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Darlingtonia wird wegen zuviel Sonne schlapp?


Lucagfr

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Lucagfr

Hi, 

Meine Darlingtonia hab ich vor kurzem auf die Westseite rausgestellt. Seitdem werden ihre Schläuche immer Schlapprig wenn Sonne auf sie draufscheint und in der Nacht werden sie wieder Normal. Meine Frage ist: Was kann ich dagegen tun oder ist das Normal?

Ich bedanke mich für jede einzelne Hilfe!

LG Luca

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Tobias Kulig

Servus Luca,

platziere Deine Darlingtonias so, daß nur Morgensonne oder Abendsonne draufscheint. Du kannst sie auch so stellen, daß sie den ganzen Tag im Schatten stehen. Im Schatten ist es immer noch hell genug! Sie sind auf die Sonne absolut nicht angewiesen.

 

Hast Du mal ein Bild von Deinen Darlingtonias, insbesondere des Substrates?

 

Gruß

Tobias

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mike34

Hallo,

zuviel Sonne sollte eigentlich kein Problem sein bei Darlingtonia, kommt ja aus dem sonnigen Süden :-).  Aber wenn du sie erst vor kurzem umgestellt hat, von deutlich weniger Sonne nehme ich an,  braucht sie wahrscheinblich ein paar Tage um sich einzugewöhnen, solange die Schläuche nicht verwelken würde ich erstmal abwarten.

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Lucagfr
vor 32 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Servus Luca,

platziere Deine Darlingtonias so, daß nur Morgensonne oder Abendsonne draufscheint. Du kannst sie auch so stellen, daß sie den ganzen Tag im Schatten stehen. Im Schatten ist es immer noch hell genug! Sie sind auf die Sonne absolut nicht angewiesen.

 

Hast Du mal ein Bild von Deinen Darlingtonias, insbesondere des Substrates?

 

Gruß

Tobias

Servus Tobias,

Vielen Dank für deine Tipps! Das Substrat besteht aus Torf-Perlite-Quarzsand und oben drüber ist eine Spaghnum Schicht. Hier paar Bilder:17154232765468506786192322238790.thumb.jpg.67446c1fbb6b61e6dac26c97951d013e.jpg17154233378895733288338368493889.thumb.jpg.347f4c8409a687195fb482864edb434d.jpg17154231793028794779311242428775.thumb.jpg.6dd303519edae429b2365b3b604a3d5d.jpg

vor 39 Minuten schrieb mike34:

Hallo,

zuviel Sonne sollte eigentlich kein Problem sein bei Darlingtonia, kommt ja aus dem sonnigen Süden :-).  Aber wenn du sie erst vor kurzem umgestellt hat, von deutlich weniger Sonne nehme ich an,  braucht sie wahrscheinblich ein paar Tage um sich einzugewöhnen, solange die Schläuche nicht verwelken würde ich erstmal abwarten.

Servus Mike,

Vielen Dank für deinen Tipp! Ich hab die Darlingtonia jetzt mal auf die Ostseite gestellt wo sie nur die Morgensonne abbekommt. Wenn sie das gut verträgt dann stelle ich sie bisschen sonniger.

LG Luca

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Sonja Schweitzer

Wenn Du die Pflanze direkt in den Terracottatopf pflanzt und um den Wurzelballen kühlendes Sphagnum packst kann sie auch in der Sonne stehen. Es muss sich halt nur genug Substrat um die Pflanze herum befinden, auch Torf wäre da ok.

Der kleine Plastiktopf, der zudem durch seine Farbe auch noch die Hitze speichert funktioniert auf Dauer nicht.

Meine eigene Pflanze steht schon etliche Jahre in der vollen Sonne, allerdings in einer weißen Styroporkiste, die viel Platz für Substrat und Wurzeln bietet.

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Lucagfr
vor 3 Minuten schrieb Sonja Schweitzer:

Wenn Du die Pflanze direkt in den Terracottatopf pflanzt und um den Wurzelballen kühlendes Sphagnum packst kann sie auch in der Sonne stehen. Es muss sich halt nur genug Substrat um die Pflanze herum befinden, auch Torf wäre da ok.

Der kleine Plastiktopf, der zudem durch seine Farbe auch noch die Hitze speichert funktioniert auf Dauer nicht.

Meine eigene Pflanze steht schon etliche Jahre in der vollen Sonne, allerdings in einer weißen Styroporkiste, die viel Platz für Substrat und Wurzeln bietet.

Hi Sonja,

Vielen Dank für deinen Tipp! Sollte ich die Pflanze nochmal umtopfen? Aber ich weiß nicht ob das zuviel ist für die Pflanze weil ich hab sie ja erst umgetopft.

LG Luca

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Sonja Schweitzer
Posted (edited)

Ich würde es möglichst bald tun, ihr danachg aber dauerhaft (mindestens 1 Jahr) Ruhe geben.

Ein kleiner, schwarzer Plastiktopf ist bei der Kultur von Darlingtonia wirklich nicht von langem Erfolg gekrönt.

Edited by Sonja Schweitzer
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Und wenn er den Terrakottatopf mit Torf und/oder Sphagnum füllt

und den Plastiktopf drin versenkt? Was drübersteht kann man auch

mit Sphagnum abdecken. 

Es würde zumindest den Stress vom nochmaligen Umtopfen ersparen

und die Sonne könnte nicht direkt auf den Plastiktopf scheinen🤔

 

 

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Lucagfr
Posted (edited)
vor 15 Minuten schrieb Thea:

Und wenn er den Terrakottatopf mit Torf und/oder Sphagnum füllt

und den Plastiktopf drin versenkt? Was drübersteht kann man auch

mit Sphagnum abdecken. 

Es würde zumindest den Stress vom nochmaligen Umtopfen ersparen

und die Sonne könnte nicht direkt auf den Plastiktopf scheinen🤔

 

 

Hi Thea,

ich habe jetzt mal einen kleineren Terracotta Topf gefunden. Weil soviel substrat hab ich nicht um den ganzen großen Topf zu füllen.17154271565845753203284117444621.thumb.jpg.492192cc5bdc2a259b4860969cbeb476.jpg

Edited by Chaosluca
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Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 2 Stunden schrieb Chaosluca:

Das Substrat besteht aus Torf-Perlite-Quarzsand und oben drüber ist eine Spaghnum Schicht.

Prima! Hört sich gut an...

 

vor 2 Stunden schrieb Sonja Schweitzer:

Wenn Du die Pflanze direkt in den Terracottatopf pflanzt und um den Wurzelballen kühlendes Sphagnum packst kann sie auch in der Sonne stehen.

Mir ist schon klar, daß es jeder immer irgendwie anders macht, keine Frage. Aber wieso wollt ihr die Darlingtonias immer in der Sonne haben? Das will mir nicht runter! 

 

vor 2 Stunden schrieb Sonja Schweitzer:

Meine eigene Pflanze steht schon etliche Jahre in der vollen Sonne, allerdings in einer weißen Styroporkiste, die viel Platz für Substrat und Wurzeln bietet.

Warum macht man daraus immer so eine Wissenschaft: Styroporkisten, Tontopf in Tontopf (Slack Methode) ect.

Stellt die Pflanzen in den Dauerschatten und sie gedeihen optimal.

Warum:

1. Auch im Schatten färben sie sich super aus.

2. Das Substrat, egal welches, bleibt grundsätzlich kühler.

3. Die Topfwahl spielt hier auch keine Rolle. Da können es auch schwarze Plastikpötte sein.

4. Das Beste: Die Schläuche werden aus verständlichen Gründen größer.

 

vor 2 Stunden schrieb Chaosluca:

Sollte ich die Pflanze nochmal umtopfen?

Würde ich nicht. Stell sie mal in den Schatten und berichte dann.....(ich kenn schon das Ergebnis 🤫)

 

 

Ich hab jetzt mal noch schnell ein Bild von einer Pflanze gemacht, die noch nie direkte Sonne gesehen hat. Sie steht, wie alle anderen, im Sommer auf der Westseite im Dauerschatten. Im Winter unter den Tischen im GH.

Ich muß aber erwähnen, daß ein paar Pflanzen im Sommer auch im GH unter den Tischen bleiben. Die Hitze im Sommer macht ihnen dabei aber absolut nichts aus, da sie ja im Schatten der Tische und des Schattiernetzes stehen.

 

Du siehst, die gezeigte Pflanze steht im Plastiktopf, im Daueranstau und sogar ohne Sphagnum als Topdressing. 

Die Schlauchhöhe wird jetzt gut zulegen. Die zwei neuen, noch hellgrünen Schläuche sind die ersten dieses Jahr, die rot-grünen die alten vom letzten Jahr.

Ganztägiger Vollschatten kann vieles einfacher machen, da es eine ganz simple "Methode" ist.

 

Gruß

Tobias

 

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Edited by Tobias Kulig
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Lucagfr

Hi Tobias,

Vielen Dank für die Tipps und Infos!

vor 30 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Würde ich nicht. Stell sie mal in den Schatten und berichte dann.....(ich kenn schon das Ergebnis 🤫)

Deine Nachricht hab ich leider zu spät gelesen. Ich hab die Darlingtonia jetzt mal in einen Terracotta Topf gepflanzt und werde sie jetzt so hinstellen damit sie nur die Morgensonne abbekommt. Aber wenn du willst kann ich dich weiter auf dem laufenden halten wie sich die Pflanze entwickelt.

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Sonja Schweitzer
Posted (edited)

Na ja, Tobias,wer hier ab und zu Wissenschaften aus der Kultur diverser (seiner Lieblings-) Gattungen oder Arten macht lass ich jetzt mal dahin gestellt.😎 Tontöpfe zu besseren Verdunstung oder Styroporkisten und Sphagnum zu Isolation gegen Hitze zählen für mich jedenfalls nicht dazu, aber das liegt immer im Auge des Betrachters.

 

Das, was ich Chaosluca geraten habe ist keine Wissenschaft, sondern hat sich mittlerweile zahlreich bewährt. Wenn man mehrere Pflanzen hat kann man natürlich solche Experimente wagen, wie Du es auf dem letzten Foto zeigst, aber so wie ich Chaosluca verstanden habe ist die betroffene Darlingtonia seine einzige, und da würde ich auf allgemein Bewährtes zurückgreifen. Ich würde sie noch ein letztes Mal optimiert topfe, frei nach dem Motto: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

 

Ich persönlich stelle Darlingtonia einfach gern in die Sonne, weil ich die Pflanzen am Naturstandort so wachsen gesehen habe. Zumindest standen die Pflanzen dort absolut nicht nur im Schatten....

 

Edited by Sonja Schweitzer
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Tobias Kulig
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vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Na ja, Tobias,wer hier ab und zu Wissenschaften aus der Kultur diverser (seiner Lieblings-) Gattungen oder Arten macht lass ich jetzt mal dahin gestellt.

Ich weiß ganz genau, was Du meinst 😁! Aber ob man meine Versuche und Tests zu diesen "Wissenschaften" dazuzählen kann, lass ich mal dahingestellt.

 

vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Tontöpfe zu besseren Verdunstung oder Styroporkisten und Sphagnum zu Isolation gegen Hitze zählen für mich jedenfalls nicht dazu,

Für mich auch nicht. Ganztägiger Vollschatten reicht nämlich vollkommen aus, daß Darlingtonia ohne Probleme auch in Plastiktöpfen wachsen können. Da gibts auch keinen Hitzestau, es knallt ja keine Sonne drauf.

Einfach ausprobieren, dann verstehst Du, was ich meine. 

 

vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Wenn man mehrere Pflanzen hat kann man natürlich solche Experimente wagen, wie Du es auf dem letzten Foto zeigst,

Das stimmt allerdings! Wobei das letzte Foto zeigt ja kein Experiment zeigt! Ich kultiviere meine Darlingtonias jetzt schon länger so, ohne Ausfälle. 

 

vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Das, was ich Chaosluca geraten habe ist keine Wissenschaft, sondern hat sich mittlerweile zahlreich bewährt.

Ich sage ja auch nicht, daß Styroporkisten, Tontöpfe ect. schlecht sind! Bitte nicht falsch verstehen! Ich halte es nur für unnötig.

 

vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Ich persönlich stelle Darlingtonia einfach gern in die Sonne, weil ich die Pflanzen am Naturstandort so wachsen gesehen habe. Zumindest standen die Pflanzen dort absolut nicht nur im Schatten....

Um diese Erfahrung beneide ich Dich! Aber wir wissen doch, daß man die Naturstandorte nicht mit Kulturpflanzen vergleichen kann!

Edited by Tobias Kulig
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Sonja Schweitzer
vor 8 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Ich weiß ganz genau, was Du meinst 😁! Aber ob man meine Versuche und Tests zu diesen "Wissenschaften" dazuzählen kann, lass ich mal dahingestellt.

 

Für mich auch nicht. Ganztägiger Vollschatten reicht nämlich vollkommen aus, daß Darlingtonia ohne Probleme auch in Plastiktöpfen wachsen können. Da gibts auch keinen Hitzestau, es knallt ja keine Sonne drauf.

Einfach ausprobieren, dann verstehst Du, was ich meine. 

 

Das stimmt allerdings! Wobei das letzte Foto zeigt ja kein Experiment zeigt! Ich kultiviere meine Darlingtonias jetzt schon länger so, ohne Ausfälle. 

 

Ich sage ja auch nicht, daß Styroporkisten, Tontöpfe ect. schlecht sind! Bitte nicht falsch verstehen! Ich halte es nur für unnötig.

 

Um diese Erfahrung beneide ich Dich! Aber wir wissen doch, daß man die Naturstandorte nicht mit Kulturpflanzen vergleichen kann!

 

Bezüglich Drosera nennt man solche Kulturmethoden natürlich nicht herablassend „Wissenschaften“, sondern „hochkomplexe Studien“, ganz klar! Da hat die Entscheidung, ob ich zwei oder drei Sphagnumfasern, gehäckselt oder nicht, ins Substrat mische natürlich unvorstellbare Auswirkungen, was berücksichtigt werden muss.😂

😂😂

Sowas ist aber NICHT übertragbar auf schnöde Darlingtonia, das ist mir klar!😉😉😉

 

Warum muss man denn unbedingt einen Plastiktopf für Darlingtonia verwenden können? Die Pflanzen stehen doch am Standort auch sonnig, und das kann man auch auf unsere Kulturbedingungen übertragen, wenn man bestimmte Dinge berücksichtigt bzw. entsprechend ändert.Der Aufwand dafür hält sich dabei absolut in Grenzen. Lediglich das Kulturgefäß ist ein Anderes.

 

Wenn man zahlreiche Pflanzen zum Verkauf oder Tausch besitzt spart Plastik natürlich Platz und Gewicht (und Kosten), aber bei einem einzelnen „Schmuckstück“ macht doch ein schöner Terracottatopf auch was her. Und an meinem Sonnenplätzchen, an dem ich mich gerne aufhalte möchte ich die Pflanze auch gerne betrachten können. Ich persönlich leg mich dafür jedenfalls nur ungern unter die Gewächshaustische.😆

 

 

 

 

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Kobra1911
vor 7 Stunden schrieb mike34:

Hallo,

zuviel Sonne sollte eigentlich kein Problem sein bei Darlingtonia, kommt ja aus dem sonnigen Süden :-).  Aber wenn du sie erst vor kurzem umgestellt hat, von deutlich weniger Sonne nehme ich an,  braucht sie wahrscheinblich ein paar Tage um sich einzugewöhnen, solange die Schläuche nicht verwelken würde ich erstmal abwarten.

Darlingtonia kommt aus dem sonnigen Süden? Man lernt doch nie aus.

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Ist der Naturstandort nicht deutlich höher gelegen (daher kälter) und häufig stehen die Wurzeln stehen häufig in kühlen Flüssen.

Da ist volle Sonne was anderes als in einem schwarzen Topf.

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Tobias Kulig
vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Bezüglich Drosera nennt man solche Kulturmethoden natürlich nicht herablassend „Wissenschaften“, sondern „hochkomplexe Studien“, ganz klar!

Ganz genau, Du sagst es 😂

 

vor 1 Stunde schrieb Sonja Schweitzer:

Da hat die Entscheidung, ob ich zwei oder drei Sphagnumfasern, gehäckselt oder nicht, ins Substrat mische natürlich unvorstellbare Auswirkungen, was berücksichtigt werden muss.😂

Wir können in Wien gerne ein paar Lehrstunden über Droserasubstrate abhalten 🤣

 

vor 2 Stunden schrieb Sonja Schweitzer:

Warum muss man denn unbedingt einen Plastiktopf für Darlingtonia verwenden können?

Weil ich nicht nur eine Pflanze hab. Und funktionieren tuts auch gut.

 

vor 2 Stunden schrieb Sonja Schweitzer:

Wenn man zahlreiche Pflanzen zum Verkauf oder Tausch besitzt spart Plastik natürlich Platz und Gewicht (und Kosten), aber bei einem einzelnen „Schmuckstück“ macht doch ein schöner Terracottatopf auch was her. Und an meinem Sonnenplätzchen, an dem ich mich gerne aufhalte möchte ich die Pflanze auch gerne betrachten können.

Also da bin ich voll und ganz bei Dir!

 

vor 2 Stunden schrieb Sonja Schweitzer:

Ich persönlich leg mich dafür jedenfalls nur ungern unter die Gewächshaustische.😆

Warum nicht? Meine Katze tut das auch. Die hat sogar ein weiches Plätzchen direkt neben den paar Darlingtonias, die im GH bleiben. Kein Witz!

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Jens R.
vor 2 Stunden schrieb Kobra1911:

Darlingtonia kommt aus dem sonnigen Süden? Man lernt doch nie aus.

Darlingtonia kommt in Nordkalifornien und Westoregon vor, also grob gesagt um den 42. Breitengrad. Das entspricht ungefähr dem von Barcelona und Rom. Sonniger Süden ist also nicht ganz so falsch. Von der Höhe her findet sie sich meist in Gebirgslagen, aber auch runter bis fast auf Meeresniveau.

Grüße 

Jens 

P.S.

Pflanzen, die unter Kunstlicht oder unter indirektem Sonnenlicht standen, sollte man langsam an direkte Sonne gewöhnen, damit es keine Schäden gibt. Dazu erst ein paar Tage in den Schatten stellen und dann schrittweise die Zahl der Sonnenstunden erhöhen.

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du könntest die pflanze auch komplett in wasser versenken so das sie quasi auf dem wasser schwimmt bzw die wurzeln und teile des rhizoms unter wasser sind dann kannst du sie auch in die pralle sonne stellen ohne das sie den welkepilz bekommt... das habe ich nämlich seit einem jahr mit meinen darlingtonias gemacht weil ich genug hatte vom ständigen sterben selbst im schatten sind mir welche umgekippt.

Du kannst auch spaghnum mit reinpflanzen solang die wurzeln komplett im wasser sind alles gut... habe bis jetzt keine ausfälle.

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Tobias Kulig
vor 9 Stunden schrieb Jens R.:

Darlingtonia kommt in Nordkalifornien und Westoregon vor, also grob gesagt um den 42. Breitengrad. Das entspricht ungefähr dem von Barcelona und Rom. Sonniger Süden ist also nicht ganz so falsch. Von der Höhe her findet sie sich meist in Gebirgslagen, aber auch runter bis fast auf Meeresniveau.

"Sonniger Süden" sollte man hier allerdings nicht falsch interpretieren, da die Pflanzen alles andere als mediteran sind! Das Augenmerk muß man hier auf die Höhenlage richten. Darlingtonias wachsen auf bis zu 2.500m, wo die Wurzeln oft mit kühlem Bergwasser umspült werden. Hier ist also ein "unterirdischer, kalter Wasserfluß" vorhanden. Da kann dann auch die Sonne auf die Pflanzen draufknallen. Doch leider ist das in Kultur nicht umsetzbar. Ergo muß man für Wurzelkühlung sorgen, wenn man sie in der Sonne haben will. Hier sind dann auch Styroporkisten und Tontöpfe von Vorteil, was ich ja nicht angezweifelt habe!

Nur umgehe halt diesen Schritt und stelle sie in den Schatten, was ich als großen Vorteil ansehe. Natürlich habe ich auch zwei große Pflanzen (in großen Kunststofftöpfen), die auch zeitweise direkte Sonne bekommen. Aber eben nur zeitweise. 

 

vor 8 Stunden schrieb Zemor:

du könntest die pflanze auch komplett in wasser versenken so das sie quasi auf dem wasser schwimmt bzw die wurzeln und teile des rhizoms unter wasser sind dann kannst du sie auch in die pralle sonne stellen ohne das sie den welkepilz bekommt.

Ein anderer wichtiger Punkt ist die Bewässerung! Ein noch weit verbreiteter Mythos ist, daß Darlingtonia keinen längeren Anstau verträgt (slack'sche Methode). Das halte ich für absoluten Quatsch! Wobei das dann aber mit der Substratmischung zusammenspielt. 

Ich sehe hier oft Bilder mit annähernd reinem Weißtorf. Die paar Kügelchen Perlite oder Sand zähle ich nicht, da es meiner Meinung nach nix bringt. Da wundert es mich ehrlich gesagt nicht, daß Pflanzen umkippen. Wenn sich das in der Sonne aufheizt, oje.....Naja, beim ein oder anderen funktioniert das angeblich auch, aber dann stimmen eben andere Parameter. Aber als Faustformel würd ich das nicht ansetzen.

 

Seit etwa einem Jahr verwende ich Kakteensubstrat, in das ich nur soviel Torf reinmische, daß ich eine gute Kapillarwirkung bis oben erziele. Also relativ wenig. Oben drauf lebendes Sphagnum. Das Ganze steht viertelstopfhoch im Daueranstau und im Schatten.

Ergebnis: kräftige, gesunde Pflanzen

 

Letztendlich erkläre ich nur, wie ich das mache! Was Ihr macht, müßt Ihr selber wissen. Ich zeige lediglich auf, was bei mir super funktioniert. 

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Richard Bayerl

Hallo Darlingtonia-Fans,

hier ein Bild meine Kultur verschiedener Darlingtonias.

Schläuche von 2023 bis über 60 cm.

Aus Samen gezogen bis über 50 cm. (2024)

Die meisten Pflanzen stehen ostseitig an der Wand.

Somit kommt selbst im Sommer die senkrechte Sonne erst am späten Vormittag auf die Pflanzen.

Ganzjähriger Anstau.

Temperaturen im Winter beheizt auf 5°C.

Im Sommer oberflächlich bis weit über 45°C mit direkter Sonne.

Wenn es ging meist Sphagnumbedeckung auf den Töpfen.

Töpfe: Priorität Tontöpfe

Gießen: Euroschalen voll und Besprühung der Pflanzen. Sorgt auch oberflächlich für Kühlung. Sieht man auch auf dem Foto.

Diese Setup fahre ich nun seit Jahren.

Ausfälle: sehr gering.

Vermehrung: "unkrautartig"😎

Nach diesem Verfahren kultiviere ich auch ganzjährig meine Helis im GWH.

Dabei auch mein "Unkraut-Utri" nelumbifolia x reniformis. Ganzjährig im GWH.

Grüße Richard

 

 

IMG_5859.thumb.JPG.fa3a58e985e959fd18764c4ff86ab4fe.JPG

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Kobra1911
vor 9 Stunden schrieb Richard Bayerl:

Hallo Darlingtonia-Fans,

hier ein Bild meine Kultur verschiedener Darlingtonias.

Schläuche von 2023 bis über 60 cm.

Aus Samen gezogen bis über 50 cm. (2024)

Die meisten Pflanzen stehen ostseitig an der Wand.

Somit kommt selbst im Sommer die senkrechte Sonne erst am späten Vormittag auf die Pflanzen.

Ganzjähriger Anstau.

Temperaturen im Winter beheizt auf 5°C.

Im Sommer oberflächlich bis weit über 45°C mit direkter Sonne.

Wenn es ging meist Sphagnumbedeckung auf den Töpfen.

Töpfe: Priorität Tontöpfe

Gießen: Euroschalen voll und Besprühung der Pflanzen. Sorgt auch oberflächlich für Kühlung. Sieht man auch auf dem Foto.

Diese Setup fahre ich nun seit Jahren.

Ausfälle: sehr gering.

Vermehrung: "unkrautartig"😎

Nach diesem Verfahren kultiviere ich auch ganzjährig meine Helis im GWH.

Dabei auch mein "Unkraut-Utri" nelumbifolia x reniformis. Ganzjährig im GWH.

Grüße Richard

 

 

IMG_5859.thumb.JPG.fa3a58e985e959fd18764c4ff86ab4fe.JPG

 

Lieber Richard. Das sind ja gewaltige Pflanzen. Mein groesster Respekt und Neid.

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Richard Bayerl
Posted (edited)

Danke @Kobra1911,

nur bis zu den jetzigen Setup war es der berühmte steinige Weg mit leider nicht vermeitbaren Verlusten der ersten Probanten.

Learning by doing.

Nur die Ausbildung der Zungen könnte noch besser sein.

Manche sind etwas "krüppelig".

Bei Matzes 115. LB-Stammtisch bringe ich ein paar mit.

Grüße Richard

Edited by Richard Bayerl
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