partisanengärtner Posted May 16, 2025 Author Posted May 16, 2025 (edited) Wegen dem Mikroplastik mach ich mir keine Gedanken mehr, denn in wässriger Lösung kann man das ziemlich problemlos zurückgewinnen. Gerade in begranzten Wassermengen wie Kübeln etc.. Ich sehe oft geteerte Einfahrten oder Höfe dort wäre so ein System eine einfache mobile Methode das Mikroklima zu gestalten, die Aufheizung solcher Habitate zu vermindern und gleichzeitig CO2 zu binden und Substrat zu generieren. Moos wächs fantastisch schnell unter solchen Bedingungen. https://www.mdr.de/einfach-genial/umweltschutz-mikroplastik-meere-100.html Wegen der Vögel habe ich außer Netzen noch keine bessere Lösung gefunden. Alles in allem eine geradezu primitiv einfache Möglichkeit das Stadtklima zu verbessern ohne großen technischen Aufwand, lange Wartezeiten oder große Kosten. Nichts ist beständiger als alte Gewohnheiten. Edited May 16, 2025 by partisanengärtner 1
partisanengärtner Posted June 1, 2025 Author Posted June 1, 2025 Sphagnum auf solchen Inseln dient mir auch zur Simulation von Epiphytischen Habitaten auf der Fensterbank. Neuerdings hat sogar eine Tillandsie dort angefangen zu blühen die ich geerbt habe und dort seit Winter 2023 dort ist. Die Phalaenopsis sind alle abgängige Reste gewesen, eine hat sogar gar kein Blatt mehr gehabt. 2 1
J.N.B. Posted August 20, 2025 Posted August 20, 2025 Am 27.10.2024 um 08:31 schrieb partisanengärtner: Ränder aus Sphagnum neigen leider dazu auch den Rest der Insel zu erobern. die Bedingungen sind dort einfach zu gut. Darauf hätte ich früher zurückgreifen sollen. Vielleicht ist das die beste Lösung um Sphagnum unter idealen Bedingungen ohne Aufwand zu kultivieren. Ich habe aktuell das Problem das Sphagnum gleichmäßig feucht zu halten, ohne dass es zu lange im Wasser liegt oder im Verlauf des Tages austrocknet. Jetzt müsste ich nur etwas flacheres als einen Kübel finden und dann einen passenden Schwimmkörper bauen.
partisanengärtner Posted August 20, 2025 Author Posted August 20, 2025 Je mehr Wasservolumen und Schwimmkörperkapaztität umso stabiler ist das System. So einen 90 Liter Baukübel muß ich vielleicht alle 4 bis 8 Wochen kontrollieren. Euroschalen halten bei Wind und Hitze auch mal nur zwei bis 3 Tage. Der Schwimmkörper und das Gewicht des Sphagnum verringern das Wasservolumen teils recht erheblich. Da bleiben von den 5 cm der Euroschale schon mal nur ein bis 2 cm Wasserstand. Alle externen Wasserreservoirs vergrößern leider auch die Fehleranfälligkeit. Eine sich dran vorbeizwängende Katze oder ein vorratsanlegender Rabenvogel sabotieren schon manche tolle Idee. Auch die Temperaturextreme sind deutlich geringer. Eine alte Dusch oder Badewanne hat noch einige andere Vorteile. Von Styrodur bis zu alten Plastikflaschen oder Kanistern ist die Variationsbreite der Schwimmkörper nur durch Physik und Phantasie beschränkt. Ich habe auch synthetische Kissenbezüg zum Sammeln von Kleinschwimmern in Gebrauch. Teils auch recht dünne Platten und dann verschiedene Schwimmkörper druntergepackt. 1
partisanengärtner Posted November 30, 2025 Author Posted November 30, 2025 (edited) Wenn man wie ich schwimmende Inseln in zahlreichen Varianten über einige Jahre hat, tauchen auch mal Probleme auf die man sich anfangs nicht vorgestellt hat. Auf den Styrodurinseln wachsen Pflanzen oft deutlich besser als in einem Moorbeet mit wechselfeuchten Bedingungen. Besonders bei Sphagnum kann das schon nach ein oder zwei Jahren zu Stabilitätsproblemen führen, besonders wenn sie kleiner sind.. Mir sind tatsächlich schon Inseln gekentert weil das Substrat derart angewächsen ist, daß es den Schwimmkörper um ein mehrfaches an Dicke übertroffen hat. Natürlich kann man das verhindern. Ein Stück Baustahl durch ein Loch in der Mitte verhindert das Kippen. Der Behälter sollte allerdings bei Beginn der Frostperiode weitgehend voll sein. Wenn das Eisen bei niedrigem Wasserstand festfriert und es dann in einer bei uns ja nicht so seltenen Zwischen-Tauperioden im Winter dann auch noch entsprechend regnet, kann das zusätzliche Gewicht die Insel dann womöglich auch mit mehr Tiefgang versehen. Bei frei schwimmenden Varianten auf dem Gartenteich kann man ja am oberen Ende ein kurzes Querstück dranschweißen und am unteren Ende einen Ball oder ähnliches dran befestigen damit es nicht zu einer Beschädigung der Folie kommt. Andererseits kann man aber auch regelmäßig das Moos und die Pflanzen beernten (und weggeben oder neue Inseln anlegen) und kommt gar nicht in diese Gefahrenlage. Edited November 30, 2025 by partisanengärtner Rechtschreibung 2 1
Sukram Posted December 3, 2025 Posted December 3, 2025 Am 30.11.2025 um 12:39 schrieb partisanengärtner: Ein Stück Baustahl durch ein Loch in der Mitte verhindert das Kippen Hi Axel @partisanengärtner, gibt das durch den entstehenden Rost keine Probleme ? Weil gerade Baustahl rostet ja doch recht massiv und ich meine das durch die ganzen Pflanzen ja ein doch recht sauerstoffreiches Wasser vorhanden ist, welches dann doch für den Rost noch noch förderlicher ist. Andere Frage, (natürlich nicht nur an den Axel ) meinst Du das das Prinzip als solches, auch funktioniert wenn die "Inseln" in der Höhe fixiert sind und das ganze über Dochte, Hygrolon oder ähnlich stark saugende/fördernde Matrialien versorgt wird ? Weil dem Hygrolon sagt man ja nach, das es bis 350mm hochzieht (was ich aber für etwas übertrieben halte) und so ein 6mm synthetischer Docht schaft ja auch schon etwas an Höhe. So das der Wasserstand ja durchaus um 150mm schwanken kann, quasi wie bei einem Bewässerungstopf. Mein Gedankengang bezieht sich im Ansatz auf Indoor Kultivierung. Gruss Markus
partisanengärtner Posted December 3, 2025 Author Posted December 3, 2025 Bisher konnte ich weder bei den Wasserinsekten noch bei den Pflanzen Unterschiede zu eisenfreien Ansätzen erkennen. Der Rostmantel bremst auch das weiterrosten. Der flächige Gewebeauftrag ergibt eine zuverlässige Feuchtigkeitsversorgung wie das kein Dochsystem übertreffen kann. Innerhalb eines Kübels 30cm ohne Probleme, da scheint ja auch auch keine Sonne drauf und es weht kein Wind. Das fixieren in der Höhe habe ich natürlich auch ausprobiert. da wirken die flächigen Mikrofasertücher ( die bis ganz unten gehen müssen) genausogut wie die Wasserspeicher/Torfsysteme. Man spart halt massig Torf. Mit dem einzigen Nachteil bei beiden Systemen, daß man den Wasserstand im Wasserspeicher bestenfalls indirekt sehen kann. Die ältesten waren mit umgedrehten gelochten Euroschalen gebaut (aurangiert vom Gärtner) und Stoff und Schwammvlies . Jeweils 3-4 solche Schalen übereinander. Damit mir das nicht absäuft habe ich einen Überlauf, knapp unterhalb der Substratschicht gebohrt). Leider zersetzten sich diese Stoffe binnen 3 Jahren vollständig und ich mußte sie mit synthetischem Mikrofaser ersetzen. Steht aber alles mit Bildmaterial im Thread. 1 1
Sukram Posted December 4, 2025 Posted December 4, 2025 Axel @partisanengärtner, das mit dem Rost, hat mich direkt angesprungen, da ein Freund von mir, in seinem Aquarium mal, eine Wurzel mit einer eingewachsenen Schraube (nicht sichtbar) hatte. Das hat mächtig Probleme bereitet und bis die Ursache gefunden war hat das dann auch eine ganze Zeit gedauert. Deshalb habe ich halt einfach mal nachgefragt. Besten Dank für die Zusammenfassung über das fixierte Hydroponik System und auch für diesen Thread hier(wollt ich auch mal sagen) Habe mich auch schon mal kpl. durchgewühlt und lese auch immer wieder mal nach, auch wenn bei mir alles Indoor ist. Gruß Markus 1
partisanengärtner Posted December 4, 2025 Author Posted December 4, 2025 Bei Schrauben sollte man auch an Zink und andere Kontaminationen denken. Aquarien werden in der Regel durchströmt, da wird alles verteilt und im Filter hat das natürlich Einfluß auf die Bakteriengesellschaft. Indoor hat man generell mehr Kontrolle, weil man das öfter im Auge hat. Habe ja auch einige Indoorsysteme. Leider darf ich hier keine geschlossenen Palludarien anlegen. Das würde die Toleranz meiner Gefährtin überstrapazieren.
J.N.B. Posted January 19 Posted January 19 (edited) Wenn einem diese Baukübel zu groß sind, kann ich einfache Kisten nicht empfehlen. Meine haben nichtmal den ganzen Sommer gehalten. Habe sie jetzt durch Eurokisten ersetzt. Von denen sind mir in anderen Größen noch keine kaputt gegangen. Ist zwar keine Insel aber mit dem Miniteich meiner Utricularia vulgaris habe ich das gleiche gemacht. Dank der Binse konnte ich den Boden aus Sand und Dreck samt Topf in die Kiste ziehen. Das Wasser mit den Turionen habe ich dann in die neue Kiste gegossen. Da fehlen jetzt noch kleine Löcher, damit bei viel Regen die Pflanzen nicht hinausgeschwemmt werden. Edited January 19 by J.N.B.
Wolfgang Liere Posted January 19 Posted January 19 Die meisten Kunststoffe sind nicht winterfest und auch nicht UV-stabil. Schau nach PE Mörtel- oder Speisskübeln, die halten das aus. Kosten auch nicht die Welt. 1
partisanengärtner Posted January 19 Author Posted January 19 Der schwarze Farbstoff dient als UV Schutz. Kälte macht Plastik oft spröde. Die schwarzen PVC Behälter sind sehr lange stabil. Es gibt auch kleinere Gefäße. Ich habe auch 10 Liter PVC Baueimer, da ist mir aber auch bei einem der Boden bei Frost geplatzt. Da ging das Gefrieren wohl zu schnell, wohl weil der Durchmesser im Verhältnis zur Höhe ungünstig ist. Generell sind runde Behälter aber resistenter. Vielleicht mal einen Eimer halbieren und den Rand mit Hitze ein wenig einrollen. 1
Wolfgang Liere Posted January 20 Posted January 20 Generell gilt: Alles was du auf dem Bau verwendest, ist fast immer frostfest. Egal ob Eimer oder Kübel. Würde sonst kein Bauunternehmer jemals kaufen. Grüße Wolfgang 2 1
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