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Cephalotus - Das Eintopfen eines Ausläufers


Tobias Kulig

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Tobias Kulig

Hallo zusammen,

ein weiteres Steckenpferd meiner Sammlung stellen die Cephaloten dar. Normalerweise macht man das im Januar oder Februar, wenn sie kurz vor dem Austrieb sind.

Aber ich habe gestern am Topfboden meines 'Hummers Giant' einen gut entwickelten Ausläufer entdeckt, der dort natürlich nicht bleiben kann. Diesen habe ich kurzerhand rausgebrochen und getopft.

Ich habe diesen Vorgang natürlich dokumentiert, um Euch zu zeigen, wie ich das mache....Los gehts:

 

Hier ist das Ding, was mir mal wieder die Zeit stiehlt. Und natürlich ist mir ein Krug abgebrochen, wie kanns anders sein. Ist aber nicht schlimm, hab ich einen Topf mehr.

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Ich habe vor einiger Zeit noch auf totes Sphagnum mit Sand gesetzt, von welchem ich aber immer mehr abweiche. Es funktioniert zwar auch, aber auf Sand/Torf 2:1 gedeihen sie bei mir besser. In meiner Schüssel sieht man die fertige Mischung, die sehr locker und luftig ist. 

47426093lm.jpeg

 

Hier sieht man den fertig gefüllten Topf, in dem ich mit einem Pikierstab ein ausreichend tiefes Loch gestochen habe. Auf dem obersten Bild mit der Pflanze seht Ihr fast nur weißes Pflanzengewebe. Dieses muß annähernd im Substrat verschwinden. So, daß nur das "Grüne" oben rausschaut. Es geht zwar meistens gut, aber das Weiße (wie man das auch immer nennen mag) ist ungeschütztes Pflanzengewebe und kann bei ungünstiger Sonne verbrennen. 

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So, das Ding ist getopft. Die Krüge stehen zwar auf dem Kopf, was aber dem Anwachsen keinen Abbruch tut. Mir ist wichtig, daß der Trieb gut anwächst.

Wenn jemand will, daß Krüge und Blätter immer schön grün und fleischig bleiben, der sollte eine transparente Abdeckung drüber machen, was die Luftfeuchte erhöht. Nach relativ kurzer Zeit kann diese dann etappenweise abgenommen werden.

Mich persönlich juckts nicht und bei mir gehts im GH auch ohne. Aber wir werden das beobachten, dann sehen wir weiter.

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Edited by Tobias Kulig
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Tobias Kulig
vor 58 Minuten schrieb Alfonso:

Lobster giant?

Tell me about this clone

Hi Alfonso,

this is the origin clone of the "Hummers Giant" by Charles Brewer. I got it from a friend who got it from Charles before a long time. I think its the true one. 

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partisanengärtner

In lebendem lockeren Sphagnum geht das unter Kunstlicht sogar mit kurz abgebrochenen winzigen Krügen. Da kann man quasi alle Kolateralschäden bewurzeln und sieht auch gleich welche schon Wurzeln haben.

Ich vergaß natürlich bei gespannter Luft. Ich habe damals Diaschachteln verwendet. Durchsichtige Lebensmittelbehälter wie Fleischsalatdosen etc. gehen auch hervorragend.

Das lebendige Sphagnum verhindert Schimmelbefall (zumindest ist das bei mir immer der Fall)

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Tobias Kulig
vor einer Stunde schrieb partisanengärtner:

In lebendem lockeren Sphagnum geht das unter Kunstlicht sogar mit kurz abgebrochenen winzigen Krügen. Da kann man quasi alle Kolateralschäden bewurzeln und sieht auch gleich welche schon Wurzeln haben.

Ich vergaß natürlich bei gespannter Luft. Ich habe damals Diaschachteln verwendet. Durchsichtige Lebensmittelbehälter wie Fleischsalatdosen etc. gehen auch hervorragend.

Das lebendige Sphagnum verhindert Schimmelbefall (zumindest ist das bei mir immer der Fall)

Man kann Blatt- und Krugstecklinge auf vielerlei Art ansetzen: 

- freischwimmend in Wasser

- auf schwimmendem, dünnen Styropor mit Löchern, in die man die Blätter steckt

- in lebendem Sphagnum

- in reinem, feuchten Perlite

- in reinem, feuchten Quarzsand

 

Finde ich aber alles zu umständlich, weil man immer:

- nachschauen muß, ob Wurzeln da sind

- und wenn welche da sind, sie einzutopfen, ohne das die Wurzel bricht

 

Das geht viel einfacher! Ihr seht unten einen meiner 'Dudley Watts'. Das war ein Trieb, ähnlich wie oben. Den hab ich in Sand/Torf 2:1 geschmissen. Das war am 27. Dezember letzten Jahres. Und heute, 4 Monate später, sieht er so aus. Ich mußte nix machen, nur warten. Jetzt kann er völlig ungestört wachsen und groß werden.

 

Dasselbe mit Blatt- und Krugstecklingen. Wobei Krugstecklinge immer besser und schneller angehen. Aber das wissen vermutlich die wenigsten. Denn Krüge werden wohl kaum oder gar nicht rausgerissen, weil sie zu "schade" dafür sind.

Und Blätter verwende ich nur große und kräftige (wenn mal kleine abgehen, wandern die direkt in den Kompost): Kleine Blätter = kleine Pflanzen, große Blätter = große Pflanzen 

 

Und mit Schimmel hatte ich bei Cephies nie Probleme (aber dafür mit Mehltau 😡). Naja, es kommt halt auch auf die Möglichkeiten an. In einem GH läufts halt anders.

 

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  • 2 months later...
Tobias Kulig
Posted (edited)

Hallo zusammen,

nach knapp 4 Monaten ist es endlich soweit: Der Steckling treibt an 2 Stellen kräftig aus. Eigentlich beachte ich solche Kandidaten kaum, aber irgendwie schweifte mein Blick heute doch irgendwie darüber. Der Pot stand jetzt die ganze Zeit mit anderen Pflanzen in leichtem Daueranstau im GH.

Wir lassen die Pflanze nun erstmal weiter wachsen und ich werde entsprechend updaten...

 

Gruß

Tobias

 

48356655sq.jpeg

Edited by Tobias Kulig
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Wolfgang Liere

Tobias, 

 

sofern du mal ein paar Ableger übrig hast, versuche mal meine Hardcore Variante, wenn du magst. 😂

 

Würde mich wirklich mal interessieren, ob das nur bei mir und wenigen anderen geklappt hat.

Du bist doch auch aus der Fraktion "Nur die Harten kommen in den Garten", oder? 😉

 

Grüße Wolfgang

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Tobias Kulig
vor 21 Stunden schrieb Wolfgang Liere:

sofern du mal ein paar Ableger übrig hast, versuche mal meine Hardcore Variante, wenn du magst. 😂

Hallo Wolfgang, ja klar, läuft bereits! Ich hab da gerade einige Tests laufen, unter anderem:

 

1. Ein Topf, der voller Mehltau war, hab ich einfach so, ohne irgendeine Behandlung, bei Sonne, Wind und Wetter ins Freie gestellt: Der Mehltau ist völlig verschwunden und die Pflanze beginnt, auszutreiben.

 

2. Ein Topf steht annähernd topfhoch im Anstau: Das alte Zeug ist natürlich vollständig abgestorben, jedoch treibt sie jetzt neu aus. Ich stelle mir inzwischen die Frage, ob Cephalotus sogar zwei Arten Wurzeln ausbilden könnte: Welche, die keinen längeren Anstau vertragen und die Pflanzen dann in Folge absterben. Und welche, die im direkten Wasser gut gedeihen. Ist aber nur so eine Theorie von mir! Nur so macht es für mich Sinn, daß manche es vertragen und andere nicht. Ich lege deswegen mehrere Tests an...

 

vor 21 Stunden schrieb Wolfgang Liere:

Würde mich wirklich mal interessieren, ob das nur bei mir und wenigen anderen geklappt hat.

Ich denke, daß es durchaus machbar ist! Wenn man genug Pflanzenmaterial hat, kann man das risikolos austesten. Aber jemand, der nur einen oder zwei Töpfe hat, wird sich das vermutlich nicht trauen.

 

vor 21 Stunden schrieb Wolfgang Liere:

Du bist doch auch aus der Fraktion "Nur die Harten kommen in den Garten", oder? 😉

Allerdings! Du glaubst gar nicht, was im Sommer draußen alles möglich ist! Ich hab z.B. eine U. humboldtii draußen im Halbschatten, die explodiert gerade. Da brauchts wirklich kein Terrarium oder erhöhte Luftfeuchte. Ich möchte aber noch nicht zuviel verraten...Kommt noch...

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