Jump to content

Moorbeet Umrandung


MexicanMzungu

Recommended Posts

MexicanMzungu

Hallo zusammen, 

Ich habe vor ein paar Wochen ein neues Moorbeet angelegt. Der alte schwarze Speißkübel hat ausgedient und größer sollte es auch werden.

Jetzt suche ich nach Ideen und Inspiration für eine schöne Randgestaltung.

Holz wäre schön, die Rundungen des Beets sollten aber erhalten bleiben.

20240411_170046.jpg

Link to comment
Share on other sites

Moin,

 

ich habe einfach das genommen, was es  in Schleswig-Holstein so gibt:
Holz und Feldsteine 


IMG_4914.jpeg.5d1ba63d466d35f297187d34a35c4211.jpeg

 

IMG_4913.jpeg.5cbcf7a297ce5e29f84c6f2dd65513ce.jpeg

 

IMG_4912.jpeg.48580f64661f7e209f432400ec284160.jpeg

 

Grüße

 

Carsten

 

  • Gefällt mir 8
Link to comment
Share on other sites

MexicanMzungu

Die Mischung aus den Feldsteinen und dem holz gefällt mir sehr gut. Sowas in der art wirds wohl werden.

Die Eichenbalken sind auch echt nice, aber leider für mein Beet keine Option.
Mir ist aber gestern noch eine andere Frage in den Kopf gekommen;

Ist es smart, den Schädel im Beet zu haben oder ist er zu kalkhaltig?

Link to comment
Share on other sites

Wolfgang Liere
vor 6 Stunden schrieb MexicanMzungu:

Ist es smart, den Schädel im Beet zu haben oder ist er zu kalkhaltig?

Auch im Moor sind seit Millionen von Jahren vermutlich Millionen von Tieren gestorben, davon geht kein Moor oder auch Moorbeet ein. 

 

Das mit dem Kalk wird eh aus meiner Sicht viel zu sehr überschätzt. Da kann man im trockenen Sommer auch durchaus auch mal mit Leitungswasser auffüllen, hat bei mir immer geklappt.

 

Grüße Wolfgang

  • Gefällt mir 1
Link to comment
Share on other sites

partisanengärtner

Wenn man ein Moorbeet baut das Tonnen von Torf enthält wie Du damals geht das sicher gut.

Es kommt halt immer auf das richtige Verhältnis von Pufferkapazität zur Kalkbelastung an. Saharastaub kann zum Beispiel richtig viel Kalk enthalten.

Wenn man die Pufferkapazität aufgebraucht hat ist das Substrat nicht mehr in einem normalen sauren Moorbeet einsetzbar. Allenfalls in einem hydroponischen Ansatz wie bei mir wo das wieder auslaugen kann.

 

Nicht jeder hat ein paar hundert Kubik von einer Baugrube im Moor zur Verfügung.

Torf guter Qualität im Handel stammt in der Regel aus Gegenden wo noch lebende Moore abgebaut werden.

Lebendes Sphagnum hat auch eine sich regenerierende Säuerungskapazität, da kommt es auch auf die Fläche an.

  • Gefällt mir 1
Link to comment
Share on other sites

partisanengärtner

Auf die Dauer löst sich der Knochenkalk wohl völlig auf im Moor allenfalls das womöglich vorhandene Kollagen wird länger halten. Was sehr lange hält ist Haut und auch die restlichen Organe. Das wird quasi dauerhaft gegerbt. Das Calcium brauchen auch Moorpflanzen zu einem gewissen Anteil und können das lange Zeit binden.

Der Kalk des Knochen kann auch bei geringer Menge an Torf dazu führen das sich dort andere Pflanzengesellschaften wohlfühlen.

Ich hatte mal einen Krkodilschädel in einem Aquarium. Der hat sich in wenigen Jahren völlig zerlegt. Nur ein paar papierartige Fragmente sind da übrig geblieben.

Sah im ersten Jahr recht interessant aus.

Im trockenen Bereich aufgehobene Knochen entkalken wesentlich langsamer. Ich habe hier ein Stück Röhrenknochen liegen, das üppig mit Flechten und Moos bewachsen ist.

Ich mach mal ein Foto von dem Röhrenknochen.

Hier der Knochen.

Ich habe schon Vogelschädel aus kalkfreier Keramik ins Morrbeet gelegt. Mit etwas Geduld kann man da ganz nette Dinge anstellen.

Rhrenknochen.jpg.315f6ab910325c8a873c7de84eaebf01.jpg

  • Gefällt mir 1
Link to comment
Share on other sites

Das wird schön, Mex! 

 

Unsere Moorbeete brauchen halt noch etwas Zeit, bis sie auch nur annähernd an das von Carsten reichen 😉. Meines hat auch gerade das erste Frühlingserwachen erlebt, bevor es seit einer Woche wieder mit Schneeschauern kaltgestellt wurde. 
 

Baumrinde, Wurzelstöcke (Art beachten), bemooste Äste, Moose, passende Begleitvegetation etc. verbessern das Mikroklima und schaffen Abwechslung. Bei mir helfen sie auch, die eckigen Strukturen der Beete und Kisten zu brechen, und die Zapfen bringen durch das witterungsabhängige Öffnen und Schliessen etwas Leben in die Bude.

 

 

IMG_6485.jpeg.e803c0157c0b6233dafd51747f900d55.jpeg

IMG_6488.jpeg.798b53c019ff18084173093152c07db6.jpeg

 


 

Bei den Steinen wären witterungsbeständige wie Quarz oder Granit vielleicht sicherer.

 

Der Schädel ist wohl harmlos, etwas makaber, aber jedenfalls inspirierend. Ich stelle mir eine Hand vor, die sich aus dem Boden gegen den Himmel streckt….😱
 

Der Konstruktion des kleinen Gewässers auf der linken Seite, wenn’s denn eines bleiben soll, traue ich nicht. Nach einigen starken Regengüssen, fürchte ich, wird es vom reingeschwemmten Substrat aufgefüllt, verlandet sein. Du könntest es mit Stein, Metall oder Holz stufig gestalten.

 

Verheissungsvoller Beginn! Jetzt viel Sonnenschein und etwas Geduld.

  • Gefällt mir 1
Link to comment
Share on other sites

MexicanMzungu

Ich habe mich jetzt auchfür eine Mischung aus Buntsandstein und Brennholzscheiten entschieden. Leider sind es noch nicht genügend Steine. Ist nicht so leicht die von den Feldern zu holen, naturgemäß ziemlich schwer. Aber werde nächste Woche nochmal ne Ladung holen, dann sollte es fertig sein.

Danke, für eure Inspiration und für die Antworten zu der Frage nach dem Schädel. 

Ich verstehe, wenn das der ein oder andere etwas makaber findet. Andere finden sogar schon Karnivoren makaber. Mich haben Tierschädel aber schon immer fasziniert, deshalb passt es sehr gut in mein Beet.

 

Ich bin gespannt, was ihr von meiner Umrandung haltet. Seid bitte ehrlich, ich bin noch etwas unsicher damit.

20240426_172542.jpg

20240426_172520.jpg

Link to comment
Share on other sites

Hier ein paar Ideen:

 

Versuche Holz zu nehmen, das von der Form dem Folienverlauf also der Form deines Moorbeetes nahe kommt. Damit sind krumme  Scheite gemeint. Kaschiere zusätzlich die Sägekanten.

 

Plaziere deine Umrandung so, dass insbesondere der Überhang von Torf zu Folie überdeckt wird. Eventuell muss noch mehr Torf rein, um die Übergänge damit anzugleichen bzw. zu überdecken.

 

Denke darüber nach einen Übergang mit Pflanzen zum Rasen anzulegen. 

Damit meine ich quasi eine doppelte Umrandung. Hierbei wird in den Zwischenraum der zwei Umrandungen Erde gefüllt und z.B. Kräuter oder Bodendecker gepflanzt. Dadurch entsteht über die Zeit ein „geschmeidiger“ Übergang zwischen Rasen, Randbepflanzung und Moor. Die künstliche Stein- und Holzstruktur wird damit aufgelockert. 
Bemooste Steine helfen ebenfalls.

 

Beste Grüße

 

Carsten
 

 

 

 

Link to comment
Share on other sites

Tobias Kulig
vor 11 Stunden schrieb MexicanMzungu:

Ich bin gespannt, was ihr von meiner Umrandung haltet. Seid bitte ehrlich, ich bin noch etwas unsicher damit.

Ehrlich gesagt, hätte ich mit diesem Anblick meine Probleme (sorry, ich bin halt immer sehr direkt). Es sieht alles sehr künstlich aus und die Folie ist immer noch zu sehen. Das sollte homogener werden, so, daß man denkt, die Pfütze war schon immer da. Es sollte ein fließender Übergang zur Umgebung werden. 

ABER: Es kommt es auf Deine eigenen Erwartungen an und nicht auf die Meinung anderer! 

 

Aber wenn Du mich fragst, hätte ich das Ganze ganz anders aufgebaut (Stichwort Teichbau):

1. Die Umrandung hätte ich mit einbetonierten Mähkantensteinen in der gewünschten Form realisiert. Natürlich in Waage, wegen dem Wasserstand. Und ich hoffe, Du hast die Folie nicht auf die blanke Erde gelegt! Ansonsten kanns schnell passieren, daß spitze Gegenstände (spitze Steine, Wurzeln ect.) im Gartenboden Deine Folie durchlöchern! Dann wirds natürlich undicht!

2. Die Folie senkrecht an die Mähkantensteine kleben. Nachdem der Kleber abgebunden hat, kann man sie mit einem Cuttermesser bündig abschneiden. Bereits jetzt wäre von der Folie annähernd nix mehr zu sehen. Und sie wurde ja senkrecht an die Steine geklebt, eine Kapillarwirkung (beidseitig) wurde somit ausgeschaltet.

3. Man sieht jetzt nur noch die Mähkantensteine und dem einen oder anderen würde es vielleicht jetzt schon gefallen und es würde ausreichen. Würde ich in einer Rasenfläche auch durchaus bevorzugen.

 

Aber Deine eigentliche Frage:

4. Man kann jetzt natürlich auch noch die Mähkante kaschieren. Ich bin da absoluter Ästhet und würde nur mit einer Sorte Naturstein in verschiedenen Formen und Größen vom Händler arbeiten (in Kombi mit Rinde, Wurzeln ect.), und nicht mit allem möglichen Zeug, wo man so im Garten findet. Aber das mußt Du selber wissen. Ist aber nur meine bescheidene Meinung! 

 

Gruß

Tobias

Link to comment
Share on other sites

partisanengärtner

Was man dabei bedenken sollte das Geduld die meisten bemängelten ästhetischenn "Fehler" auf die natürlichste Art beseitigen wird.

Eingewachsen und bemoost wird das die meisten dann begeistern.

Wegen der unbedeckten Folie könnte man zwei Wege gehen, abgesehen von einfach warten.

Sphagnum oder anderes Moos an den Rand setzen, das wird sich in beide Richtungen ausbreiten oder wie Mossman mit diversen Teichmatten und dazwischen gesetzten Steinen gestalten. Da wächst dann Moos und später hervorragend auch Pinguicula und andere Schönheiten.

Zwischen den Mattenstrukturen  ist das Moos auch recht vogelsicher.

Aber wie gesagt die wichtigste Zutat ist Geduld, Dabei ergeben sich auch sicher einige besonderen Aspekte die man willentlich gar nicht erreichen könnte.

Geduld ist eine seltene Tugend und ich kann leider nicht von mir behaupten das ich sie in ausreichendem Maße habe.

Das kann man ein wenig überspielen indem man noch weitere Moorbeete anlegt und so weniger Zeit zum rumpopeln hat,. Die Zahl meiner schwimmenden Gärten hat die Hundert schon überrschritten.

Zu guterletzt wenn man nicht gleich was fertiges erzwingen will. Mir fallen oft Pflanzen und Wurzeln lange nach Fertigstellung in die Hände. Diese lassen sich in einen Entwicklungsprozess leichter einfügen und die bestenenden Teile die sich dann schon in Richtung Natürlichkeit verändert haben kann man dann für Erweiterungen verwenden.

Siehe Patchworkmoorbeet. Auch im weiteren Garten sind bemooste ehemalige Holzscheite vorteilhaft zu verwenden.

Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.