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Baumarkt Carnivorenfolter


Florian1502

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Florian1502

Guten Tag liebe Mitglieder,

 

Heute musste ich beim Gang in denn Baumarkt schweren Herzens diese Carnivoren vorfinden ich finde es jedesmal aufs neue schrecklich wie diese Pflanzen mit kalkhaltigen Wasser nach und nach verenden... Dabei kommen sie von Spezialisten nämlich der Gärtnerei Weilbrenner aus der Pfalz die ich vor Jahren schonmal besucht und bewundert habe. 

 

Kann man dagegen nicht irgendetwas unternehmen?

 

Wir vlt als Verein auffordern das sie entweder nichtmehr in Baumärkten angeboten werden oder nunmal wenigstens mit Destilierten/Regenwasser gegossen werden?

 

Liebe Grüße und ein paar schöne Ostertage wünsche ich euch. 

 

 

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So traurig das für uns sein mag, viele Pflanzen, die im Baumarkt angeboten werden, sterben dort oder beim Käufer, von denen sich sicherlich viele nicht richtig informieren über die richtige Haltung. Genau das hält aber auch die Gärtnereien an Leben, denn dadurch können sie ständig Nachschub liefern. 

Und Baumarktpflanzen sind ja auch eine Einstiegsdroge, die so manchen von uns zum ernsthaften Karnivorenliebhaber gemacht haben. 

Nur durch diese Missstände findet man mal eine kannenlose riesige Nepenthes zum halben Preis, die nur darauf wartet, gerettet zu werden 😉

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Tim Beier

Hallo, 

 

Das einzige das du da machen kannst ist die Verkäufer in der Gartenabteilung vollzuquatschen. Das wird die aber höchstwahrscheinlich nicht wirklich interessieren. Ein Baumarkt ist ein Baumarkt und keine Gärtnerei. Vor allem keine Spezialgärtnerei für Fleischfressende Pflanzen. 

 

Ich verstehe schon auch dass da einem das Herz bluten kann, aber ein gewisser Teil der Pflanzen ist so oder so dem Tode geweiht, früher oder später. Man sollte das ganz entspannt betrachten! Die meisten Pflanzen werden doch in sehr großen Stückzahlen produziert!!! Ich kenne die Gärtnerei Weilbrenner sehr gut und bin mir zu 100% sicher dass alle Karnivoren dort massenweise vorhanden sind und nachgeliefert werden können 😅

 

Seh das ganze einfach entspannt wie Dee im Beitrag vor mir. Abwarten und mit etwas Glück nen Schnapper machen. Dann kannst du "die armen Pflanzen" selbst wieder gesund pflegen 😉😅

 

MfG Tim Beier 

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Chiliflo
Am 30.3.2024 um 14:58 schrieb Tim Beier:

Das einzige das du da machen kannst ist die Verkäufer in der Gartenabteilung vollzuquatschen. Das wird die aber höchstwahrscheinlich nicht wirklich 

 

🤣 ...erstmal einen Vortrag über Karnivoren reindrücken. Sollte man spaßeshalber mal probieren😜...ob's fruchtet, oder interssiert...🤔

 

Na Pflanzen...gerade für'n Baumarkt sind eben selbst bei Karnivoren Massenware.

Wie Tim schreibt...es kommen genug nach... 

 

Edited by Chiliflo
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Am 30.3.2024 um 13:38 schrieb Florian1502:

Heute musste ich beim Gang in denn Baumarkt schweren Herzens diese Carnivoren vorfinden ich finde es jedesmal aufs neue schrecklich wie diese Pflanzen mit kalkhaltigen Wasser nach und nach verenden... Dabei kommen sie von Spezialisten nämlich der Gärtnerei Weilbrenner aus der Pfalz die ich vor Jahren schonmal besucht und bewundert habe. 

 

Kann man dagegen nicht irgendetwas unternehmen?

 

Wir vlt als Verein auffordern das sie entweder nichtmehr in Baumärkten angeboten werden oder nunmal wenigstens mit Destilierten/Regenwasser gegossen werden?

Hey Flo,

ich denke da solltest du mal den Spezialisten von dem die Pflanzen kommen ansprechen. Wenig Wettbewerb in der Spate ist für mich der Hauptgrund für schlechte Qualität. 

Glaub aber, dass sich da demnächst eh was tut. 

Viele Baumärkte (insbesondere schwäbische 😉 ) gießen so viel wie möglich mit Regenwasser. Einfach schon weil Leitungswasser Geld kostet.  
Das ist aber in meinen Augen auch das kleinste Problem. du bekommst jede Pflanze auch mit tollem Regenwasser in zwei Wochen lausig, oder tot wenn sie in ner dunklen Wüste steht. 
Bis die Pflanze bei guten Bedingungen wegen dem Wasser meckert, vergeht dagegen eine Ewigkeit. 

Für mich am bedenklichsten dabei ist die Verschwendung von Torf. Da werden Nordosteuropa Moore abgebaggert, damit hier die Pflanzen zu 1000enden nach ein paar Wochen weggeschmissen werden. 

Grüße
Tim. 

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Alex O.

Also ich hab vor ca 1 Jahr mal was noch schlimmeres gesehen bei hornbach und es in meinen stories geteilt auf instagram, inklusive Verlinkung des hauptprofils von hornbach und es hat keine 2 Stunden gedauert bis ich ne Antwort hatte in welchem Markt das denn sei? Hab denen dann den genauen Markt mitgeteilt und als ich 1 Woche spaeter nochmal da war gab's auf einmal so nen Torf Tisch, alles war aufgeräumt und schön feucht gegossen. Obs nun Leitungs oder regenwasser war kann ich natürlich nicht sagen. Aber die Umstände haben sich im allgemeinen gebessert seit der Aktion. Die Pflanzen sehen alle rund um gut aus und sind keiner "Rettung" bedarf. 

 

Obwohl ich auch hier sagen muss, man rettet zwar die einzelne Pflanze, jedoch trägt man durch die Rettung auch dazu bei das die groß Gärtnerei fleißig weiter produziert - es wird ja schließlich auch gekauft. Wenn man also wirklich dagegen etwas tun will, muss man aufhören zu retten. So mies das im ersten Moment auch klingt. 

 

Ja auch ich habe meine ersten karnivoren aus dem baumarkt, würde diese aber nicht als Rettung, eher als Versuchskaninchen bezeichnen und bin binnen weniger Wochen dann von baumarkt zu spezialgärtnerei bzw privat Züchter umgestiegen. 

 

Long Story, short - Der Endverbraucher entscheidet letzten Endes über Angebot und Nachfrage 

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Tobias Kulig

Also Leute, manchmal weiß ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll! Wir sprechen hier von Pflanzen! Diese haben kein vegetatives Nervensystem und somit auch keine Schmerzen. Das heißt: Sie "verenden" oder "leiden" nicht "qualvoll". Sondern sie "gehen ein", "vertrocknen" oder "verfaulen". In meiner Sprache "kratzen sie ab", "nippeln ab" oder ganz krass "sie verrecken" oder "gehen drauf".

Manchmal kommt es mir vor, als würden unsere Pflanzen mit Tieren oder gar Menschen verglichen. Das ist keineswegs der Fall. 

Natürlich sind unsere Pflanzen auch Lebewesen, die ihre Daseinsberechtigung (natürlich am liebsten im GH, Terrarium ect.) haben, keine Frage! Aber ich möchte hier auch nicht falsch verstanden werden! Man muß einfach mal die Kirche im Dorf lassen und die Pflanzen nicht so "vermenschlichen". 

Was den Vogel abschießt, ist, daß man im Gartencenter Pflanzen aus "Mitleid" kauft, um sie zu "retten". Da bedarf es dann schon einer Behandlung....

 

Was in unseren Gartenmärkten mit den Karnivoren abgeht, ist reine Gewinnerzielungsabsicht und die Verluste sind einkalkuliert. Die haben keinerlei Interesse an artgerechter Haltung und es ist ihnen auch völlig schnuppe, wieviel da "eingehen" oder "verrecken" oder auch "qualvoll leiden". Wie gesagt, das ist einkalkuliert. Und die Pflanzen sind bei den Herstellern in Massen vorhanden, da sie invitro schnell nachgezogen werden.

Es hilft leider nicht, wenn man ihnen ins Gewissen redet oder einen Vortrag hält.

Auf gut deutsch, wir müssen uns letztendlich damit abfinden!  

 

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vor 2 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Also Leute, manchmal weiß ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll! Wir sprechen hier von Pflanzen! Diese haben kein vegetatives Nervensystem und somit auch keine Schmerzen. Das heißt: Sie "verenden" oder "leiden" nicht "qualvoll". Sondern sie "gehen ein", "vertrocknen" oder "verfaulen". In meiner Sprache "kratzen sie ab", "nippeln ab" oder ganz krass "sie verrecken" oder "gehen drauf".

Manchmal kommt es mir vor, als würden unsere Pflanzen mit Tieren oder gar Menschen verglichen. Das ist keineswegs der Fall. 

Natürlich sind unsere Pflanzen auch Lebewesen, die ihre Daseinsberechtigung (natürlich am liebsten im GH, Terrarium ect.) haben, keine Frage! Aber ich möchte hier auch nicht falsch verstanden werden! Man muß einfach mal die Kirche im Dorf lassen und die Pflanzen nicht so "vermenschlichen". 

Was den Vogel abschießt, ist, daß man im Gartencenter Pflanzen aus "Mitleid" kauft, um sie zu "retten". Da bedarf es dann schon einer Behandlung....

 

Was in unseren Gartenmärkten mit den Karnivoren abgeht, ist reine Gewinnerzielungsabsicht und die Verluste sind einkalkuliert. Die haben keinerlei Interesse an artgerechter Haltung und es ist ihnen auch völlig schnuppe, wieviel da "eingehen" oder "verrecken" oder auch "qualvoll leiden". Wie gesagt, das ist einkalkuliert. Und die Pflanzen sind bei den Herstellern in Massen vorhanden, da sie invitro schnell nachgezogen werden.

Es hilft leider nicht, wenn man ihnen ins Gewissen redet oder einen Vortrag hält.

Auf gut deutsch, wir müssen uns letztendlich damit abfinden!  

 

Lieber Tobias, 

 

im Grunde gehe ich mit dir konform, Pflanzen sind weder Tiere noch Menschen und man sollte die Kirche im Dorf lassen mit Vergleichen von

Leid und Schmerz. Und ich verstehe auch deine Reaktion. 

Allerdings sehe ich mich persönlich jetzt nicht als "behandlungsbedürftig", weil ich Pflanzen aus dem Baumarkt schon mal

aus Mitleid kaufe (wie meine VFF). Vielleicht solltest du auch DA die Kirche im Dorf lassen, und nicht so verallgemeinern 😉

Mitleidskäufe werden sicher nicht (immer) gemacht, um der Pflanze Leid zu ersparen, sondern weil es einfach schade ist, wenn 

sie auf dem Müll landet und ich sie pflegen könnte. (Und weil man oft auch Geld spart, das hilft, wenn man gut rechnen muss 😅). 

 

 

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Tobias Kulig
vor 24 Minuten schrieb Thea:

Allerdings sehe ich mich persönlich jetzt nicht als "behandlungsbedürftig", weil ich Pflanzen aus dem Baumarkt schon mal

aus Mitleid kaufe (wie meine VFF). Vielleicht solltest du auch DA die Kirche im Dorf lassen, und nicht so verallgemeinern 😉

Mitleidskäufe werden sicher nicht (immer) gemacht, um der Pflanze Leid zu ersparen, sondern weil es einfach schade ist, wenn 

sie auf dem Müll landet und ich sie pflegen könnte. (Und weil man oft auch Geld spart, das hilft, wenn man gut rechnen muss 😅). 

Ich will hier auch niemandem zu nahe treten oder gar beleidigen, keine Frage. Ich habe mir, ehrlich gesagt, auch lange überlegt, ob ich das überhaupt posten soll. Aber das brennt bei mir schon so lange, ich konnte gar nicht anders 🤫. Da fühlt sich der eine oder andere vielleicht schon auf den Schlips getreten. Und das möchte ich sicher nicht.

Aber ich bin mir auch ziemlich sicher, daß ich dem einen oder anderen aus der Seele spreche. 

Ich bin halt eben auch der Typ Mensch, der immer sagt, was er denkt. Grundsätzlich! Nicht nur hinten rum. Und das ist legitim, wie ich finde.

Ach ja, die Kirche brauch ich nicht im Dorf lassen. Brauch ich nicht. 

 

Aber ist es bei Euch tatsächlich so, daß man schlecht aussehende Pflanzen billiger kriegt? Kenne ich so nicht. 

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schilfkolben

Die Kirche im dorf lassen ist noch untertrieben..

Warum soll ein gemeinnütziger Verein eine Branche verbieten? Mit welchen Mitteln? Warum soll das überhaupt jemand verhindern? Ach, ich tue das als Aprilscherz ab, sonst.. wegen meinem Blutdruck.. Herje! 

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Tobias Kulig
vor 11 Minuten schrieb schilfkolben:

Ach, ich tue das als Aprilscherz ab, sonst.. wegen meinem Blutdruck.. Herje! 

Meiner ist 120/80. Passt......

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NazgulNr5

"Aber ist es bei Euch tatsächlich so, daß man schlecht aussehende Pflanzen billiger kriegt? Kenne ich so nicht. "

Kenne ich leider auch nicht. Hab neulich bei, Kölle einen halb vertrockneten Drosera andromeda (mir ist mein fleischfressender Salat leider eingegangen) bekommen. Okay, der ist schnell wieder aufgepäppelt, aber der sah schon bescheiden aus für 17€ 😞

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@Tobias Kulig

Alles in Ordnung, ich wollte halt auch nur mein Statement dazu abgeben ^^. 

 

Ja klar, unser "Baumarkt" schmeißt viele Pflanzen um die Hälfte raus: Weil sie nicht mehr 

schön sind (heißt entweder so gut wie ersäuft oder verdurstet oder - wo ich ausgestiegen bin- wenn

sie mit Ungeziefer übersät sind), oder weil sie nicht verkauft werden konnten und das neue 

Sortiment kommt ... da gibt es einige Gründe. 

 

Dafür sehe ich hier grad mal das Basissortiment an Pflanzen. Artenschnäppchen, wie ich sie

im Forum immer wieder sehen kann, werden hier (leider oder zum Glück) nicht angeboten. 

Venusfliegenfalle, Drosera capensis und Sarracenia purpurea (var. venosa?). Das wars. Später

vielleicht noch die eine oder andere Nepenthes, da bin ich gespannt. 

 

Eine halbtote D. capensis habe ich mal mitgenommen, um glaub 3 Euro. Die habe ich 

letztens in zwei 9 cm Töpfe aufgeteilt. Da bekommt dann einen Topf  mein Enkel.

Der hat sich unlängst eine VFF gekauft. Mit der kommt er offenbar klar, also kann er 

die Drosera auch pflegen 🙂.

 

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Christian Dietz

Hallo,

 

ich habe auch schon gesehen, dass Pflanzen irgendwann günstiger angeboten werden, wenn sie nicht mehr gut aussehen. Ich meine mich sogar auch daran zu erinnern, dass mir mal erzählt wurde, dass der Hersteller die schlechten Pflanzen zum Teil sogar wieder zurücknehmen müssen. Das will ich aber nicht ganz sicher behaupten.

 

Ihr sprecht hier über einen Markt, bei dem es um Bruchteile von Cent-Beträgen pro Pflanze für den Hersteller geht. Karnivoren sind so gesehen nichts anderes als Geranien, Stiefmütterchen oder alle anderen Pflanzen, die eigentlich auch mehrjährig sind. Vermutlich werden davon jedes Jahr deutlich mehr Pflanzen entsorgt als von Karnivoren.

 

Da wir uns nunmal gerade für Karnivoren interessieren mag es sicher nicht schön sein, wenn man schlecht gepflegte Pflanzen in den Baumärkten sieht. In den seltensten Fällen liegt das allerdings am Hersteller. Die Pflanzen werden vor Ort eben behandelt wie alles andere auch, das geht vielleicht auch gar nicht immer anders. Für Karnivoren sicher nicht immer optimal. Alle paar Wochen kommt dann eben eine neue Lieferung. Wenn ihr es aus Sicht des Produzenten betrachtet ist der beste Kunde der, der jedes Jahr wieder kauft 🙂. In diesem Sinne solltet ihr das Baumarktangebot auch etwas als Saisonware sehen. Die meisten verkauften Pflanzen werden eben genau so lange überleben.

 

Man muss wirklich keine Pflanze "retten", das ist aus meiner Sicht schlicht Unfug. Es handelt sich bei diesen Pflanzen um millionenfach, in kurzer Zeit, produzierte Pflanzen, deren einziger Existenzgrund ist, dass sie jemand kauft. Ihr dürft auch gerne meine D. capensis, Sarracenia und Dionaea retten, die ich jährlich kompostiere. Bei einem Preis von 3 Euro pro Pflanze wäre meine nächste Reise finanziert 🙂. Ich setze vorher auch gerne Blattäuse drauf! Leider ist unser Wasser zu gut, daher müsste ich notfalls aufkalken 😂😂.

 

Um nochmal mal einen anderen Aspekt in die Diskussion zu bringen. Wieviele von uns haben denn die erste Pflanze im Baumarkt gekauft? Meine erste Pflanze stammte vor ca. 30 Jahren genau daher. Es war eine Dionaea von Thomas Carow, die ich von meiner Tante zum Geburtstag geschenkt bekommen habe (warum auch immer). Überlebt hat sie nicht lange, aber mich hat dann der Ehrgeiz gepackt. Mittlerweile ist das Hobby ein großer Teil meines Lebens geworden. Ich bin mir sicher, andere können ähnliche Geschichten erzählen. Seid doch froh, dass mit dem Angebot im Baumarkt durchaus auch Werbung für unser Hobby gemacht wird, auch wenn die Pflanzen nicht immer optimal aussehen. Die Baumärkte zu verdammen hilft niemanden weiter. Ich sehe es eher als positiv an, dass dort auch ein Angebot besteht, auch wenn es sicher nicht immer die schönsten Pflanzen sind. Seht es einfach entspannt und freut euch doch, wenn ihr für Euch ein Schnäppchen machen könnt 🙂

 

Viele Grüße

Christian

 

 

 

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vor einer Stunde schrieb Christian Dietz:

Um nochmal mal einen anderen Aspekt in die Diskussion zu bringen. Wieviele von uns haben denn die erste Pflanze im Baumarkt gekauft? Meine erste Pflanze stammte vor ca. 30 Jahren genau daher.

Genau das habe ich mit "Einstiegsdroge" gemeint in der ersten Antwort auf den Beitrag. 

Und bei mir war es genauso. Auch ca. 30 Jahre her, eine Pinguicula 'Weser', von der heute noch Ableger am Leben sind,  im Gegensatz zu mehreren darauffolgenden VFF 😁.

Ohne den Karnivoren Massenmarkt wäre unser Hobby nicht so populär wie es ist. Außerdem wären die Pflanzen nicht bezahlbar.

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Tobias Kulig
vor 3 Stunden schrieb Christian Dietz:

Man muss wirklich keine Pflanze "retten", das ist aus meiner Sicht schlicht Unfug. Es handelt sich bei diesen Pflanzen um millionenfach, in kurzer Zeit, produzierte Pflanzen, deren einziger Existenzgrund ist, dass sie jemand kauft. Ihr dürft auch gerne meine D. capensis, Sarracenia und Dionaea retten, die ich jährlich kompostiere. Bei einem Preis von 3 Euro pro Pflanze wäre meine nächste Reise finanziert 🙂. Ich setze vorher auch gerne Blattäuse drauf! Leider ist unser Wasser zu gut, daher müsste ich notfalls aufkalken 😂😂.

Christian, Du sprichst mir aus der Seele. Ich denke, hier spielt auch die Dauer, in der man dieses Hobby schon betreibt, mit rein. Zu meinen Anfängen habe ich es auch nie geschafft, Pflanzen wegzuwerfen. Jedes Pflänzchen, daß sich z.B selbst durch Aussamung vermehrt hat, hab ich getopft. In meinen Töpfen keimen auch heute noch regelmäßig irgendwelche Arten, die einfach nerven. Schnell die Pinzette gezückt und raus damit. Und das sind auch keine 08/15 Arten aus dem Baumarkt. Man muß einfach selbst abwägen, wo die Grenzen sind.

Heute landen diese direkt im Kompost, weil irgendwann einfach gut ist! Glaubt mir, wenn man ein paar hundert Töpfe im GH hat, denkt man nicht mehr darüber nach, irgendwelchen "Überschuss" extra zu topfen. 

 

Ach ja, das wäre dann keine Karnivorenfolter, sondern ne Hinrichtung. Sorry, das mußte noch raus 😂😂😂

Edited by Tobias Kulig
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Ping Tina
vor 6 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Also Leute, manchmal weiß ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll! Wir sprechen hier von Pflanzen! Diese haben kein vegetatives Nervensystem und somit auch keine Schmerzen.

So geht es mir auch. Wenn ich wüsste, dass alle, die dieser Meinung sind, auch Veganer/innen sind, dann wäre ich beruhigt… Aber realistischerweise denke ich, dass dem nicht so ist und auf der einen Seite Karnivoren im Baumarkt nachgetrauert wird, weil man hier durch das Hobby einen Bezug hat, während auf der anderen Seite tierische Produkte aus konventioneller Haltung konsumiert werden. Macht man sich da die gleichen Gedanken oder ist es da Wurscht, weil man nichts sieht? Das wirkt auf mich scheinheilig… Auch Tiere sind in Deutschland „Wirtschaftsgüter“. Nur im Unterschied zu Pflanzen haben Wirbeltiere das gleiche Nervensystem wie wir. Die kognitiven Fähigkeiten sind zwar anders, aber die Wahrnehmung von Schmerz ist identisch. Alle Säugetiere haben ein limbisches System, d.h. sie haben Gefühle wie Trauer, Freude, Angst und Zuneigung. Das ist bei Schweinen und Kühen nicht anders als bei Hunden oder Delfinen. Ich denke deshalb, das Mitleid und Initiative dort mehr Sinn machen würden als im Baumarkt… Und wenn man den Karnivoren im Baumarkt nachtrauert, trauert man dann auch mit dem Salat den man isst oder das Unkraut, dass man im Garten rausrupft? Sind ja auch alles Pflanzen…

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Tobias Kulig
vor 5 Minuten schrieb Ping Tina:

Wenn ich wüsste, dass alle, die dieser Meinung sind, auch Veganer/innen sind, dann wäre ich beruhigt…

Nö, ganz und gar nicht! Es geht nix über ein schönes, saftiges Steak! Entweder ein 300g Angus oder nen einfachen Zwiebelrostbraten.

Ich kenne ein paar Veganer und eine Veganerin: Die sind ALLE sehr mager, haben eingefallene Augen, sehen krank aus und kippen fast aus den Latschen. Wär nix für mich, ich brauch Power....

 

vor 8 Minuten schrieb Ping Tina:

auf der einen Seite Karnivoren im Baumarkt nachgetrauert wird, weil man hier durch das Hobby einen Bezug hat, während auf der anderen Seite tierische Produkte aus konventioneller Haltung konsumiert werden. Macht man sich da die gleichen Gedanken oder ist es da Wurscht, weil man nichts sieht?

Ich verstehe durchaus, was Du meinst. Mein Cousin ist Metzgermeister und ich habe sehr oft beim schlachten geholfen. Ich finde es wichtig, daß man weiß, wie das Schnitzel gemacht wird und es könnte nicht schaden, mal dabei gewesen zu sein. Dann sehen die Leute das Schnitzel und die Wurst mit anderen Augen. Und ich weiß, wie das abläuft. Aber Du hast recht, viele wollen zwar das Fleisch und die Wurst, wollen aber nix von der Herstellung wissen und schauen weg! Aber das ist eigentlich ein anderes Thema.

 

vor 25 Minuten schrieb Ping Tina:

Das ist bei Schweinen und Kühen nicht anders als bei Hunden oder Delfinen. Ich denke deshalb, das Mitleid und Initiative dort mehr Sinn machen würden als im Baumarkt…

Ja, da hast Du recht! Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, daß der Mensch Fleisch braucht, jedenfalls in Maßen. Ja, ich weiß schon, die Veganer behaupten immer, die Fleischf(r)esser haben nur absolut keine Ahnung. Aber das ist in meinen Augen pure.....aber ich lass es jetzt gut sein, bringt ja nix.  

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Das Thema Veganer ist

1. In diesem Thread OffTopic

2. In diesem Fleischfresser Forum OffForum

😁

 

Übrigens, Forscher haben kürzlich die erste fleischfressende Pflanze entdeckt, die sich ausschließlich pflanzlich ernährt.

 

 

 

 

April, April!

 

P.S. (ebenfalls OffTopic, sorry: wie gendert man Pflanze richtig? Der/die Pflanz/e? )

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Ping Tina
vor 28 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Wenn ich wüsste, dass alle, die dieser Meinung sind, auch Veganer/innen sind, dann wäre ich beruhigt…

Sorry, hab ich nicht ausführlich genug erklärt… ich meinte damit nicht dich bzw. deine Meinung ; sondern die des Ausgangsposts.

 

vor 30 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Ich finde es wichtig, daß man weiß, wie das Schnitzel gemacht wird und es könnte nicht schaden, mal dabei gewesen zu sein. Dann sehen die Leute das Schnitzel und die Wurst mit anderen Augen.

Absolut! Kann ich nur unterstreichen. 
 

Ich kenne tatsächlich auch Veganer und die sind leistungsfähige Sportler, aber gut, das soll hier nicht das Thema sein. Ich wollte nur meine Gedanken teilen, die ich beim lesen des Ausgangsposts hatte. Und dir danken für deine Worte.

 

liebe Grüße 

Tina

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Hey Tobi, 
Ich denke deine/ eure Bedenken lenken vom eigentlichen Problem ab. 
Zimmerpflanzen sind definitiv kein "green business". Erst recht nicht wenn sie in 100% Torf stehen. (Auch wenn es sicherlich immer noch größere Torfnutzungsbereiche gibt blabliblubb...) Die Umweltdebatte haben wir ja nicht erst seit gestern. 

Aus dem Aspekt heraus sehe ich es schon sehr kritisch, wenn da massenweise Wegwerfpflanzen produziert werden. 

Ein Weg zu weniger Wegwerfpflanzen sind härtere/ bessere Kulturbedingungen in der Anzucht. Oder mehr Aufklärung/ bessere Präsentation im Einzelhandel. 
Jedes noch so kleine Industrieunternehmen in Deutschland klammert sich fest an das Qualitätssiegel "Made in Germany". Warum kann das bei Pflanzen nicht genauso sein? 

In vielen Bereichen lässt sich grade beobachten, dass (wirklich!) nachhaltige Produzenten sich eben durch Qualität und Nachhaltigkeit Wettbewerbsvorteile verschaffen. Wenn das nicht auf Anhieb klappt und der Staat mit Subventionen/ Steuern nachhilft, so wie bei der aktuellen Torfdebatte... Auch ok. Der Markt verbessert sich weiter zu Gunsten der Vorreiter. 

 

Ich verlange ja garkein sofortigen Verzicht auf Torf und Baumarktpflanzen. Aber man sollte sich auch in unserer Brange mal Gedanken über die Zukunft machen. Diese Gedanken würden dann sicherlich schnell zu Lösungen in den oben genannten Problemfeldern beitragen. Und ganz nebenbei meiner Meinung nach für die Vorreiter sehr schnell auch zu Wettbewerbsvorteilen führen!


Die Erklärung dafür, dass viele Zierpflanzen, abgesehen von moderneren Etiketten, immer noch genauso angeboten werden wie vor 10 Jahren, finde ich in fehlendem Wettbewerb, vielen negativen Externalitäten die (noch) einfach durchgehen und folgend mangelnde Innovationslust unter den ganz großen Playern im Pflanzenhandel. Einfach weil es auf den ersten Blick sicherer und billiger scheint alles beim alten zu belassen. 


Ich unterstütze also ganz deutlich ALLE, die hier bessere Kulturbedingungen für "abnippelnde, oder verreckende" herz und gefühlloses Grünzeugs fordern!🤓
 

Edited by Tim B
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Hallo, 

 

ich kann mich über dieses Thema nur wundern… 

 

Warum sollte man den Verkauf von Karnivoren in Baumärkten verbieten? Billige Pflanzen sind halt mal Wegwerfware. Die sind - und zwar schon von der ach so tollen „Spezialgärtnerei“ - so kalkuliert, dass sie bis zum Verkauf durchhalten, und das bei allen Arten. Gilt nicht nur für zB Nepenthes, sondern auch für Kakteen. Die stehen immer (alle) in Torf, der weder für Neps noch für Kakteen ein geeignetes Substrat ist. Wer gute Pflanzen will, der sollte halt bei Züchtern bestellen. Wenn ich guten Fisch essen will, geh ich ja auch zum Bio-Fischzüchter und nicht zu Lidl. 
 

Dieses Pflanzen-Retten hab ich noch nie verstanden. Pflanzen haben kein Nervensystem, die sind nicht traurig, und ich finde es sehr absurd gezielt halb verreckte Pflanzen zu kaufen und zu „retten“. Damit importiert man sich Schädlinge, Pilze, whatever und hat dann - wenn das „Retten“ funktioniert - eine häufige Hybride, die man in besserer Qualität bekommen hätte können. 
 

Der Verkauf von Karnivoren ist der Einstieg für fast alle. Kaum jemand würde Karnivoren kennen, wenn es sie dort nicht gäbe. Bei den Sukkulenten gibts dazu das Beispiel Lithops (lebende Steine) - die bekommt man nie in Baumärkten, keiner kennt sie, somit werden sie kaum produziert und sind schwer zu bekommen. Ich traue mich wetten, dass das bei zB Nepenthes genauso wäre. 
 

Ich glaube es gibt größere Probleme, als die im Baumarkt vergammelnden Standard-Karnivoren 😉 

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Florian1502
Posted (edited)
vor 13 Stunden schrieb Tim B:

Hey Flo,

ich denke da solltest du mal den Spezialisten von dem die Pflanzen kommen ansprechen. Wenig Wettbewerb in der Spate ist für mich der Hauptgrund für schlechte Qualität. 

Glaub aber, dass sich da demnächst eh was tut. 

Viele Baumärkte (insbesondere schwäbische 😉 ) gießen so viel wie möglich mit Regenwasser. Einfach schon weil Leitungswasser Geld kostet.  
Das ist aber in meinen Augen auch das kleinste Problem. du bekommst jede Pflanze auch mit tollem Regenwasser in zwei Wochen lausig, oder tot wenn sie in ner dunklen Wüste steht. 
Bis die Pflanze bei guten Bedingungen wegen dem Wasser meckert, vergeht dagegen eine Ewigkeit. 

Für mich am bedenklichsten dabei ist die Verschwendung von Torf. Da werden Nordosteuropa Moore abgebaggert, damit hier die Pflanzen zu 1000enden nach ein paar Wochen weggeschmissen werden. 

Grüße
Tim. 

Hey Tim,

 

Naja ich finde es wäre wenigstens ein Anfang das die Baumärkte die Pflanzen wenigstens mit Regenwasser gießen aber dazu müssten sie ja auch zu aller erst mal aufgeklärt werden 🧐😕.

 

Zum Thema Torf aus diesem Grund bin ich totaler befürworter von Torffreien Alternativen Substraten da gibt es doch schon einiges was auch langfristig nachweisbar funktioniert ich hoffe das wird mit denn Jahren weltweit ein Umdenken stattfinden lassen. 

vor 10 Stunden schrieb schilfkolben:

Die Kirche im dorf lassen ist noch untertrieben..

Warum soll ein gemeinnütziger Verein eine Branche verbieten? Mit welchen Mitteln? Warum soll das überhaupt jemand verhindern? Ach, ich tue das als Aprilscherz ab, sonst.. wegen meinem Blutdruck.. Herje! 

Eine Frage wer hat hier davon geredet das eine Branche verboten werden soll?

 

Ich tu den Beitrag zu diesen Thema auch Mal als Aprilscherz ab da hat wohl jemand denn Post nicht richtig gelesen es geht darum ob man nicht etwas dagegen -> sprich die Verschwendung meiner Meinung nach der großen Mengen eingehender Karnivoren tun sollte im Bezug auf die ganzen Baumärkte aufklärung könnte doch zum Umdenken führen und würden wir alle so denken frei nach dem Motto muss man sich mit abfinden würde in unserer Gesellschaft kein umdenken im Bezug worauf auch immer stattfinden. 

 

Nur weil etwas schon immer so war muss es nicht für immer so bleiben.

 

Ist nur meine Meinung aber die äußere ich nunmal auch. 

 

vor 8 Stunden schrieb Christian Dietz:

Hallo,

 

ich habe auch schon gesehen, dass Pflanzen irgendwann günstiger angeboten werden, wenn sie nicht mehr gut aussehen. Ich meine mich sogar auch daran zu erinnern, dass mir mal erzählt wurde, dass der Hersteller die schlechten Pflanzen zum Teil sogar wieder zurücknehmen müssen. Das will ich aber nicht ganz sicher behaupten.

 

Ihr sprecht hier über einen Markt, bei dem es um Bruchteile von Cent-Beträgen pro Pflanze für den Hersteller geht. Karnivoren sind so gesehen nichts anderes als Geranien, Stiefmütterchen oder alle anderen Pflanzen, die eigentlich auch mehrjährig sind. Vermutlich werden davon jedes Jahr deutlich mehr Pflanzen entsorgt als von Karnivoren.

 

Da wir uns nunmal gerade für Karnivoren interessieren mag es sicher nicht schön sein, wenn man schlecht gepflegte Pflanzen in den Baumärkten sieht. In den seltensten Fällen liegt das allerdings am Hersteller. Die Pflanzen werden vor Ort eben behandelt wie alles andere auch, das geht vielleicht auch gar nicht immer anders. Für Karnivoren sicher nicht immer optimal. Alle paar Wochen kommt dann eben eine neue Lieferung. Wenn ihr es aus Sicht des Produzenten betrachtet ist der beste Kunde der, der jedes Jahr wieder kauft 🙂. In diesem Sinne solltet ihr das Baumarktangebot auch etwas als Saisonware sehen. Die meisten verkauften Pflanzen werden eben genau so lange überleben.

 

Man muss wirklich keine Pflanze "retten", das ist aus meiner Sicht schlicht Unfug. Es handelt sich bei diesen Pflanzen um millionenfach, in kurzer Zeit, produzierte Pflanzen, deren einziger Existenzgrund ist, dass sie jemand kauft. Ihr dürft auch gerne meine D. capensis, Sarracenia und Dionaea retten, die ich jährlich kompostiere. Bei einem Preis von 3 Euro pro Pflanze wäre meine nächste Reise finanziert 🙂. Ich setze vorher auch gerne Blattäuse drauf! Leider ist unser Wasser zu gut, daher müsste ich notfalls aufkalken 😂😂.

 

Um nochmal mal einen anderen Aspekt in die Diskussion zu bringen. Wieviele von uns haben denn die erste Pflanze im Baumarkt gekauft? Meine erste Pflanze stammte vor ca. 30 Jahren genau daher. Es war eine Dionaea von Thomas Carow, die ich von meiner Tante zum Geburtstag geschenkt bekommen habe (warum auch immer). Überlebt hat sie nicht lange, aber mich hat dann der Ehrgeiz gepackt. Mittlerweile ist das Hobby ein großer Teil meines Lebens geworden. Ich bin mir sicher, andere können ähnliche Geschichten erzählen. Seid doch froh, dass mit dem Angebot im Baumarkt durchaus auch Werbung für unser Hobby gemacht wird, auch wenn die Pflanzen nicht immer optimal aussehen. Die Baumärkte zu verdammen hilft niemanden weiter. Ich sehe es eher als positiv an, dass dort auch ein Angebot besteht, auch wenn es sicher nicht immer die schönsten Pflanzen sind. Seht es einfach entspannt und freut euch doch, wenn ihr für Euch ein Schnäppchen machen könnt 🙂

 

Viele Grüße

Christian

 

 

 

Wenn man es aus diesen Blickwinkel und dieser Sichtweiße betrachtet muss ich dir recht geben es hat nunmal alles sein für und wieder und ja ich nehme mal stark an 90% von uns haben ihre erste Karnivore aus dem Baumarkt es ging mir aber auch garnicht darum die Karnivoren aus dem Baumarkt zu verbannen oder wie fälschlicherweise angenommen wurde eine Branche zu stürzen 🤔 vielmehr um aufklärung das doch wenigstens mit Regenwasser gegossen werden sollte aber wie du schon sagst dadurch würde die Nachproduzierung langsamer von statten gehen Wohlmöglich alles keine einfache Kiste 🧐🥴

 

Liebe Grüße

Florian 

vor 5 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Christian, Du sprichst mir aus der Seele. Ich denke, hier spielt auch die Dauer, in der man dieses Hobby schon betreibt, mit rein. Zu meinen Anfängen habe ich es auch nie geschafft, Pflanzen wegzuwerfen. Jedes Pflänzchen, daß sich z.B selbst durch Aussamung vermehrt hat, hab ich getopft. In meinen Töpfen keimen auch heute noch regelmäßig irgendwelche Arten, die einfach nerven. Schnell die Pinzette gezückt und raus damit. Und das sind auch keine 08/15 Arten aus dem Baumarkt. Man muß einfach selbst abwägen, wo die Grenzen sind.

Heute landen diese direkt im Kompost, weil irgendwann einfach gut ist! Glaubt mir, wenn man ein paar hundert Töpfe im GH hat, denkt man nicht mehr darüber nach, irgendwelchen "Überschuss" extra zu topfen. 

 

Ach ja, das wäre dann keine Karnivorenfolter, sondern ne Hinrichtung. Sorry, das mußte noch raus 😂😂😂

Ha Ha 🙈 da Guck mal du gibst es selber zu😳 du richtest deine Karnivoren hin aber folterst du sie denn vorher auch?😱🤨😀

 

Na spaß, ich verstehe schon es gibt nunmal viele Blickwinkel und Ansichten aber gerade das ist es was ja auch eine Gemeinschaft ausmacht (der Austausch)finde ich

vor 4 Stunden schrieb Ping Tina:

So geht es mir auch. Wenn ich wüsste, dass alle, die dieser Meinung sind, auch Veganer/innen sind, dann wäre ich beruhigt… Aber realistischerweise denke ich, dass dem nicht so ist und auf der einen Seite Karnivoren im Baumarkt nachgetrauert wird, weil man hier durch das Hobby einen Bezug hat, während auf der anderen Seite tierische Produkte aus konventioneller Haltung konsumiert werden. Macht man sich da die gleichen Gedanken oder ist es da Wurscht, weil man nichts sieht? Das wirkt auf mich scheinheilig… Auch Tiere sind in Deutschland „Wirtschaftsgüter“. Nur im Unterschied zu Pflanzen haben Wirbeltiere das gleiche Nervensystem wie wir. Die kognitiven Fähigkeiten sind zwar anders, aber die Wahrnehmung von Schmerz ist identisch. Alle Säugetiere haben ein limbisches System, d.h. sie haben Gefühle wie Trauer, Freude, Angst und Zuneigung. Das ist bei Schweinen und Kühen nicht anders als bei Hunden oder Delfinen. Ich denke deshalb, das Mitleid und Initiative dort mehr Sinn machen würden als im Baumarkt… Und wenn man den Karnivoren im Baumarkt nachtrauert, trauert man dann auch mit dem Salat den man isst oder das Unkraut, dass man im Garten rausrupft? Sind ja auch alles Pflanzen…

🙈OK sorry aber auf diesen Beitrag zu meinen Post fällt es mir ehrlich gesagt schwer mit ernsthaftigkeit zu reagieren wenn man möchte kann man auch Äpfel mit Birnen vergleichen, vergleiche von hier bis zum Mond ziehen ich finde veganer Vegetarier Mitleid mit Pflanzen etc einen kuriosen Werdegang  dieses Themas warum fangen wir nicht direkt mit Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen sowie dem Thema Politik an ? 😂🙈 

vor 2 Stunden schrieb Tim B:

Hey Tobi, 
Ich denke deine/ eure Bedenken lenken vom eigentlichen Problem ab. 
Zimmerpflanzen sind definitiv kein "green business". Erst recht nicht wenn sie in 100% Torf stehen. (Auch wenn es sicherlich immer noch größere Torfnutzungsbereiche gibt blabliblubb...) Die Umweltdebatte haben wir ja nicht erst seit gestern. 

Aus dem Aspekt heraus sehe ich es schon sehr kritisch, wenn da massenweise Wegwerfpflanzen produziert werden. 

Ein Weg zu weniger Wegwerfpflanzen sind härtere/ bessere Kulturbedingungen in der Anzucht. Oder mehr Aufklärung/ bessere Präsentation im Einzelhandel. 
Jedes noch so kleine Industrieunternehmen in Deutschland klammert sich fest an das Qualitätssiegel "Made in Germany". Warum kann das bei Pflanzen nicht genauso sein? 

In vielen Bereichen lässt sich grade beobachten, dass (wirklich!) nachhaltige Produzenten sich eben durch Qualität und Nachhaltigkeit Wettbewerbsvorteile verschaffen. Wenn das nicht auf Anhieb klappt und der Staat mit Subventionen/ Steuern nachhilft, so wie bei der aktuellen Torfdebatte... Auch ok. Der Markt verbessert sich weiter zu Gunsten der Vorreiter. 

 

Ich verlange ja garkein sofortigen Verzicht auf Torf und Baumarktpflanzen. Aber man sollte sich auch in unserer Brange mal Gedanken über die Zukunft machen. Diese Gedanken würden dann sicherlich schnell zu Lösungen in den oben genannten Problemfeldern beitragen. Und ganz nebenbei meiner Meinung nach für die Vorreiter sehr schnell auch zu Wettbewerbsvorteilen führen!


Die Erklärung dafür, dass viele Zierpflanzen, abgesehen von moderneren Etiketten, immer noch genauso angeboten werden wie vor 10 Jahren, finde ich in fehlendem Wettbewerb, vielen negativen Externalitäten die (noch) einfach durchgehen und folgend mangelnde Innovationslust unter den ganz großen Playern im Pflanzenhandel. Einfach weil es auf den ersten Blick sicherer und billiger scheint alles beim alten zu belassen. 


Ich unterstütze also ganz deutlich ALLE, die hier bessere Kulturbedingungen für "abnippelnde, oder verreckende" herz und gefühlloses Grünzeugs fordern!🤓
 

 

Dankeschön Tim 😊

 

Genau darum ging es mir im Prinzip mit diesem Post nachhaltiges Umdenken Gedanken zur veränderung.

 

👏 

 

 

 

Edited by Florian1502
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@Florian1502

Du bist Zierpflanzengärtner? Ich habe in Gärtnereien gearbeitet. Was macht ihr mit den

Pflanzen, die nach der Saison nicht mehr verkauft werden können? Oder könnt ihr da

auf die Wurzel genau abschätzen, was produziert wird? Oder verkauft wird, wenn es 

keine produzierende Gärtnerei ist? 

Also die Gärtnereien, wo ich gearbeitet habe, warfen die auf den Mist. Und das waren

zum Teil wirklich sehr viele. Einige habe ich mitgenommen, das gibt man aber sehr schnell

auf, sonst hätte man daheim eine eigene Gärtnerei, allerdings ohne Verkaufschancen 😅.

 

In den Baumärkten sollen sie mit Regenwasser gießen? Das wäre für so manchen Mitarbeiter,

der sich auskennt, sicher eine tolle Option. Die wird es aber nicht spielen, es fehlt einfach

die Zeit dafür, und Zeit ist Geld. Für Pflanzen, die maximal ein paar Wochen dort stehen 

nimmt kein Baumarkt den Aufwand auf sich, auch noch Regenwasser zu sammeln, das in 

kleine Einheiten um zu füllen, und extra zu vergießen. Da wären dann die Pflanzen wohl um

einiges teurer, was sie wiederum unverkäuflich macht. Geiz ist ja bekanntlich geil. Oder man

kann sie sich dann schlicht nicht mehr leisten, es gibt auch Leute, die nur wenig Geld für

"Luxusartikel" wie Pflanzen übrig haben. 

 

Es ist nun mal so, dass diese Pflanzen Wegwerfartikel sind, wie auch die Kakteen mit 

eingestecktem Elchgeweih oder aufgeklebten Augen und Strohhüten, die bunt besprühten

Echeveria, und all die anderen unmöglichen Dinge, die man dort zu sehen bekommt. 

Orchideen werden auch weggeworfen, wenn sie abgeblüht sind. Die Leute wollen blühende

Orchideen, kein Grünzeug. Da holt man sich eine neue.

Abgeblühte Orchideen sind hier die Nummer eins bei den -50%-Pflanzen.

Die Mini-Orchideen werden mit Wachstumshemmern behandelt, damit so so winzig auch schon blühen. 

Viele Pflanzen gehen nach kurzer Zeit sowieso ein, weil sie in den Produktionsgärtnereien

"gemästet" werden (Kakteen z. B.), um so schnell wie möglich in den Verkauf zu kommen. 

Die Liste ließe sich sicher noch um einige Dinge weiterführen. 

 

Deine Überlegungen in allen Ehren, aber das wird es nie spielen, weil keiner es sich leisten kann. 

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Gordon Shumway
vor 17 Minuten schrieb Thea:

 

In den Baumärkten sollen sie mit Regenwasser gießen? Das wäre für so manchen Mitarbeiter,

der sich auskennt, sicher eine tolle Option. Die wird es aber nicht spielen, es fehlt einfach

die Zeit dafür, und Zeit ist Geld. Für Pflanzen, die maximal ein paar Wochen dort stehen 

nimmt kein Baumarkt den Aufwand auf sich, auch noch Regenwasser zu sammeln, das in 

kleine Einheiten um zu füllen, und extra zu vergießen.

 

Warum nicht?

Regenwasser ist kostenlos, Leitungswasser nicht. Genug Dachfläche zum Sammeln haben die Märkte auf jeden Fall. Wird natürlich dann nicht nur exklusiv für Karnivoren verwendet, klaro. Und wenn die Zisterne leer ist, gibt's halt Leitungswasser. Was für ein paar Wochen auch kein Problem ist...

vor 25 Minuten schrieb Thea:

Geiz ist ja bekanntlich geil. Oder man

kann sie sich dann schlicht nicht mehr leisten, es gibt auch Leute, die nur wenig Geld für

"Luxusartikel" wie Pflanzen übrig haben. 

 

Es ist nun mal so, dass diese Pflanzen Wegwerfartikel sind, wie auch die Kakteen mit 

eingestecktem Elchgeweih oder aufgeklebten Augen und Strohhüten, die bunt besprühten

Echeveria, und all die anderen unmöglichen Dinge, die man dort zu sehen bekommt. 

Orchideen werden auch weggeworfen, wenn sie abgeblüht sind. Die Leute wollen blühende

Orchideen, kein Grünzeug. Da holt man sich eine neue.

Abgeblühte Orchideen sind hier die Nummer eins bei den -50%-Pflanzen.

Die Mini-Orchideen werden mit Wachstumshemmern behandelt, damit so so winzig auch schon blühen. 

Viele Pflanzen gehen nach kurzer Zeit sowieso ein, weil sie in den Produktionsgärtnereien

"gemästet" werden (Kakteen z. B.), um so schnell wie möglich in den Verkauf zu kommen. 

Die Liste ließe sich sicher noch um einige Dinge weiterführen. 

 

Deine Überlegungen in allen Ehren, aber das wird es nie spielen, weil keiner es sich leisten kann. 

 

Und wenn man sich dann im Gegenzug die Preise ansieht, die Sammler für "besondere" Pflanzen bezahlen, die teilweise aus der Natur gewildert werden, kann man sich fragen, welches System jetzt das perversere ist...

  • Danke 1
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