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Invitro im Hobbybereich


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Hallo Tobias,

 

Ich verwende schon ne ganze Weile ausschließlich Gellan. Bekommt man auch bei 1/4 MS oder darunter fest und formstabil. Alles eine nur eine Frage der Zusammensetzung und des Ph Werts. (Bitte nur als Hinweis verstehen)

Neben dem was was du beschrieben hast ist Gellan auch auch ein sehr guter Farb-Indikator für Abbauprodukte die eine Kultur "vergiften" können. Sieht man natürlich auch bei Agar, aber bei Gellan einfacher und schneller wie ich finde. 

 

MfG Tim Beier 

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vor 18 Minuten schrieb Tim Beier:

Bekommt man auch bei 1/4 MS oder darunter fest und formstabil. Alles eine nur eine Frage der Zusammensetzung und des Ph Werts. 

Was meinst Du mit "Zusammensetzung"? 1/4 MS ist 1/4 MS. Zucker mach ich je nach Art von 20g bis 30g.

 

Ich stelle meine Medien immer auf pH 5.7 ein. Ist ja irgendwo Standard bei Karnivoren.

 

Gruß

Tobias

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vor einer Stunde schrieb Tobias Kulig:

1/4 MS ist 1/4 MS.


… und Schnaps bleibt Schnaps - schmeckt aber anders, und zwar  je nachdem was noch drinnen ist. 

Zucker ist ja nicht der einzige Zusatz, den man dem „Basisimedium“ MS hinzusetzen kann. Einige dieser Zusätze beeinflussen dann die Viskosität. Das gibt es bestimmt irgendwo zu recherchieren oder man diskutiert es hier ergebnisoffen. Für diesen Erfahrungsaustausch, welcher ein Geben und Nehmen oder anders herum ist, ist dieses Forum ja auch gedacht. Leider bin ich für dieses Thema kein Experte und kann daher diesbezüglich wenig beisteuern. Aber es gibt bestimmt stille Mitleser und Aktive, die hierzu etwas Fundiertes schreiben könnten. 
 

Aber nun eine ganz andere Frage: Was ist aus der D.cistiflora vom Anfang des Beitrags geworden?


Allen hier im Forum wünsche ich Frohe Weihnachten

 

Carsten

 

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Das meinte ich genau so wie ich das geschrieben habe. Wenn man von der Standard Formulierung von MS oder in dem Fall von1/4MS ausgeht..... 

Der Zucker spielt hier wohl weniger die Rolle..... Beim Ph Wert sieht es schon etwas anders aus. Auch dieser lässt sich in einer gewissen Range verändern. 

Das die Zusammensetzung von MS basierenden Medien immer gleich sein muss sei mal dahingestellt. 

Und deshalb meine Aussage. 

Dann konkretisiere ich meine Aussage von Standart MS Formulierungen und werfe die Möglichkeiten der Modifikationen in den Raum.....

Also konkretisiert:

1/4 MS basierende Medien bekommt man mit Modifikationen auch mit Gellan fest und Formstabil. 

 

MfG Tim Beier 

  • Danke 1
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vor 2 Stunden schrieb Dose:

… und Schnaps bleibt Schnaps - schmeckt aber anders, und zwar  je nachdem was noch drinnen ist. 

Carsten, wie kommst Du denn auf diese Aussage? Das MS Basismedium (von 1962, volle Mikros und Makros) ist genormt. Aber es gibt tatsächlich ein paar Modifikationen, z.B. mit Vitaminen ect. (das verwende ich)

 

vor 3 Stunden schrieb Dose:

Das gibt es bestimmt irgendwo zu recherchieren oder man diskutiert es hier ergebnisoffen.

Das braucht man nicht zu recherchieren. Steht z.B. bei meinem Shop Phygenera bei der Produktbeschreibung von Gellan.

Ich lese regelmäßig 2 amerikanische Hompages, wo das auch genau so drin steht. Ich greife das doch nicht aus der Luft.....

 

Ich habe vor ein paar Wochen Gellan mit 1/5 MS probiert und das fertig abgekühlte Medium war nur so glibbriges Zeug, was in sich zusammenfiel. Mit dem Agar hatte ich das nicht. Da war die Festigkeit genau richtig. Aber Gellan mit 1/3 und 1/2 MS funktioniert es perfekt. 

 

vor 3 Stunden schrieb Tim Beier:

Also konkretisiert:

1/4 MS basierende Medien bekommt man mit Modifikationen auch mit Gellan fest und Formstabil. 

Da frage ich mich, was Du anders machst? Also Zucker und pH spielen keine Rolle und der Rest ist nicht sonderlich anders.

Sag mal, erhitzt Du Dein Medium vor dem autoklavieren? 

 

Schöne Festtage Euch allen

Tobias

 

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vor 6 Stunden schrieb Tobias Kulig:

MS Basismedium (von 1962, volle Mikros und Makros) ist genormt

Wie kommst du denn auf diesen Unfug?

Die Norm müsstest du mir schon zeigen! Tatsächlich wurde die Zusammensetzung publiziert und findet überall Anwendung das hat aber nichts mit einer Norm zu tun !

 

Du kannst nicht einfach Äpfel mit Birnen vergleichen! Klar Calcium ist notwendig für die Gel Bildung jedoch gibt es unterschiedliche Gelan Gele (hoch/niedrig acytilierts) das unterschiedliche Mengen an Calcium zum gelieren benötigt. Und nicht zuletzt kommt es auch auf die Menge an zugegeben Gellan an und die gewünschte Gelstärke. Somit ist es durchaus plausibel das bei Tim das einwandfrei funktioniert und bei dir aber nicht.

 

Gruß Roman 

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vor 8 Stunden schrieb Roman.P:

Die Norm müsstest du mir schon zeigen! Tatsächlich wurde die Zusammensetzung publiziert und findet überall Anwendung das hat aber nichts mit einer Norm zu tun !

"Norm" ist vielleicht schon etwas mißverständlich ausgedrückt, da hast Du schon recht. Ich wollte damit lediglich sagen, daß die Zusammensetzung überall gleich ist. 

 

vor 8 Stunden schrieb Roman.P:

Klar Calcium ist notwendig für die Gel Bildung jedoch gibt es unterschiedliche Gelan Gele (hoch/niedrig acytilierts) das unterschiedliche Mengen an Calcium zum gelieren benötigt.

Dann bestätigst Du das ja! Aber warum hab ich dann diesen Hinweis, daß man bei den unteren MS Verdünnungen lieber Agar verwenden sollte, auf einigen Homepages gelesen.

Eigentlich wollte ich wieder Gelrite verwenden , daß ich aber nirgendwo mehr gefunden habe. Wird das nicht mehr hergestellt? Oder läuft das unter Gellan, keine Ahnung. Dann gibt es noch Gelcan und vermutlich noch andere. Das glasklare Zeug ist jedenfalls klasse!

 

vor 8 Stunden schrieb Roman.P:

Und nicht zuletzt kommt es auch auf die Menge an zugegeben Gellan an und die gewünschte Gelstärke. Somit ist es durchaus plausibel das bei Tim das einwandfrei funktioniert und bei dir aber nicht.

Ich denke, daß die Gelstärke bei den Verwendern nicht sonderlich verschieden ist. Ich persönlich wiege z.B. genau 2g/L Gellan ab. Da wird das Gel bei mir nicht zu hart und schön weich. Ich glaube nicht, daß Tim da weit weg ist.

 

Aber bei mir liegt es vielleicht an was anderem: Ich habe keinen Autoklav für Flüssigkeiten, sondern einen Melag mit einem Tray. Ich kann also keine Flaschen autoklavieren. Das heißt, ich fülle mein Medium schon vor dem autoklavieren in die Gläser. Und die kann man nicht invertieren nach dem autoklavieren. Das geht nur mit Flaschen. 

 

Ich hab schon gesehen, daß ich meinen Autoklav austauschen muß, damit ich Flaschen verwenden kann. Ist dann auch besser mit den Phytohormonen, die nicht hitzestabil sind....

 

Gruß

Tobias

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vor 1 Stunde schrieb Tobias Kulig:

Dann bestätigst Du das ja! Aber warum hab ich dann diesen Hinweis, daß man bei den unteren MS Verdünnungen lieber Agar verwenden sollte, auf einigen Homepages gelesen.

Eigentlich wollte ich wieder Gelrite verwenden , daß ich aber nirgendwo mehr gefunden habe. Wird das nicht mehr hergestellt? Oder läuft das unter Gellan, keine Ahnung. Dann gibt es noch Gelcan und vermutlich noch andere. Das glasklare Zeug ist jedenfalls klasse!

Hallo Tobias,

 

Da muss ich mich auch gleich nochmals selbst ausbessern. Der Hauptakteur ist Calcium aber auch andere zweiwertige Kationen sowie auch zum teil einwertige Kationen tragen zur Gelierung bei. Zusätzlich hat auch der pH einen Einfluss auf die Gelierung.Wie immer in der Biologie ist nicht alles immer so eindeutig wie wir das gerne hätten und ich kann dir folgenden Review empfehlen! Das siehst du dann auch das Tim sehr viel Ahnung hat von dem was er da macht. 😉

 

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0268005X12000057

 

Gruß Roman 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Roman.P:

Das siehst du dann auch das Tim sehr viel Ahnung hat von dem was er da macht. 😉

Daran habe ich keine Zweifel und ich gönne ihm seine Erfolge! Ich selbst habe das weder studiert, noch bin ich Biotechnologe. Dieses Thema mit dem Gellan hab ich auch nur ein paar mal gelesen, mehr aber auch nicht. Und das Gelesene hab ich halt hier niedergeschrieben und sogar ganz genau so erlebt. 

Die ganz genauen Hintergründe kann ich gar nicht wissen, da ich das nicht studiert habe. Klar hätte ich das irgendwo gefunden, sehe aber keinen Grund, das zu suchen. Warum sollte ich etwas recherchieren, was schon ein paarmal geschrieben steht. Du, als Biotechnologe, hast das vermutlich schon als Grundwissen gelernt. Ich (und auch Tim) haben uns das mehr oder weniger selbst beigebogen und da bleibt nur viel lesen oder Videos anschauen. Wichtige Sachen kann ich sogar bei einem Profi direkt anfragen. 

Ich selbst lese/recherchiere nur Dinge, die ich für meine Arbeit brauche und erreiche in der Regel meine Ziele. Sonst könnte ich mich gleich in einer Uni eintragen. Wobei es da sicherlich sehr interessante und wichtige Themen gibt. 

 

Jedenfalls werde ich heute mal 1/4 MS mit Gellan ansetzen. Da bin ich echt gespannt. Ich kann ja hier schreiben, obs funktioniert hat.

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Am 25.12.2025 um 11:08 schrieb Tobias Kulig:

Jedenfalls werde ich heute mal 1/4 MS mit Gellan ansetzen. Da bin ich echt gespannt. Ich kann ja hier schreiben, obs funktioniert hat.

Diese Charge kann ich, wie erwartet, wegschmeissen. Das Medium war nach dem Erkalten nur halbflüssiger Glibber! Ich hab auch 1/3 MS hergestellt, wo das Ergenis perfekt war.

Tim, was machst Du anders als ich?

 

Meine Vorgehensweise:

1. Wasser abmessen und den Magnetrührer laufen lassen

2. Zucker abwiegen, ins Wasser kippen und vollständig lösen lassen

3. MS Pulver abwiegen und ins Zuckerwasser reinkippen und gut lösen lassen

4. pH Wert messen und einstellen

5. Gellanpulver ins kalte Medium einstreuen, in einen guten Strudel, um Verklumpung zu vermeiden. Ne Weile gut rühren lassen.

6. Das Medium in die Gläser abfüllen, Deckel lose auflegen und mit Alufolie umformen

7. Dann direkt in den Autoklav

 

Gruß

Tobias

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Hallo Tobias, 

 

Ich tu mich jetzt ehrlich gesagt etwas schwer mit genauen Angaben. Warum beim Thema IV immer so ein großes "Geheimnis" aus allem gemacht wird ist auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite verständlich. Manches ist mit "trial and error" und Aufwand verbunden. Die besten Tipps kommen meist von Leuten mit mehr Erfahrungen. Ich hab Verständnis dass du öffentlich nicht auf deine genauen Protokolle eingehen willst, aber das macht es dann im Gegenzug natürlich auch wirklich sehr schwer. 

Neben Calcium gibt es wie Roman schon geschrieben hat noch andere zweiwertige Kationen...... 

Die Publikation die Roman verlinkt hat ist echt richtig gut zu dem Thema! Ich konnte weitere Erkenntnisse gewinnen. 

Natürlich stimmt das Grundsätzlich was bei Phygenera zur Beschreibung von Gellan geschrieben steht, deshalb kahm es bei dir wie erwartet und das Ergebnis war "Pampe". Aber nur weil irgendwo was geschrieben steht, bedeutet es ja nicht zwangsläufig "das Ende der Fahnenstange". Manchmal lohnt sich vielleicht doch etwas Recherche?!

Auch ich habe nie Chemie studiert und würde meine Kenntnisse als rudimentär auf diesem Gebiet bezeichnen. Man lernt ja aber auch nie aus, und kann seinen Horizont erweitern. 

 

MgSo4, Tim Beier

 

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Tobias Kulig
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Hallo zusammen,

heute gibts mal wieder Updates von den Kulturen weiter oben.

 

Das hier sind die D. bequaertii, von denen ich vor kurzem einige Blätter in der LFH genommen habe. Sie wachsen erstaunlich schnell. Dasselbe muß ich heute nochmal machen, da die Pflanzen bereits am Deckel kratzen. Eine Pflanze werde ich in der LFH wieder zerrupfen und neu ansetzen, der Rest geht Exvitro.

50484300vz.jpeg

 

Hier haben wir ein Glas voller D. zeyheri (von 3), die auch dringend rausmüssen. Ab einer bestimmten Pflanzengröße gibts nunmal Platzmangel. Ich hoffe, daß sie exvitro noch gut Wurzeln machen für die Übersommerung.

50484301xh.jpeg

 

Die tropische D. rotundifolia vom Mt. Limbawon läßt sich echt Zeit! Das Wachstum ist zwar sehr langsam, aber stabil. Ob es an den warmen Temperaturen liegt, kann ich nicht sagen. Ich kann es mir aber nicht vorstellen, da andere "kühle" Pflanzen ja auch gut wachsen. Ich werde es mal mit einer anderen Medienzusammensetzung probieren, da ich einen Verdacht habe.

50484299gn.jpeg

 

Edited by Tobias Kulig
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Andreas Wistuba
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Hallo zusammen,
Zum Glibberproblem:
Je salzärmer die Medien sind, desto weniger bivalente Kationen sind gelöst, die wichtig sind, damit Gelrite/Gellan-Medien gelieren.
Ich gebe meinen salzarmen Medien daher MgSO4 zu, so dass ich auf eine Mg-Molarität wie in 1/1 bis 1/2 MS komme. Mg ist in 1/1 MS mit 1,5 mM vorhanden.
Was oben als Faktor noch fehlt, ist die Autoklavierdauer - man kann Gelrite kaputt-autoklavieren, wenn man zu lange autoklariert oder mehrfach erhitzt.
Viele Grüße
Andreas
 

 

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Tobias Kulig
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vor 57 Minuten schrieb Andreas Wistuba:

Was oben als Faktor noch fehlt, ist die Autoklavierdauer - man kann Gelrite kaputt-autoklavieren, wenn man zu lange autoklariert oder mehrfach erhitzt.

Hallo Andreas,

ist es nicht so, daß wir alle zweimal erhitzen? Das erste Mal auf dem Magnetrührer, wenn wir die Heizplatte anschmeißen, um den Gelbildner zu lösen. Und das zweite mal dann im Autoklav?

 

Frage: Muß ich auf dem Magnetrührer zwangsläufig auf 100 Grad und es zum kochen bringen oder reicht es auch, nur gut zu erwärmen, so auf 70-80 Grad?

 

Grüße

Tobias

Andreas Wistuba
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vor 24 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Hallo Andreas,

ist es nicht so, daß wir alle zweimal erhitzen? Das erste Mal auf dem Magnetrührer, wenn wir die Heizplatte anschmeißen, um den Gelbildner zu lösen. Und das zweite mal dann im Autoklav?

 

Frage: Muß ich auf dem Magnetrührer zwangsläufig auf 100 Grad und es zum kochen bringen oder reicht es auch, nur gut zu erwärmen, so auf 70-80 Grad?

 

Grüße

Tobias

 

....das meinte ich gestern, als wir uns darüber unterhalten hatten 😉
Ich erhitze nur einmal und fülle nach dem Autoklavieren in sterile Einweg-Schalen ab.
Ich hatte aber einmal ein Problem mit dem Autoklaven (Stromausfall während das Autoklavier-Programm lief) und musste daher das fast abgekühlte Medium nochmal neu Autoklavieren um sicher zu sein. Es wurde nicht mehr richtig fest und viele Schalen landeten im Müll. Sehr ärgerlich...
Testreihen habe ich aber nicht gemacht und kann nicht sagen, ob kurzes Aufkochen zum Abfüllen schon kritisch ist. Vermutlich nicht, ich würde es aber erst testen.
 

 

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Tobias Kulig
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Da ich dringend Medium brauche, werde ich bei allen 3 MS Stärken zunächst nochmal Agar verwenden. Und ich muß außerdem bei dieser Gelegenheit mein noch unbenutztes pH Meßgerät kennenlernen. Und zu guter Letzt kann ich gleich noch Deine angesetzten 5% und 10% KOH testen. 

Dann kann ich mich in aller Ruhe dem Gellan widmen. Du hast mir gestern viele gute Tipps mit auf den Heimweg gegeben. Da rauchte zwar etwas der Apfel, aber ich glaube, das wird schon. Ich werd mich intensiv mit der Mol Umrechnung befassen. Die ist vermutlich unumgänglich, wie Du schon sagtest.

 

Grüße

Tobias

 

 

Edited by Tobias Kulig
Tim Beier
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Hallo Miteinander, 

 

Zum durchmischen hab ich bisher immer erhitzt. Aber noch nicht kochend, abgefüllt und gleich autoklaviert. 

Je nach Füllmenge mach ich ca 23 Minuten. Dann abkühlen lassen bis zum nächsten Tag. Wurde immer fest. 

Jetzt wäre halt ne Pumpe nicht verkehrt. Dann könnte man wärend dem Rührforgang abfüllen. Dann wirds konsistent. 

Falls einer ne günstige Laborschlauchpume hat die er abzugeben hat.... 

 

MfG Tim Beier 

 

Tobias Kulig
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vor 8 Stunden schrieb Tim Beier:

Jetzt wäre halt ne Pumpe nicht verkehrt. Dann könnte man wärend dem Rührforgang abfüllen. Dann wirds konsistent. 

Falls einer ne günstige Laborschlauchpume hat die er abzugeben hat.... 

Ist das nicht ein bißchen weit hergeholt? Ich hab gestern zum erstenmal mein Medium (Agar) erhitzt (nach 20 Jahren IV) und muß sagen, ich war erstaunt. Ich hab soweit erhitzt, bis man keinen Nebel des Agars mehr gesehen hat. War schön klar. Dannach hab ich sofort die Brühe in meiner Glaskanne in die Gläser gegossen und das wanderte direkt in den Autoklav. Dieser läuft inkl. Vorwärmzeit und abschließendem Druckablaß so etwa 40 min. Dann hol ich das Tray mit den 16 Gläsern raus und stelle es auf den Herd. So für 10-15min, daß es leicht abkühlt. Dann schließe ich die Deckel und forme die Alufolie nochmal schön an die Gläser. Dann kommt das ins Labor zum vollständigen Abkühlen.

Heute morgen hab ich das mal angeschaut und festgestellt, daß ich, zumindest optisch, noch nie schöneres Medium hatte! Es ist leicht glibbrig und ich sehe keinerlei Kondenswasser. Mann, daß vorheriges Erhitzen soviel ausmacht!

Wenns mit dem Gellan heute auch so gut läuft, wäre das echt klasse.

 

Was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, daß man mit dem gewöhnlichen Haushaltszucker etwas aufpassen muß! Bei zu langem und heißem Gekoche könnte er karamellisieren. Ist mir aber noch nie passiert. Ich will damit nur sagen, daß diese Gefahr da ist! 

 

Gruß

Tobias

Tim Beier
Posted (edited)

Hallo Tobias, 

 

Medium mit Agar hab ich immer soweit erhitzt, bis die Brühe klar wurde. Also bis zu dem Punkt wo es gerade leicht anfängt zu kochen. Dann abgefüllt und autoklaviert. 

Damit sich das Gellan vollständig auflösen kann sind definitiv höhere Temperaturen notwendig. Ob das vorherige erhitzen mit Gellan nun eher kontraproduktiv ist weiß ich nicht. Probleme hatte ich noch keine, heize da aber auch nur auf ca. 80°C bis 90°C. Da ist das Gellan aber auch noch nicht wirklich aufgelöst. Ob das nun best practice ist, weiß ich nicht. 

Weit hergeholt bezüglich Pumpe.... 

Klar kann man auch gießen, aber das ungelöste Gellan sinkt beim Gießen aus dem Becherglas mit der Zeit zu Boden. Das mag bei 5 Gläschen kein Problem sein, aber bei 20 Gläschen rühre ich zwischendurch immer wieder. Da würde eine Pumpe mehrere Vorteile bringen:

- Exaktes Volumen in jedem Glas 

- Homogenes Medium

- Bequemes Abfüllen

Noch schaffe ich es auch ohne 😅. Aber da ich doch etwas Technik verliebt bin würde ich lieber pumpen statt gießen 😅🤔

 

Zum Thema Zucker hab ich vor kurzem das erste mal Haushaltszucker verwendet. Mir ist aufgefallen dass dieser sich wesentlich schlechter lösen lässt als syn.D(+)-Saccharose fürs Medium. Ob Zucker gleich Zucker ist, ist somit fraglich. Chemisch gesehen spielt es wohl keine Rolle, aber bei der Lösbarkeit scheint es Unterschiede zu geben. Vielleicht hängt es aber auch nur von der Größe der Zuckerkörner ab. 

 

MfG Tim Beier 

Edited by Tim Beier
Andreas Wistuba
Posted (edited)
vor 1 Stunde schrieb Tim Beier:

Zum Thema Zucker hab ich vor kurzem das erste mal Haushaltszucker verwendet. Mir ist aufgefallen dass dieser sich wesentlich schlechter lösen lässt als syn.D(+)-Saccharose fürs Medium. Ob Zucker gleich Zucker ist, ist somit fraglich. Chemisch gesehen spielt es wohl keine Rolle, aber bei der Lösbarkeit scheint es Unterschiede zu geben. Vielleicht hängt es aber auch nur von der Größe der Zuckerkörner ab. 

 

Ich habe am Anfang immer Haushaltszucker genommen, bin aber vor einigen Jahren auf Laborqualität umgestiegen.
Mir ging es anfangs in erster Linie darum, bei Medien-Experimenten möglichst standardisierte Zutaten zu haben, einfach um hier keine Variablen im Spiel zu haben.

Den Zucker verwende ich:
https://duchefa-biochemie.com/product/details/number/S0809/name/sucrose

Der Laborzucker dürfte aber schon reiner sein, als Haushaltszucker und v.A. spielt es preislich nicht die riesengroße Rolle. Fühlt sich aber auch besser an 😉

Was Pumpen angeht, gibt es nicht viele Hersteller, die sowas kalibrierbar, als Peristaltikpumpe und mit Fußschalter bauen. Ich habe meine beiden gebraucht gekauft, da die neu sauteuer sind. Ich habe zwei Fill-Master 431

Hier ist eine Fill-Master 421 zum Verkauf: https://www.ebay.de/itm/205583927702?_trkparms=itmf%3D1%26aid%3D1110006%26rkt%3D3%26asc%3D20200818143230%26mech%3D1%26algv%3DDefaultOrganicWebV9BertRefreshRankerWithCassiniEmbRecall%26pmt%3D1%26amclksrc%3DITM%26sd%3D205256111820%26sid%3DAQAKAAAAECqXFEsDJjBC4OOdeqxieJs%3D%26itm%3D205583927702%26noa%3D1%26plcampt%3D0%3A13765336014%26algo%3DHOMESPLICE.SIM%26ao%3D1%26rk%3D1%26pid%3D101224%26b%3D1%26mehot%3Dnone%26lsid%3D77%26meid%3D60f903531af1434b8966bafe0ff10a44%26pg%3D2332490&_trksid=p2332490.c101224.m-1

Ich bin mir aber nicht sicher, ob's den Hersteller noch gibt und kenne den Unterschied zwischen der 421 und der 431 nicht.


Ich kann nur sagen, dass ich ohne die Pumpen nicht mehr klar käme - daher habe ich auch 2 - eine als Backup.

Viele Grüße

Andreas

Edited by Andreas Wistuba
Tim Beier
Posted (edited)

Hallo Andreas, 

 

Was für eine Durchflussrate hat den deine Pumpe maximal? Und welcher Schlauchdurchmesser passt in den Pumpenkopf? 

 

Ich hätte da eine Pumpe im Auge mit 0,5 bis 1500ml pro Minute und Schlauchdurchmesser 11/7,9/1,6

 

Aber ob das für meinen Zweck Sinn mach und praktikabel ist, fehlt mir die Erfahrung. 

 

MfG Tim Beier 

 

Edited by Tim Beier
Tobias Kulig
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Hallo zusammen,

meine Vorgehensweise hat super geklappt:

 

1. Wasser + Zucker + MS Pulver auf dem Magnetrührer gut umrühren und lösen lassen

2. pH Wert gemessen und eingestellt auf 5.65

3. Gellan (2,75g/L) langsam ins noch kalte Medium streuen und ne Weile gut umrühren lassen

4. Dann die Heizplatte eingeschaltet und bis zum Kochen erhitzt, für 1 min., bis das Gellan gelöst ist

5. Jetzt direkt in die Gläser gegossen, gedeckelt und Alufolie drauf

6. Unverzüglich in den Autoklav. Bei mir ca. 40min inkl. Vorwärmzeit und abschließendem Druckablaß.

7. Dannach stell ich das für 15min auf den Herd, daß es etwas abkühlen kann

8. Dann drücke ich die Deckel fest und forme nochmal die Alufolie an.

9. Dann stell ich die Gläser zum vollständigen Abkühlen ins Labor

10. Das Abkühlen hat etwa 6h gedauert

 

Ergebnis: Perfektes Medium, nicht zu weich und nicht zu hart. Und natürlich glasklar. Das Ganze basiert auf 1/3 MS, was auch ohne Magnesiumsulfat Heptahydrat super geklappt hat.

 

Grüße

Tobias

Tim Beier
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Hallo Tobias, 

 

Bei 1/3 MS hätte ich auch noch keine großen Bedenken. Ich vermeide es das Medium vor dem autoklavieren wirklich zu kochen. Hab das Medium heute mal mit Absicht nur leicht auf Temperatur gebracht. 1 Liter Medium Ergebnis zeigt sich morgen.  Vollständig gelöst hat sich bei mir das Gellan immer erst durch das autoklavieren. Mit der Gellan Menge lässt sich die Konsistenz gut einstellen. Ich mess dann morgen mal den Ph Wert. Was mich jetzt aber eher interessieren würde.... Du hast ja schon öfter geschrieben dass du für verschiedene Arten nach dem "richtigen" Medium suchst. Welche Parameter veränderst du den? Brauchst ja keine genauen Angaben machen.... Eigentlich wären doch die tatsächlichen Bodenbeschaffenheiten was Verfügbarkeit von essenzielle Nährstoffen und nützlichen Elementen, wie z.b Zink, Fe, Bor, und wie sie alle heißen interessant. 

Kann mir jemand sagen an welchen Parametern es sich lohnt genauer hin zu schauen, Vermutungen? 

 

MfG Tim Beier 

Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 7 Stunden schrieb Tim Beier:

Ich vermeide es das Medium vor dem autoklavieren wirklich zu kochen. Hab das Medium heute mal mit Absicht nur leicht auf Temperatur gebracht.

Was ist denn der Grund dafür? Gehts Dir da um den pH Wert oder eher um die Festigkeit? Gellan löst sich erst, wenn es aufkocht und man soll es dann etwa 1min kochen lassen. Dann ist es vollständig im Medium gelöst und es gibt keine Ausfällungen. 

Aber vielleicht kommt es auf die Herstellungsweise an: Ob man es, wie ich, vor dem Autoklavieren in Die Gläser gießt oder ob man es in Flaschen autoklaviert und erst in der LFH in die Gläser oder Becher gießt. Das weiß ich nicht.

 

vor 7 Stunden schrieb Tim Beier:

Du hast ja schon öfter geschrieben dass du für verschiedene Arten nach dem "richtigen" Medium suchst. Welche Parameter veränderst du den? Brauchst ja keine genauen Angaben machen.... 

Ich glaube, Du bringst da was durcheinander. Von allen meinen Arten, die ich iv vermehre, hab ich ja meine Protokolle. Das was Du meinst, hab ich erst neulich hier nachgefragt. Da gings darum, wenn Arten extrem langsam wachsen, auch IV, ob es da Medien gibt, wo sie iv schneller wachsen. Da suche ich das "richtige" Medium. Aber ob das überhaupt möglich ist, weiß ich nicht. Deshalb die Frage.

 

Gruß

Tobias

 

 

Edited by Tobias Kulig

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