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D. hirticalyx - Die Königin der Hochländer


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Hallo zusammen,

wenn man an südamerikanische Hochland-Drosera denkt, fällt einem immer automatisch D. hirticalyx ein. Ich bezeichne diese Art deshalb auch als Königin der Hochland-Drosera. Die hier gezeigten Pflanzen stammen vom Cerro Marahuaca. Da ich im GH nicht beleuchte, sind sie noch etwas grünlich. Dies wird sich aber mit zunehmender Photoperiode wieder ändern. 

 

Das Schöne an dieser Art ist, daß man sie immer irgendwo herkriegt, sind also nicht ganz so selten. Dies liegt unter anderem daran, daß man sie invitro extrem leicht nachziehen kann. Im Glas benötigen sie nicht mal eine Nachtabsenkung. Dies ändert sich aber, sobald man sie exvitro genommen hat.

 

Wobei wir beim einzigen Knackpunkt wären: Die Nachtabsenkung! Diese sollte bei D. hirticalyx unbedingt eingehalten werden, um ein gesundes Wachstum zu erzielen. Dies ist entweder mit der typischen Kellerkultur unter Kunstlicht gegeben oder aber auch bei ganzjähriger GH Kultur, die ich schon mehrere Jahre erfolgreich praktiziere. 

Komischerweise machen Hitzewellen im Sommer der Art recht wenig aus. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß die Pflanzen bei längeren Hitzeperioden (bei mir auch mal 38 Grad) auch mal nen Wachstumsstop einlegen. 

Ansonsten ist die Art recht unkompliziert. Hier mal meine Bedingungen:

 

Substrat: Bestes Wachstum erziele ich mit gehacktem, totem Sphagnum/Sand 1:1 und einer Spur Torf

Temperatur: 20-25 Grad tagsüber und 15-20 Grad nachts (im GH entsprechend die gegebenen Temperaturen)

Licht: So hell wie möglich

Bewässerung: nur feucht, nicht klatschnass! Zumindest im Sphagnumgemisch! Wobei ich gerade Tests mit höherem Anstau mache. Bei meinen 10cm Töpfen mache ich erst 5-10mm Anstau, dann lasse ich es abtrocknen und danach bleibt die Euroschale erstmal 2-3 Tage leer. Das Sphagnum bleibt nämlich lange feucht.

 

Wenn man also eine gewisse Nachtabsenkung einhalten kann, sollte diese Art keine Problem machen. 

 

Gruß

Tobias

 

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Wolfgang Liere
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Ok, ich habe die anscheinend stumpf für ca. 10 Jahre nicht für eine Königin (und schon gar nicht des Hochlandes) gehalten, die stand in meinem Standardregal im Wohnzimmer ohne nennenswerte Nachtabsenkung und hat die ganzen Jahre durchgehalten. 

 

Wieder was gelernt, irgendwann in 10 Jahren kann ich Klebkram. 🤣

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vor 11 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Ok, ich habe die anscheinend stumpf für ca. 10 Jahre nicht für eine Königin (und schon gar nicht des Hochlandes) gehalten, die stand in meinem Standardregal im Wohnzimmer ohne nennenswerte Nachtabsenkung und hat die ganzen Jahre durchgehalten. 

Das ist doch super, wenn das bei Dir geklappt hat, Wolfgang! Du wirst wohl auch keine heißen Temperaturen im Wohnzimmer gehabt haben. 

 

vor 11 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Wieder was gelernt, irgendwann in 10 Jahren kann ich Klebkram. 🤣

Ich glaube nicht, daß Du über Drosera noch irgendwas lernen mußt! Und von mir schon gleich gar nicht! Ich bin schließlich nicht der Drosera-Oberguru! Da gibts durchaus andere Kaliber. Ich schreibe hier nur meine eigenen Erfahrungen nieder. 

Edited by Tobias Kulig
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Wolfgang Liere
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Moin Tobias,

 

ich habe hier die letzten Tage schon mal meine Bude licht- und temperaturtechnisch für meinen 'gaaaaanz evt.' Wiedereinstieg abgecheckt, 😁

Heiß im Sommer mit kräftiger Nachabsenkung bekomme ich im DG an den Veluxfenstern hin, das DG steht leer und ist im Winter nur auf frostfrei. Damit sollten die winterwachsenden Drosera auch abgefrühstückt sein, dito die Knollen (die standen damals schon da oben). Kann auch wahlweise im einen Zimmer die Heizung im Winter etwas andrehen und im andren aus lassen.

Für die Petiolaris habe ich noch ein altes Terrarium mit Heizmatte und automatischer Temperaturregelung, dürfte also auch klappen.

Die Queensland-Zicken könnten in ein großes Glasgefäß kommen, da waren die damals schon drin. Da fehlt mir derzeit allerdings ein freies Fenster, notfalls bisschen Kunstlicht.

Vielleicht mache ich mir im DG mal ein reines Pflanzenzimmer fertig, da habe ich vier Räume + Flur und Dachterrasse frei.

Und für die richtig heftigen Arten aus Südamerika (Hochland, Tepuis) kann ich noch einen sehr feuchten Keller bieten, das ganze Jahr über immer kühl, da muss dann halt ordentlich Licht drauf. Durchlüftung über zwei offene Lichtschächte vorhanden, notfalls noch ein Rohrlüfter von Maico rein. Ich erinnere mich da an Daniel O., der hatte richtig geile Heikelchen.

Draußen ist eh kein Problem bei über 8.200 qm Grundstück, da wäre der ganze winterharte Kram, capensis, binata usw. hin. 🤣

 

Grüße aus dem verregneten Lemwerder

Wolfgang

Edited by Wolfgang Liere
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vor 5 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

ich habe hier die letzten Tage schon mal meine Bude licht- und temperaturtechnisch für meinen 'gaaaaanz evt.' Wiedereinstieg abgecheckt, 😁

Wie geil hört sich das denn an! Prima, nur dieses 'gaaaaaanz evt.' muß noch weg! Aber das kriegen wir auch noch hin 😁.

 

vor 8 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Heiß im Sommer mit kräftiger Nachabsenkung bekomme ich im DG an den Veluxfenstern hin, das DG steht leer und ist im Winter nur auf frostfrei. 

Das hört sich nach großartigen Möglichkeiten an. 

 

vor 11 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Damit sollten die winterwachsenden Drosera auch abgefrühstückt sein, dito die Knollen (die standen damals schon da oben). Kann auch wahlweise im einen Zimmer die Heizung im Winter etwas andrehen und im andren aus lassen.

Für die Petiolaris habe ich noch ein altes Terrarium mit Heizmatte und automatischer Temperaturregelung, dürfte also auch klappen.

Die Queensland-Zicken könnten in ein großes Glasgefäß kommen, da waren die damals schon drin. Da fehlt mir derzeit allerdings ein freies Fenster, notfalls bisschen Kunstlicht.

Vielleicht mache ich mir im DG mal ein reines Pflanzenzimmer fertig, da habe ich vier Räume + Flur und Dachterrasse frei.

Und für die richtig heftigen Arten aus Südamerika (Hochland, Tepuis) kann ich noch einen sehr feuchten Keller bieten, das ganze Jahr über immer kühl, da muss dann halt ordentlich Licht drauf. Durchlüftung über zwei offene Lichtschächte vorhanden, notfalls noch ein Rohrlüfter von Maico rein.

Dann gehst Du aber gleich in die Vollen, alle Achtung. Aber das ist gut so: Alles oder nix......

 

vor 14 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Ich erinnere mich da an Daniel O., der hatte richtig geile Heikelchen.

Oh ja, allerdings! 

 

vor 15 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Draußen ist eh kein Problem bei über 8.200 qm Grundstück,

Ich dachte, es geht um Pflanzen und nicht um Pferde! 🤣🤣🤣

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Endlich geht es mal um meine Lieblinge 😅

Ich kann hier natürlich nur meine Erfahrungen mit teilen. 

 

Zuallererst habe ich verschiedene Substrate getestet.

 

Zum einen ganze Sphaghnumfasern (mit und ohne Sand), Sphaghnum mit mal mehr und mal weniger Torf und Sand und natürlich das typische Sand-Torf gemisch (1:1).

Die besten Ergebnisse habe ich im reinen Sphaghnum und im Sphaghnum-Sandgemisch.

 

Alles was mit Torf zusammengestellt ist oder war, wächst nur minimal und wirkt verkümmert. Diese werde ich jetzt umtopfen.

 

Ich bewässere die Pflanzen so, dass ich bis auf 2cm Anstau auffülle, abtrocknen lasse und nach ein bis zwei Tagen Fülle ich wieder auf 2cm auf.

 

Außerdem ist gerade Blütezeit, da ist das Wachstum natürlich etwas reduziert aber dafür kann ich demnächst die unterschiedlichen Standorte miteinander kreuzen 🙂

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Gruß Niclas 

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vor 10 Minuten schrieb Niclas99:

Endlich geht es mal um meine Lieblinge 😅

Ich kann hier natürlich nur meine Erfahrungen mit teilen. 

 

Zuallererst habe ich verschiedene Substrate getestet.

 

Zum einen ganze Sphaghnumfasern (mit und ohne Sand), Sphaghnum mit mal mehr und mal weniger Torf und Sand und natürlich das typische Sand-Torf gemisch (1:1).

Die besten Ergebnisse habe ich im reinen Sphaghnum und im Sphaghnum-Sandgemisch.

 

Alles was mit Torf zusammengestellt ist oder war, wächst nur minimal und wirkt verkümmert. Diese werde ich jetzt umtopfen.

 

Ich bewässere die Pflanzen so, dass ich bis auf 2cm Anstau auffülle, abtrocknen lasse und nach ein bis zwei Tagen Fülle ich wieder auf 2cm auf.

 

Außerdem ist gerade Blütezeit, da ist das Wachstum natürlich etwas reduziert aber dafür kann ich demnächst die unterschiedlichen Standorte miteinander kreuzen 🙂

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Gruß Niclas 

Absolut klasse! Kannst Du was über Deine Temperaturen und den Kulturort sagen? Würd mich sehr interessieren.

Wolfgang Liere
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Niclas, mit welchen Drosera machst du das mit deiner Substratmischung? Ich gehe von totem Sphagnum aus, richtig? Welche Sphagnum-Sand Mischung?

Wie lange stehen die schon darin?

Fragen über Fragen, dazu noch die von Tobias, sorry, aber die Mischung kenne ich so noch gar nicht.

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vor 3 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

aber die Mischung kenne ich so noch gar nicht.

Wolfgang, dieses totes Sphagnum/Sandgemisch habe ich ja ganz oben auch bereits erwähnt. Ich mache das noch bei einigen anderen Südamerikanern! D. spiralis, grantsaui, chrysolepis und noch einige andere gehen darin richtig ab! Funktioniert bei diesen Arten besser als das Sand/Torfgemisch. Und ich mach das schon ein paar Jahre so. 

Aber ich muß auch ganz klar sagen, daß es ein paar wenige überhaupt nicht mögen. Da bleibt man besser beim Sand/Torfgemisch.

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vor 39 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Kannst Du was über Deine Temperaturen und den Kulturort sagen? Würd mich sehr interessieren

Die Pflanzen stehen, wie alle meine subtropischen/tropischen Drosera im "Wintergarten" (eigentlich nur ein Unbeheizter Raum vor der Terrasse) unter Kunstlicht, in diesem Fall eine Aquarium-LED. 

Temperaturen über dem Winter waren zwischen 8 und 17°C, je nach Außentemperatur und Sonneneinstrahlung, im Sommer werden es wohl wieder 20-30°.

 

vor 34 Minuten schrieb Wolfgang Liere:

Niclas, mit welchen Drosera machst du das mit deiner Substratmischung

Ja totes Sphagnum-Moos, allerdings nur etwas grob gerupft, nicht gehäxelt und dann je nach Bedarf mit etwas Sand angereichert.  2:1 - 1:1 

Also nichts besonderes. 

 

Da stehen eigentlich nur die D.hirticalyx drin. Ich probiere es auch mit D. camporupestris, aber dazu kann ich noch nicht viel sagen.

 

Die Pflanzen stehen da jetzt erst seit 4 Monaten drin, hat aber gereicht um mir zu zeigen, dass die kein Torf mögen. (Jedenfalls bei mir).

 

Gruß Niclas 

Edited by Niclas99
  • Danke 1
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vor 4 Minuten schrieb Niclas99:

Ich probiere es auch mit D. camporupestris, aber dazu kann ich noch nicht viel sagen.

Funktioniert ausgezeichnet. Mach ich bei denen auch.

  • Danke 1
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Achso @Wolfgang Liere bitte halte uns mit deinen "gaaaaaanz evtl. " Projekten auf dem Laufenden! Das klingt alles sehr vielversprechend. 

 

Und spätestens für Wien kannst du dir schonmal ein Transporter mieten, für die ganzen Pflanzen. 

 

Gruß Niclas 

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Guten Morgen,

 

nur für mich als Drosera-Laie: So rein von den Kulturbedingungen ist das doch eine Heliamphora, oder? 😛 Wenn ich also zu viel Platz im Terrarium habe...

 

Liebe Grüße

Marco

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vor 20 Minuten schrieb Marco Ebert:

nur für mich als Drosera-Laie: So rein von den Kulturbedingungen ist das doch eine Heliamphora, oder? 😛 Wenn ich also zu viel Platz im Terrarium habe...

Ja, da dürfte eigentlich alles passen! Und soviel Platz brauchen die hirticalyx gar nicht. Ein schönes 3er Grüppchen im vorderen Bereich sind durchaus eine optische Bereicherung...

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Na wenn das so ist und du ganz zufällig ein kleines Töpfchen der Queen übrig hast, darfst du mir gerne zum nächsten Stammtisch eine mitbringen!

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vor 52 Minuten schrieb Marco Ebert:

Na wenn das so ist und du ganz zufällig ein kleines Töpfchen der Queen übrig hast, darfst du mir gerne zum nächsten Stammtisch eine mitbringen!

Klar. Eine Pflanze oder ein 3er Grüppchen? Ich pikiere dann heute noch ein Töpfchen und brings Dir zum Stammtisch am 02. März mit.

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Gerade eben schrieb Tobias Kulig:

3er Grüppchen


Lieber so, bisschen Schwund ist immer.

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Gerade eben schrieb Marco Ebert:


Lieber so, bisschen Schwund ist immer.

Sollte in einem Heli-Terra eigentlich nicht passieren. Ich pikier Dir die drei dann noch heute Abend, dann können sie noch ein bißchen anwachsen. Ich setze sie in das oben genannte Sphagnumgemisch.

  • 1 month later...
Tobias Kulig
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Hallo,

hier mal ein kurzer Schnappschuß von einer meiner Standortvarianten, die mir besonders gefallen. Diese hier sind vom 'Cerro Marahuaca'. 

Was mir bei den D. hirticalyx im GH gelegentlich auffällt, daß manche Pflanzen im gleichen Topf kräftiger sind als andere. An was das liegt, weiß ich nicht. Hier z.B. das Pflänzchen hinten links. Die ist etwas kleiner und die Klebetropfen eher spärlich. Sind hier die Wurzeln noch nicht weit genug unten? 

 

Gruß

Tobias

 

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  • 4 weeks later...
Tobias Kulig
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Hallo zusammen,

aufgrund der etwas kühleren Witterung momentan zeigen sich die D. hirticalyx im GH natürlich von ihrer schönsten Seite. Ein gesunder Mix aus tagsüber wärmeren Temperaturen mit etwas Sonne und einer anschließend guten nächtlichen Absenkung tut ihnen sichtlich gut. 

 

Da ich mehrere Töpfe mit dieser Art besitze, werde ich zwei oder drei diesen Sommer ins Freie stellen. Ich gehe eigentlich schon davon aus, daß sie dort optimal gedeihen werden. 

Inzwischen gehe ich sogar davon aus, daß einige Arten, die wir eigentlich nur als Terrariumpflanzen kennen, im Freien besser aufgehoben sind. Zumindest im Sommer bzw. ab dem zeitigen Frühjahr bis in den Herbst....

 

Gruß

Tobias

 

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  • 9 months later...
Tobias Kulig
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Hallo,

auch hier mal ein kleines Update von einer meiner Favoriten: Drosera hirticalyx. In den ersten Monaten des neuen Jahres stehen sie in bestem Saft und bilden erste Blütenstände.

 

Aber heute mittag muß ich hier dringend mal ran, da massig Wurzeln unten am Topfboden rauswachsen. Ich habe da eine bestimmte Technik, ohne die Wurzeln großartig zu stören. D. hirticalyx ist zwar wurzelunempfindlich, aber wenn ich es minimieren kann, wende ich entsprechend meine Technik an. 

 

Ich habe von dieser Art relativ viele Töpfe mit zweierlei Standorten im GH: "Cerro Marahuaca" und "Mt. Roraima". Aber jetzt zeige ich nur mal diese drei, da alle ungefähr gleich aussehen. Mich nerven zur Zeit die Sporenkapseln, die man vor allem auf dem dritten Bild sieht. Ich rupfe sie halt immer entsprechend aus, was ganz gut geht. Wenn ich die Wurzeln wieder in den Pötten versenkt habe, werde ich noch die Substratoberfläche misten. Evtl. zeige ich dann später die fertigen Töpfe.

 

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  • 1 month later...
Tobias Kulig
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Hallo,

die Ausfärbung von den D. hirticalyx vom Cerro Marahuaca möchte ich Euch nicht vorenthalten. Natürlich werden sie hier leider nicht original wiedergegeben. Die Farben präsentieren sich jedenfalls in leuchtenden Rot- u. Orangetönen. Ich denke, man kann es trotzdem gut erkennen. Alle blühfähigen, adulten Pflanzen bilden aktuell auch Blütenstände, bei denen man für eine Bestäubung nicht nachhelfen muß und diese auch so üppig Samen hergeben. 

Die täglichen Temperaturen von maximal etwa 34 Grad stört die Pflanzen nicht, da sie ihre nächtliche Abkühlung bekommen. 

 

Zur Zeit sieht man auch die Wuchsunterschiede zu meinen Pflanzen vom Mt. Roraima ganz gut. Diese wachsen wesentlich flacher und färben sich auch etwas anders aus. Ich werde demnächst mal Vergleichsbilder hier einstellen. Jedenfalls sind für mich beide Standortformen eine wahre Augenweide. Ich hätte gerne noch andere Standortformen, aber aktuell gibts, glaube ich, nur diese zwei...

 

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  • 3 weeks later...
Tobias Kulig
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So, hier mal der direkte Vergleich meiner zwei Standortvarianten:

Links: Mt. Roraima

Rechts: Cerro Marahuaca

 

Die Pflanzen vom Mt. roraima wachsen wesentlich flacher, sind dafür etwas breiter. Die Pflanzen vom Cerro Marahuaca hingegen wachsen schnell in die Höhe, bleiben aber vom Durchmesser etwas schlanker. Ich hoffe, man kann es sehen.

Von den Kulturbedingungen wird es wohl keine nennenswerte Unterschiede geben, da sie bei mir im GH ganzjährig gleich kultiviert werden. Beide Varianten sind sehr blühfreudig, brauchen nicht manuell bestäubt werden und setzen auch so massig Samen an. 

Bei mir im GH zählt D. hirticalyx zu einer einfach zu kultivierenden Art, die sehr dankbar ist, wenn die Bedingungen stimmen. 

 

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  • 4 months later...
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Hallo zusammen,

ich finde es immer wieder erstaunlich, wie hitzetolerant diese Art ist. Selbst die sehr heiße Sommerphase, in der ich im GH um die 40 Grad hatte, hat die Pflanzen nicht interessiert! Sie waren immer kräftig und hatten massig Klebetropfen. Das heißt, die Klebetropfen sind nicht der Luftfeuchte zu schulden, sondern vielmehr dem Lichtangebot. Denn bei mir sinkt die Luftfeuchte an einem Hitzetag schon unter 30%.

Die Bewässerung scheint aber auch eine indirekte Rolle zu spielen. Das Substrat besteht aus einem toten Sphagnummix und der Wasserstand ist max. 1-2cm hoch. Und ich fülle erst nach, wenn das Wasser weg ist. Die Pflanzen stehen praktisch immer gleichmäßig feucht. 

Ich finde es schade, daß es nur die zwei oben genannten Standorte in Kultur gibt. Andere sind mir nicht bekannt. Bei D. hirticalyx würde ich gerne sammeln. Aber die Suche ist hier leider zwecklos...Das Gute ist, daß man bei angebotenen Pflanzen ohne Standortangabe gleich weiß, um welchen Standort es sich handelt.

 

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  • 7 months later...
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Hallo zusammen,

langsam frage ich mich, ob D. hirticalyx wirklich zu den echten Hochländern gehört. Ich hatte neulich knapp 40 Grad und die Pflanzen bekommen zeitweise direkte Sonne ab. Warum überlebt diese Art diese hohen Temperaturen? Man sieht es auch an der Ausfärbung, welche aber leider nicht 1:1 rüberkommt. Sie sind wirklich richtig rot. 
Vielleicht liegt es an der Kombination von Substrat und Bewässerung, keine Ahnung. Jedenfalls blühen alle adulten Pflanzen seit dem Frühjahr ununterbrochen. Samen werden massig ohne Hilfe angesetzt. Kurzum, eine wirklich sehr dankbare Art, die ohne Probleme ganzjährig im GH kultiviert werden kann. 

 

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