestehenden Kulturen Pflanzenteile zu entnehmen und weiter zu kultivieren. Das geht mit Drosera natürlich am besten. Bei sämtlichen Arten, aus denen man Blattstecklinge ziehen kann, sind nicht mal Phytohormone nötig. Dafür entnehme ich von einer Kultur einfach ein paar Blätter und lege sie auf ein Medium. Unter normal Umständen werden sie auf jedenfall austreiben. Es bleibt nicht aus, daß man sich auch mal ne Kontamination einfängt. Aber das ist halt dann so. Aus diesem Grund sollte man immer mehrere Kulturen von einer Art haben. Hier seht Ihr ein paar Blätter von D. bequaertii, die gerade austreiben. Bei diesem Beispiel habe ich es aber etwas anders gemacht: Bei stämmchenbilden Arten lege ich das Stämmchen waagerecht aufs Medium und drücke es gut ins Medium. So gibt es bei vielen Blättern viele Austriebe auf einmal. Aber aus einem bestimmten Grund, den ich nicht weiß, wurde das Stämmchen komplett braun. Aber einige Blätter blieben grün und trieben aus. Und das sind genau diese, die Ihr hier seht. Hier habe ich aber etwas gemacht, was man nicht tun sollte: Ich hab alle Blätter in ein Glas gesetzt. Wenn ich jetzt ne Kontamination bekomme, kann man alles wegschmeissen. Aber es sind ja nicht die einzigen, die ich habe. Sonst hätte ich alles einzeln gesetzt. Ich verwende jetzt übrigens einen anderen Gelbildner, welcher wie Gelrite ein glasklares Medium macht, sieht aus wie Wasser. Vorher hab ich immer Plant Agar verwendet, jetzt teste ich Gellan (gibts aber auch schon lange als Gellan gum). Hier sieht man Kontaminationen sofort, welche bei mir meistens nach 3-5 Tagen auftauchen. Im Übrigen geht so eine Umsetzaktion sehr schnell, weils keine Wartezeit gibt. Ist ja alles schon steril. Nur kurz umsetzen, fertig. Zur Zeit experimentiere ich viel mit einer bestimmten Utri, die ich IV möchte. Das Sterilisieren der Explantate ist nicht ohne und habe bestimmt schon 40 Versuche hinter mir. Eine Kontamination nach der anderen! Ich hab ja auch schon ein bißchen Erfahrung und weiß, wie man vorgeht. Aber diese Art ist echt nicht einfach. Sobald es mir gelungen ist, werde ich berichten.... Gruß Tobias 1 2
Tobias Kulig Posted December 13, 2025 Author Posted December 13, 2025 (edited) Hallo, in den letzten vier Monaten bin ich dabei, Sterilisierungsprotokolle von Explantaten (Blätter, Pflanzenteile) auszuarbeiten. Und das geht manchmal ziemlich an die Nerven! Aber da muß man ruhig bleiben und vor allem sachlich und konzentriert bleiben. Soviele Kontaminationen, wie ich in der letzten Zeit hatte, hatte ich die letzten 20 Jahre nicht! Das liegt daran, daß ich immer nur mit Samen gearbeitet habe und das ist die leichteste Übung. Anfänger sollten erst damit beginnen, bevor sie sich an Explantate rantasten. Ich bin der Meinung, daß man erst Samen sicher beherrschen sollte, bevor man an Explantate geht. Hier sammelt man am besten die ersten Erfahrungen. Das Wichtigste überhaupt an solchen Protokollen ist, genau Buch zu führen und alles zu dokumentieren. Auch die kleinsten Details! So hat man immer ein Nachschlagewerk, wo man sich Anhaltspunkte für andere, noch nicht getestete Arten ziehen kann. Trotz der vielen Fehlschläge macht es dennoch viel Spaß und ist megaspannend. Erst gestern Abend hatte ich wieder einen Fehlschlag: Ich hatte eine bestimmte Art bereits drei Wochen sauber im Glas und wartete eigentlich schon auf das weitere Wachstum. Doch dann sah ich sie: Einen winzigen, pelzigen Kreis. Eine Kontamination. Aber warum erst jetzt? Ein Ansaugen der Raumluft schließe ich aus. Ich habe dann in der LFH nachsterilisiert und umgesetzt. Vielleicht klappts ja.... Aber es gibt auch immer wieder tolle Erfolge! Ihr seht hier auf dem Bild ein Explantat von der tropischen D. rotundifolia vom Mt. Limbawon. Das Glas ist zwar beschlagen, aber ich denke, man kanns gut erkennen. Hier habe ich aber 6-BAP (ein Cytokinin) eingesetzt, obwohl man das bei den meisten Drosera gar nicht braucht. Aber ich habe erfolgreich sterilisiert (tatsächlich der erste Versuch) und auch eine gute Kallusbildung. Ich werde sie heute rausholen und auf hormonfreies Medium umsetzen. Mal sehen, obs ohne Auxine (induziert die Wurzelbildung) klappt. Was mich wundert, ist, daß es ohne kühle Bedingungen funktioniert! Ich habe ein Referenzglas mit einem kleinen Thermometer bei meinen Kulturen stehen. 23 Grad tagsüber, 18 Grad nachts. Demnächst probiere ich mal Blätter, bei denen keine Blattstecklinge funktionieren (D. esterhuyseniae, D. ericgreenii ect.). Hier gehts aber nicht ohne Hormone! Versuch macht kluch.... Edited December 13, 2025 by Tobias Kulig 6
Tim Beier Posted December 13, 2025 Posted December 13, 2025 Hallo Tobias, Eine Kontamination nach 3 Wochen ist echt mega ärgerlich. Bei mir zeigten sich am Anfang die ersten Kontaminationen meist nach einer Woche. Die ersten 2 Wochen sind wohl die kritischen. Aber da bleibt nur dran bleiben. vor 1 Stunde schrieb Tobias Kulig: Aber warum erst jetzt? Ein Ansaugen der Raumluft schließe ich aus. Das gute an der Sache ist: So eine späte Kontamination deutet darauf hin, dass du fast am Ziel bist. Dein Explantat war fast sauber, aber eben noch nicht ganz..... Wie viele Explantate pro Art hast du den verwendet? Bei mir hat sich eine Anzahl von 5 etabliert. Am Anfang bleiben Kontaminationen nicht aus, aber mit der Zeit steigt die Zahl der Blätter die durchkommen. MfG Tim Beier 1
Tobias Kulig Posted December 13, 2025 Author Posted December 13, 2025 vor 16 Minuten schrieb Tim Beier: Eine Kontamination nach 3 Wochen ist echt mega ärgerlich. Bei mir zeigten sich am Anfang die ersten Kontaminationen meist nach einer Woche. Die ersten 2 Wochen sind wohl die kritischen. Aber da bleibt nur dran bleiben. Hallo Tim, in der Regel zeigen sich bei mir Kontaminationen nach etwa 3-5 Tagen. Ich fackle dann auch nicht lange rum und entsorge den Glasinhalt. Und es beginnt von vorne. Aber wenn nach 3 Wochen dann doch noch eine auftaucht, könnte ich . Man denkt, man hat sie und dann sowas.... vor 16 Minuten schrieb Tim Beier: Das gute an der Sache ist: So eine späte Kontamination deutet darauf hin, dass du fast am Ziel bist. Dein Explantat war fast sauber, aber eben noch nicht ganz..... Yep, Ich setze nochmal 3 Explantate an, dann wirds hoffentlich klappen. vor 16 Minuten schrieb Tim Beier: Wie viele Explantate pro Art hast du den verwendet? Bei mir hat sich eine Anzahl von 5 etabliert. Am Anfang bleiben Kontaminationen nicht aus, aber mit der Zeit steigt die Zahl der Blätter die durchkommen. Also von dieser besagten Art, wo nach 3 Wochen noch was durchkam, waren es gefühlt 35-40 Anläufe! Die Pflanze gibts nach meinen Recherchen invitro noch nicht (zumindest offiziell), da sie echt schwer zu sterilisieren ist. Da muß man was bestimmtes beachten, an das die wenigsten denken. Samen sind zum sterilisieren viel zu klein. Bleiben nur Explantate. Sobald ich es geschafft habe, öffnen sich Türen zu anderen Arten dieser Untergattung. Ansonsten etwa 5-10 Anläufe. Kommt drauf an, um welche Gattung es geht.
Tim Beier Posted December 13, 2025 Posted December 13, 2025 Hallo Tobias, Um welche Art geht es den? Bestimmt U.subulata Spaß bei Seite.... 35 bis is 40 Anläufe die man dann entsorgen kann bedeutet ja auch relativ viel Zeitaufwand Wenn's das erste mal klappt werden die Fehlversuche zur Nebensache . Da darfst dich nicht entmutigen lassen. Wie war den dein Verhältnis von Kontaminationen zu braunen Explantaten? Also traten häufiger Kontamination auf oder wurden die Pflanzenteile braun? MfG Tim Beier
Tobias Kulig Posted December 13, 2025 Author Posted December 13, 2025 (edited) vor 2 Stunden schrieb Tim Beier: Um welche Art geht es den? Bestimmt U.subulata Klar, das würde sich lohnen vor 2 Stunden schrieb Tim Beier: 35 bis is 40 Anläufe die man dann entsorgen kann bedeutet ja auch relativ viel Zeitaufwand Du sagst es! Ich hab oft bis zu 5 Gläser gleichzeitig gemacht. Aber natürlich muß man zwischen den Chargen immer die Ergebnisse abwarten. Aber allein das Warten ist spannend. Dann wieder....und wieder...und wieder. Aber ich weiß, irgendwann hab ichs. vor 2 Stunden schrieb Tim Beier: Wenn's das erste mal klappt werden die Fehlversuche zur Nebensache . Klar, das kenn ich ja auch. Und bei dieser Art freu ich mich dann besonders. vor 2 Stunden schrieb Tim Beier: Wie war den dein Verhältnis von Kontaminationen zu braunen Explantaten? Also traten häufiger Kontamination auf oder wurden die Pflanzenteile braun? Nö, es gab nur Kontaminationen. Es gibt zwei Möglichkeiten, um zum Ziel zu kommen: 1. Man fängt mit der schwächsten Sterilisation an. Viele Kontaminationen und man fährt langsam hoch bis zum Ziel 2. Oder man beginnt mit der stärksten Sterilisation. Totsterilisieren und fährt langsam bis zum Ziel runter. Ich praktiziere Variante 1. Aber es kommt dabei drauf an, mit was man sterilisiert! Ich kombiniere meistens 3 Sterilisationsmittel mit unterschiedlichen Zeiten. Je nach Verfahren mit oder ohne Spülungen mit sterilem Wasser nach dem Sterilisieren. Es kommt aber auch vor, daß ein Droserablatt schwarz wird, was nicht automatisch heißt, daß das Blatt tot ist! Oft ist das nur die äußere Epidermis und aus dem Inneren kommt dann ein Kallus oder gewöhnliche Austriebe. Ich empfehle ganz klar, die Gläser mindestens noch 4 Wochen stehen zu lassen. Edited December 13, 2025 by Tobias Kulig
Tobias Kulig Posted December 23, 2025 Author Posted December 23, 2025 Hallo zusammen, hier mal ein kleines Update, wie es mit meiner umgesetzten tropischen D. rotundifolia läuft. Vor 1,5 Wochen, am 13. Dezember, habe ich den Kallushaufen von hormonhaltigem Medium auf normales Medium umgesetzt. Hier ist dann auch eine höhere Konzentration an Nährsalzen drin. Das Umsetzen einer bereits sterilen Pflanze in der LFH gehört dabei auch zu den einfacheren Übungen. Da so langsam die ersten Blättchen erscheinen, bin ich auch sehr zufrieden. Was ich immer wieder toll finde, ist dieses Gellan, was ein glasklares Gel bildet. Da sieht man einfach alles. Zum Gellan hier aber noch ein wichtiger Hinweis, für diejenigen, die es interessiert: Das Gellan benötigt zum bilden des Gels Kalzium-Ionen, welches in den Nährsalzen aber ausreichend vorhanden ist. Hier ist aber die Menge ausschlaggebend! Von 1/3 bis 1/2 MS sind die Kalzium-Ionen ausreichend, um ein stabiles Gel zu bilden. Geht man aber runter auf 1/4 MS, sollte man auf Agar zurückgreifen! 1/4 MS und Gellan verträgt sich nicht und die Gefahr einer Verflüssigung ist nicht zu unterschätzen. Aber Agar ist ja auch ok und funktioniert bestens. 2 1
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