Psychonaut Posted July 18, 2023 Posted July 18, 2023 Hallo liebes Forum Eine vielleicht etwas banale Frage, die mich aber trotzdem beschäftigt: Warum finden Genlisea so wenig Beachtung? Klar, es sind nicht die spektakulärsten Pflanzen. Aber das sind Utricularia und die meisten Pings ja auch nicht, und trotzdem findet man einiges zu denen. Zu Genlisea finde ich kaum Infos. Habe mir mal den Monographen bestellt (den gibt es ja im Gegensatz zu Utricularia), aber auch in den meisten Büchern wird Genlisea nur nebenbei kurz erwähnt, wohingegen Pings und Utricularia relativ ausführlich diskutiert werden. Super, dass es hier im Forum ein Unterforum dazu gibt! Aber auch da gibt es deutlich die wenigsten Posts. Auch in Kultur sind Genlisea nur selten zu finden, auch im Gegensatz zu anderen eher unauffälligen karnivoren Pflanzen. Was denkt ihr, was sind die Gründe dafür? 1
Tobias Kulig Posted July 18, 2023 Posted July 18, 2023 (edited) Hallo, dies ist genau die gleiche Frage, die ich vor geraumer Zeit über Drosera gestellt habe. Ich finde es echt schade, daß manche Pflanzengruppen irgendwie in die Versenkung geraten. Man sieht es auch in den Angeboten: Hauptsächlich Sarras und Nepenthes. Genlisea gehört durchaus zu den interessanten Gattungen, wenn man einen Blick für die manchmal minimalen Unterschiede hat. Man braucht halt für die meisten Arten ein Terra. Für ein paar grüne Blätter. Ich bin grad am überlegen, ob ich ein Genlisea-Terra anlege. Ich selber teste grad die offene Fensterbankkultur mit G. metallica. Funktioniert sogar recht gut. Aber der Winter wird kommen, wo ich zumindest eine Zusatzbeleuchtung brauche. Und das wird vermutlich der Grund für das nachlassende Interesse sein: Ein Terra Setup für ein paar Töpfe mit winzigen grünen Blättern. Im GH z.B. kann man Genlisea knicken, da es im Sommer viel zu heiß und zu hell ist. Die verbrennen regelrecht. Ich habs schon mit diversen Arten versucht. Selbst im Schatten gehts nicht (zumindest bei mir). Aber irgendwas werde ich machen, da ich sie sehr interessant finde. Gruß Tobias Edited July 18, 2023 by Tobias Kulig
Pinguincola Posted July 18, 2023 Posted July 18, 2023 (edited) Die geringfügige Beachtung für Gensilea würde ich meiner Meinung nach an mehreren Gründen festmachen: 1. Im Gegensatz zu vielen anderen Karnivoren besitzt Genlisea unterirdische Fangorgane. Klar ist das auch cool, wenn die Pflanze unterirdisch Beute machen kann, aber Karnivoren mit oberirdische Fangorganen, sind doch deutlich interessanter. Für mich ist es auch immer ein kleines Highlight, wenn ich meine Fettkräuter mit etwas Milch füttere und sie dann dabei beobachten kann, wie sich die Blätter über den Milchtropfen wölben und die Pflanzen beim Verdauen zu beobachten. 2. Wie du schon geschrieben hast, gehört Genlisea eher zu den unscheinbaren Karnivoren. Ich habe mir auch zwischendurch mal überlegt, ob ich der Gattung nicht vielleicht etwas abgewinnen kann, aber als ich das das 1. Bild in diesem Beitrag gesehen habe, ist mir eins klar geworden: Ich werde vorerst kein Genliseasammler. Man stelle sich vor, man invesiert mehrere hundert Euro und mehrere Jahre um sich eine Sammlung aus vielen verschieden Arten aufzubauen, um dann (außerhalb der Blühsaison) so einen Anblick zu haben... Zumindest als Begleitvegetation könnte ich mir persönlich einige Genliseaarten gut vorstellen. 3. Warum Genlisea sammeln, wenn man auch Utricularia haben kann? Klar, der Fangmechanismus und damit auch die Fangorgane sind deutlich voneinander zu unterscheiden, aber da sie sich bei beiden Gattungen in der Erde befinden, sieht man von dem Unterschied eh nicht besonders viel. Was dann noch übrig bleibt, sind die Blüten und die Blätter, aber hier können mir wohl viele zustimmen, wenn ich sage, dass auf dem 1. Blick Genliseablüten und -blätter denen von einigen Utriculariaarten sehr ähnlich sehen. Einen wichtigen Unterschied gibt es aber noch zwischen beiden Gattungen und zwar die Formenvielfalt. Bei den über 250 Utriculariaarten gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Wuchsformen verbunden mit einer recht hohen Bandbreite an Haltungsbedingungen, sodass für fast jeden mindestens 1 Art dabei ist, die das Interesse weckt. Von Genlisea kann man das leider nicht behaupten. Da haben fast alle Arten die Gleiche Wuchsform und auch die Gleichen Haltungsbedingungen. Zusätzlich lassen sich bei den Blüten quasi nur verschiedene Töne von gelb, lila und weiß blicken, während bei Utricularia alle Farben des Regenbogens auftreten. Nicht falsch verstehen, ich will hier jetzt nicht Hass für die Gattung verbreiten oder den Genlisealiebhabern ihre Gattung schlecht reden, sondern nur sachlich darstellen, warum die Gattung (meiner Meinung nach) so unbeliebt ist. Edited July 18, 2023 by Pinguincola 1
Tobias Kulig Posted July 18, 2023 Posted July 18, 2023 vor 9 Stunden schrieb Pinguincola: Die geringfügige Beachtung für Gensilea würde ich meiner Meinung nach an mehreren Gründen festmachen: 1. Im Gegensatz zu vielen anderen Karnivoren besitzt Genlisea unterirdische Fangorgane. Klar ist das auch cool, wenn die Pflanze unterirdisch Beute machen kann, aber Karnivoren mit oberirdische Fangorganen, sind doch deutlich interessanter. Für mich ist es auch immer ein kleines Highlight, wenn ich meine Fettkräuter mit etwas Milch füttere und sie dann dabei beobachten kann, wie sich die Blätter über den Milchtropfen wölben und die Pflanzen beim Verdauen zu beobachten. 2. Wie du schon geschrieben hast, gehört Genlisea eher zu den unscheinbaren Karnivoren. Ich habe mir auch zwischendurch mal überlegt, ob ich der Gattung nicht vielleicht etwas abgewinnen kann, aber als ich das das 1. Bild in diesem Beitrag gesehen habe, ist mir eins klar geworden: Ich werde vorerst kein Genliseasammler. Man stelle sich vor, man invesiert mehrere hundert Euro und mehrere Jahre um sich eine Sammlung aus vielen verschieden Arten aufzubauen, um dann (außerhalb der Blühsaison) so einen Anblick zu haben... Da geb ich Dir nur bedingt recht! Wer von uns hockt vor den Pflanzen und schaut ihnen beim Fangvorgang zu? Wer von uns nimmt die sichtbaren Fallen überhaupt noch war? Ist doch eigentlich nur der Fall, wenn eine neue Kostbarkeit dazugekommen ist, oder? Wenn ich morgens ins GH gehe, sehe ich Pflanzen, die versorgt werden müssen. Es ist doch die pure Sammelleidenschaft, die uns immer mehr Pflanzen kaufen läßt. Warum soll das bei Genlisea anders sein? Ob jetzt die Fangorgane unterirdisch hocken oder ich einen 3L Kanister an einer Nepenthes habe: Nach einer gewissen Zeit hat man sich sattgesehen und ist bereits auf der Suche nach der nächsten Art. Zudem sind es die schönen filigranen Blüten, die Genlisea interessant und schön macht. Eben genau so wie bei den Utris. Beste Grüße Tobias
Timo M Posted July 18, 2023 Posted July 18, 2023 Ich bin der Meinung, dass der geringe Bekanntheitsgrad und die geringe Beliebtheit eher durch die fehlende Werbung von den großen Händlern kommt. Ich interessiere mich auch für Genlisea aber bisher ist mir nur Thomas Carow als Person mit größerer Reichweite und erfolgreichen Vertrieb von Genlisea bekannt.
Psychonaut Posted July 18, 2023 Author Posted July 18, 2023 Ich finde es gut nachvollziehbar, dass Sarracenia, Dionaea, Drosera und Nepenthes attraktiver sind, alleine schon vom Äusseren. Genlisea sind da ja eher wie Utricularia, die den Laien eher mit ihren Blüten überzeugen. Was mich ein wenig erstaunt, ist, dass die meisten "Fleischies" Utricularia und Pinguicula kennen, ein paar Exemplare haben, oder zumindest ein wenig was zur Kultur wissen, und auch in den gängigen Büchern (Savage Garden usw.) was dazu steht, wohingegen man echt gut suchen muss, um was zu Genlisea zu finden. Und auch in den Shops findet sich nichts. Ich werde meinen ersten Versuch starten in einem brasilianischen Paludarium. Die Kultur sollte ja relativ einfach sein. Und zum Glück gibt es ja einen Monographen zur Gattung, den vermisse ich bei Utricularia sehr.
Pinguincola Posted July 21, 2023 Posted July 21, 2023 Am 18.7.2023 um 19:21 schrieb Tobias Kulig: Da geb ich Dir nur bedingt recht! Wer von uns hockt vor den Pflanzen und schaut ihnen beim Fangvorgang zu? Wer von uns nimmt die sichtbaren Fallen überhaupt noch war? Ist doch eigentlich nur der Fall, wenn eine neue Kostbarkeit dazugekommen ist, oder? Wenn ich morgens ins GH gehe, sehe ich Pflanzen, die versorgt werden müssen. Es ist doch die pure Sammelleidenschaft, die uns immer mehr Pflanzen kaufen läßt. Warum soll das bei Genlisea anders sein? Ob jetzt die Fangorgane unterirdisch hocken oder ich einen 3L Kanister an einer Nepenthes habe: Nach einer gewissen Zeit hat man sich sattgesehen und ist bereits auf der Suche nach der nächsten Art. Man muss auch dazu sagen. dass ich erst seit ca. 4 Monaten wieder im Hobby drin bin und es deswegen für mich wahrscheinlich noch spannender und faszinierender ist, die Fallen zu beobachten. Mal schauen, ob ich mich in den nächsten Jahren auch an den Fallen sattgesehen habe, wie es bei dir der Fall ist, oder ob es für mich weiterhin ein kleines Highlight bleibt meine Karnivoren zu füttern 1
Psychonaut Posted July 21, 2023 Author Posted July 21, 2023 Ich würde mich auch sehr über Bilder freuen. Ich hab mir schonmal das Buch bestellt, allerdings dauert das noch. Jegliche Bilder von Blättern und Blüten würden mich freuen. Wir haben hier ja zumindest zwei drei Leute mit grossen Sammlungen.
RemBrand Posted April 9 Posted April 9 Also sagt mal, habt ihr Genlisea schon satt? Ich habe meine Reise mit dieser Gattung im Sommer 2025 begonnen und bin immer noch nicht gelangweilt. Die Sammlung wächst langsam, ich taste mich an die Vermehrung heran, und immer mehr blühen auf. Wunderschöne Blüten, tolle Arten – ihr habt recht, warum ist nicht jeder ein Fan!! Remco (AI translated text) 4
Andrew Posted April 9 Posted April 9 (edited) Genlisea-Pflanzen sind einfach etwas Besonderes! Über dem Substrat ist Genlisia oft schwer zu erkennen, aber sie sorgt für einen echten „Wow“-Effekt durch - "Jetzt siehst du mich nicht, jetzt siehst du mich doch!". Ich halte sie in Netz-Töpfen mit großen Löchern. Sie sind in Torf gepflanzt, und der Topf hängt in einer hohen Glasvase mit 11 cm Durchmesser. Die Vase ist mit Osmosewasser gefüllt, sodass der Topf zur Hälfte im Wasser steht. Ich halte die Vase im Dunkeln, indem ich sie mit sorgfältig zugeschnittener, dünner Teichfolie umwickle. Das „jetzt siehst du mich doch!“ tritt auf, wenn ich die Folie abnehme und die vielen weißen unterirdischen Blätter sichtbar werden. Thomas Carow hat mich darauf gebracht, und er hat die beste Auswahl an Arten – und wie immer in super Qualität. https://www.bestcarnivorousplants.net/index.php?node=cat&id=11-genlisea hat ebenfalls eine gute Auswahl, aber die Pflanzen werden sorgfältig in Papiertücher eingewickelt geliefert. Sie sind zwar etwas schwieriger zu etablieren, aber ich habe noch keine verloren. Genlisea lobata-x-flexuosa von Thomas Edited April 9 by Andrew forgot the URL! 1
RemBrand Posted April 9 Posted April 9 (edited) Ich habe maßgeschneiderte Töpfchen entworfen und 3D-gedruckt – ich werde mal ein paar Fotos davon heraussuchen. Was die Arten betrifft, habe ich jetzt 12. Das bedeutet also auch, dass ich noch etwa 20 vor mir habe! Hoffentlich bringt Thomas am Samstag welche mit, damit ich meine Sammlung erweitern kann Leider, ich habe gerade die Website / Liste von Thomas angeschaut und die Utricularia- und Genlisea-Arten, die dort aufgeführt sind, habe ich bereits. Wir suchen weiter Edited April 9 by RemBrand
Andrew Posted April 9 Posted April 9 (edited) Tut mir leid .. ich habe vergessen die andere Lieferant zu nennen.. https://www.bestcarnivorousplants.net/index.php?node=cat&id=11-genlisea Edited April 9 by Andrew korrektur 1
RemBrand Posted April 9 Posted April 9 Haha, zufällig heute nachgeschaut. Sie haben tatsächlich 8-9 Arten, die ich noch nicht habe, und das würde mich 557€ kosten. Das passt gerade nicht in mein Budget
Marcel B. Posted April 10 Posted April 10 Ich habs 2 mal versucht und beide Male sind sie eingegangen Und es war lediglich eine G. lobata x violacea
Mörtel Posted April 10 Posted April 10 Hallo zusammen, G. hispidula hat sich bei mir mittlerweile in ein paar Töpfen ausgesät. Nicht ganz so invasiv wie so manche Utricularia, aber doch ein Selbstläufer. Schade ist, dass die Blüten nur relativ kurz, also ein paar Tage, halten, z.B. im Vergleich mit so "Unkraut" wie manche Utricularia, z.B. sandersonii oder bisquamata. Dass man daher nicht sooo viel von den Pflanzen sieht, ist für mich da schon ein Grund nicht weiter in diese Gattung einzusteigen. Aber reizen würden mich gerade die tropischen, afrikanischen Arten und Lokalformen schon, sodass da sicher mal eine oder mehr dazukommen wird. Gruß, Marco
RemBrand Posted April 10 Posted April 10 Am 7/21/2023 um 7:13 PM schrieb Psychonaut: I would also be very happy to receive pictures. I've already ordered the book, but it's still taking a while. Any pictures of leaves and flowers would be appreciated. We have at least two or three people here with large collections. Ein bisschen spät, aber … da ich ein schlechtes Namensgedächtnis habe und etwas chaotisch bin, habe ich für meine Genlisea (und Utricularia) eine Website erstellt, auf der ich festhalten kann, welche Arten ich besitze. Ich versuche diese auch mit (100 % selbst aufgenommenen) Fotos der Blüten und Pflanzen selbst zu versehen. Mehr findest du auf: https://genlisea.rembrand.nl/
Andrew Posted April 10 Posted April 10 Das hilft dir jetzt zwar nicht weiter, aber… Wenn du Bücher von Redfern haben möchtest, bestellst du sie am besten bei Pemberly Books und lässt sie per Express versenden. FedEx erledigt dann die Zollabfertigung für dich, und du kannst die Zollgebühren über PayPal bezahlen. Das ist zwar nicht gerade günstig, aber wenn du am Montag früh bestellst und die Zollgebühren sofort bezahlst, kommen die Bücher normalerweise am Freitag an. 1
RemBrand Posted April 10 Posted April 10 In den Niederlanden ist das anders geregelt. Meine letzte Bestellung hatte ich aus Großbritannien bestellt, aber die Einfuhrabgaben kann ich einfach online über die App von PostNL bezahlen (mit iDEAL/Wero). Das letzte Buch, das ich gekauft habe, war die Monograph of the Genus Genlisea. Die kam aus Deutschland, erst nach 2 Monaten, aber trotzdem – stand schon länger auf meiner Wunschliste
pit Posted April 11 Posted April 11 Am 18.7.2023 um 16:22 schrieb Psychonaut: Hallo liebes Forum Eine vielleicht etwas banale Frage, die mich aber trotzdem beschäftigt: Warum finden Genlisea so wenig Beachtung? Klar, es sind nicht die spektakulärsten Pflanzen. Aber das sind Utricularia und die meisten Pings ja auch nicht, und trotzdem findet man einiges zu denen. Zu Genlisea finde ich kaum Infos. Habe mir mal den Monographen bestellt (den gibt es ja im Gegensatz zu Utricularia), aber auch in den meisten Büchern wird Genlisea nur nebenbei kurz erwähnt, wohingegen Pings und Utricularia relativ ausführlich diskutiert werden. Super, dass es hier im Forum ein Unterforum dazu gibt! Aber auch da gibt es deutlich die wenigsten Posts. Auch in Kultur sind Genlisea nur selten zu finden, auch im Gegensatz zu anderen eher unauffälligen karnivoren Pflanzen. Was denkt ihr, was sind die Gründe dafür? Also Pings finde ich mit die interessantesten und spektakulärsten Fleischies überhaupt!
Tobias Kulig Posted April 12 Posted April 12 (edited) Hallo zusammen, da ich immer mehr in die Kultur der Genlisea eintauche, mal ein paar Daten, die ich in meiner inzwischen angelegten Datenbank zusammengefasst habe. Was ich hier noch nicht gelesen habe und was man auch nicht vergessen darf, ist, daß es ein- u. mehrjährige Arten gibt. Und zusätzlich gibt es warme Arten aus Afrika und eine Handvoll kühle Arten aus Südamerika. Wenn man z.B. aus Unkenntnis eine einjährige Art gekauft hat und diese dann eingeht, liegts oft nicht an falscher Kultur, sondern am normalen Rythmus der Art. Hier ist man letztendlich zwingend auf Blüten und Samen angewiesen, sonst wars das. Und was ich ebenfalls für erwähnenswert halte, was ausschließlich die Kultur betrifft, ist folgender Punkt: Die Grenze zwischen ein- u. mehrjährigen Arten verschwimmt oft! Viele Einjährige können bei gleichbleibenden nassen Bedingungen im Terrarium mehrere Jahre alt werden (weil sie eben nur am Standort austrocknen) und eigentlich Mehrjährige bei Kulturfehlern wie Einjährige reagieren und nur über Samen überleben. Das ist ein wichtiger Faktor! Hier mal meine Liste der einjährigen Arten (ich hoffe, ich hab keine vergessen): G. africana G. angolensis G. barthlottii G. filiformis G. glabra G. lobata (am Standort meist einjährig) G. pallida G. stapfii G. taylorii Hier mal die mehrjährigen Arten: G. aurea G. exhibitionista G. flexuosa G. glandulosissima G. guianensis G. hispidula G. lutzii G. margaretae G. metallica G. nebulicola G. nigrocaulis G. oligophylla G. oxycentron G. pulchella G. pygmaea G. repens G. roraimensis G. sanariapoana G. subglabra G. tuberosa (bildet Speicherknollen) G. uncinata G. violacea Dann wiederum gibt es Arten, die echte Hochlandbedingungen brauchen. Eine ganze Reihe davon kommt zwar gut mit Zimmertemperaturen klar, aber es gibt welche, die für gesundes Wachstum dringend eine Nachtabsenkung brauchen. Ansonsten kümmern sie vor sich hin. Hierzu zählen: G. roraimensis G. uncinata G. glabra G. aurea Mein persönliches Fazit: Ich finde Genlisea sehr ansprechend und baue langsam wieder eine Sammlung auf. Zwar nicht gezielt, aber ganz langsam steigt die Anzahl meiner Arten. Mein Fokus liegt hier bei den Südamerikanern. Aber ich nehme sie so, wie sie mir in die Hände fallen. Man muß aber ganz klar sagen, daß es oft nicht reicht, sie nur in den hohen Anstau zu stellen und ihnen dann beim Wachsen zuzuschauen. Manchmal kanns durchaus tricky sein und das macht bei mir den Reiz aus. "Einfach" kann jeder..... Auch hier gilt: Bevor man eine Art bestellt, erstmal die Anforderungen checken! Gruß Tobias Edited April 14 by Tobias Kulig 5 1
RemBrand Posted April 12 Posted April 12 Danke Tobias! Ich habe letzten Sommer angefangen und habe inzwischen folgende Arten gesammelt: Genlisea africana (Kapiri Mposhi, Sambia) Genlisea aurea (Itacambira, Brasilien) Genlisea exhibitionista Genlisea flexuosa (Itacambira, Brasilien) Genlisea glandulosissima Genlisea hispidula (Transvaal, Südafrika & Mkambati, Südafrika) Genlisea lobata Genlisea lobata x violacea Genlisea margaretae (Chitembo, Bié, Angola) Genlisea repens Genlisea subglabra Genlisea violacea (Serra do Caraça, Minas Gerais, Brasilien) Falls jemand Interesse am Tauschen hat – am liebsten gegen Arten, die ich noch nicht habe –, darf man mir gerne eine Nachricht schicken. Ich wohne in den Niederlanden und kann per Post verschicken, oder wir tauschen in Leiden, falls du dieses Jahr zur ICPS kommst. Von vielen Arten habe ich noch keine Stecklinge, aber ich kann sie gegebenenfalls je nach Nachfrage anziehen. Falls es Züchtern gefällt, kann ich auch ein eigenes Thema mit ein paar Fotos erstellen, wie ich sie kultiviere. Auch schön zu sehen, wie ihr das angeht! PS: Private Nachrichten bitte möglichst auf Englisch – falls das schwierig ist, lasse ich alles durch eine AI übersetzen. 2
Tobias Kulig Posted April 13 Posted April 13 vor 19 Stunden schrieb RemBrand: Falls es Züchtern gefällt, kann ich auch ein eigenes Thema mit ein paar Fotos erstellen, wie ich sie kultiviere. Ja klar, unbedingt! Ich sehe ein paar Einjährige auf Deiner Liste. Hast Du schon Erfahrungen, ob man sie durchkultivieren kann? Grüße Tobias
RemBrand Posted April 13 Posted April 13 Ja, mehrere aus deiner Einjährigen-Liste habe ich schon Erfolg mit Blattstecklingen. Außerdem sieht man, dass in den Mutterpflanztöpfen auch hier und da kleine Pflänzchen auftauchen. Die einzige, die bei Blattstecklingen wirklich schwierig bleibt, ist G. aurea.
Carsten Paul Posted April 14 Posted April 14 Ich wollte mich ja eigentlich nicht zum Thema äußern, tue es jetzt aber dennoch: Worauf beruht denn die Einteilung in Einjährig und Mehrjährig in deiner Liste Tobias? G. glandulosissima und G. exhibitionista kultiviere ich jetzt schon das 3. Jahr in Folge durch, ohne das da jemals eine Pflanze eingegangen wäre oder ich sie hätte neu aussähen bzw über Stecklinge hätte vermehren müssen... Warum die Gattung im allgemeinen eher wenig verbreitet in Kultur ist kann ich mir auch nur dadurch erklären, das die Pflanzen selbst ohne Blüten absolut unscheinbar aussehen, ich finde da aber mittlerweile doch immer mehr Gefallen dran. Ich hoffe da in diesem Jahr auch noch die ein oder andere weitere Art in die Sammlung aufnehmen zu können. Spätestens wenn Kamil im Mai wirklich wieder seinen Shop öffnet wird es teuer werden
Tobias Kulig Posted April 14 Posted April 14 (edited) vor 8 Stunden schrieb Carsten Paul: Worauf beruht denn die Einteilung in Einjährig und Mehrjährig in deiner Liste Tobias? Hallo Carsten, ich fand damals diese Liste schon fertig. Und ich schließe auch gar nicht aus, daß die eine oder andere Art da evtl. falsch eingruppiert wurde. Kontrolliert habe ich diese nämlich nicht. Ich werde das aber angand Deiner Aussage noch nachholen und es gegebenenfalls abändern. Auf jedenfall vielen Dank für den Hinweis Deiner beiden genannten Arten! Edit: Ich hab jetzt alle einjährigen durch und es betraf offensichtlich nur Deine 2 genannten Arten. Aber die meisten Einjährigen können bei konstant gleichbleibenden Bedingungen tatsächlich mehrjährig sein, da sie nur am Naturstandort einjährig sind, weil dieser eben saisonal austrocknet. Gruß Tobias Edited April 14 by Tobias Kulig 1
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