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Utricularia Fragen


Jürgen_L

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Hallo in die Runde,
ich bin neu hier im Forum - daher bitte "Gnade walten lassen ^^".

Seit Kindheitstagen habe ich die Faszination an den besonderen Pflanzen entdeckt und seit ein paar Monaten für mich wiederentdeckt.
Mit YouTube-Anleitung von Green Jaws / Stefan Krämer und weiteren Inspirationen habe ich mir kürzlich ein neues, kleines Indoor-Biotop erstellt.

Kann mir jemand möglichst verlässliche Tipps zur Kultivierung von "Utricularia amethystina" geben?
Eher trocken oder doch nass - oder sonst was?

Wie gesagt teste ich momentan, was in meiner Schale möglich ist - freue mich allerdings über jede Expertenmeinungen. 🙂
Jürgen




 

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Hallo Jürgen, 

 

ich kann dir leider keine verlässlichen Kulturtipps geben, aber ich kann dir sagen wie ich meine halte. 

 

Meine Pflanze steht in einem ca. 10er Topf in meinem Hochland Terrarium.

Substrat; relativ hoher Quarzsandanteil und ein bisschen Torf

Bewässerung: 1-4cm im Anstau

12 h Beleuchtung mit LED Leiste 

Luftfeuchtigkeit, relativ hoch (Hochland Zelt) 

Temperatur zwischen 20-27°C

 

Ich kann dir gerne die nächsten Tage ein Bild von der Pflanze machen. Falls ichs vergesse, erinnere mich gerne daran. 

 

 

Allerdings denke ich dass die auch gut auf dem Fensterbrett wächst. Nur weil ich meine ins Hochland Zelt gestellt habe, heißt das nicht dass du so eins benötigst 😉

 

Ich würde empfehlen lieber etwas feuchter, aber nicht die Pflanze unter Wasser stellen. 

Und ein Sandiges Substrat erscheint eine gute Wahl zu sein. 

Und ein zu kleiner Topf hindert die Pflanze am ausbilden von schönen Blättern. 

 

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Helfen. 

 

LG Lukas

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Hallo Jürgen,


ich denke du wirst hier einige verschiedene  Erklärungen bekommen 😉

 

Hier mal meine Erfahrung:


Ich halte meine im 7er Topf, mit Weißtorf-Perlit Gemisch (ca. halb/halb) und "etwas mehr" Sand als bei anderen Karnis üblig.

 

Im Sommer stehen sie draußen im Halbschatten (morgen- oder Abendsonne), stets im Anstau.

Ich habe auch welche in der Wohnung gehalten. Drinnen bei Zimmertemperatur und Halbschatten (bestenfalls keine Mittagssonne/Hitze) war bei mir für das Wachstum auch  förderlich. Auch drinnen leichter Anstau im Topf.

Im Winter halte ich sie bei Zimmertemperatur drinnen (bei mir ca. 19-21 °C) auf Ost- oder Südseite.

 

Beim Anstau bzw. der nassen Haltung Indoor sollte man aber auch die Luftfeuchte in den Räumen im Auge behalten (abhängig der Wohnung/des Hauses). Destilliertes Wasser oder Osmose-Wasser ist da besser geeignet, da die Verschleppung von Algen oder sonstigem Beifang aus Regenbehältern von draußen aus bleibt bzw. minimiert wird.

 

Ich hatte sie vergleichsweise auch mal wärmer und mit Kunstlicht im Winter durchkultiviert:

 

     Ergebnis:

     Mit etwas ,,kühleren" Temperaturen um die 19 Grad Celsius und ,,normalem" Wintertageslicht (Ostseite)  habe ich diesen Sommer wesentlich mehr Blüten bekommen als bei    

     solchen, die durchgängig warm und hell mit Kunstlicht im Winter gehalten wurden.

     Ist aber nur ein Versuch gewesen und somit nicht wirklich repräsentativ. Letztendlich können da viele andere Faktoren reinspielen. Gerade bei Utricularia weiß man nie ob die Pflanze

    noch die selbige ist wie vor einigen Monaten zuvor 😉

 

Fakt ist:

Warm durchkultivieren macht überhaupt keine Probleme im Winter, auch mit Zusatzbeleuchtung. Kunstlicht hält die Pflanzen gut am Wachsen und kann die rötliche Färbung der Blätter fördern.

Bei normalem Wintertageslicht reicht eine eher feuchte als nasse Haltung (Schimmelgefahr insbesondere bei Zimmertemperatur oder kühlerer Haltung).


Wie es mit der Blütenbildung dann aussieht muss man halt mal schauen. Vllt. gibt es ja noch andere Erfahrungsberichte.

Edited by Jul87
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Hallo Lukas, hallo Jule87,

wow, herzlichen Dank für eure ausführliche und fundierte Antwort! Ich hatte nicht damit gerechtnet, dass so schnell und fachmännisch Rat gegeben wird.

Okay, dann liege ich mit dem Anlegen und Pflege meines kleinen Paludariums bisher nicht all zu falsch. Da der Wasserstand in dem Gefäß durch Verdunstung und Nachfüllen doch recht unterschiedlich ist (jedoch nie überflutend), hatte ich erst etwas bedenken, dass ich meine Utricularia eventuell doch ertränke - aber nach euren Aussagen sollte meine Pflege doch im Tolleranzbereich sein.

Ich werde anhand eurer Ratschläge nun etwas testen und das Ganze im Auge behalten.
Nochmals vielen Dank in die Runde 👋😃

LG Jürgen

vor 18 Stunden schrieb Jul87:

Hallo Jürgen,


ich denke du wirst hier einige verschiedene  Erklärungen bekommen 😉

 

Hier mal meine Erfahrung:


Ich halte meine im 7er Topf, mit Weißtorf-Perlit Gemisch (ca. halb/halb) und "etwas mehr" Sand als bei anderen Karnis üblig.

 

Im Sommer stehen sie draußen im Halbschatten (morgen- oder Abendsonne), stets im Anstau.

Ich habe auch welche in der Wohnung gehalten. Drinnen bei Zimmertemperatur und Halbschatten (bestenfalls keine Mittagssonne/Hitze) war bei mir für das Wachstum auch  förderlich. Auch drinnen leichter Anstau im Topf.

Im Winter halte ich sie bei Zimmertemperatur drinnen (bei mir ca. 19-21 °C) auf Ost- oder Südseite.

 

Beim Anstau bzw. der nassen Haltung Indoor sollte man aber auch die Luftfeuchte in den Räumen im Auge behalten (abhängig der Wohnung/des Hauses). Destilliertes Wasser oder Osmose-Wasser ist da besser geeignet, da die Verschleppung von Algen oder sonstigem Beifang aus Regenbehältern von draußen aus bleibt bzw. minimiert wird.

 

Ich hatte sie vergleichsweise auch mal wärmer und mit Kunstlicht im Winter durchkultiviert:

 

     Ergebnis:

     Mit etwas ,,kühleren" Temperaturen um die 19 Grad Celsius und ,,normalem" Wintertageslicht (Ostseite)  habe ich diesen Sommer wesentlich mehr Blüten bekommen als bei    

     solchen, die durchgängig warm und hell mit Kunstlicht im Winter gehalten wurden.

     Ist aber nur ein Versuch gewesen und somit nicht wirklich repräsentativ. Letztendlich können da viele andere Faktoren reinspielen. Gerade bei Utricularia weiß man nie ob die Pflanze

    noch die selbige ist wie vor einigen Monaten zuvor 😉

 

Fakt ist:

Warm durchkultivieren macht überhaupt keine Probleme im Winter, auch mit Zusatzbeleuchtung. Kunstlicht hält die Pflanzen gut am Wachsen und kann die rötliche Färbung der Blätter fördern.

Bei normalem Wintertageslicht reicht eine eher feuchte als nasse Haltung (Schimmelgefahr insbesondere bei Zimmertemperatur oder kühlerer Haltung).


Wie es mit der Blütenbildung dann aussieht muss man halt mal schauen. Vllt. gibt es ja noch andere Erfahrungsberichte.

 

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Am 8.8.2023 um 22:07 schrieb Lukas-:

Hallo Jürgen, 

 

ich kann dir leider keine verlässlichen Kulturtipps geben, aber ich kann dir sagen wie ich meine halte. 

 

Meine Pflanze steht in einem ca. 10er Topf in meinem Hochland Terrarium.

Substrat; relativ hoher Quarzsandanteil und ein bisschen Torf

Bewässerung: 1-4cm im Anstau

12 h Beleuchtung mit LED Leiste 

Luftfeuchtigkeit, relativ hoch (Hochland Zelt) 

Temperatur zwischen 20-27°C

 

Ich kann dir gerne die nächsten Tage ein Bild von der Pflanze machen. Falls ichs vergesse, erinnere mich gerne daran. 

 

 

Allerdings denke ich dass die auch gut auf dem Fensterbrett wächst. Nur weil ich meine ins Hochland Zelt gestellt habe, heißt das nicht dass du so eins benötigst 😉

 

Ich würde empfehlen lieber etwas feuchter, aber nicht die Pflanze unter Wasser stellen. 

Und ein Sandiges Substrat erscheint eine gute Wahl zu sein. 

Und ein zu kleiner Topf hindert die Pflanze am ausbilden von schönen Blättern. 

 

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Helfen. 

 

LG Lukas

Hallo Lukas,

nochmals vielen Dank für deine Einblick und Erfahrung zur Kultur der Pflanze!

Falls es dir keine Umstände bereitet, würde ich mich sehr freuen von dir ein paar Fotos zu sehen.
Wie gesagt bin ich noch blutiger Anfänger von Utricularias, allerdings faszinieren mich diese gerade besonders und ich möchte so viel wie möglich über deren Kultur erfahren.
Im Internet bin ich bisher noch nicht so ganz fündig geworden - daher wären Erfahrungen aus erster Hand sehr hilfreich.

LG Jürgen

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