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P. calyptrata - ein weiteres Highlight meiner Sammlung


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So wie es aussieht, hat die Pflanze das komplette Freilegen der Wurzeln gut überstanden und treibt jetzt kräftig durch. Das neue Substrat scheint ihr auch zu gefallen.

Ich hab da einen Verdacht, warum die Blätter immer braun wurden: Der Topf stand evtl. an einer ungünstigen Stelle! Er stand direkt vor der Wand mit den U. campbelliana (welche übrigens schon wieder viele Blütentriebe bilden). Die absinkende kühle Luft vom Kühlelement hat die Pflanze nicht erreicht und vielleicht hatte sie tatsächlich leicht erhöhte Temperatur (ne Krankmeldung bekommt sie von mir jetzt aber nicht 🤣). Jetzt steht sie ganz rechts, wo die kühle Luft sie direkt erreicht. Ist aber, wie erwähnt, nur ne Vermutung.

Die "Blattstecklinge" funktionieren übrigens nicht. Dafür sind sie einfach zu kurz, ohne Blattweiß. 

 

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  • 3 weeks later...
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Nochmal ein kurzes Update: Die Pflanze scheint dieses neue Substrat zu mögen und somit war es kein Fehler, einfach mal etwas neues zu probieren. Sie wächst zwar, wie die anderen, sehr langsam, aber dafür gleichmäßig. Die Blattränder- u. Spitzen werden auch nicht mehr braun.

Und man kann auch prompt einen Blütenansatz erkennen. Ich finde es nur bedauerlich, daß ich bis heute keine Samen ernten konnte. Vielleicht ist diese Art tatsächlich selbststeril!? Aber ich gebe nicht auf und jede neue Blüte wird manuell bestäubt. Vielleicht habe ich doch mal Glück und ich bekomme neue Klone.

Ich mache auch keinen leichten Anstau mehr! Da es im Kühlschrank immer kühl ist, hält sich die Substratfeuchte relativ lange und ich sprühe regelmäßig alle 3-4 Tage von oben direkt auf die Pflanzen und das Substrat.

 

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  • 5 weeks later...
Tobias Kulig
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Hallo zusammen und ein frohes Neues,

blühen tun die Pflanzen ganzjährig zwar regelmäßig, aber davon hat man recht wenig, wenn man keine Samen rauskitzeln kann. Aber heute habe ich mal eine geschlossene Kapsel entdeckt. Mal schauen, ob sie anschwillt. Aber da würde ich jetzt nicht meine Hand ins Feuer legen! Wir werden sehen.....Die Blüte daneben bekommt heut auch noch den Pinsel auf die Omme 😂

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Hier mal eine aktuelle Gesamtansicht. Der Topf ganz rechts zeigt die Pflanze, die ich neulich in ein völlig anderes Substrat umgetopft habe und es trägt offensichtlich Früchte. Die Blätter werden nicht mehr braun und sie macht nun auch Blütenstände. Ich bin übrigens auch vom Anstau weg und habe festgestellt, daß die Pflanzen kräftiger sind, wenn ich nur alle paar Tage von oben gut draufsprühe. Dies funktioniert auch sehr gut und man muß da auch nicht hinterher sein, da fast keine Verdunstung stattfindet.  

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Insectivorophilia
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Hallo Tobias, sehr schön!

 

vor 9 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Ich bin übrigens auch vom Anstau weg und habe festgestellt, daß die Pflanzen kräftiger sind, wenn ich nur alle paar Tage von oben gut draufsprühe.

 

Nur bei Pinguicula calyptrata oder insgesamt bei Pinguicula (außer bei P. planifolia)?

 

Herzlich

 

Insectivorophilia

Tobias Kulig
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vor 9 Stunden schrieb Insectivorophilia:

Nur bei Pinguicula calyptrata oder insgesamt bei Pinguicula (außer bei P. planifolia)?

Vielen Dank. Die einzigen Pinguicula, die bei mir klatschnass stehen, sind tatsächlich nur P. planifolia und P. ionantha. Letzterer gefällt es bei topfhohem Anstau auch sehr. Allerdings auch nur in der Vegetationsphase im Sommer. Beide Arten lass ich im Winter doch deutlich trockener laufen.

 

Die restlichen Arten stehen im Sommer nur in leichtem Anstau, seien es nun Amerikaner oder Mexikaner. Sogar meine weißblühende P. primuliflora, die in reinem, lebenden Sphagnum steht, fühlt sich in leichtem Anstau wesentlich wohler als in hohen Anstau (was anscheinend aber funktionieren soll). Kommt vermutlich drauf an, wo genau sie im GH steht....

 

Gruß

Tobias

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  • 1 month later...
Posted (edited)

Hallo zusammen,

meine Geduld hat sich ausgezahlt und ich konnte tatsächlich Samen ernten. Ich konnte insgesamt 3 Samenkapseln ernten und die gezeigten Samen stammen nur von einer Samenkapsel. Also relativ gut bestückt mit etwa 50-60 Samen. 

Ich werde heute noch ein paar Gläser bestücken, muß aber erst noch eine Ladung steriles Wasser machen. Das Sterilisieren ist das eine, aber das anschließende, dreimalige Spülen halte ich für mindestens ebenso wichtig. Es weicht die Samen schon mal etwas auf, was die Keimung erleichtert und in manchen Fällen auch etwas beschleunigt. Ich mache da 2x 5min und die letzte dann durchaus 15min. Und ich fahre ganz gut damit.

Ich plane vorerst nur 3 Gläser, aber unter verschiedenen Bedingungen: Normale Zimmertemperatur, dann normale Kellertemperaturen und zu guter Letzt natürlich auch im Kühlschrank. Es wird also spannend...

 

Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, warum funktionierte die Bestäubung erst jetzt? Ich machte folgende Beobachtung: Die Pflanzen bilden Blüten unmittelbar über den Pflanzen, also extrem kurzstielig. Dann aber auch welche mit einer guten Höhe! Und genau diese bildeten die Samenkapseln. Irgendwie tut sich mir der Gedanke auf, daß es auf die Pflanzengröße und das Alter ankommt. Aber ohne Gewähr! Ich werde das genauer anschauen...Wichtig ist jetzt, daß sie invitro gut keimen und wachsen. Einen Teil säe ich natürlich auch herkömmlich aus.

 

Gruß

Tobias

 

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Edited by Tobias Kulig
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Hier mal eine neue interessante Beobachtung. Am linken Topfrand, ziemlich oben, kommt ein Seitentrieb, der doch relativ weit von der Mutterpflanze entfernt ist. Habe ich jetzt so noch nicht beobachten können, auch nicht bei anderen Arten. Es ist zwar tatsächlich der Topf, wo ich die Samenstände ernten konnte, trotzdem schliesse ich einen Sämling aus. Dafür ist er zu "fett"....

 

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Hallo Tobias,

P. calyptrata ist in der Lage Stolonen zu bilden, ähnlich wie bei P. vallisneriifolia. Dass die Stolonen so lang werden können, habe ich bei P. calyptrata bisher noch nicht gesehen. Sehr interessant.

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  • Danke 1
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Hallo Oliver,

vielen Dank für diese nützliche Info! Aber jetzt, wo Du es sagst, erinnere ich mich an meine P. vallisnerifolia, die tatsächlich so einen Stolon gebildet hat. Allerdings oberirdisch, da sie auf einem Stein sitzt.

Na hoffentlich tauchen dann auch überall in meinen Töpfen neue Pflänzchen auf 😁.

  • 3 months later...
Tobias Kulig
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Hallo,

bei diesen Pings muß man regelmäßig das Moos entfernen. Seit Anfang an ist auch das kleinwüchsige Lebermoos dabei, zusätzlich zum allgegenwärtigen Sternmoos. Aber da es insgesamt sehr kühl ist, insbesondere nachts, wachsen beide Moos-Arten wirklich sehr langsam und es ist für mich vertretbar. So alle 2-3 Monate muß man kurz ran. Aber man muß hier sehr vorsichtig drangehen, da direkt unter der Substratoberfläche Wurzeln und Stolone wachsen.

Was ich als positiv erachte ist, daß sie relativ unempfindlich gegenüber Wurzelstörungen sind! Wenn Ihr jetzt den Topf links vorne anschaut, habe ich den Ausläufer (er kam ja ganz am Topfrand hoch) etwas weiter nach innen versetzt. Die Pflanze hat das nicht übelgenommen und wächst normal weiter. Ihr könnt das am neuesten Blatt, das im Zentrum hochkommt, sehen.

Was ich ebenfalls als positiv ansehe ist, daß das Wachstum direkt nach dem Moosentfernen und dem neuen oberflächlichen Torf/Sandmix immer kräftiger ist. Vielleicht, weil mehr Luft ins Substrat kommt und ich den Topf richtig durchgespült habe.

P. calyptrata ist auch sehr teilungsfreudig, wenn man bedenkt, daß es ursprünglich nur 4 Pflanzen waren.


Natürlich gibts auch negatives: Alle Samen, die ich bis jetzt herkömmlich und invitro ausgesät habe (es waren einige Gläser), sind nicht gekeimt! Vielleicht brauche ich tatsächlich nen zweiten Klon. Ich kanns echt nicht sagen. Ich gebe aber nicht auf und probiere weiter. Im Prinzip muß ja nur ein Samen keimen. Den Rest machen Phytohormone (welches, bleibt mein Geheimnis, funktioniert bei Pings bestens)....

 

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  • Gefällt mir 3
  • 1 month later...
Tobias Kulig
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Hallo,

bei den P. calyptrata habe ich was interessantes beobachten können! Wenn Ihr mal die Substratfläche genauer anschaut, seht Ihr, daß diese extrem trocken ist. Das Ergebnis ist, daß ich noch nie kräftigere Pflanzen hatte! Das habe ich durch Zufall herausgefunden. Ich habe an meiner Hütte neue Fenster montiert und sagte mir immer wieder "das reicht morgen auch noch" und daraus wurde dann doch eine Woche. Als ich dann schließlich in den Keller zum wässern gehen wollte und die kräftigen Pflanzen sah, dachte ich nur "Oh, hoppla!" und war echt sehr erstaunt. Und seitdem ist das meine neue Bewässerungsmethode. Nur noch einmal die Woche von oben gut ansprühen. Es wird erst wieder bewässert, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist. Klappt prima.

Ich erkläre mir das so, daß die Wurzeln relativ weit unten sind und sie dort doch eine gewisse Feuchte abbekommen und weiter oben, wo es deutlich trockener ist, die Wurzeln gut belüftet werden.

 

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  • 3 months later...
Posted

So, dieses Salatbuffett gibts auch noch. Die Pflanzen sind echt extrem teilungsfreudig und wenn Ihr die Substratoberfläche abscannt, seht Ihr ein paar Ausläufer, die relativ weit von den Mutterpflanzen hochkommen. Aber komischerweise hab ich jetzt schon länger keinen Blütenstand mehr gesehen. Kommt vielleicht daher, daß ich die Pflanzen trockener halte.

 

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