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CO 2 Duengung von Carnivoren


Kobra1911

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Kobra1911

Hallo, 

hat jemand Erfahrung?

Viele Grüße 

 

Frank 

Ich meine Erfahrung mit der CO2 Duengung von Carnivoren.

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Jan H.

Ich habe mit der folgenden Methode an Sarracenia sehr gute Erfahrungen gemacht:

 

Vor der Behandlung werden die Rhizome ausgegraben und gut gewaschen. Blätter und Wurzeln werden auf eine Länge von etwa 10 cm eingekürzt. Im Folgenden werden die Rhizome mit einem scharfen Messer längs (!) in zwei Hälften geteilt, um die anschließende Aufnahme des CO2 durch die Schnittwunde zu begünstigen. Die Stücke werden zusammen mit einem halben Kilo Trockeneis in einen Schnellkochtopf mit Glasdeckel gegeben, der gut verschlossen wird. Zur Anregung der Photosynthese wird der Topf nun für 24 Stunden mit einer SpiderFarmer SF2000Pro oder gleichwertiger Lampe auf einem Abstand von 30 cm kontinuierlich beleuchtet. Nach vollzogener CO2-Düngung werden die Rhizomhälften wieder entnommen und mit Bindfäden zusammengeschnürt, um die Wunde zu schließen. Sie können jetzt wieder eingepflanzt werden.

 

Auf diese Weise konnte ich meine Leah Wilkerson auf stattliche 1,20 m hochpushen. Die Prozedur wird einmal jährlich wiederholt. Geht bestimmt auch mit Darlingtonia.

 

In anderen Foren liest man gelegentlich, dass es ausreichend sei, den Pflanzen einmal täglich in die Schläuche zu hauchen, aber sowas ist natürlich Unfug!

 

Herzliche Grüße! 🙂

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Gordon Shumway
Posted (edited)

Hallo!

 

Habe noch nie gehört, dass sowas im Hobbymaßstab bei Landpflanzen eingesetzt wird.

 

Andererseits keine Raketen-Technologie:

Ein CO2-Sensor gekoppelt mit einer regelbaren Gaslaterne in einem halbwegs geschlossenen Gewächshaus o.ä.

 

Edit:

CO-Sensor natürlich nicht vergessen, damit sich der Halter nicht versehentlich selbst das Licht auspustet...

 

Würde mich nicht wundern, wenn es in ein paar Jahren zum Standard gehört 😜

 

Schönen Gruß,

Ralph

Edited by Gordon Shumway
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moskal

Hallo,

 

bei submersen Utricularia bringt CO2 was, aber nur wenn die anderen Nährstoffe auch da sind. Mit Anleitungen wie das zugegeben wird ist das Netz voll. Ich habe Druckgas.

 

Emers verwende ich CO2 so: Pflanze mit Blattsaugenden Schädlingen in eine Plastiktüte, die Tüte mit CO2 befüllen und dicht verschließen.  Pflanze über Nacht in der CO2 Tüte lassen. Das sollte es dann für die Schädlinge gewesen sein, muß aber wiederholt werden um auch das was schlüpft zu erwischen. 

 

Gruß Helmut 

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Holger S

Hallo,

 

wichtig wäre die genaue Kontrolle, denn zu viel ist auch schädlich. Für Orchideen habe ich Zahlen gefunden:

Erhöhung auf 0,1 Volumenprozent CO2, jeweils für 15 bis 30 Minuten um 9 und 13 Uhr.

Eine sehr gute Luftumwälzung ist dabei nötig. Schäden treten auf bei Werten von 2 bis 3 %, unter Umständen auch darunter.

(Quelle: Gertrud Fast, Orchideenkultur, Seite 133 ff)

Das alles ist nur sinnvoll, wenn alle anderen Faktoren schon optimal sind und der Kulturraum relativ dicht, so dass die Zufuhr von Frischluft nicht ausreichend CO2 hereinbringt.

Wird bei sehr gut gedämmten Niedrigenergiegewächshäusern durchaus gemacht.

Das Beispiel aus dem Buch Orchideenkultur ziehlt allerdings auf eine Steigerung des Wachtums ab, nicht nur die Kompensation von zu wenig CO2. Das Buch ist aber auch von 1981, da spielte Energie und die damit verbundenen Kosten noch nicht die Rolle, die sie heute spielt. 

Leider ist mir die Quelle entfallen, aber gerade bei niedrigen Pflanzen (die Höhe ist gemeint 😉) erfolgt ein großer Teil der Versorgung mit CO2 über den Abbau von Kohlenstoffverbindungen im Boden / Substrat.

 

Alles in allem also ein Thema mit dem man sich beschäftigen kann, wenn man alle anderen Faktoren optimal im Griff hat.

 

LG

Holger

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moskal
Posted (edited)

Hallo,

 

vor 7 Stunden schrieb Holger S:

Leider ist mir die Quelle entfallen, aber gerade bei niedrigen Pflanzen (die Höhe ist gemeint 😉) erfolgt ein großer Teil der Versorgung mit CO2 über den Abbau von Kohlenstoffverbindungen im Boden / Substrat.

Davon habe ich auch schon gehöhrt. Das wird wohl zum Problem für z.B. Salatkulturen in Hydroponik und ist wie ich gehört habe mit ein Grund, warum die Böden in den Gewächshäusern nicht mit Platten/Knochensteinen & co belegt sind.

 

aber auch hier, im Hobbybereich egal, außer man hat freude drann

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Gruß Helmut

Edited by moskal
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Jo_Schmidt

Ein durchschnittlicher Mensch stößt am Tag 1kg CO2 aus, was 509 Litern entspricht.

 

Mein GWH hat z.B. 15qm, bei 2m Deckenhöhe also 30.000 Liter Volumen - 300 Liter wären 1%.

 

Wie lange muss man also eine Schwiegermutter (oder einen Langzeitarbeitslosen) ins GWH setzen,

um eine Verbesserung des Wachstums zu erzielen?

 

(Vllt. wachsen Pflanzen ja deshalb schneller, wenn man mit ihnen spricht --> mehr CO2?!)

 

😄

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Holger S

Das hast du gut recherchiert und gerechnet. 
Da du also anscheinend genug Zeit hast, kannst du dich doch auch selbst den halben Tag ins Gewächshaus setzen. 
So hast du etwas von den Pflanzen und die Pflanzen etwas von dir. Eine echte win / win- Situation. 😂

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